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COUSIN, Gilbert (1506-1572).

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Item Description: 8vo (152 x 95 mm). Mit 2 Metallschnitt-Initialen, fast ganzseitiger Holzschnitt-Druckermarke auf Titel sowie halbseitiger Druckermarke auf Schlussblatt verso. [16] Bl. [a-b8]. Moderner Buntpapierumschlag. [Basel], In officina Frobeniana [per Hieronymum Frobenium ac Nicolaum Epscopium, mense Augusto], 1535. Sehr seltene Erstausgabe des Erstlingswerks von Erasmus von Rotterdams letztem Famulus (Privatsekretär/Schreiber), dem aus der Franche-Comté stammenden jungen Gelehrten Gilbert Cousin (latinisiert: Gilbertus Cognatus), der vom Sommer 1530 bis zum Herbst 1535 für den herausragenden Humanisten in Freiburg arbeitete. Erasmus' grosse Wertschätzung gegenüber Cousin manifestiert sich in dessen Brief vom 11. Dezember 1533 an Cousins Onkel, den Zisterzienser Abt Louis de Vers, worin er schreibt, dass er Cousin nicht so sehr als Famulus sondern viel eher als wichtigen Begleiter und Partner in seinen Studien sehe (Allen, Ep. 2889). "In return Cousin showed how seriously he took his position when theorizing about the office of famulus as well as the duties of the master in his 'Oiketes sive de officio famulorum'" (Bietenholz, Contemporaries of Erasmus). Mit Cousins für die Hausherren geschriebenem Ratgeber über die Hausdienerschaft setzt "eine eigene Literatur über das Gesinde in Deutschland ein, die aber sehr schnell, wie an Peter Glasers Teufelbuch zu sehen, zu einer 'Gesindekritik-Literatur' wird " (Walter Behrend). Dem Text vorangestellt ist Cousins Widmung vom 16. Mai 1535 an den Onkel Louis de Vers, Abbé der Zisterzienser Abtei Mont-Sainte-Marie in der Diözese Besançon. Ganz am Schluss findet sich ein Distichon Zachaeus Caderus an den Leser. Caderus dürfte identisch sein mit dem später in Basel und Lyon (als Jacques Quadier) wirkenden Buchdrucker Jacopus Parucus (=Jakob Kündig). Auch wenn Cousins eigene Erfahrungen als gelehrter Privatsekretär des grossen Humanisten in seine Erstveröffentlichung einflossen, so waren seine Aufgaben im fremden Haushalt doch eher atypisch im Vergleich mit anderen 'diensbaren Geistern' der Zeit. Dieser kaum zu findende Traktat über Aufgaben und Pflichten der Dienerschaft wurde kurze Zeit nach der vorliegenden Basler Originalausgabe durch Chrétien Wechel in Paris nachgedruckt. 1538 verlegte Philipp Ulhart in Augsburg die von dem Neu-Oettinger Latinisten Martin Roth übersetzte erste volkssprachige Ausgabe mit dem Titel: "Der Haußhalter oder vom Ampt der Diener". Eine zweite deutsche Uebertragung durch den Gothaer Rektor und Diakon Johannes Dinckel erschien dann 1583 in Erfurt als:"Hausknecht, Oder Von dem Ampt der Diener". Bereits 1543 hatte der Londoner Druckerverleger Thomas Berthelet eine von Thomas Chaloner besorgte englische Fassung unter dem Titel: "Of the office of servauntes: a boke made in Latine" aufgelegt. Gilbert Cousin hatte Erasmus noch nach Basel begleitet, kehrte im Auftrag seines Dienstherren dann wieder nach Freiburg zurück, ehe er schliesslich wegen privaten Verpflichtungen gegenüber den Eltern noch vor Ende 1535 nach Nozeroy im französischen Jura zurückkehrte. Der geplante Umzug nach Basel wurde dann durch den Tod von Erasmus am 12. Juli 1536 durchkreuzt. Gleichviel hielt Cousin Kontakt zu den Basler Druckerverlegern ehe er viele Jahre später in den Verdacht der Häresie geriet und ab 1567 unter Hausarrest stand. - Etwas wasserrandig und stellenweise fleckig, insgesamt aber ein gutes Exemplar dieser Rarität. ZENSUS: UB Basel (das Ex. im VD 16, C-5621) UB Bern KUB Fribourg ZHB Luzern Bibliotheca Vadiana St. Gallen ZB Zürich UB Leipzig Nationalbibliothek Budapest (VD 16, ZV-27054) Museum Plantin Moretus Antwerpen Bodleian Library Oxford (2 Exx.) Cathedral Library Durham Cathedral Library Exeter John Rylands Library Manchester University VD16, C-5621 und ZV-27054 ; Index Aurel. 146.116 (nur 2 Ex. in Basel und Budapest); Panzer VI, 305, 1002; B. Moreau, Inventaire chronologique des éditions parisiennes du XVIe siècle IV, Nr. 1276 (zur Pariser Ausgabe: "Suit l'édition de Basle"); Pidoux d. Bookseller Inventory # B351204

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Item Description: 4 Bde. 8vo (220 x 125 mm). Mit 51 Kupfern in insgesamt 165 Druckvarianten. XII, 319 S.; [2] Bl., 282 S.; [2] Bl., 264, [1] S.; [2] Bl., 295, [1] S. Rote Maroquinbände mit reicher Vergoldung 'à la dentelle', signiert von [Emile] Mercier (1855-1910), sc (successeur) de [Francisque et Adolphe] Cuzin, Rücken über 5 erhabenen Bünden mit floraler Vergoldung, Steh- und Innenkantenvergoldung, alle Spiegel mit grünblauer Lederdoublure mit floral verziertem ovalem Rahmendekor mit Monogramm 'AC' in Roccaille-Kartusche unter einem Pfeilbogen mit 2 gekreuzten Pfeilen und einem Köcher voller Pfeile, oben ein Dekor aus Musikinstrumenten (225 x 140 mm). Paris, (Imprimerie de Crapelet pour) Antoine-Augustin Renouard, An VII [1799]. Unikales und das am Verschwenderischsten mit Kupfervarianten ausgestattete Exemplar auf Vélinpapier in Gross-Oktav mit breitem Rand von Renouards luxuriöser Edition von Gessners Werken. In einem betörenden Spitzen-Einband (à la dentelle) in rotem Ganzmaroquin des Pariser Meisterbinders Emile Mercier (1855-1910). Die 51 auf vier Bände verteilten Kupfer - inklusive der drei Portraitkupfer nach Vivant-Denon, Anton Graff und Louis-Michel Van Loo - finden sich hier in insgesamt 165 (!) eingebundenen Druckvarianten, darunter auch zwei handkolorierte. Diese letzte, von Jean-Michel Moreau le Jeune (1741-1814) geschaffene, grosse Illustrationsfolge zu den Werken des auch in Frankreich hoch geschätzten Zürcher Dichters, sollte ursprünglich in der von P. Causse in Dijon für den Pariser Verleger Renouard gedruckten Ausgabe von 1795 veröffentlicht werden. "Moreau le jeune retrouve cependant un instant de jeunesse dans les Oeuvres de Gessner, éditées par Renouard en l'an VII Assurément, l'inspiration classique y est toute puissante, mais avec une grâce qu'il ne connaissait plus" (Gaston Schéfer). Ihre Fertigstellung verzögert sich aber sosehr, dass der Auftraggeber Renouard (1765-1853) entschied, auch "angesichts ihrer künstlerischen Bedeutung"(W. R. Deusch), die wunderbare Illustrationsfolge Moreau le Jeunes in einer im Format stattlicheren und den "Ansprüchen der Bibliotheken entsprechenderen Neuausgabe" zu veröffentlichen. Der Druckauftrag dafür ging an den bibliophilen Pariser Drucker Charles Crapelet (1762-1809). "Les 51 gravures qui ornent cette édition, devoient servir exclusivement à celle que j'ai fait imprimer à Dijon en 1795, 4 vol. petit in-8°; mais plusieurs personnes de beaucoup de goût m'ont observé qu'une aussi intéressante collection de gravures méritoit une édition plus importante, d'un caractère plus grand, et d'un format plus convenable à toutes les bibliothèques: c'est ce qui m'a déterminé à faire imprimer celle-ci" (Avis de l'éditeur, S. VI). Neben der regulären Oktav-Ausgabe mit 3 Bildnissen des Verfassers, des Uebersetzers Huber und von Denis Diderot sowie den 48 Radierungen Moreaus, liess Renouard eine auf zwanzig Exemplare limitierte Vorzugsausgabe auf extradünnem Hollandpapier und mit den Kupfern in zwei Zuständen (avant et avec les lettres) herstellen. Eines davon gehörte dem Verleger und enthält Moreaus Originalzeichnungen, es wird heute im Musée Condé gehütet. Ein (wie auch unser vorliegendes Exemplar) mit der gesamten Illustrationsfolge in Aetzdrucken extraillustriertes Luxusexemplar ging später in die Sammlung des grossen deutsch-französischen Sammlers Hans Fürstenberg über. Unser vorliegendes, überreich illustriertes Exemplar enthält nebst den in verschiedenen Druckzuständen vorhandenen Aetzdrucken (vor und mit der Schrift) auch alle Tafeln, die "ebenfalls à petit nombre' gedruckt, nachträglich mit der Schrift und einer neu zugefügten Umrahmung [versehen wurden], 'aussi de très bonnes épreuves" (Werner R. Deusch). Leemann-van Elck schreibt: "Eine kleinere Anzahl Exemplare wurde auf 'grand papier vélin', die Kupfer "vor der Schrift" und "ohne Bordüre" gedruckt, von diesen gibt es nur zwei Exemplare "mit Bordüre". Leemann-van Elck, 715; Reynaud, Notes supplémentaires sur les livres à gravures du 18e. Bookseller Inventory # B351136

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Item Description: Quer-Folio (423 x 550 mm). Drucktitel und zus. 37 Kupfertafeln, inkl. dem am Schluss mitgebundenen, nach Jacques Callot radierten Blatt. Halblederband um 1800. Augsburg, Johann Elias Ridinger, 1729. Komplettes und sauberes Exemplar der ersten grossen Kupferstichfolge Johann Elias Ridingers, eine meisterhafte Uebersicht "aller Arten und Maniren des Jagens". Entsprechende Jagd- und Tierdarstellungen bilden den Schwerpunkt von Ridingers aus rund 1'600 Kupferstichen, Radierungen und Schabkunstblättern bestehenden graphischen Werk. Veröffentlicht hat der Augsburger Künstler seine als 'Fürsten-Jagd' bekannte Radierfolge nicht wegen seiner "sonderbaren Lustbarkeit", als vielmehr im Bestreben, dem Betrachter und Leser unmittelbaren Nutzen zu ermöglichen. Als Polyhistor der Jagd und dessen Geschichte wollte er zugleich "auch dessen ganze damalige äussere und innere Bedeutung darlegen". Die Stichfolge mit ihrer kurzen und prägnanten Bildbeschreibung wollte sich von der älteren, weitschweifigen Jagdliteratur abgrenzen. "Es sollen junge Herrschaften daraus schöpfen und die bisherigen weitläufigen Jagt-Beschreibungen ersetzen, mit denen er wohl auch Conrad Gessners Historia animalium meinte, die 1551 in Zürich erschien und bis ins 18. Jahrhundert u.a. wegen der Jagderklärungen herausgegeben wurde" (Bernt von Hagen). Seine künstlerische Grundausbildung erhielt der für seine geradezu dokumentarisch genauen Jagd- und Tierdarstellungen berühmte Künstler durch Christoph Resch in Ulm und ab 1716 durch den Augsburger Tier- und Pflanzenmaler Johann Falch sowie sehr wahrscheinlich durch den in Brüssel geborenen bischöflichen Hofmaler Carl Wilhelm de Hamilton. Die Kunst des Stechens und Radierens studierte Ridinger an der reichsstädtischen Akademie des Historienmalers Georg Philipp Rugendas d. Ae. Nach drei prägenden Jahren am Hofe des Grafen Metternich in Regensburg, wo Ridinger an Hetzjagden teilnahm und häufig die dortige Reitschule aufsuchte, heiratete er 1723 und gründete im gleichen Jahr einen Kunstverlag. Der unternehmerische Erfolg stellte sich bald ein, denn Riedinger verstand es, "dem gewachsenen Interesse an der Natur durch exakte, jedoch auch gefällige graphische Blätter zu entsprechen" (W. Augustyn). Unser insgesamt 38 Blatt enthaltendes Exemplar setzt sich wie folgt zusammen: Typographisches Titelblatt mit deutsch-französischem Text. 1) Der Thier-Garten - Le Parc 2) Der an dem Thier-Garten gemachte Einsprung - L'Entrée du Parc (mit Wasserzeichen, eine lange Vier mit R) 3) Das bestetten des Edlen Hirsches mit dem Leithund - La Quéte du Cerf (WZ dito) 4) Des Edlen Hirschen Alter - L'age et les qualité du Cerf (WZ dito) 5) Die Par-Force Jagd - La Chasse par force 6) Das umstellte Jagen - La Chasse dans les enceintes 7) Die Schweins Hatz - La Chasse du Sanglier (mit Wortmarke "Wangen") 8) Die Hirsch-Brunst - Le Rut du Cerf (WZ dito) 9) Wie die Jagd angeblasen wird - Le Commencement de la Chasse 10) Das Brunft-Schiessen - La Chasse du Cerf au Rut 11) Wie die Hasen mit Netzen gefangen werden - La Chasse de Lievres 12) Der Anstand auf die Rehe - La Chasse des Chevreuils 13) Die in das Netz gefallenen Hirsche - Les Cerfs prises dans les filets 14) Die Wolffs-Falle oder Grube - La Trape du Loup 15) Die Fuchs-Eisen und Fallen - La Trape du Renard (WZ Lilie) 16) Der wilde Enten-Fall - La Prise de Cannes Sauvages 17) Das mit Flammen-Schnüren umstellte Jagen - La Chasse environnée des Cordes 18) Die Wasser-Jagd - La Chasse dans l'Eau 19) Wie auf die Schweine angestanden wird - L'attente des Sangliers 20) Wie die Schweine mit Netzen gefangen werden - La prise des Sanglies aux pieges 21) Der Bären-Fang - La Prise des Ours 22) Wie die Rehe in Netzen oder Garn gefangen werden - Comme en prens les Chevreuils dans les filets 23) Der anstand auf Hasen und wie sie von dem Stober Hunde getriben werden - Comme on chasse les Lievres par les Levrets 24) Wie die Hasen mit Wint-Hunden gehetzt werden - La Chasse des Lievres par les Levriers 25) Wie der Wolf auf d. Bookseller Inventory # B351306

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Item Description: Gr.-8vo (650 x 170 mm). Mit 125 (inkl. Kupfertitel) Tafeln, nach Carême gestochen von E. J. Thierry (oncle et neveu) und Louis-Marie Normand. 27 S. Text. Paris, Firmin Didot, 1815. Eines der ganz wenigen erhaltenen Exemplare der Erstausgabe - mit Carêmes signiertem Namen auf dem Vortitel - eines der ungewöhnlichsten Koch- und 'Architekturlehrbücher' des 19. Jahrhunderts. Carêmes "extravagantes Buch" (G. Oberlé) erschien unter Mitarbeit seines Privatsekretärs Charles Frédéric Alfred Fayot (1797-1861) Ende 1815 als Komplementärwerk zu dem Anfang des Jahres veröffentlichten Erstlingswerk 'Le pâtissier royale parisien', das es aber an Bedeutung weit übertrifft. "Of far greater fame than his 'Le pâtissier royale parisien' is his landmark 'La pâtissier pittoresque' (The Picturesque Pastry Chef, 1815), a masterpiece of 123 architectural drawings - a Chinese pavilion, a Greek rotunda, a Turkish house of pleasure. All were intended to be created in living color . It is noteworthy for its evocation of the New Empire style, its soaring imagination, and the sheer joy of leafing through page after page of castles in the air" (Anne Willan, The Cookbook Library [2012], S. 167). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende und bereits im Alter von nur elf Jahren auf sich selbst gestellte Carême stieg dank seines Talentes und grossen Fleisses zum ersten Koch Frankreichs auf. Ehrgeizig und selbstbewusst beschäftigte er sich während seiner Ausbildung zum Patissier und Koch auch intensiv mit Kunst und Architektur. Regelmässig besuchte er während Jahren die Graphikabteilung (Grand cabinet des estampes et gravures) der Nationalbibliothek in Paris. "La collection des estampes me fit sortir du néant intellectuel; mon travail devint meilleur et mon ignorance fit place au plus précieux des dons, l'instruction!" Durch Abzeichnen von Gebäuden und Ornamenten aus den einschlägigen architektonischen Lehrwerken erwarb er sich eine grosse Fertigkeit im Zeichnen. Carême machte sich früh selbständig und begann mit zwanzig Jahren vor allem für den französischen Aussenminister und Feinschmecker Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord zu kochen. 1810 betraute ihn Napoléon Bonaparte mit dem Hochzeitsmenu für seine Vermählung mit Marie Louise von Österreich. Nach dem Wiener Kogress 1814/15 arbeitete Carême auch für andere Celebritäten, so für den englischen Thronfolger Georg IV., für Baron James und Betty Mayer Rothschild und für den russischen Zaren Alexander I., an dessen Hofmeister (Maître d'hôtel) M. Müller er sein vorliegendes Buch zueignete. Die 125 in Kupfer radierten Zeichnungen des später als 'Palladio de la cuisine' bezeichneten Carême zeigen detaillierte Entwürfe für die damals in der gehobenen Küche unentbehrlichen 'Pièces montées' (Tafeldekorationen), in aller Regel essbare Nachbildungen von Miniatur-Tempeln, Pavillons, Springbrunnen, Pyramiden, Brücken, Kaskaden sowie Säulen, die nicht nur in den klassischen europäischen, sondern auch in altägyptischen, türkischen, chinesischen und anderen exotischen Architekturstilen gehalten sind. "Jedes Stück stellt dabei anhand eines repräsentativen Gebäudes ein Land im Kleinen mit seiner natürlichen Umgebung dar, jede Zeichnung ist eine harmonische Farbkombination. So ist z.B. die Tafel 13 'Hermitage suisse' nichts anderes als eine Komposition in Grünvariationen" (M. Diaconu, Tasten - Riechen - Schmecken: eine Ästhetik der anästhesierten Sinne [2005], S. 384f.). Carêmes Kreationen sollten nicht nur die Geschmacksfreuden der Gäste sondern vor allem auch deren Schaulust befriedigen. Der veritable 'Pâtissier architecte' griff dabei auf seine in der Bibliothek erworbenen Kenntnisse der klassischen Architektur zurück und verwertete seine extensive Lektüre der vielfältigen Reise- und Gartenarchitektur-Literatur. Als Basis seines Schaffens und gar als einen unentbehrlichen Bestandteil der Pâtissier-Ausbildung erachtete Carême die fünf Ordnungen der Architektur nach Giacomo Barozzi da Vignola (S. 14 und Tafel Nr. 112), erweit. Bookseller Inventory # B351212

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Item Description: 8vo (195 x 120 mm). Mit 2 handkolorierten lith. Tafeln (num. I-IV). VIII, 290 S., [4] Bl. (das dritte leer). Halbkalbslederband d. Z. mit rotem Lederrückenschild. Hamburg, (Friedrich Vieweg und Sohn in Braunschweig für) Friedrich Perthes, 1826. Sehr gepflegtes Exemplar, komplett mit beiden Tafeln und dem Erratablatt, eines der bedeutendsten Werke der Nationalökonomie und Wirtschaftsgeographie. Erste Inspiration zu seinem klassischen Werk empfing der neunzehnjärige J. H. von Thünen bereits 1802 während seiner praktischen Ausbildung zum Landwirt an der landwirtschaftlichen Lehranstalt in Groß Flottbek bei Hamburg und danach auf Albrecht Thaers Gut in Celle. Wenige Jahre nach dem Studium in Göttingen konnte Thüning das Gut Tellow in Mecklenburg erwerben, das er zu einem Mustergut entwickelte und dessen Buchhaltung er während zehn Jahren mit Bedacht selbst besorgte. Diese langjährigen praktischen Erfahrungen verbinden sich In seinem Buch - wovon ein zweiter Teil erst 1842 (als Teil II der zweiten Auflage), ein dritter 1850 und der abschliessende vierte Teil erst 1863 folgt - mit dem an der Universität Göttingen geschulten wissenschatlich-mathematischen Denken. Thüning begründet hier seine Theorie zur Erklärung der räumlichen Differenzierung der Art und Intensität landwirtschaftlicher Nutzungen, die er nicht wie in der geografischen Tradition bis dahin üblich, nur aus den natürlichen Bestimmungen, sondern primär aus den ökonomischen Faktoren herleitet. Auf den beiden mit I-IV nummerierten handkolorierten Tafeln visualisiert er das als Thünensche Ringe bekannte Modell der räumlichen Anordnung der Landwirtschaft: Um den Absatzmarkt ergeben sich konzentrische Ringe mit nach aussen abnehmender landwirtschaftlicher Intensität. Ring I) Die freie Wirtschaft: Produziert werden Produkte wie z.B. Gemüse, Blumen oder Milch, die keinen weiten Transportweg vertragen. Da Dünger in beliebiger Menge zur Verfügung steht, kann sehr intensiv gewirtschaftet werden. II) ) Die Forstwirtschaft: Sie findet sich wegen den hohen Transportkosten und dem im Vergleich relativ niedrigen Holzpreis im zweiten Ring, gekennzeichnet durch extensive Bewirtschaftung. III) Die Fruchtwechselwirtschaft. Sie ist charakterisiert durch den Wechsel von Halmen- und Blattfrüchten (Getreide, resp. Futterpflanzen). Ring IV) Koppelwirtschaft. Eine Art Feldgraswirtschaft, bei der das Land abwechselnd bebaut und beweidet wird. Ring V) Die Dreifelderwirtschaft mit Brache. Ring VI) Die Viehzucht als Weidewirtschaft, wobei das Vieh vor dem Verbrauch (innerster Ring) gemästet wird. Die zentrale Grundthese von Thünings Modell, die Lagerente (d.h. der von der räumlichen Distanz zum Marktort abhängige Ertragsanteil) bedinge eine räumliche Differenzierung in der Form und Intensität der agrarwirtschaftlichen Bodennutzung blieb bis heute gültig. Gedruckt wurde Thünens Buch erst auf Drängen seiner Freunde. Als Honorar für das Manuskript, das schliesslich von Friedrich Vieweg und Sohn in Braunschweig gedruckt wurde, soll der Hamburger Verleger Friedrich Perthes 75 Taler in Büchern geboten haben, wobei die Zahlung erst nach Absatz von 400 Exemplaren fällig wurde. - Auf Vorsatz Notiz (Tom I. pag. 100. D. 27) von alter Hand. Goldsmiths’-Kress Nr. 24861.9; Humpert 1635 und 7984; Kress C. 5974; New Palgrave IV, 639; Edgar Salin, J. H. von Thünen in seiner Zeit, in: Zschr. f. Agrargeschichte: Sonderheft Thünen, S. 243ff.; Blaug/Lloyd, Famous Figures and Diagrams in Economics (2010) S. 170f.; Kunz, Klassiker des ökonomischen Denkens Bd. I (2011), S. 140f. Excellent copy of the first edition of Thuenen's sole work, which attracted little attention first but became a fundamental and pioneering economic study concerning the location of agriculture. First inspiration for his book received the founder of applied research in agricultural science during his training as a practical farmer since 1802 at Groß Flottbek near Hamburg and afterwards at Celle with Albrecht Thaer. A few years after his studies at Gö. Bookseller Inventory # B351211

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Item Description: 8vo (175 x 100 mm). Titel in Rot und Schwarz. [16] Bl., 488 S., [8] Bl. (Danksagung und Register). Schweinslederband d. Z. über Holzdeckeln, Rücken über 3 erhabenen Bünden, mit Blindprägung und 2 intakten Messingschliessen. Bern, Johann le Preux, 1606. Erstausgabe. Tadellos frisches Exemplar im Blindprägeeinband der Zeit des ersten alpinen Gedichts in deutscher Sprache. Gewissermassen als Vorbote von Albrecht von Hallers epochalem Gedicht Die Alpen von 1729 unternahm es der Berner Späthumanist, Pfarrer und Historiker Rebmann (latinisiert Ampelander) mit seiner originellen, gereimten enzyklopädisch-lehrhaften Allegorie, bei seinen Lesern Natur-Erkenntnis und -Betrachtung zu wecken. Für jene Zeit des Frühbarocks ganz ungewöhnlich, verrät das aus 14'250 Knittelversen bestehende poetische Wechselgespräch zwischen Stockhorn und Niesen bereits offenen Sinn für Grösse und Schönheit der Berge. Aus dem Reimgedicht strahlt unverkennbar eine ganz andere Naturanschauung hervor, als sie in den Zeiten vor Rebmann und Conrad Gessner existierte. Unmittelbare Anregung zu seinem Gedicht fand der ungemein belesene Rebmann wohl vor allem in Johannes Rhellicanus' Stockhornias, einer in lateinischen Hexametern verfassten Schilderung einer Bergtour auf das Stockhorn, das 1537 im Anhang von Johannes Rhellicans (1478-1542) lateinischer Übersetzung der Lebensbeschreibung Homers von Plutarch, in Basel erschienen war. Nebst eigenem Erleben der heimischen Alpenwelt - beide Berge die er zum Gegenstand seiner Muse auswählte, hat Rebmann nachweislich auch bestiegen - lässt der in Bern geborene Dichter eine Fülle kosmographischen und weltgeschichtlichen Wissens einfliessen und entwirft gegen Schluss des Buchs eine christliche und staatsbürgerliche Ethik. Während im ersten Teil des Lehrgedichts der Kosmos, die Erde sowie Natur und der Mensch im allgemeinen verherrlicht werden, bietet der Verfasser im nachfolgende zweiten und dritten Teil: "Von Bergen und Bergleuten" eine aufschlussreiche und "sehr wertvolle Oro- und Topographie der Schweiz, besonders des Kantons Bern" (Wäber). Enthalten sind Angaben zu Höhe, geologischer Beschaffenheit, den Bodenschätzen etc., nicht nur der schweizerischen. Dieser Abschnitt bietet auch eine kurze Geographie der vier Erdteile Europa, Asien, Afrika und Amerika. Der auf den Seiten 381-402 enthaltene Text über das "Jn zwo halb Jnslen underschlagen" Amerika, das "Americus Vesputius, Christophorus g'nannt Columbus, Und noch vil andre mittler zeit, Habens erforschet gern und weit", ist allen einschlägigen Americana Bibliographen unbekannt geblieben. Von Nordamerika ist noch wenig Kenntnis vorhanden, am meisten weiss der hier monologisierende Stockhorn von Mexiko, Mittel- und Südamerika zu berichten. Erwähnt werden u.a. Gold- und Silberminen, die mächtigen Flüsse und Urwälder, in denen Menschenfresser und Schlangen zu finden seien. Nach Rebmann, dessen Buch 1620 durch seinen Sohn Valentin in veränderter Form erneut aufgelegt wurde, fand ein namhafter Fortschritt in der Alpenkunde erst hundert Jahre später mit dem Erscheinen des grossen Zürcher Naturforschers und Universalgelehrten Johann Jacob Scheuchzer statt. - Papierbedingte Bräunung und stellenweise schwacher Wasserflecken im Unterrand, ein bemerkenswert schönes Exemplar. VD 17 (Online Kat.) 23:244264X (3 Ex.); Goedeke II, 286; Perret, Guide des livres sur la montagne et l'alpinisme II, 3605; Wäber I, 21; Jenny, Die Alpendichtung der deutschen Schweiz (1905), 34f.; Forster, H. R. Rebmann und sein Poetisch Gastmahl zweier Berge (1942); E. Moser-Bader, H. R. Rebmann und sein Gespräch zwischen Stockhorn und Niesen, in: Schweizer Alpen-Zeitung, 4. Jg. (1886), Nrn. 21-23; (wg. der Anspielung auf die Tannhäusersage:) G. Eis, Die Sage vom Venusberg bei Rudolf Rebmann, in: Studia Neophilologica XXXIII (1961), 159f.; R. Zeller, Die Wunderwelt der Berge, Literarische Form und Wissensvermitlung in H. R. Rebmanns Gastmal und Gespräch zweier Berge, in: Scientiae et artes, Hrsg. von B. Mahlmann. Bookseller Inventory # B348675

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BOETHIUS, Anicius Manlius Torquatus Severinus [(480-524) und Sebastian BRANT (1457-1521), Hrsg.].

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Item Description: Folio (282 x 200 mm). Mit 78 Holzschnitten (davon 4 halbseitengrossen, der erste altkoloriert), gedruckt von insgesamt 60 Holzstöcken, ca. 70, teilweise figurativen Holzschnitt-Initialen und Holzschnitt-Druckermarke auf Schlussblatt recto. [10], CCXVI [recte CXXVIII] Bl. Olivgrüner Maroquinband des 19. Jhs. (signiert [John] Clarke & [Francis] Bedford, London, aktiv 1841-1850). (Strassburg, Johann Grüninger, Kalendas VIII. Septembris [25. August] 1501). Erste illustrierte Ausgabe von Boethius' zentralem philosophischen Text 'De consolatione philosophiae'. Breitrandiges Exemplar der durch Sebastian Brant edierten und mit einem Geleitgedicht bereicherten einflussreichen Trostschrift, die auch den Beginn seiner mehrjährigen Zusammenarbeit mit dem Druckerverleger Johann Grüninger markiert. Brant hatte mit den editorischen Arbeiten sicher schon in Basel begonnen, ehe er durch die Vermittlung seines Mentors Johann Geiler von Kaisersberg, im Frühjahr 1501 als Stadtsyndikus in seine Geburtsstadt Strassburg zurückkehrte. Grüninger setzte hier seine 1496 mit dem Terenz begonnene und zwei Jahre später mit dem Horaz weitergeführte Serie von Texten von schliesslich sieben klassischen Autoren fort, die er alle - bis auf die kleinformatig gedruckten zwanzig Komödien des Plautus (1508) - im Folioformat und mit Holzschnitten illustriert verlegte. Die künstlerisch hervorragende Holzschnittfolge der Boethius Edition besteht aus 78, zum Teil wiederholten, Holzschnitten von 60 verschiedenen Holzstöcken, die ein unbekannt gebliebener Strassburger Meister schuf. Der spektakuläre halbseitengrosse erste Holzschnitt - hier als einziger wunderbar von alter Hand koloriert - zeigt den Blick auf Rom, "eine runde, von niedrigen Mauern umgebene Stadt mit Kuppelbauten, jenseits des Flusses die Peters-Basilika und die Engelsburg" (Muther). Im Zentrum innerhalb der Mauern auf dem Campidoglio vier Figuren, rechts aussen eine von Musikern angeführte Menschenmenge. "This is an early example of Vedute di Roma, in which the Aurelian walls, the temple of Minerva, Medica, Trajan's column, the Pantheon, the Colosseum, the Castel Sant' Angelo, and old St. Peter's can be recognised" (M. Morford, Johann Grüninger of Strasbourg, in: Sacry/Papy, Syntagmatia: Essays on Neo-Latin Literature [2009], S. 119ff.). Die weiteren, häufig aus zwei oder drei Bildsegmenten zusammengesetzten Holzschnitte, die Grüninger als einer der ersten Druckerverleger verwendete, zeigen Boethius zusammen mit der in Frauengestalt dargestellten Philosophie und folgen damit der auch in den mittelalterlichen Handschriften geübten Gepflogenheit, der Consolatio ein Frauenbildnis beizufügen. Die Allegorie verwendet Boethius selbst im ersten Teil seines in der Kerkerhaft in Pavia geschriebenen Textes. Die sehr fein ausgeführten, in klaren Abdrucken vorliegenden, Holzschnitte halten sich eng an die von ihnen angedeuteten Textstellen. "Diese Bilder sind zum grössten Teil aus zwei bis drei Holzstöcken zusammengesetzt. Aber es handelt sich dabei nicht wirklich um eine Zergliederung der dargestellten Szenen in ihre verschiedenen Elemente: so stellen einige Boethius im Gespräch mit der Philosophie dar, andere aber den Gegenstand ihres Diskurses, und die letzten, die sie umrahmen, sind rein dekorative Elemente: Fragmente einer Stadtarchitektur, einer Landschaft, ein Stadttor oder ein Baum" (Jean Wirth). Nur die letzte der vier halbseitengrossen Holzschnitte (auf Bl. CX) - eine Ackerbauszene, schuf der selbe Künstler, der die Illustrationen zum gleichzeitig gedruckten, von Anton von Pforr ins Deutsche übersetzten 'Dis ist das Buch der Wyßheit' des Johannes von Capua fertigte. Alle anderen Ilustrationen in Grüningers 'Vom Trost der Philosophie' "stammen offensichtlich von einem neuen Künstler . und sind auch rein ikonographisch interessant, illustrieren sie doch Texte, die nur wenig Bezug haben zur bisherigen figurativen Darstellung und deren Abstraktheit nur schwer in Bilder umgesetzt werden kann, was mitunter zu er. Bookseller Inventory # B350740

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Libro de exercicios de la gineta, compuesto: VARGAS MACHUCA, Bernardo
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Item Description: Kl.-8vo (154 x 97 mm). Mit 1 ganzseitigen Holzschnitt mit Wappen und Lanzenreiter und 1 halbseitigen Druckermarke in Holzschnitt. [16], 120 Bl. Dunkelroter Ganzmaroquinband d. Z., Deckelrahmen aus goldgeprägter Dreifachfilete, im Zentrum das aus aus den griechischen Buchstaben Gamma, Phi und Pi gestaltete Monogramm von Nicolas Claude Fabri de Peiresc. - Contemporary morocco gilt, spine in compartements with triple fillets and floral ornaments, sides with triple fillets and cipher of Fabri de Peiresc in the center. Madrid, Pedro Madrigal, (3 de marzo) 1600. Erstausgabe des ersten von einem "Amerikaner" verfassten Werks zur Reitkunst, von Capitàn Don Bernardo de Vargas Machuca auf Grund seiner langjährigen Erfahrungen in Lateinamerika geschrieben. Im Vorwort erwähnt er, dass er mit seinem Buch einer Bitte entsprach des Grafen Albrecht Fugger [spanisch: Alberto Fúcar (1565-1624)], Spross der mächtigen Bankiersfamilie und Sohn des Augsburger Burgermeisters Johann Jakob Fugger. Gewidmet hat der Verfasser sein Buch denn nicht nur König Philipp III. sondern auch dem deutschen Grafen. Im nachfolgenden Prolog führt der Verfasser aus, dass er die Kunst des Reitens erst in der Neuen Welt entdeckte und dass er die dortigen Reiter für versierter hält als jene in Spanien. Danach folgen zwei Sonette des Poeten Alonso de Carvajal aus Tunja sowie von Don Alonso de Bustos. Nach Studien an der Universität von Valladolid trat Bernardo de Vargas Machuca in die Dienste des königlichen Militärs und kämpfte u.a. während sechs Jahren auch in Italien gegen die Osmanen. Im Jahr 1578 verliess er die Heimat und segelte nach Santiago de Cuba. In Mexiko diente er in den Seestreitkräften und im Verlauf des Kampfes gegen den englischen Freibeuter Francis Drake kam er auch nach Peru und Chile. Schliesslich liess er sich für sehr viele Jahre in der 1538 gegründeten Stadt Santa Fé de Bogotá im heutigen Kolumbien nieder. Vargas Machuca beteiligte sich an diversen Feldzügen gegen die Indios. Zu Beginn des Jahres 1594 kehrte Vargas Machuca nach Spanien zuruck wo er als Publizist mehrere Werke zur Geschichte der Neuen Welt schrieb, davon erschienen vier zu seinen Lebzeiten, ein fünftes wurde erst im 19. Jh. gedruckt. Seinem vorliegenden ersten hippologischen Werk ging als Erstlingswerk die 1599 veröffentlichte Milícia y descripción de las Indias voraus. Gegliedert ist das Buch in fünf Teile: Im ersten werden die Reitübungen, die eigentliche Reitkunst, abgehandelt, die die Fähigkeiten des Reiters und Kavalleristen verbessern und perfektionieren sollten. Daneben werden auch die Reitutensilien beschrieben sowie über die korrekte Haltung auf dem Pferd referiert. Im zweiten Abschnitt widmet sich Vargas Machuca dem Umgang des Reiters mit der Lanze und erörtert die zu befolgenden Regeln bei Scharmützeln und Kämpfen zu Pferd. Das dritte Kapitel handelt vom Verhalten von Reiter und Pferd im Stierkampf. Der vierte Abschnitt widmet sich dem auf die Araber zurückgehenden Reiterspiel "Juego de Cañas" (Rohrspeer-Tournier), "donde más se ejercitan los hombres à caballo para ser buenos". Das abschliessende fünfte Kapitel beinhaltet u.a. merkwürdig anmutende Empfehlungen und Rezepte zur Haltung und Kur der Pferde. Als erstes in Amerika geschriebenes Pferdebuch ging dem vorliegenden das 1580 von Juan Suárez de Peraltas veröffentlichteTratado de la gineta voraus. In überarbeiteter Form wurde die vorliegende Reitschule 1619 erneut aufgelegt als: Teórica y exercicios de la Gineta, primeros, secretos y advertencias della, con las señales y enfrenamientos de los cavallos, sa curacion y beneficio. - Titel braunfleckig, durchgehend gleichmässig gebräunt, ein vorzügliches Exemplar von bemerkenswerter Provenienz. Dejager 229; Palau 352447; Medina, Biblioteca Hispano-Americana, 418; Alden/Landis I, 600/96; E. Otero de Costa, Biográfica disertación sobre el capitán don Bernardo de Vargas Machuca, in: Revista de Indias XII (1952), S. 49f.; B. Flores Hernández, La jineta indiana, in: Anuario de E. Bookseller Inventory # B347070

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BECKETT, Samuel (1906-1989).

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Item Description: Oblong 8vo (330 x 254 mm). With 33 mixed etchings (5 double-page and 24 full-page) with aquatint, soft-ground, lift-ground, photo-etching (including two in colors); 2 lithographs in colors (box). 64 pp. Text [letterpress (typeface: Caslon Old Face, 16 pt.). Richard de Bas cream wove auvergne paper, watermarked with S. Beckett’s initials and Jasper Johns’ signature). Original publisher's wrappers in linen, Solander-box lined with 2 colour lithographs. London & New York, [Atelier Crommelynck, Paris (Etschings) for], Petersburg Press Ltd., (1975-) 1976. Mint copy. No. 56 of 250 copies printed on heavy handmade paper, watermarked with the initials of Beckett and the signature of Johns, signed by both in the collophon. Out of a total edition limited to 300 copies, including fifty copies hors commerce (thirty numbered I-XXX, and twenty unnumbered). The spiritual creator of the project was the former actress and editor Véra (Poliakoff-Russell-) Lindsay (1911-1992), editor of the Petersburg Press, founded in 1968. While Samuel Beckett agreed to supply her a collection of prose poems the American painter and printmaker Jasper Johns offered 33 black-and-white etchings, which were printed at the Atelier Crommelynck in Paris. The design of the book fortuitously reflects its extraordinary rich contents, and each of the five sections displays both the English and French texts and is preceded by a full-page number identifying the narrative, or "fizzle" to follow. Although Jasper Johns originally thought that he would incorporate the author's texts within his images, he ultimately decided to position the etchings to the left of, and sometimes above, Beckett's writings and to uniformely separate the French and the English versions by double-page etchings. The artist's decision to include both the French and the English versions of the text was not opposed by Samuel Beckett, who however did not much like the bilingual setup. It reflects the author's habitual repetition of images and motifs from text to text and Jasper Johns' own from painting to painting. For the most part, the order of the etchings was not determined by the written texts, "but largely predetermined by Johns' earlier painting, and the congruence of form and content is all the more stunning" (Lois Oppenheim). Field 215 - 248; Universal 173; Castleman 214 - 215; Oppenheim, The Painted Word: Samuel Beckett's Dialogue with Art (2000), S. 177ff.; R. Bernstein, Bernstein, Johns and Beckett: Foirades / Fizzles, in: The Print Collector's Newsletter 7, no. 5 (1976), 143; Ackerly/Gontarski, The Grove Companion to Samuel Beckett (2007). Bookseller Inventory # B351444

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Saggio intorno alle danze dei Greci.: GIRONI, Robustiano (1769-1838).

GIRONI, Robustiano (1769-1838).

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Item Description: Mit handkoloriertem Frontispiz in Aquatinta radiert von Paolo Fumagalli nach Angelo Monticelli und 6 (1 doppelblatttgrossen) handkolorierten Aquatinta-Tafeln, radiert von D.K. Bonatti, A. Biasio und G. Gallina. Widmungsblatt an das Hochzeitspaar, 65 S., [3] Bl. Roter Maroquinband mit grünen und schwarzen Ledereinlagen in Blind- und Goldprägung, mit Mäanderbordüre und im Zentrum blind- und goldgeprägtes Queroval mit einem von zwei Schmetterlingen gezogenen Wagen mit sitzender Aphrodite, die in der rechten Hand eine Traube hält, links und rechts davon wiederholte Raute mit Fächerfüllung, oben und unter je ein Vierpass, in den vier Ecken ausen je eine achtblättrige Blüte, mit Fächerwerk in den Ecken, grüne Seidendoubluren mit ornamentalem Goldrahmen, Steh- und reicher Innenkantenvergoldung, mit reicher Rückenvergoldung und Rückentitel: 'Gironi - Danze dei Greci', Goldschnitt. In violettem Lederschuber mit ornamentaler Goldbordüre. Milano, Tipografia del D. Giulio Ferrario, 1822. Prachtvolles Geschenkexemplar im sprechenden neoklassischen Ledermosaikeinband, überreicht aus Anlass der Hochzeit am 5. April 1837 zwischen dem Marchese Diofebo Meli Lupi, Principe di Soragna (1808-1897) mit Donna Antonietta Greppi (1817-1893), Tochter von Don Antonio Conte di Bussero e Corneliano. Mit Robustiano Gironis Werk, zuvor 1820 unter dem Titel: Le danze dei Greci (Milano, Imperiale Regia Stamperia, 1820) aufgelegt, erschien endlich eine Geschichte des griechischen Tanzes, "that proves a historiographical knowledge never emerged before; unfortunately, his book was printed only in eighty exquisite copies and did not have the fortune of other less acute works of the time" (Bruno Ligore, Visions of Greek and Roman Ancient Dance, read at the: 37th Cid-Unesco World Congress, 2-6 july Athens 2014). Diese in nur dreissig Exemplaren gedruckte zweite Ausgabe ist noch seltener als die erste. Als junger Mann wurde der Verfasser Mitglied der Ambrosianer Kongregation (Congregatio Oblatorum Sanctorum Ambrosii et Caroli - Oblaten der heiligen Ambrosius und Karl, eine Kongregation von Priestern und Laien), die er dann 1803 verliess, um erst Sekretär im Innenministerium und dann Bibliothekar in der grossartigen Biblioteca Brera in Mailand (heute Biblioteca Nazionale Braidense) zu werden, deren Direktion er 1817 übernahm. Girone verfasste auch Beiträge zum monumentalen Kostümwerk seines Freundes Giulio Ferrario (1767-1847), das dieser unter dem Titel: 'Il costume antico e moderno, o storia del governo, della milizia, della religione,delle arti, scienze ed usanze di tutti i popoli antichi e moderni' (1814-37) verlegte. Im selben Zeitraum und in je limitierter Kleinstauflage erschien auch Gironis bemerkenswerte Folge von Beiträgen (saggi) zur griechischen Kulturgeschichte: Le nozze dei Greci (1819); Saggio intorno all'architettura dei Greci (1821); Saggio intorno alla musica dei Greci (1822); Saggio intorno alla scultura dei Greci (1823); Saggio intorno alle costumanze civili dei Greci (1823); und Saggio intorno al teatro dei Greci (1824). Das nach Angelo Monticelli in Aquatinta radierte und handkolorierte Frontispiz zeigt einen antiken, die letzte der insgesamt sieben Tafeln ein moderne griechische Tanzszene in offener Landschaft. Vier Tafeln geben entsprechende Szenen oder Tänzerinnenfiguren von antiken Vasenfragmenten oder Wandgemälden wieder. CLIO III, 2193; Missiaglia, Biografia universale antica e moderna. Supplimento (1841), S. 220f. ("stampate a soli trenta esemplari"); DBI LVI; vgl. Blackmer 693; Lipperheide 185; Magriel, Bibliography of Dancing, 81; Berengo, Intellettuali e librai nella Milano della Restaurazione (2012), S. 31f. Outstaning copy in a mosaic binding in neoclassic style, executed in full morocco with inlaids presented on the marriage held on 5 April 1837 at Milan between Marchese Diofebo Meli Puli, Principe di Soragna (1808-1897), with Donna Antonietta Greppi (1817-1893), daughter of Don Antonio Conte di Bussero e Corneliano. For a very long. Bookseller Inventory # B351186

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Item Description: Folio (420 x 280 mm). Mit architektonischem Titelholzschnitt, 137 Textholzschnitten von und nach Andrea Palladio und Giuseppe Salviati (5 doppelseitig, 47 ganz- oder fast ganzseitig, davon 5 mit Ausklappteilen), 1 intakten Volvelle, ganzseitiger Holzschnitt-Druckermarke auf Schlussblatt verso sowie vielen grösseren (11zeiligen) und kleineren historisierenden Holzschnitt-Initialen. 274 S. (recte 284), [9] Bl. Rotes Maroquin des 17. Jhs. über flachem Rücken, mit Deckeleinfassung aus Dreifachfilete und mit Eckornamenten in Goldprägung, reicher Rückenvergoldung und Rückentitel, Goldschnitt (etwas fleckig). In Leinenkassette. Venezia, Francesco Marcolini, 1556. Erste Ausgabe der von Daniele Barbaro edierten italienischen Edition mit den Holzschnitten nach Andrea Palladio, in einem breitrandigen Exemplar. Seit der Editio princeps von 1487 wurde das Werk zu einem Handbuch der Renaissance-Architekten. Wichtig für die zeitgenössische Architektur wurden vor allem die italienischen Ausgaben, deren wissenschaftlich bedeutendste, aufwendigste und schönste die vorliegende ist. Barbaros um 1547/49 begonnene Edition gilt als die gewissenhafteste und durchdachteste ihrer Zeit. Sie bietet nicht nur einen wertvollen Einblick in Barbaros eigene Theorien zur Architektur sondern vor allem auch in jene von Andrea Palladio (1508-1580), dessen bedeutendster venezianischer Förderer Barbaro war. Von Palladio stammt denn auch der grösste Teil der Zeichnungsvorlagen für die Holzschnitte in diesem Buch. Weitere Vorlagen stammen von Giuseppe Porta, vor allem für die Darstellungen der Basreliefs und Statuen. Die Holzschneider bleiben unbekannt, einzig auf der Seite 265 findet sich das nicht aufgelöste Monogramm 'R'. Barbaros Wahl des Verlegers fiel nicht von ungefähr auf Francesco Marcolini, der u.a. mit Tizian, Tintoretto, Vasari und Serlio befreundet war. Seit 1534 in Venedig wirkend, hatte Marcolini, "un uomo di lettere", bereits diverse Architekturwerke verlegt. - Ein breitrandiges, schönes und komplettes Exemplar, mit allen Holzschnitten, den drei intakten und fast immer fehlenden Volvellen auf der Seite 228 sowie auf dem drittletzten und vorletzten Blatt recto, den beiden aufgezogenen Holzschnitten auf den Seiten 72 und 85 sowie mit den acht aufklappbaren Teilen. Das Blatt B3-4 als Neudruck wie im zweiten Hofer Exemplar (Mortimer S. 765). - Vorsatz und Titel geringfügig wasserrandig, wenige braune Flecken auf den Seiten 16-18, die Seiten 31-38 , 41-44, 53-59, 71-76, 135-138, 145-146, 151-154, 169-170, 179-196 papierbedingt etwas gebräunt, gelegentlich minimaler Wasserfleck. BAL IV, 3522; Millard Collection Italian, Nr. 160 und S. 499f.; Fowler 407; Mortimer 547; Cigognara 713 ("Magnifica editione"): Becker, Anmerkungen zu Barbaros Vitruv (1991). First edition of the celebrated Barbaro translation with the illustrations by Palladio. Vitruvius' text had become a manual for Renaissance architects since publication of the editio princes in 1487. Particular importance must be given to the Italian translations (of which the present work is the most significant) which were of invaluable use to contemporary architects. This Barbaro translation was the most elaborate and beautiful edition; it was preceded by a translation by Cesare Cesarino. With its extensive commentaries, the Barbaro edition provides an insight not only into the editor's own theories of architecture, but, more importantly, into those of the Venetian architect Andrea Palladio, with whom Barbaro collaborated in its preparation. Palladio was later commissioned by Barbaro to build for him the Villa Maser at Asolo, in around 1560. Barbaro's scholarship must have been of much assistance to Palladio, guiding him as it did through Vitruvius' theories of numbers, proportions, and other such problems. Perhaps as a reward for his considerable expertise, Palladio provided the illustrations for the work. Of Palladio's architectural style, Barbaro notes "the most beautiful and most hidden reasons for their. Bookseller Inventory # B344657

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Item Description: 25 Bde. 4to (255 x 192 mm [Papierformat]), 262 x 207 mm [Einband]. Mit Portrait-Fronispiz in Kupferstich, radiert von Jacob van der Schley, 291, teilweise mehrfach gefalteten Karten nach Jacques Nicolas Bellin und 472, teilweise gefalteten Kupferstich-Tafeln, nach Charles-Nicolas Cochin fils radiert von Jacob van der Schley, B. Bakker, H. Klockhoff u.a. Marmorierte Kalbslederbände d. Z., beide Deckel mit goldgeprägtem Supralibros von Staatskanzler Graf Wenzel Anton Fürst Kaunitz-Rietberg, Deckelrahmen aus Dreifachfilete und kleinem Eckfleuron in Goldprägung, reicher Rückenvergoldung mit je einem Rückenschild mit Titel und Bandnummer, Stehkantenvergoldung, marmorierter Schnitt. La Haye, (Pieter Vos für) Pieter de Hondt [und ab Bd. XIX:] Amsterdam, E. Van Harrevelt et D. J. Changuion, 1747-80. Betörend frisches und komplettes Exemplar der berühmtesten Reisesammlung des 18. Jahrhunderts, aus der Bibliothek des Reichsfürsten und leidenschaftlichen Bibliophilen, Wenzel Anton Graf Kaunitz-Rietberg, der bedeutendste Berater der österreichischen Kaiserin Maria Theresia und ihrer Nachfolger. Um dem Mangel an umfassenden enzyklopädischen Reisekollektionen im Stil der englischen Handbücher entgegezuwirken, wurde der als Romanschriftsteller und als Übersetzer aus dem Englischen ausgewiesene Abbé Prévost beauftragt, die seit 1745 in London von John Green redigierte und bei Thomas Astley verlegte A New General Collection of Voyages and Travel ins Französische zu übertragen. Der Verfasser des Manon Lescaut ging dann allerdings mit seiner Histoire générale des voyages weit über die ihm vom Kanzler Frankreichs, François d'Aguesson, gestellte Aufgabe hinaus. Er erweitere die auf nur vier (Folio-) Bände gediehene Londoner Edition nicht nur um viele weitere Bände, wobei er neu auch Berichte über Süd- und Nordamerika und andere bis dahin unberücksichtigte Weltgegenden miteinbezog, sondern Prévost redigierte die Texte, bei aller Sorgfalt der Selektion und Kompilation, nun wie aus einem Guss, wobei er im Vorwort erwähnt, dass er, da die Aufgabe die Möglichkeiten eines Einzelnen übersteige, eine Gruppe von Leuten - darunter Alexandre Deleyre, Anne Gabriel Meusnier de Querlon, Jacques Phillibert Rousselot de Surgy - verpflichtete, denen er seine Feder leihe und deren aufgeklärte Bildung für die Zuverlässigkeit der Informationen bürge. Im Auftrag des Amsterdamer Verlegers Pieter de Hondt unternahm es J. P. J. Du Bois, diese kompletteste und beste Ausgabe zu bearbeiten. Der auch als diplomatischer Repräsentant von Polen und dem Kurfürstentum Sachsen in Holland wirkende Du Bois fügte nicht nur einige Texte ganz neu hinzu, sondern übersetzte und integrierte die von Prévost als 'belanglos' oder 'störend' weggelassenen Textteile aus der englischern Ausgabe. Ansonsten wurde aber der Text, der gegenüber der englischen Vorlage auch die Leistungen der französischen Seefahrer etwas deutlicher hervortreten lässt, aus Respekt und Überzeugung vor Prévosts grosser Leistung integral in dessen gewählter Fassung belassen. Besonderes Gewicht wurde auf Informationen über die Bewohner anderer Weltgegenden gelegt, über deren Lebensweise, Sitten und Gebräuche, Religionen, Rechtsprechung und Regierungsformen, Kunst, Handel und Gewerbe, mit bewundernswerter Aufgeschlossenheit berichtet wird. Die 25 Bände bieten einen abgerundeten und ungemein lesbaren Überblick über alles, was ein gebildeter Zeitgenosse von der aussereuropäischen Welt im Jahrhundert der Aufklärung wissen sollte. Von diesem Quellenwerk über die nicht-europäischen Weltgegenden - das zur gleichen Zeit wie Diderots und d'Alemberts Encyclopédie entstand - profitierten unmittelbar nebst den französischen 'Philosophes' auch viele andere Gelehrte in ganz Europa. Prévosts auch ins Holländische, Deutsche und Spanische übersetzte Reisesammlung diente u.a. auch explizit als zentrale ethnographische Quelle für Jean Jacques Rousseaus Denken und für Jean-Jacques Demeuniers L'esprit des usages et des coutumes des différents. Bookseller Inventory # B351196

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Item Description: Kl.-8vo (155 x 95mm), [38], 1 Blatt. Kalbslederband des 18. Jahrhunderts, mit reicher Rückenvergoldung und Rückenschild, roter Schnitt. [Mainz], (Franz Behem, September 1548). Erstausgabe. Seltene Sammlung von Texten zum Sterben Martin Luthers im Februar 1546, ediert vom polemischen Theologen und Gegenspieler des Reformators Johann Dobneck (latinisiert Cochlaeus). Eiingeleited wird der Text von einer neunseitigen Widmung, datiert mit 23. August 1548, gerichtet an Dietrich Hess (Theodoricus Hezius or Dirk van Heese, 1485-1555), ein ehemaliger, aber immer noch einflussreicher, Inquisitor in den Niederlanden und der letzte Privatsekretär des 1523 verstorbenen (deutschen) Papstes Hadrian VI. Danach folgt der letzte Jahresabschnitt von Cochlaeus' 'Commentaria de actis et scriptis Martini Lutheri', die Behem im folgenden Jahr dann in kompletter Form verlegen sollte. Anschliessend finden sich die beiden Epistolae "De morte Lutheri", die aber keineswegs Augenzeugenberichte über das Ableben Luthers darstellen sondern vielmehr zur damaligen katholischen Polemik gehören, um Luthers Tod in ein unwürdiges Licht zu rücken (vgl. dazu J. Birkenmeier, Ein letztes Klistier?, in der Zeitschrift 'Luther', Bd. 83, Heft 3 (2012). Ex-libris "Ex Bibliotheca C[harles-Louis] van Baviere (1765-1815) Facult. Juris Acad. Bruxell. a secretis. Franc et loyal", of the Belgian princely house of Mérode Westerloo with device: 'Plus d'honneur que d'honneurs', and of the collector Henrici Vanden Block, Bruxelles. Spahn, Johann Cochlaeus, no. 179; VD 16, C-4311; Pegg, Swiss, 1106; S. Widmann, Eine Mainzer Presse der Reformationszeit (1889), pp. 81, no. 8; Brecht, Martin Luther: The Preservation of the Church, 1532-1546 (1993), pp. 376. Not in the Kessler Colleciton, Knaake, Kuczynsk etc. First edition. Scarce collection of texts published in reminiscence of Martin Luther's death at Eisleben in February 1546, edited by the polemical theologian and first Catholic biographer of Luther, Johann Dobneck (latinized Cochlaeus). The first seven pages, dated 23 August 1548, offer a long dedicatory text by Cochlaeus to Dietrich Hess (Theodoricus Hezius or Dirk van Heese, 1485-1555), a still influential former Inquisitor in the Netherlands and the last private secretary to the (German) pope Adrian VI (1459-1523). As second part follows Cochlaeus' extract from his Commentaria de actis et scriptis M. Lutheri covering the year 1546, which was fully published in 1549 by Behem. Then follow the two epistolae on "De morte Lutheri" by Johann Landau to the theologian Georg Witzel who was a Lutheran for several years before he returned to the Church of Rome, and the editor's annotations. The Catholic apothecary John Landau became an eyewithness of Luther's dying after he had been called in while the Reformeer was thought to be in a swoon, and helped to establish the fact of his death. Landau's assumed letter in German was translated into Latin by Cochlaeus' famulus Johannes Günther. It is on this account (re-issued as an appendix to the Commentaria de actis of 1549) that the proof oft he stroke of apoplexy rests. Cochlaeus's writing on Luther had a lasting impact on Catholic scholars studying his life and writings. - 18th century polished calf, spine elaboirately gilt with label, edges in red. Bookseller Inventory # B351324

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Item Description: Kl.-Folio (314 x 205 mm). Mit 106, davon 85 ganz- und 16 halbseitigen, Textholzschnitten von Conrad Schnitt (und Hans Rudolf Manuel Deutsch), 52 Initialen in Holz- oder Metallschnitt sowie halbseitengrosser Holzschnitt-Druckermarke auf Titel und Schlussblatt verso. [108] Bl. Roter Maroquineinband, signiert vom Lyoner Meisterbinder [Jean-Pierre] Bruyère (1804-1870), Rücken über 5 erhabenen Bünden. Basel, Hieronymus Froben und Nicolaus Episcopius, 1552. Breitrandiges, in Ganzmaroquin gebundenes Prachtexemplar der berühmten Basler Ausgabe der 'Notitia dignitatum', als erste komplette und erste illustrierte Edition der Archetypus sämtlicher späteren 'Notitiae rerum publicarum' (Staatenbeschreibungen). Das am Ende der Herrschaft der Kaiser Arcadius und Honorius kompilierte Verwaltungshandbuch des spätantiken West- und Ost-Roms besteht aus den zwei Notitiae dignitatum tam civilium quam militarium in partibus orientis, resp. occidentis. Herausgeber unseres Drucks war der aus Prag stammende Sigismund Gelenius [Sigmund Hrubý (1497-1554)], der 1524 nach Basel übersiedelte, wo er zunächst als Privatsekretär (Amanuensis) des Erasmus von Rotterdam - dessen 'Moriae encomium' 1512 von Gelenius' Vater Rehor Hrubý (1460-1514) ins Tschechische übersetzt worden war - und schliesslich als Philologe und Herausgeber im Dienste der Froben-Presse wirkte. Gelenius hebt in seinem Widmungsbrief an Andreas Vesalius, Verfasser von 'De humani corporis fabrica' und Hofarzt Karls V., explizit auch den Beitrag des 1547 gestorbenen Elsässer Humanisten Beatus Rhenanus hervor, der die 'Notitia dignitatum' spätestens seit 1525 in Form einer damals im Besitz des Buchdruckers Froben befindlichen kolorierten Handschrift kannte. Für die Illustrierung der offenbar schon früh geplanten Druckausgabe wurde der in Konstanz geborene und seit 1519 in Basel wirkende Maler und Holzschneider Conrad Schnitt (1495-1541) gewonnen, der alle oder die Mehrzahl der Holzschnitte bereits 1536 herstellte. Als direkte Vorlage diente dem Künstler eine Handschrift der Dombibliothek Speyer, die sich damals vorübergehend in Basel befand und dann im 17. Jahrhundert verloren ging. Sicher nicht von der Hand Conrad Schnitts stammen die Holzschnitte auf Bl. *3v (Imperium Orientale) und Bl- *4r (Imperium Occidentale), die wie auch der Holzschnitt auf a4r (Konstantinopel) sehr wahrscheinlich vom jüngeren Hans Rudolf Manuel Deutsch (1525-1571) stammen. Die über hundert grossformatigen Illustrationen zeigen zu Beginn als Repräsentanz des west- und oströmischen Reichs die allegorischen Figuren der Städte Rom und Konstantinopel (Byzanz). Danach folgen die Insignien der Hof-, Zivil- und Militärbehörden; jedem Beamten wurde bei seinem Amtsantritt jeweils ein kaiserliches Diplom (Codicillus) überreicht, worin auf der ersten Seite emblemhaft dargestellt war, mit was er sich im Amt zu beschäftigen hatte. Die Bedeutung der Insignien erschliesst sich dem heutigen Betrachter zwar nicht in jedem Fall, aber bei den meisten ist sie ohne grössere Schwierigkeit zu erkennen, so z. B. hat der Comes rerum privatarum (Bl. C6v) neben einem mit einem Tuch überhängten Tisch, auf dem ein Bildnis des Kaisers drapiert ist, einen Kleinodienkasten, diverse Arten goldener und silberner Schnallen, Spangen, Goldmünzen, Schmuckkasten, Vasen mit Geldmünzen etc. Die Basler Holzschnitte waren wiederum direkte Vorlagen für die von Guido Panciroli 1593 in Venedig edierte und kommentierte Ausgabe der 'Notitia dignitatum'. Alle römischen Provinzen werden - mit Ausnahme Palästinas - emblematisch durch weibliche Gestalten wiedergegeben. Die ganzseitigen Kartenbilder tragen jeweils die Namen der Garnisonen und zeigen die für die Region typischen Denkwürdigkeiten und Tiere, wobei auffällt, dass bei den Karten Ostroms mehr Details erscheinen als bei den einfacher gehaltenen Karten Westroms. Die als Festungen dargestellten Garnisonen sind hierarchisch wiedergegeben, die wichtigsten zu oberst und die weniger bedeutenden darunter. Am Schluss mit. Bookseller Inventory # B351198

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Item Description: 26 Bde. (inkl. aller Supplementbände). Gr.-8vo (235 x 188 mm). Titel in Rot und Schwarz. Original-Interimspappbände, unbeschnitten. Zürich, H. U. Denzler, 1747-65 und Zug, J. M. A. Blunschi, 1786-95. Schönes, komplettes und unbeschnittenes Exemplar im Original-Interimseinband des nach wie vor kulturgeschichtlich und genealogisch unentbehrlichen Nachschlagewerks und wesentliche Quelle für die Geschichte der Alten Eidgenossenschaft. Noch konsequenter und systematischer als der Basler Aufklärer Isaak Iselin sechzig Jahre zuvor für sein "Neu-vermehrtes Historisch-Geographisches Allgemeines Lexicon" , griff der Zürcher Staatsmann, Wissenschaftler und Bankengründer Hans Jacob Leu für sein enzyklopädisches Werk auf Mittelsmänner zurück, die er in allen grössen Ortschaften des Landes zur Mitarbeit angeschrieben hatte. "Er ging sogar noch einen Schritt weiter und forderte im Vorbericht zu seinem Lexikon alle Interessierten auf, Nachrichten über ihre eigenen Familien an die Druckerei Denzler zu schicken" (M. Rüesch). Neben diesen Gewährsleuten trugen auch Leus Sohn Johannes Leu (1714-1782) und vor allem der Naturforscher Johannes Gessner (1708-1790) zum Gelingen des Unternehmens mit. Gessner war dabei neben dem Herausgeber Leu die bedeutendste Kraft und kann "vielleicht sogar als der Hauptredaktor des Helvetischen Lexikons" (M. Vogt) angesehen werden. Für manche Familie wurde denn auch die Aufnahme ins vielbändige Nachschlagewerk nachgerade zu einer Prestigefrage, wollte doch keine der Familien ihren Standesgenossen nachstehen. Die von Leu selbst noch in Aussicht gestellten Ergänzungsbände wurden schliesslich in der Redaktion des Zürcher Apothekers Hans Jakob Holzhalb zwischen 1786 und 1795 in sechs Supplementbänden veröffentlicht. Das imposante Opus fasst die historischen Kenntnisse, welche sich in der Eidgenossenschaft von Aegidius Tschudi bis zum Ende des Ancien Régime angesammelt hatten, lexikographisch zusammen. Es verzeichnet vorwiegend schweizerische Orte, Familiennamen und einzelne Personen, ferner Bistümer, Gemeine Herrschaften [= Untertanengebiete], Stifte, Klöster, Schlösser, Berge, Täler, Seen oder Bäder. Eher seltener finden sich auch Begriffe aus dem damaligen Recht, aus Politik und Handel oder zur Ethnologie. Viele der Artikel werden ergänzt durch Urkundenabschriften oder durch ausführliche Namenlisten von Amtsinhabern. Da zur damaligen Eidgenossenschaft auch das Veltlin und die zugewandten Orte Mülhausen (Elsass) und Rottweil (Württemberg) gehörten, sind Informationen über die heutigen Staatsgrenzen hinweg verfügbar. - Ein tadellos sauberes Exemplar im ersten Einband. Wappen-Exlibris der St. Galler Familie Breiten-Landenberg (Wegmann 889 und HBLS IV, S, 585ff.). Peche, Bibliotheca Lexicorum (2001), Nr. 388; Haller II, 15; Wäber 32; ADB XVIII, 468; Feller/Bonjour 511f.; M. Rüesch, Lexika als protonationalistische Zeugnisse: Leus Schweizer Lexicon, in: Eggs/Jorio, Lexika in der Schweiz (2008), S. 46f.; Vogt., Johann Jacob Leu 1689-1768. Ein zürcherischer Magistrat und Polyhistor (1976). Bookseller Inventory # B351012

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Item Description: Kl.-4to (166 x 146 mm). 9 Original-Zeichnungen (inkl. Titelblatt) auf Vélinpapier (118 x 86 mm), auf braunes Papier montiert und mit schwarzer Tusche eingerahmt. Glasgrüner Maroquinband d. Z., Deckeneinfassung aus goldgeprägter Filete, Goldschnitt. In marmoriertem Pappschuber. (Zürich, 1811/12). Die Originalzeichnungen für Johann Martin Usteris letztes veröffentlichtes Prosawerk, als unmittelbare Vorlage für seine Radierungen vom Klotener Kupferstecher Johann Heinrich Lips, einer der bedeutendsten Buchillustratoren seiner Zeit, dann auch in Kupfer radiert. Wohl zu Geschenkzwecken wurden die acht Blätter, zusammen mit der im Druck nicht verwendeten Titelzeichnung, in einem edlen Maroquinband zusammengebunden. Usteris Manuskript seiner in der Reformationszeit in Freiburg im Breisgau angesiedelten Lebens- und Liebesgeschichte eines Goldschmieds ("Der Schatz durch den Schatz") lag spätestens im Sommer 1808 vor. Der Beleg dafür findet sich in einem Schreiben des Winterthurer Privatiers und Schriftstellers Ulrich Hegner an den Schaffhauser Bibliothekar Johann Georg Müller (1759-1819), Bruder und Nachlassverwalter des 1809 gestorbenen berühmten Historikers Johannes von Müller (siehe dazu A. Nägeli, Joh. Martin Usteri [1907], S. 188). Hegner erwähnt darin allerdings sechzehn, "den Charakter der Holzschnitte des 16. Jahrhunderts glücklich treffenden" Zeichnungen Usteris, aus denen dann Johann Heinrich Lips acht Darstellungen auswählte und sie als unmittelbare Vorlagen für seine Radierungen sehr fein in lavierter Federzeichnung ausführte. Die Blätter zwei bis acht sind oben rechts denn auch in jener Reihenfolge nummeriert, wie sie schlussendlich 1812 im vierten und letzten erschienenen Jahrgang der "Alruna", Hrsg, von Johann Ernst Friedrich Wilhelm Müller, im Druck erschienen. Der auch in Deutschland hoch geschätzte Lips war 1794 wegen seines angegriffenen Gesundheitszustands von Weimar nach Zürich zurückgekehrt, wo er dann noch weitere zwanzig Jahre als Kupferstecher und Buchillustrator wirkte. BEIGELEGT: Ein sehr schönes Exemplar des Almanachs Alruna von 1812. Mit den 8 radierten Kupfertafeln. XII, 229, [3] S. 12mo. Zürich und Leipzig, Johann Balthasar Schiegg, 1812. Lithographierter dunkelblauer Original-Pappband (Kanten etwas beschabt). Vgl. Köhring 22; Goedeke V, 517, 22, 16. Baumgärtel 85; Lonchamp 69. The original drawings of Usteri's last prose work published. They were copper engraved by Johann Heinrich Lips, one of the most important bookillustrators at the time. Most probably on grounds of offering a gift the eight leaves were bound together, includiing the not applied title, in red full morocco. Usteri's manuscript was finished in summer of 1808 but not printed until 1811 in year IV of the almanach Alruna. Bookseller Inventory # B351014

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DELAVIGNE, [Jean-François] Casimir (1793-1843).

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Item Description: 8vo (205 x 125 mm). Mit 3 Kupfertiteln auf China, 10 Tafeln in Stahlstich auf China nach Achille Devéria gestochen von Burdet, Mougeot, Godefroy u.a. sowie gegen 50 Textvignetten in Holzstich nach Devéria von Thompson. 293 S.; 298 S.; [4], XV, 336 S. Mit goldfarbenem Glanzpapier bezogene Romantiker Einbände auf Pappe, Deckel und Rücken mit Rautenmuster im Zentrum und Palmblattbordüren oben und unten in Blindprägung. Goldschnitt. In reich dekorierten Pappschubern. Paris, (J. Pinard et H. Fournier pour) Ladvocat, 1824-26. Sehr ungewöhnlicher, ganz in glänzendes Goldpapier gekleideter und mit rautenförmiger Blindprägung verzierter, französischer Romantiker-Einband über dem Vorzugsexemplar auf Vélinpapier von Delavignes Gedichten und Theaterstücken. "Ce volume est imprimé pour compléter les Oeuvres poétiques de l'auteur, dans ce format, et pour compléter aussi les septième, huitième et neuvième édition des Messéniennes et Poésies diverses, publ. en 1823 " (Quérard). - Wenige Lagen stärker gebräunt, stellenweise stockfleckig, die lilafarbenen Vorsätze minim braunfleckig im Rand. PROVENANCE: Silvain S. Brunschwig (Erasmushaus, 2001, Kat. 904, Nr. 109). BIBLIOGRAPHIE: Quérard II, 445 und 446 (Ausgabe 1825 für Théatre); Vicaire III, 109 (Ausgabe 1831 für Messéniennes) und 112. Quérard, La France littéraire II, 445-446; Talvart, III, 109, 112. One of the copies on vélin fin with the steel engravings after Devéria on chine appliqué. Dalvigne's stirring pieces, termed by him Messéniennes, found an echo in the hearts of the French people. - Some browning and foxing in places. - Contemporary blind tooled boards covered with gilt paper. Covers with palmette corner pieces and a large lozenge with a starbust motive in the centre. Gilt edges, paste downs and fly leaves lined with pink glossy paper. PROVENANCE: Silvain Brunschwig (Erasmushaus, 2001, cat. 904, no. 109). REFERENCES: Quérard II, 445 & 446 (ed. 1825 for Théatre); Vicaire III, 109 (ed. 1831 for Messéniennes) & 112. Bookseller Inventory # B351201

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Item Description: 5 Bde. (inkl. Schuber mit den losen Panoramen). 8vo (198 x 112 mm). Mit 3 gefalteten, nach Ebel von Heinrich Keller radierten und handkolorierten Panoramen, 1 handkolorierten 'General-Charte' der Schweiz von und nach Jakob Samuel Johann Scheurmann, 3 handkolorierten Frontispizen in Aquatinta gest. von Franz Hegi, 1 nicht kolorierten gefalteten Profilkarte und 1 ebenfalls nicht kolorierten Tafel mit Abb. eines Fusseisens. XIV, 325, [1] S.; XVI, 572 S.; [2] Bl., 592 S.; 678 S. Hellbraune Kalbslederbände d. Z. mit grünen Lederrückenschildchen, Rückennummern in Goldprägung auf kreisrundem Leder, Rückenvergoldung mit Vasen- und Palmblatt-Ornamenten, Grünschnitt. Zürich, Orell, Füssli und Comp., 1809-10. Handkoloriertes Vorzugsexemplar auf Vélinpapier des "besten und erfolgreichsten, für zwei Generationen massgebenden Reiseführers durch die Schweiz" (Bruno Weber). Für diese beste, um rund achthundert auf gegen 2'200 Seiten stark vermehrte dritte Ausgabe überarbeitete der aus Schlesien stammende J. G. Ebel auch die beigegebenen drei unterschiedlich grossen Panoramen und eliminierte deren Fehler. Die vom Verfasser selbst gezeichneten Panoramen der Erstausgabe von 1793 wurden 1803 durch den jungen Heinrich Keller (1778-1862) neu und akkurater gestochen, wobei sie "zwar etwas verbessert, die Fehler aber nicht beseitigt wurden. Dazu kam es erst in der dritten Auflage von 1809/10" (Gustav Solar), In Ebels eigenen Worten stellt die vorliegende Ausgabe denn auch eine "Vervollkommnung" der zweiten dar. Eine von Ebel in Angriff genommene vierte Edition wurde nie vollendet. Die hier in wunderbarem Kolorit vorliegenden drei lose im uniform gebundenen Schuber aufbewahrten Falttafeln bieten die Gesamtsicht auf die Schweizer Alpen. Das längste der drei zeigt die erste vertikalpanoramatische Aussicht von der Albiskette auf die Alpen, vom Säntis bis zum Pilatus. Das zweite, etwas kürzere Panorama des westlichen Alpenkranzes - inklusive dem Mont Blanc - wurde im 759 Meter über Meer gelegenen, westlich von Neuchâtel gelegenen Rochefort aufgenommen. Das kürzeste der drei Panoramen zeichnete Ebel auf der Lägern-Hochwacht und bietet den Ausblick auf die Berner Alpen. Die drei ebenfalls handkolorierten, alle von Franz Hegi (1774-1850) radierten, Titelkupfer zeigen das von der Anhöhe der 'Katze' in Zürich aufgenommene Panorama vom Reiselstock bis zum Albis, die von Johann Heinrich Füssli gezeichnete Ansicht des Rhonegletschers sowie Ludwig Hess' Darstellung des 'Ursprungs des Hinter-Rheins' im Rheinwaldgletscher. Gegenüber früher erschienenen Reiseführern verzichtete Ebel auf persönliche Reminiszenzen und verfasste den ersten systematischen Naturführer für Wanderer "und somit den ersten eigentlichen Schweizer Reiseführer, die Bibel des modernen Reisens in der Schweiz schlechthin" (Madlena Cavelti-Hammer). Hervorzuheben auch die grosse Fülle von geologischen und mineralogischen Informationen, die der Verfasser dem Leser bietet und auf die in späteren Ausgaben und Uebersetzungen wieder verzichtet wurde. "Die Geologie war im späten 18. und frühen 19. Jh. eben eine Wissenschaft höchster Aktualität (eine "glamour Science"), deren Ergebnisse in den Clubs und Salons ausgiebig diskutiert wurden" (Franks/Trümpy/Auf der Maur, Aus der Frühzeit der alpinen Geologie [2000], S. 15). - Die Spiegel und Vorsätze in den Ecken etwas leimschattig, kleiner Braunfleck im Unterrand der beiden Titelblätter und des ersten Bl. der Vorrede von Bd. II, sonst ein frisches Exemplar. Lonchamp 890; Wäber 46; Appenzeller 207-209; Solar, Das Panorama (1989), 113ff.; Weber, Zeugnisse des Zürcher Buchdrucks aus 6 Jahrhunderten (1977), S. 116; Th. Germann, Johann Gottfried Ebel und sein Panorama von der Albishochwacht, in: Cartographica Helvetica XIII (1996), S. 23ff.; Cavelti-Hammer, Panoramen für Touristen, in: Augenreisen - Das Panorama in der Schweiz (2001), S. 104 u. 37); Faessler, J. G. Ebel als Reiseliterat , Begleitband der Faksimile-Ausgabe 1983. Hand-colored deluxe copy on velin pap. Bookseller Inventory # B351268

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Item Description: Kl.-4to (194 x 150 mm). Mit 95 grösseren Textholzschnitten von Nikolaus Holzmayer. Titel in Rot und Schwarz innerhalb figurativer Holzschnittbordüre. [6], 302 Bl. Pappband um 1800, mit hs. Rückenschild (Ecken und Kanten beschabt oder bestossen). (Augsburg, Philip Ulhart d. J.), 1572. Literarisches Hauptwerk des Augsburger Kürschners Daniel Holtzmann (oder Holzmann), mit über 130 Liedern nicht nur einer der produktivsten Meistersinger sondern auch einer der wichtigsten Produzenten der um 1570 äusserst populären Wundergeschichten sowie Verfasser geistlicher Dramen ('Fronleichnamspiel') und Theaterstücke. Seine heute äusserst seltene volkssprachliche Versbearbeitung der 95 um 1420/1430 entstandenen Prosafabeln "Speculum sapientiae" - zusammen mit dem "Dialogus creaturarum" die älteste lateinische Fabelsammlung des Mittelalters - fusst auf der anonymen, heute aber zweifelsfrei Sebastian Münster (1488-1552) zugeschriebenen Basler Uebersetzung von 1520 ("Spiegel der wyszheit, durch kurzwylige fabeln"). Die nach dem vermeintlichen Verfasser, dem hl. Bischof Cyrillus, benannte Fabelsammlung wurde zuerst von Ulrich von Pottenstein in die deutsche Sprache übertragen und 1490 in Augsburg durch Anton Sorg gedruckt. Als tatsächlichen Urheber sieht die Literaturforschung heute den italienischen Dominikanermönch Bongiovanni da Messina (Bonjohannes de Messina) an, der damit den Lesern eine ins Gewand der Fabel gekleidete Tugendlehre vermittelte. Die Fabel dient dabei als Rahmenhandlung für philosophisch-moralische Unterweisung "auf dem Hintergrund thomistischen Denkens und Formulierens, die am Schluss ihre Wirkung nie verfehlen" (Esser/Blanke, Speculum sapientiae [2014]). Der im Dezember 1570 während des letzten Reichstags in Speyer zum 'Poeta laureatus' gekrönte Daniel Holtzmann veröffentlichte sein umfangreichstes Werk in nicht weniger als neun Titelauflagen, mit den Jahrzahlen 1571 bis 1574 oder auch ohne Datum, wobei immer nur der erste Bogen mit einer abgeänderten Widmung neu gedruckt wurde. Die grosse Seltenheit kompletter Exemplare lässt die Vermutung zu, dass die einzige Druckauflage des Textkorpus, die dann mit unterschiedlichen Jahrzahlen und Widmungen verkauft wurden, nicht allzugross gewesen sein kann. "Die Widmungen seiner Werke deuten auf eine konfessionelle Indifferenz Holtzmanns hin. 1571 bis 1574 passte er seinen "Spiegel der Natürlichen Weyßhait" mit auswechselbaren Textbausteinen der Widmungsvorrede . der jeweiligen Glaubensrichtung seiner u.a. auch monastischen Adressaten an, ohne selbst Stellung zu beziehen . Die Bearbeitung der 95 Fabeln zeichnet sich aus durch eine bewusste Anpassung der in Themenwahl, Stil und Lehrintention ursprünglich eher einzelgängerischen Texte an zeitgenössische Sammlungen äsopischer Fabeln, insbesondere an die Sammlung des Erasmus Alberus [1534], dem Holtzmann weite Teile der Vorrede verdankt und dem er sich in Versbehandlung und mit den neu beigefügten 'Morale-Auslegungen' angleicht" (Ulrike Bodemann in Kühlmann u.a.). Die manchmal dem Verfasser Holtzmann zugeschriebenen Textholzschnitte (53 x 83 mm) schuf der Formschneider Nikolaus Holzmayer, der jede der 95 kleinen Fabelillustrationen innerhalb eines je anders gestalteten ornamentalen Rahmens einfasste. - Blatt II der zweiten Lage wie immer mit der falschen Bezeichnung AII statt BII; zu Beginn im Innensteg etwas wasserrandig, Titel stärker, Text minimal gebräunt, ein vorzügliches und komplettes Exemplar dieser Rarität. Bodemann, Kat. illustrierter Fabelausgaben 1461-1990, Nr. 43.1; Kühlmann u.a., Frühe Neuzeit in Deutschland 1520-1620 - Literaturwissenschaftliches Verfasserlexikon Bd. III (2014), S. 375386; Ebert 5606b; Goedeke II, 454, 4, 1; F. Schnell, Zur Geschichte der Augsburger Meistersingerschule (1958), S. 16 und 23; Westermann, Der Meistersinger Daniel Holzman (1910). Rare collection of fables with charming illustrations. Chief work of the Augsburg peltmonger Daniel Holtzmann (or Holzmann), one of the most productive Meistersingers a. Bookseller Inventory # B350733

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DELESSERT, Adolphe (1809-1869).

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Item Description: Gr.-8vo (249 x 173 mm). Mit 1 gefalteten Karte (Europa und Asien mit der Reiseroute) und 35 lithographierten Tafeln, davon 28 handkoloriert. [3] Bl., III, 134 S.;[2] Bl., 107 S. Nussbraunes russisches Leder mit reichem Bandwerk in Goldprägung, ebenfalls mit Bandwerk reich verzierter goldgeprägter Rücken über 5 erhabenen Bünden, Pergamentvorsätze mit Rautenvergoldung, Steh- und breiter ornamentaler Innenkantenvergoldung, Kopfgoldschnitt, in mit Samt ausgeschlagener Chemise und marmoriertem Pappschuber. Paris, (Béthune et Plon pour) Fortin, Masson et Cie. et Langlois et Leclerc, 1843. Herausragendes Prachtexemplar im Deluxe-Einband und auf Vélinpapier der Erstausgabe, aus den Bibliotheken der grossen Bibliophilen Eugène Paillet, John Pierpont Morgan, Dr. Armand Ripault, René Descamps-Scrive, Laurent Meeûs und Raphaël Esmerian. In russisches Leder gebunden und verziert mit goldprägten Flechtwerk im Renaissancestil wurde es im Atelier des aus Strassburg stammenden Charles Ottmann-Duplanil (1806-1870), der es an der "Expo-sition (nationale) des produits de l'industrie française à Paris aux Champs-Elysées" 1844 ausstellte. In der Absicht die naturkundliche Sammlung in Paris zu mehren, bereiste Adolphe Delessert im Auftrag seines Onkels, des naturkundigen Bankiers und Philanthropen Benjamin Delessert während fünf Jahren Südostasien. Zu Beginn noch in Begleitung des aus Fribourg stammenden Botanikers und Reisenden George Samuel Perrottet reiste Delessert nach Asien, wo er während fünf Jahren u.a. Malaysia, Kalkutta, Pondichéri, Serampore, Malakka und Java besuchte. Vor allem im zuvor auch von Perrottet erforschten Hochland der Nilgiri in Südindien weilte Delessert längere Zeit. Während der erste Teil den eigentlichen Reiseaufzeichnungen gewidmet ist, beschäftigt sich der zweite naturkundliche Teil mit der Zoologie und Botanik. Nebst noch unerforschten Pflanzen brachte Delessert gegen 1'200 exotische Vögel, Säugetiere, Schmetterlinge etc. nach Paris zurück. Die wissenschaftliche Beschreibung der Schmetterlinge (Lepidoptera) im zweiten Teil der 'Souvenirs d'un voyage dans l'Inde' besorgte der Entomologe Félix Édouard Guérin-Méneville (1799-1874). Wissenschaftliche Vorträge über die mitgebrachten naturkundlichen Schätze hielten die beiden Zoologen Henri Marie Ducrotay de Blainville und André-Marie-Constant Duméril. - Ein tadellos erhaltenes Spitzenexemplar von herausragender Provenienz. Stempel Ottmann-Duplanil - Exposition de 1844; Leder-Exlibris René Descamps-Scrive (1863-1924; cat. II, 215), Aimé Laurent [i.e. Laurent Meeûs (1872-1950)], R.E. [Raphael Esmerian (1891-1981)]; H. Béraldi, La reliure au XIXe II (1895), Nr. 76 (mit Abb.); Kat. Bibliothèque Descamps-Scrive (1925), Nr. 317. Quérard, La France littéraire III, 119; Broc, Dictionnaire illustré des explorateurs Bd. I, S. 131f.; Henze II, 41; Hr. Adolphe Delessert in Indien, in: Das Ausland, Wochenschrift für Erd- und Völkerkunde, Nr. 15 (1844). Adolphe Delessert was a French explorer and naturalist. A nephew of Baron Benjamin Delessert, he accompanied [the Swiss-born botanist Samuel] Perrottet on a journey to India and Southeast Asia. During the course of five years that began on 24 April 1834, he collected several new species of plants and animals including the Wynaad Laughingthrush which he collected on the slopes of the Nilgiris and was named by Thomas C. Jerdon as Garrulax delesserti in his honour. He travelled through Mauritius, Reunion Island, Penang, Pondicherry, Malay Peninsula, Singapore, Java, and Madras returning on 30 April 1839 (cf. Kinnear, The history of Indian mammalogy and ornithology. Part 2, Birds in J. Bombay Nat. Hist. Soc. 51, 1, 104-110). A FAMOUS BINDING DESCRIBED AND ILLUSTRATED BY BÉRALDI in his La reliure du XIXe siècle, vol. II, p. 78, ill. p. 77. It was made by Charles Ottmann for the Exposition des Produits de l'Industrie of 1844 during which he obtained a bronze medal; hence the signature "Ottmann-Duplanil/Exposition 1844". Refering to this impor. Bookseller Inventory # B351250

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BRAQUE, Georges (1882-1963) und Pierre REVERDY (1889-1960).

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Item Description: Gross-Folio (570 x 382 mm). Mit 7 blattgrossen Farblithographien von Georges Braque (Frontispiz, 5 Tafeln und Umschlag [gaufrée]) sowie zahlreiche Lithographien in Schwarz und 2 in Farben im Text. 2 leere Bl., (1-12) 13-164 S., [4] Bl. (davon 2 leer). Der von Reverdy kalligraphierte Text wurde von Mourlot lithographiert. Lose Bogen und Lagen in illustriertem Original-Umschlag von Braque. Original-Leinen-Chemise und Leinen-Schuber. Paris, (Mourlot frêres pour) Maeght, [15 Juin] 1959 [-Mai 1960]. Nr. 60 von 200 Exemplaren auf grand Vélin d'Arches, mit eigenhändiger Signatur in Blei von Künstler und Verfasser im Druckvermerk. Die Gesamtauflage betrug 250 Exemplare. Letztes Gemeinschaftswerk der beiden seit 1910 befreundeten Künstler, im Mai 1960 kurz vor dem Tod des Dichters Pierre Reverdy vollendet. "Braque et Reverdy travaillèrent ensemble sur plusieurs livres, par exemple pour une édition des Ardoises du toit (1918) et pour Une aventure méthodique (1950). Le 5 avril 1950, Reverdy acheva une copie manuscrite du poème La Liberté des Mers et son écriture particulièrement grande fut reproduite grandeur nature. Le travail d'impression, avec les lithographies de Braque, ne fut terminé que cinq ans plus tard, le 15 juin 1959. Braque était célèbre pour l'intérêt qu'il portait au procédé graphique et pour la patience avec laquelle il attendait d'avoir obtenu les meilleurs résultats. Ce majestueux livre d'artiste de presque 40 centimètres sur 60 ne fut finalement publié que fin mai 1960, un mois avant le décès de Reverdy (le 17 juin). Il doit son nom au classique d'Hugo Grotius (ou Hugo de Groot) sur le droit maritime: le livre Mare liberum, c'est-à-dire 'la mer libre'. "Braque's lithographs are calm, full-pageillustrations in pastel tints. On some text pages, decorations were applied in black and green, which are darker, with a more intense atmosphere, and which were printed using a special process by printer Mourlot frères. Braque's lithographs appear to limit themselves modestly to the background in order to emphasize the text, which is a combination of prose and poetry, based in part on poems that had been published previously'" (Coll. Louis Koopman). - In tadellos frischer Erhaltung. Vallier, Braque l'oeuvre gravé, 143M; Monod 9683; Les peintres et les livres 27; Mourlot 68-75; Engelberts/Hofmann XXX. No. 60 of 200 copies printed on vélin d'Arches, with ms. signature in pencil by the artist and the author in the collophone. The total edition ws 250 copies. The last composite work between the two artists who had became close friends since they had met first in May 1960. It left press on May few weeks only before the poet's death. Braque and Reverdy produced various books together, including an edition of Les ardioses du toit (1918) and Une aventure méthodique (1950). On 5 April 1954 Reverdy had finished a transcript of the poem La libterté des mers, and this strikingly large manuscript was reproduced actual size. Braque was famous for his interest in the technical process of the graphic arts, and for the patience with which he awaited the best results. The book's title refers to Hugo de Groot's classic book on maritime law: Mare liberum ('The free sea'). Braque's lithographs are calm, full-pageillustrations in pastel tints. On some text pages, decorations were applied in black and green, which are darker, with a more intense atmosphere, and which were printed using a special process by printer Mourlot frères. Braque's lithographs appear to limit themselves modestly to the background in order to emphasize the text, which is a combination of prose and poetry, based in part on poems that had been published previously. "Braque's lithographs are calm, full-pageillustrations in pastel tints. On some text pages, decorations were applied in black and green, which are darker, with a more intense atmosphere, and which were printed using a special process by printer Mourlot frères. Braque's lithographs appear to limit themselves modestly to th. Bookseller Inventory # B351446

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LUTHER, Martin (1483-1546).

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Item Description: Small 8vo (143 x 95 mm). Title within woodcut border by Georg Lemberger (Reindl H-1525.3), partly colored in yellow by a contemporary hand, and one printed initial (5-lines). [192] leaves. Contemporary dark calf over wooden boards, tooled in blind roll with the prophets: Salvator, Isaiah, Jeremiah, Daniel and Ezekiel, on upper half of front cover monogrammed "D I B", spine on three raised bands (at head and foot sowewhat damaged, clasps gone). Wittenberg, (Hans Lufft, December) 1525. Erstausgabe. Martin Luthers überfällige Antwort 'Vom unfreien Willen' auf Erasmus von Rotterdams Anfang September des Vorjahres veröffentlichter Kampfschrift 'De libero arbitirio' (Vom freien Willen), die hier in der noch im selben Monat September gedruckten zweiten oder dritten Ausgabe mitgebunden ist. Für die im Dezember 1525 durch den späteren 'Bibel-Drucker' Hans Lufft in unbekannter Auflage gedruckte Schrift liess sich Luther viel Zeit, erachtete er sie doch als eine seiner allerwichtigsten Texte. Der herausragende Humanist aus Rotterdam hatte sich lange einer Stellungnahme im Konflikt zwischen Luther und der Katholischen Kirche enthalten. Erst auf Druck des Vatikans und des englischen Königs Heinrich VIII. - und wohl auch weil er sich durch Luther und Ulrich von Hutten provoziert sah - schrieb er diese Streitschrift über den Freien Willen. - Die Bl. 3-12 mit schmalem Wasserrand im Aussensteg. (Mitgebunden:) Johannes SPANGENBERG (1484-1550). Margarita theologica, continens praecipuos locos doctrinae Christianae, per quaestiones breviter et ordine explicatos . Cum praefatione D. Gasparis Cruciger. [9], 154, [2] S, [8] Bl. Index (das letzte leer). (Leipzig, Michael Blum), 1547. Seit der gemeinsamen Studentenzeit in Erfurt mit Luther befreundet, wurde Johann Spangenberg zum Reformator von Nordhausen und Mansfeld. Als eifriger Publizist trug er zur Verbreitung der protestantischen Lehre bei. Seine Adaptation von Melanchthons 'Loci communes' (1535) erschien zuerst 1540. Der in Frage- Antwortdialoge gehaltene Text genoss vor allem bei den Pastoren und Predigern im Herzogtum von Braunschweig-Grubenhagen grosse Popularität. Im kurzen Vorwort des Melanchthon-Vertrauten Caspar Cruciger [oder Creuziger (1504-1548)] wird vor allem auf die Unverzichtbarkeit einer soliden theologischen Ausbildung der Pastoren hingewiesen. Das gereimte Nachwort schrieb Erasmus Benedictus, ein Schüler Melanchthons und Schulvorsteher im schlesischen Freistadt (heute Kozuchów, Polen). - Im Innensteg der Seiten 128-143 kurzer Wurmgang, ohne Beeinträchtigung des Textes. Die letzten Bl. sowie der Vorsatz am Schluss mit starkem braunem Wasserfleck; sonst ein sehr gutes und komplettes Exemplar im ersten Einband. With Marginalien einer zeitgenössischen Hand, Vorsätze und Spiegel mit diversen hs. Einträgen von Mitgliedern der Familie (Heinrich) Kleinschmidt, Paderborn. Benzing 2201; VD 16, L--6660; Kuczynski 3222-23; WA vol. 18, pp. 551 and 597A; Richard C. Kessler Reformation Collection 624; Lohse, Luthers Theologie in ihrer historischen Entwicklung und in ihrem systematischen Zusammenhang (1995), pp. 181f.; Reinhuber, Kämpfender Glaube. Studien zu Luthers Bekenntnis am Ende von De servo arbitrio (2000), pp. 11ff.; I. C. Reindl, Georg Lemberger - Ein Künstler der Reformationszeit (Thesis 2006), cat. pp. 56 . - VD 16, S-7850. Scarce first edition of Luther's masterpiece and classic document of the relation between Humanism and Reformation. Printed by Hans Lufft, the future 'bible printer', in December 1525, 'De servo arbitrio' was the past due response to Desiderius Erasmus' 'De libero arbitrio . collatio' published the previous year on 1 September. The Rotterdam born savant and most influential Humanist of the Northern Renaissance had kept himself out of any direct involvement in Luther's controversy with the Catholic Church. Under pressure of the papacy and King Henry VIII of England, and probably provoked by the personal attacks upon him of Luther and Ulrich von Hutten, Erasmus ha. Bookseller Inventory # B351286

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CICERO, Marcus Tullius (106-143) und Piero VETTORI (1499-1585), Hrsg.

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Item Description: 4 Bde. Folio (340 x 220 mm). [4] Bl. (inkl. Holzschnitt-Titel), [47] Bl. (Index omnium), 1 leeres Bl., 366 S., 1 Bl. mit Giuntis grossem Druckersignet in Holzschnitt verso; [8] Bl., 840 S., 1 Bl. mit Druckersignet verso; [2] Bl., S. 5-554, 1 Bl. mit Druckersignet verso; [2] Bl., S. 5-550, 1 Bl. mit Druckersignet verso, 79, [1] Bl. (Petri Victorii explicationes suarum in Cicero nem castigationum), [4] Bl. (Sex epistolae ad brutum nunc primum a germanis inventae). Nachtblaue Maroquinbände des 18. Jhs., mit Wappensupralibros in Goldprägung von Comte Charles Henry d'Hoym (1694-1736) auf den Deckeln, Rückenvergoldung und Goldschnitt. Venezia, Luc Antonio Giunti, 1536-38. Prachtexemplar aus der Bibliothek des herausragenden Dresdener Bibliophilen, Kunstsammlers, kursächsischen Gesandten am Versailler Hof und Kabinettsministers, Carl Heinrich Graf von Hoym. Der Grossteil der Einbände seiner 1738 verauktionierten Pariser Bibliothek liess er bei den Meisterbindern Du Seuil, Girou, Padeloup und vor allem durch Luc-Antoine Boyet binden und von Jean-Simon Bailly vergolden. Im gedruckten Bücherverzeichnis Hoyms von 1738 (Catalogus librorum bibliothecae illustrissimi viri Caroli Henrici Comitis de Hoym) werden die vier vorliegenden Bände auf Seite 174 unter der Nr. 1532 verzeichnet, daneben von zeitgenössischer Hand eingetragen der erzielte Verkaufspreis von 300 Gulden. Der Druckerverleger Lucantonio Giunti (1457-1538) beauftragte als Herausgeber für seine grosse Werkausgabe von Ciceros philosophischen Schriften den Gelehrten Piero Vettori, "the most outstanding of the Giunti editors, one of the leading European scholars in the 16th century, and the editor who was most closely involved with the fortunes of the Giunti press for four decades" (W. A. Pettas, The Giunti of Florence, S. 187). Vettori hatte sich nach der Wiedereinsetzung der Medici 1530 in Florenz auf sein Landgut zurückgezogen, um sich die folgenden fünf Jahr ganz der Philosophie und der Edition von Ciceros Schriften zu widmen. Als Textvorlagen dienten ihm dabei die Editionen von Josse Bade van Assche (latinisiert Badius Ascenius, 1462-1535) und die Aldina von Andrea Navagero (1483-1527). "This is the famous edition of Vettori, printed by Giunta, which has long and so justly received the encomiums of the literary world . and Vettori is righlty called 'Verus Ciceronis Sospitator' (Th. F. Dibdin). "Pier Vettori has been credited with doing more for Cicero . than all later editions combined up to the end oft he 17th century" (Terence Hunt in: A Textual History of Cicero's Academici Libri, S. 239). Karl Heinrich Graf von Hoym (1694-1736), mit dessen Wappen Supralibros auf den Decken (Olivier 672: "Ce fut un des bibliophiles les plus célèbres . Les volumes qu'il faisait relier était recouverte par Boyet de veau fauve ou de maroquin"). Camerini 371; Dibdin 394f.; Schweiger III, 103; Gabriel Martin, Catalogus librorum bibliothecae illustrissimi viri Caroli Henrici Comitis de Hoym (1738), S. 174, Nr. 1532; Bogeng, Die grossen Bibliophilen, S. 132. Beautiful copy bound for the library of the great Dresden art collector, bibliophile, ambassador to France from Saxony and minister, Count Charles Henry of Hoym (1694-1736). According to the payment bills, it is established that the wealthy and cultivated German count and great bibliophile, who resided in his Hôtel in the rue Cassette, gave work to the master binders Du Seuil, Girou, Padeloup and in particular to Luc-Antoine Boyet, and the gilder Jean Simon Bailly (see Gruel, Manuel [1887], pp. 110-111). The printed catalog of Hoym's outstanding library of 1738 (Catalogus librorum bibliothecae illustrissimi viri Caroli Henrici Comitis de Hoym) lists the present work on page 174 and the no. 1532, the price realised was 300 guilders. As editor of his four volumes edition of Cicero's philosophical writing Lucantionio Giunti (1457-1538) had commissioned Piero Vettori, "the most outstanding of the Giunti editors, one of the leading European scholar. Bookseller Inventory # B351279

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Costume of the Army of the British: SMITH, Charles Hamilton
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Item Description: Gr.-4to (370 x 256 mm). Drucktitel, handkoloriertes emblematisches Frontispiz in Aquatinta, 1 gest. Widmungsblatt, 6 handkolorierte Kupfertafeln mit Regimentsfarben und 54 handkolorierte und goldgehöhte Aquatinta-Tafeln, nach C. H. Smith gestochen von Joseph Constantine Stadler. Kalbslederband d. Z., mit Vergoldung durch Susse frères in Pairs, gebunden für die Bibliothek von Charles-Ferdinand de Bourbon, Duc de Berry, mit dessen Wappen auf beiden Deckeln. London: Printed by W. Bulmer and Co. for Messrs. Colnaghi and Co., [1812-] 1815. Geschenkexemplar für den grossen Bibliophilen Charles-Ferdinand de Bourbon, Duc de Berry (1778-1820), der von 1806 bis 1814 in England lebte und sechs Jahre nach seiner Rückkehr von einem Feind der Bourbonen vor der Pariser Oper ermordet wurde. Das prachtvolle Tafelwerk dokumentiert die Unifomen von Wellingtons Truppen in der Zeit der Napoleonischen Kriege der Jahre 1812 bis 1814. Ikonographische Darstellung finden alle Truppengattungen, von der Linieninfanterie (Musketiere) über die leichte Infanterie, die Scharfschützenregimenter, die schwere und die leichte Kavallerie, die Kolonialtruppen aus Indien, die Artillerie und Sappeure, sowie die Kadetten und Veteransoldaten bis zu den Generalstabsoffizieren. Der aus einer flämischen Protestantenfamilie stammende Charles Hamilton Smith wurde in den Militärakademien von Mechelen und Löwen ausgebildet. Von 1797 bis 1807 diente er als Brigade-Major im 60. Regiment der Britischen Truppen in der Karibik. Anschliessend war er in der Heimat und in Holland und Brabant tätig. 1816 wurde er nach Kanada und in die Vereinigten Staaten gesandt. Nebst seinen militärischen Aufgaben widmete sich der unermüdliche C. H. Smith immer wieder seinen Passionen, dem Zeichnen und Schreiben. Nach Beendigung seiner militärischen Karriere 1820 wandte er sich der Naturgeschichte zu und veröffentlich u.a. 1839-40 eine zweibändige Naturgeschichte des Hundes. Wappeneinband für Charles Ferdinand d'Artois, duc de Berry. Colas 2754; Vinet 2195; Hiler/Hiler 803; Lipperheide Qh10; Ogilby 870; Tooley 456; Brunet II, 324; Oxford DNB vol. 51, S. 265f. Association copy for the library of Charles-Ferdinand de Bourbon, Duc de Berry (1778-1820), of this beautiful and important record of the British Army of the Napoleonic period. The plates were drawn from life and completed between 1812 and 1814, they cover all the branches of service including line infantry, light infantry and rifles, heavy and light cavalry, general officers, foreign troops, artillery and engineers, and cadets and veterans. Smith's illustrations are a faithful and delightful record of the uniforms of Wellington's troops during the closing years of the Peninsular War and at the epic battle of Waterloo. Sir Charles Hamilton Smith, soldier and natural historian, was born in east Flanders into a protestant family. He studied in the Austrian Academy for Artillery and Engineers at Malines and Louvain, and pursued a career as a soldier, serving in the British army The duc de Berry, born at Versailles in 1778, left France with his father at the start of the revolution. He served in the French royalist army and then the imperial Russian army before settling in England in 1801 where he remained until 1814. The present work was probably bound for the duc shortly after Waterloo when the royalists were once again in charge of Paris. In 1816 he married Princess Maria, the eldest daughter of the Duke of Calabria, and it is she, under her married name of the duchesse de Berry, who is now the better-known collector and bibliophile. The earliest plates in this work are dated March 1812 and the last June 1815, a reflection of the fact that it first appeared periodically in 15 parts with four plates in each. Ogilby notes that in the parts issue the date of the 'Last Regulations' on the title is 1812, whereas in the bound edition an updated title was substituted with this is altered to 1814. Smith served in the army between 1797 and 1820, so was. Bookseller Inventory # B349635

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Item Description: Kl.-4to (215 x 165 mm). Titel innerhalb gestochener Schmuckbordüre. [40], 508 S. Pergamentband d. Z. Frankfurt am Main, (Egenolff Emmel für) Gottfried Tambach, 1623. Editio princeps von Der Sonnenstaat (La città del Sole), eine der einflussreichsten neolateinischen Utopien, von grosser Seltenheit. Mit selbständigem Titel 'Civitas solis' erschien der Text als Appendix zum dritten Teil des Kompendiums Realis philosophiae epilogisticae partes quatuor, worin Campanella die Physik sowie den aristotelischen Kanon der praktischen Philosophie (Ethik, Politik, Oekonomik) behandelt. Das Werk wurde in der Gefangenschaft auf Italienisch verfasst und im Gefolge mehrfach überarbeitet. Nach dem Scheitern der neapolitanischen Revolte (1602) gelangte eine vom Verasser ins gelehrtere Latein übersetzte Handschrift zwischen 1611 und 1613 durch Tobias Adami nach Deutschland, wo sie schliesslich 1623 in Frankfurt in Druck ging. Campanellas Sonnenstaat oder Idee einer philosophischen Republik ist in seiner politischen Ausrichtung weder republikanisch, monarchisch noch aristokratisch, da die weltliche und geistliche Macht des Staatsoberhaupts 'Sol' (des Princeps magnus), keiner Kontrolle unterworfen und nicht erblich, sondern 'nur' ein Wahlamt ist. Den irgendwo im fernen Indischen Ozean auf einer Insel angesiedelten Idealstaat kennzeichnen eine deistische Staatsreligion, eine theokratische Verfassung, Agrarkommunismus, Gleichheit der Bürger, Kollektivbesitz, Weiber- und Kindergemeinschaft, Er ähnelt damit "in mancher Hinsicht einem gewaltigen Kloster" (H.-G. Funke in Vosskamp). Das in der Tradition von Platons Politeia und Thomas Mores Utopia verfasste Werk ist dasjenige von Campanellas Büchern, das bis heute am stärksten nachwirkt. Valentin Andreae, der das Manuskript von Campanellas Civitas solis bereits um 1617 einsehen konnte, verdankt der Schrift des Dominikanermönchs den Aufbau seines eigenen konstruktiven utopischen Werks, das er 1619 als Reipublicae Christianopolitanae descriptio in Strassburg herausgab. Nachahmung fand La Città del Sole auch in realen Projekten wie dem während 160 Jahren funktionierenden politischen und sozialen System der Jesuiten-Reduktionen im südamerikanischen Paraguay. - Komplettes Exemplar mit dem nahezu in allen Exemplaren immer fehlenden Erratablatt. - Mit sehr kleinem gekröntem Monogrammstempel im Fusssteg des Titels, kleiner Stempel auf Vorsatz verso. - Vereinzelte minimale Stockflecken und geringfügige Bräunung, ein sehr gutes und breitrandiges Exemplar im zeitgenössischen Pergamenteinband dieser Rarität. Firpo 8a-i; Ders., Il supplizio di T. Campanella (1985), 35f.; Gibson/Patrick 650; Mattei, Le edizioni della Città del sole, in: Studi Campanelliani (1934), 83f.; Negley 181; Canone/Ernst, T. Campanella. L'iconografia, le opere e la fortuna della Città del Sole (2001), S. 50, Nr. 1 (Civitas Solis) und S. 35, Nr. 6 (Realis philosophiae). Of utmost rarity, editio princeps of Campanella's utopian classic City of the Sun. Originally written in 1602 in Italian, Campanella was advised that his work would reach more readers if published in the scholarly Latin. Written in the tradition of Plato's 'Politeia' and Thomas More's 'Utopia' the book takes the theory of political dialogue between Sir Hospitaller, grand master of a coterie of knights, and an unnamed Genoese seaman who reports his voyage to a distant utopia south of the equator and his three-day sojourn in the hilled metropolis Sun City. In 1612/1613 a manuscript copy of Campanella's Latin version was brought to Tübingen in Germany by the author's disciple Tobias Adami (1581-1643) who had it finally printed by Egenolff Emmel at Frankfurt in 1623. Although fifteen manuscript copies of the Italian version are known to exist today, most of the early translations into French, English and other languages were made from the present Latin text. The Italian version was printed as La Città del Sole only in 1836 by Giuseppe Ruggia in Lugano. In his preface, Adami engaged th. Bookseller Inventory # B350579

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FRIDOLIN, Stephan (1430-1498)].

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Item Description: Folio (333 x 226 mm). Mit 96 ganzseitigen Holzschnitten von Michael Wolgemut und Wilhelm Pleydenwurff. 352 Bl. (von 354, ohne das leere erste und letzte Bl.) [a2-z, ab, ac, ad6, ae8, A-Z6, Aa-Gg6, Hh9]. Zweispaltiger Druck. Schöner Pastiche-Einband des 19. Jhs. im Stil des 16. Jhs., mit reicher Blindprägung, Rücken über 5 erhabenen Bünden. Nürnberg, Anton Koberger, 8. November 1491. Einzige Ausgabe einer der schönsten und am reichsten illustrierten deutschen Inkunabeln, in nur 150 Exemplaren gedruckt. Der Schatzbehalter der wahren Reichtümer des Heils des aus Winningen in Württemberg stammenden Franziskanermönchs Stephan Fridolin gehört mit den insgesamt 96 ganzseitigen Holzschnitten des Nürnberger Malers Michael Wolgemut und dessen Stiefsohns Wilhelm Pleydenwurff zu den absoluten Höhepunkten des Nürnberger Holzschnitts im 15. Jahrhundert. "Mit einer ganz bedeutsamen Wirkung auf die allgemeine Entwicklung der vervielfältigten Künste . Dass der Schatzbehalter noch vor der Reise Dürers nach dem Süden entstanden ist und nicht ohne Einfluss auf den Lehrgang des Künstlers geblieben sein kann, verdient noch besonders angemerkt zu werden" (Karl Schottenloher). Verlegt wurde das Buch anonym, aber die Autorschaft Fridolins ist durch einen zeitgenössischen Eintrag in einem in der Bayerischen Staatsbibliothek gehüteten Exemplar des Klosters Regdorf in Bayern gesichert. Entstanden ist dieses Andachts- und Erbauungsbuch für Laien im Auftrag der Aebtissin Caritas Pirckheimer vom Nürnberger Klarissinnenkloster, wo Fridolin seit 1480 (mit Unterbrechung 1487-89) Lektor im Konvent und Prediger bei den Klarissinnen war. Der bedeutsamste Teil des dreigeteilten Buchs stellt der mittlere Hauptteil dar. Darin werden 100 Betrachtungspunkte oder 'Gegenwürff', stichwortartig hervorgehoben. Aus dem Text geht auch hervor, dass Stephan Fridolin an der Ausarbeitung des erklärenden ikonographischen Programms entscheidenden Anteil hatte. Er legt im Prolog auch seine Absicht dar, sich einer schlichten Darstellungsweise zu befleissigen. Berühmt ist der Schatzbehalter vor allem wegen den herausragenden Holzschnitten aus der Werkstatt von Michael Wolgemut (1434-1519) und Wilhelm Pleydenwurff (um 1462-1494), die auch die Illustrationen für die Schedelsche Weltchronik von 1493 schaffen sollten. Albrecht Dürer hatte seinen Vater bedrängt, ihn zum Maler ausbilden zu lassen und trat 1486 als Fünfzehnjähriger bei Michael Wolgemut seine Lehre an. Die Zuordnung der einzelnen Holzschnitte zu den jeweiligen Künstlern bleibt aber ein hilfloses Unterfangen. Alle 96 Holzschnitte von 91 Holzstöcken sind ganzseitig (250 x 170 mm), sie stellen die erste monumentale Bildfolge in der Buchillustration dar und sind charakteristisch für die Weiterentwicklung des Linienholzschnittes der Anfangszeit zur verdichteten, malerischen Schwarzweisskunst des Holzschnittes, wie sie dann u.a. in Dürers Apokalypse ihre eindrucksvollste Ausprägung erfahren sollte. Wolgemuts Illustrationen sind auch die ersten von einem Maler, dessen Oeuvre gut erschlossen ist (dies im Gegensatz etwa zu Erhard Reuwich, dem Illustrator von Breydenbachs Reisebuch Peregrinatio in terram sanctam von 1486 [H 3956]). Die Kreuzschraffur wird neu "durchgängig als Wirkungselement eingesetzt und die Bildkomposition ist auf malerische, tonige Wirkung eingestellt" (Horst Kunze), die einer Nachkolorierung nicht mehr bedurfte; der Schatzbehalter zählt somit zu den grossen Illustrationsbüchern des 15. Jahrhunderts und bedeutet auch in qualitativer Hinsicht eine wichtige Entwicklungsetappe. Für den in zwei Kolumnen gesetzten Text benutzte Anton Koberger die selben Typen, die er für die neunte deutsche Bibel von 1483 (H 3137) verwendete. Rubriziert mit zwei grossen, rot und blau geteilten Lombarden, vielen kleineren Initialen in Rot und Blau und roten Paragraphenmarkierungen. Unser Exemplar (329 x 222) enthält auch das erste leere Bl., wohingegen wie üblich das letzte leere fehlt. - Wenig wurmlöchrig zu Beginn, vereinzlelte Bl. et. Bookseller Inventory # B350739

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Item Description: 2 in 1 Bd. Folio (372 x 275 mm). 583 röm. durchnummerierte Bl. (ohne die 3 unbedruckten). Zweispaltiger Druck, Pergamentband des 18. Jhs. Nürnberg, Anton Koberger, 17. Februar 1483. Schönes Exemplar der berühmten 'Koberger-Bibel', die als insgesamt neunte deutsche Bibel zu den bedeutendsten illustrierten deutschen Bibeleditionen der Inkunabelzeit zählt. Biblia, deutsch Bd. 1. Nürnberg: Anton Koberger, 17. Februar 1483. 2° Aufgeschlagen: Schöpfung, Holzschnitt zum 1. Buch Mose, um 1478 Olim Dr.-Otto-Schäfer-Stiftung e.V. In Köln wurden um 1478/1479 zwei niederdeutsche Bibeln mit 113 bzw. 123 Holzschnitten herausgegeben. Die Finanzierung dieser beiden aufwendigen Ausgaben wurde durch ein Konsortium getragen, dem auch der Nürnberger Drucker Anton Koberger angehört haben dürfte. Wohl deshalb stand ihm der größte Teil der Kölner Holzschnitte 1483 für seine oberdeutsche Bibelausgabe zur Verfügung. Die Holzschnitte sind erstmals als durchgängig großformatige, zweispaltige Illustrationen angelegt und stehen gleichberechtigt neben dem Text. Die meisten Motive gehen - mittel- oder unmittelbar - auf eine handschriftliche Historienbibel zurück, die um 1460 in Köln entstanden ist. Die Vorbilder zu den zehn Holzschnitten für die Apokalypse dürften in den Miniaturen niederländischer Handschriften zu suchen sein. Mit der weiten Verbreitung der Koberger-Bibel in einer Auflage von 1.500 Exemplaren wurden die Kölner Holzschnitte zu den maßgeblichen vorreformatorischen Bibelillustrationen. Im Original wurden sie nochmals in der Halberstädter Bibel von 1522 eingesetzt. Für die Ausgaben von Grüninger (Straßburg), Schönsperger und Otmar (beide Augsburg) wurden sie kopiert. Auch die eigenständigen Illustrationen der Lübecker Bibel (Exp. Nr. 11) nahmen Anregungen der Kölner Holzschnitte auf. Die Rezeption der Bilder zur Apokalypse reicht durch die berühmte Holzschnittfolge Dürers, der die Kölner Illustrationen sicherlich bei seinem Paten Anton Koberger gesehen hat, weit darüber hinaus (s. Exp. 21). Gottvater ist in den Bildern zum Pentateuch fast immer präsent. Dasselbe gilt auch für die Apokalypse. Die Holzschnitte zum Markus-, Lukas- und Johannes-Evangelium lehnen sich an die Initialen Zainers an und zeigen daher wiederum Auferstehung, Weihnachtsgeschichte und Trinität. Das Schöpfungsbild der Koberger-Bibel unter - scheidet sich stark von der Bildlösung Zainers. Der quadratische Holzschnitt präsentiert die Welt in vier konzentrischen Kreisen. Der äußere steht für die himmlische Sphäre mit Gott und den Engelscharen. Der Atem Gottes fließt auf die innere Scheibe, die Erde, wo wir Gott nochmals erblicken, wie er gera de Eva aus der Rippe Adams erschafft. "Die doppelte Darstellung Gottvaters zeigt diesen nicht nur als den Schöpfer und Herren aller seiner handgetat, sondern macht deutlich, daß die Schöpfung aus dem Wort Gottes mit dem Odem seines Mundes hervorgeht" (Reinitzer, S. 69). Im zweiten Kreis ist das Meer mit seinen Bewohnern eingezeichnet, im dritten das Firmament mit Sonne, Mond und Sternen. Hain *3137; GW 4303; BMC II, 424 (C.11.d.4,5); Schreiber 3461; BSB-Ink B-490; Goff B-632; Wendland, Eine fünfhundertjährige Inkunabel - Anton Kobergers deutsche Bibel, in: Philobiblon 28 (1984,), S. 30ff. Very fine copy of Anton Koberger's lavishly illustrated Biblia Germanica, the 9th German Bible to be printed as one of the great illustrated incunabula. The codex appeared in the year of Martin Luther's birth and was clearly printed and well-composed in an early Gothic font. The text of the Koberger Bible is based on a vernacular translation by the Waldensians (a Christian movement that had been excommunicated and denounced as heretic) and - though adapted by Koberger to be closer to the Vulgate - it fell in disfavor with the Catholic Church not long after its publication. Non the less the succeeding five editions of the German Bible depend all textually on this Nuremberg print and its woodcuts much influenced later Bible illustrations, including those by. Bookseller Inventory # B351466

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Item Description: 4 Bde. Folio (443 x 285 mm). Mit gest. Frontispiz und 275 Kupfertafeln [70, 68, 68 und 69], nach Jean-Baptiste Oudry und Nicolas-Gabriel Dupuis radiert von Charles-Nicolas Cochin, Aubert, Dupuis, Jacques-Nicolas Tardieu u.a., mit grossen Schlussvignetten und 4 wiederholtenTitelvignetten in Holzschnitt. [2] Bl., XXX, XVIII S., 124 S.; [2] Bl., II, 135 S.; [2] Bl., IV, 146 S.; [2] Bl., II, 188 S. Nachtblaue Maroquinbände d. Z. über 6 erhabenen Bünden, Deckel mit goldgeprägter Einrahmung aus zwei schmalen und einer breiten Filete, reicher Rückenvergoldung und je 2 Rückenschildern in rotem Maroquin, Steh- und Innenkantenvergoldung, marmorierte Vorsätze, Goldschnitt. Paris, l'imprimerie de Charles-Antoine Jombert [pour] Desaint & Saillant, et Durand, 1755-59. ERSTDRUCK DER VORZUGSAUSGABE IM DUNKELBLAUEN MAROQUIN-EINBAND DER ZEIT. "Die Fabelserie in ihrer Gesamtheit als grosses Panorama - das gibt es nur einmal bei Oudry" (Regine Timm). Diese Ausgabe der ausgewählten Fabeln Jean de La Fontaines nimmt auf Grund der ausserordentlichen Qualität der Illustrationen und Schönheit ihres Druckes "eine Sonderstellung in der Geschichte des französischen illustrierten Buches ein" (R. Gaucheron). Ursprünglich waren Jean-Baptiste Oudrys (1686-1755) zwischen 1729 und 1734 entstandene Zeichnungen als Entwürfe für Wandteppiche geplant. Um 1750 erwarb der Kunstmäzen Louis Regnard de Montenault Oudrys Zeichnungen und liess sie, da sie nicht als Stichvorlagen sondern als Gobelinvorzeichnungen angelegt waren, von Charles-Nicolas Cochin (1715-1790) umzeichnen und ab 1751 von insgesamt zweiundvierzig Stechern auf Kupferplatten übertragen. Offenbar fand im Hinblick auf spezielle Begabungen einzelner Stecher eine gewisse thematische Aufteilung statt, so hat beispeilsweise Quentin-Pierre Chedel die meisten der architekurbestimmten Blätter gestochen. Cochins massgebliche Mitarbeit bleibt bis auf das Titelbild (Aesop und die Fabeltiere huldigen La Fontaine) in den Bildzeichnungen unerwähnt; nur wenige male ist sein Name als Radierer gedruckt. Die nach Jean-Jacques Bachelier von Nicolas Le Sueur und Jean Baptiste Michel Papillon in Holzschnitt ausgeführten Vignetten wurden 1760-62 als selbständige Folge in Metalltiefdruck von Choffard reproduziert. Der Herausgeber Louis Regnard de Montenault sah sich angesichts seiner ehrgeizigen Ziele, ohne Rücksicht auf irgendwelche Sparsamkeit eine möglichst vollkommene, möglichst vornehme Ausgabe von La Fontaines Fabeln herzustellen, schliesslich gezwungen, sich der finanziellen Unterstützung des Bankiers Darcy u. a. zu versichern. Später übernahm der König Ludwig XV. persönlich die Garantie für die Veröffentlichung des Schlussbandes. Der vorliegende Erstdruck ist erkennbar an der Tafel (Le Singe et le Léopard) auf S. 111 des dritten Bandes, der hier noch ohne den später im Wimpel eingedruckten Text ("Le Léopard") vorliegt. - Vereinzelte kurze Randeinrisse unten (teilweise restauriert), minime Bräunung im Aussensteg und gelegentlich wenige Stock- oder Fingerflecken. Rochambeau 86; Cohen/De Ricci 548-550; Bodemann, Kat. illustrierter Fabelausgaben, 135.1; R. Timm, Spiegel kultureller Wandlungen, 254; Fabula docet (1983), 51 (ohne Portrait); Deusch, Kat. Fürstenberg, 19; Fürstenberg, Das französische Buch im18. Jh., 75f.; R. Gaucheron, Die Oudry-Ausgabe der Fabeln des La Fontaine (1929); Inventaire du Fonds Français, graveur du 18e siècle V, 74; Becker u.a., Regency to Empire: French Printmaking, 1715-1814 (1984), 41. JEAN DE LA FONTAINE. Fables choisies. (edited by Louis Regnard de Montenault). Paris, Charles-Antoine Jombert for Desaint & Saillant, & Durand, 1755-1759. 4 vols. Folio (422x295 mm). With a frontispice with a bust of La Fontaines by Cochin after Oudry, 275 plates by Oudry engraved by Cochin, Chedel, Moitte, Tardieu, Lempereur, Aveline fils, Baquoy, Fessard, Flipart, Lebas, Legrand, Prévost et al., and 213 woodcut vignettes by Vincent Le Sueur und Jean-Michel Papillon after Jean-Jacques Bachelier. BINDING: Conte. Bookseller Inventory # B351540

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EICHENDORFF, Joseph Freiherr von (1788-1857).

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Item Description: 8vo (165 x 104 mm). XII, 482 S., 1 Bl. Errata. Hellbrauner Kalbslederband d. Z., mit breiter Deckelbordüre in Goldprägung, Rücken mit Lederrückenschild, Gold- und Blindprägung, Steh- und Innenkantenvergoldung, hellblaue Seidendoubluren (Hinterdeckel im Gelenk oben kurz eingerissen, Kanten minimal berieben und Ecken etwas bestossen). Berlin, (Druckerei Petsch für) Duncker und Humblot, 1837. Romantikereinband über der Erstausgabe von Eichendorffs erster selbständiger Gedichtsammlung, in einem der ganz wenigen Vorzugsexemplare auf Vélinpapier, aus der Bibliothek der Gemahlin Kaiser Wilhelm II., Hermine von Schönaich-Carolath, geborene Prinzessin Reuß (1887-1947). Erste einzelne Gedichte Eichendorffs waren 1808 in der von Friedrich Ast edierten 'Zeitschrift für Wissenschaft und Kunst' erschienen. Mit der Uebersiedlung nach Berlin im Jahr 1832 begann auch eine rege literarische Tätigkeit. Als Verleger für seine erste Sammlung von Gedichten, von denen vereinzelte bereits als Anhang seiner äusserst erfolgreichen Novelle 'Aus dem Leben eines Taugenichts' (1826) im Druck erschienen waren, fand er schliesslich Carl Friedrich Wilhelm Duncker (1781-1869). Ihn wie auch den als Mitherausgeber engagierten Berliner Philologen und Literaturhistoriker Adolf Schöll (1805-1882) hatte Eichendorff in der Berliner Mittwochs- Gesellschaft kennengelernt. Die Auflagenhöhe ist unbekannt, aus einem späteren Brief Eichendorffs geht hervor, das zwischen dem Dichter und dem Verleger Duncker "kein schriftlicher Kontrakt abgeschlossen, sondern nur mündlich verhandelt" wurde. 1840 veräusserte Duncker seine Verlegerrechte am Werk Eichendorffs an Markus Simion. Felix Mendelssohn-Bartholdy und andere Komponisten vertonten in der Folge verschiedene Lieder Eichendorffs und wurden so zum Inbegriff des romantischen Liedes. Von der Popularität seiner Gedichte zeugen verschiedene Neuauflagen, die wie die Novelle 'Tagebuch eines Taugenichts' in regelmässigen Abständen erschienen, "so dass Joseph von Eichendorff in dieser Zeit erfolgreicher ist als alle übrigen Spätromantiker, ja darin sogar mit den aktuellen Vormärzlyrikern (Freiligrath, Herwegh, Hoffmann von Fallersleben) konkurrieren kann" (G.Niggl, Zeitbilder Studien und Vorträge zur deutschen Literatur des 19. und 20. Jhs. [2005], S. 20). - Das Titelblatt mit Hochglanzpapier hinterlegt. - Fleckenfreies Exemplar auf Vélinpapier, von bemerkenswerter Provenienz. - Allianzwappen von Prinzessin Hermine zu Reuss (Schönaich-Carolath), seit 1922 zweite Gemahlin Kaiser Wilhelms II. in zwei verschiedenen kleinen Marken auf dem Titel montiert, daneben sehr kleines separates Preussen-Wappen in Blindprägung, auf Vorsatz verso ihr radiertes Exlibris mit gekröntem H und Ansicht von Schloss Doorn. Allianzwappen von Prinzessin Hermine zu Reuss (Schönaich-Carolath), seit 1922 zweite Gemahlin Kaiser Wilhelms II. in zwei verschiedenen kleinen Marken auf dem Titel montiert, daneben sehr kleines separates Preussen-Wappen in Blindprägung, auf Vorsatz verso ihr radiertes Exlibris mit gekröntem H und Ansicht von Schloss Doorn. Goedeke VIII, 190, 29; Wilpert/Gühring 10; Borst 1828; Brieger 420; H. Schulhof, Die Textgeschichte von Eichendorffs Gedichten, In: Zeitschrift für deutsche Philologie 47 (1918), S. 30ff. Romantic era binding in contemporary calf on the first edition of Eichendorff's first self-reliant edition of poems. One of the very few copies printed on velin paper, from the library of the consort of Emperor Wilhelm II., Hermine von Schönaich-Carolath, born Princess Reuß (1887-1947). - Lavishly gilt calf with blind-tooling, label on spine (extremeties slighly rubbed, corners somewhat torn). Bookseller Inventory # B351199

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SCHILLER, Friedrich von (1759-1805).

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Item Description: 8vo (198 x 114 mm). XIV, 162 S., 1 Bl. Errata. Marmorierter Kalbslederband d. Z. mit Deckelfilete und klassizistischer Rückenornamentik in Goldprägung, mit rotem Lederrückenschild, Stehkantenvergoldung, marmorierten Vorsätzen, gelber Schnitt. Tübingen, J. G. Cotta, 1803. Ungewöhnlich frisches Exemplar im feinen Ganzledereinband des ersten Drucks der Erstausgabe auf besserem Druckpapier der im Februar vollendeten und kurz darauf am 19. März 1803 im Weimarer Hoftheater uraufgeführten Tragödie. Schiller zeichnet darin das Schicksal des Menschen als von den Göttern vorherbestimmt. "Mein erster Versuch einer Tragödie in strenger Form, wird Ihnen Vergnügen machen, Sie werden daraus urtheilen, ob ich, als Zeitgenosse des Sophokles, auch einmal einen Preis davon getragen haben möchte. Ich habe es nicht vergessen, dass Sie mich den modernsten aller neuen Dichter genannt, und mich also im grössten Gegensatz mit Allem, was antik heisst, gedacht haben" (Schiller an Wilhelm von Humboldt). - Am Schluss des Textes werden 2 Druckfehler vezeichnet. Mitgebunden ist das nachgereichte Erratablatt mit weiteren Druckfehlern. Die Gesamtauflage betrug 6'150 Exemplare, davon 150 auf Vélinpapier, 2'000 auf Druckpapier und 4'000 auf Postpapier. Bis 1809 erschienen vier Nachdrucke in Augsburg, Frankfurt, Mannheim und Wien. Cottas zweite Auflage erschien erst 1810 und die dritte schliesslich 1818. Hs. Name von J(ohann) H(einrich) Günther auf Unterrand des Titels, datiert 1803. Fischer, Der Verleger Johann Friedrich Cotta, Bd. I (2003), S. 464f., Nr. 412; Marcuse 240; Goedeke V, 227, 255, 9; Schiller-Kat. Marbach (1980), S. 195f. One of the most controversial works by Schiller. First issue of the first edtion on superior printing paper. Schiller's Bride of Messina is in the tradition of the Greek tragedy of Euripides or Sophocles, using choirs underlining the ancientness; like in its models it ends with the demise of the whole race. It is set in Sicily, at a time when Paganism and Christiany meet, thus again outlining this theme. The tragedy premiered on 19 March 1803 in Weimar. The composer Robert Schumann wrote an overture to it, his Opus 100. - A very nice copy. - Contemporary marbled calf gilt, fillets on sides, spine with a claccistic ornament and red label, marbled endpapers. Bookseller Inventory # B350927

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