Results (1 - 30) of 867

Item Description: 2 Bde. (Tafel- und Textband). Quer-Folio (405 x 542 mm). [Tafelband:] Kupfertitel mit grosser kolorierter Vignette (fünf Amoretten mit Künstlerattributen) nach Schütz gestochen von Franz Müller und 36 (mit Ausnahme der 9. Tafel) im Plattenrand nummerierten kolorierten Tafeln mit Aetzradierungen (in der sogen. 'Aberli'schen-Manier'). - [Textband:] Kupfertitel mit grosser kolorierter Vignette innerhalb grau guachiertem Rahmen und 35 nicht num., einseitig bedruckten Textblätter mit deutsch-französischem Paralleltext. Halbkalbslederband d. Z. (Braunflecken auf Vorderdeckel, Kanten etwas berieben) und Pappband [Text] mit altem montierten Titelschild auf Vorderdeckel, Textband in Leder-Chemise. A Vienne, chez Artaria Comp., [1779-84 und 1794 (Text)]. Erstausgabe des ersten kolorierten Vedutenwerks Österreichs, komplett mit allen 36 Tafeln im ersten Zustand (Etat) und dem nahezu unauffindbaren separaten Textband. Das von den "beiden wichtigsten Vedutisten Wiens" (W. Koschatzky), dem Maler-Architekten Carl Schütz und dem Maler-Stecher Johann Ziegler, zwischen 1779 und Frühjahr 1784 bei Artaria verlegte graphische Hauptwerk in 'Aberlischer Manier' darf zu den besonderen Zimelien des ausgehenden 18. Jahrhunderts gezählt werden. Die Ansichten-Folge, denen in den überarbeiteten Auflagen noch weitere Tafeln hinzugefügt werden sollten, stellt eine höchst ergiebige ikonographische Quelle zur Geschichte der Stadt Wien auf dem Höhepunkt der Aufklärungszeit dar. Der als wahre Fundgrube für die Geschichte der Wiener Topographie zu geltende Textband erschien erstmals 1794 mit dem Titelblatt im zweiten Zustand (Etat). Dass für diese Stadtveduten "ein entscheidender Anstoss von den Gemälden ausgegangen war, die der Venezianer Bernardo Belotto (genannt Canaletto) 1759/60 in Wien geschaffen hatte, ist eindeutig. Die Schütz/Ziegler-Serie wurde noch durch Generationen immer wieder neu aufgelegt" (W. Koschatzki), wobei bei den späteren Auflagen die belebenden Staffagen der jeweiligen Mode nach angepasst und verändert wurden. Die grossartigen Ansichten, von denen beim Tode der Kaiserin Maria Theresia Ende November 1779 bereits über zehn vorlagen, zeigen nicht nur Prunkbauten der um 1790 über 200'000 Einwohner zählenden Stadt in exakter perspektivischer Darstellung und plastischer Gliederung, sondern geben durch ihren belebenden Detailreichtum höchst aufschlussreiche Hinweise auf das Alltagsleben und die städtische Infrastruktur der Metropole. Den spürbaren extravaganten Zauber und die Leichtigkeit der Darstellung erreichen die Künstler durch die von dem Schweizer Maler Johann Ludwig Aberli um 1765 erfundene und patentierte neue Art des mit der Radierung kombinierten Kupferstichs, der sogenannten "Aberlischen Manier". Der Stecher graviert dabei nicht wie dahin üblich mit dem Grabstichel kunstvolle Parallelzüge oder Kreuzlagen in die Kupferplatte, sondern sein Hauptaugenmerk liegt hier auf den Umrissen des Darzustellenden. Während der Schweizer Maler seine Blätter mit Deckfarben (Gouache) kolorierte, liessen Schütz und Ziegler ihre Veduten von Aquarellmalern illuminieren, die einen Effekt höchster Farbtransparenz erzielen. - Ein vorzüglich erhaltenes Exemplar. Schwarz, Wiener Strassenbilder im Zeitalter des Rokoko (1914) S. 99 VI, 1; Düriegl/Witzmann, Der Verlag Artaria (1981), S. 15, D9; Witzmann/Békési, Schöne Aussichten (2007), S. 44; vgl. Nebehay/Wagner 671, 1-36; Koschatzky, Die Meister der Wiener Vedute (Online Version). Exceedingly scarce first issue of all thirty-six views of the first edition of the first colored plate work with topographic views in Austria, complete with the text volume of 1794 of utmost rarity. Published by the architect/painter Carl Schuetz and the painter/engraver Johann Ziegler between 1779 and April 1784 in the engraved and colored 'Aberli Manner', this two volume set has to be counted among the most beautiful plate works of the late 18th century. The style of the views, first etched in contours and then painted or colorized. Bookseller Inventory # B348114

More Information About This Seller | Ask Bookseller a Question 1.

Add Book to Shopping Basket
Price: US$ 59,929.51
Convert Currency
Shipping: US$ 45.28
From Switzerland to U.S.A.

Destination, Rates & Speeds

Item Description: Folio (275 x 198 mm). With 23 woodcuts (2 repeats). [4], 36 leaves. 19th century boards (slightly rubbed, corners worn). (Strasbourg), Johann Grüninger, 19 August 1500. Editio princeps von Brunschwigs berühmtem - und im Gegensatz zu den allermeisten Seuchenschriften der Zeit - mit vielen Holzschnitten ausgestattetem Pestbuch. Neben medizinischen Aspekten veranschaulichen die Abbildungen vor allem auch das starke religiöse Moment dieser furchtbaren Plage. Der Verfasser hatte sein Medizinstudium in Bologna, Padua und Paris - offenbar ohne mit einem Magistertitel abzuschliessen - absolviert und arbeitete danach im heimischen Elsass, im benachbarten Süddeutschland, in Franken sowie im Rheinland. Keines seiner vier, alle von Johann Grüninger in Strassburg gedruckten Fachbücher, nebst dem vorliegenden noch die Chirurgia (1497) und die beiden Destillierbücher (Liber de arte distillandi de simplicibus [1500], resp. Liber de arte de compositis [1512]) erwähnen einen von ihm erworbenen akademischen Titel. Als charakteristische Erkennungszeichen der Pestilenz zählt Brunschwig fünf Merkmale auf: erste Anzeichen seien hohes Fieber und Schüttelfrost, gefolgt von "stinckendem athem", auch "grosser durst und drückne des munds". Als viertes Symptom wird starkes Herzklopfen erwähntund als fünftes und letztes: "das v. zeichen . daß eym menschen erschynen drüsen oder geschwer an dem halß, hynder den oren, und den armen oder an den beynen by dem gemecht" (Bl. VI verso). Desweiteren berichtet der Strassburger Arzt von den von ihm angewandten Behandlungen, erwähnt diverse Rezepte mit Hinweis zu deren korrekten Zubereitung, immer im Bestreben, damit den medizinischen Laien zur Selbsthilfe zu befähigen. Einige Textpassagen entlehnte Brunschwig dem 1473 von Johann Zainer in Ulm gedruckten Büchlein der Ordnung ('Pestordnung') des Humanistenarztes und Uebersetzers Heinrich Steinhöwel. Die insgesamt 23 Buchillustrationen bestehen aus neun grossformatigen, ca. 136/184 x 134/140 cm aufweisende Holzschnitte, davon sind wiederum sieben zusammengesetzt aus zwei bis vier Blöcken. Sie zeigen u.a. Gottes Bestrafung der Menschen durch die Pest, Aerzte mit ihren Patienten, Apotheker beim Zubereiten von Heilmitteln sowie die beiden Pestpatrone Sankt Sebastian und Sankt Rochus. Johann Grüningers Illustrationsfolge entwickelte sich aus den für die Terenz-Ausgabe von 1496 geschaffenen Holzschnitten. Die Zwischenräume wirken durch Schattierung geschlossener und erinnern in ihren dunkleren und ausgewogeneren Abdrucken an Metallschnitte. Die Mehrheit der Schnitte liegen im Erstdruck vor, einige wenige wurden bereits zuvor verwendet. Der Holzschnitt auf Blatt 4b, einen sitzenden Schreiber am Schreibtisch zeigend, fand zuerst in Lochers Libri Panegyrici ad Regem von 1497 (H 10153) Verwendung (zu den verschiedenen Zuständen vgl. Arnim, Schäfer, Nr. 212). Aus Brunschwigs Chirurgia von 1497 entlehnt sind: a) der Holzschnitt auf dem Titel (Schramm Abb. 948=348, eine "magister cum discipulis" Szene, nicht bei Schreiber/Heitz, Accipies); b) Bl. A2b, einen bettlägrigen Kranken, umgeben von einem Arzt und zwei weiteren Männern, von ehedem 154 x 133 auf 144 x 133 mm reduziert (Schramm Abb. 351 und 942); c) Bl. D4b, Innendarstellung einer Apotheke (Schramm Abb. 349); d) zeigt zwei Gruppen von je drei, respektive vier Personen (Abb. 948, zu vergleichen mit den Abb. 350 und 355 in der Chirurgia). - Die Blatt- und Kapitel-Uberschriften sowie die erste Seite mit Rubrizierung, das leere Schlussblatt mit etwas Gekritzel von alter Hand, stellenweise vereinzelte Flecken. HC 4020*; GW 5596; BMC I, 115 (273 x 197 mm); Pellechet 3040; Goff, B-1228 (8 Ex.); Klebs 228.1; Schullian/Sommer 130; Schmidt, Grüninger 52; Muther 540; Schreiber 3645; Schramm XX, S. 7 und 24 Abb. 942-957 und 348-349; Hind I, 344; Kunze, Buchillustration I, 407f.; C. Schmidt, Histoire littéraire de l'Alsace (1879), II, S. 396, Nr. 214; Sudhoff, Deutsche medizinische Inkunabeln 205; Klebs/Droz, Remèdes contre la peste (1925. Bookseller Inventory # B346826

More Information About This Seller | Ask Bookseller a Question 2.

Tableau de Paris. [Komplette Folge von 72: MARLET, Jean Henri

MARLET, Jean Henri (1770-1847)]

Used Signed

Quantity Available: 1

Add Book to Shopping Basket
Price: US$ 62,069.85
Convert Currency
Shipping: US$ 45.28
From Switzerland to U.S.A.

Destination, Rates & Speeds

Item Description: Quer-Folio (280 x 350 mm). [Paris, Marlet, 1821-24]. Komplett äusserst seltene Folge von realistisch festgehaltenen Szenen aus dem Pariser Volksleben um 1820. "L'originalité et le mérite des Tableaux de Paris de Jean-Henri Marlet sont de nous offrir à la fois des scènes de moeurs saisies, pour ainsi dire, sur le vif, en instantané, et des prises de vues très exactes de certains aspects du paysage parisien. . Marlet a été aussi parmi les premiers à exploiter toutes les ressources de la technique alors nouvelle de la lithographie; précurseur maladroit peut-être mais toujours savoureux des 'grands' de la lithographie: Raffet, Nanteuil, Deveria, Daumier" (G. de Bertier de Sauvigny). Darstellung gefunden haben u.a. Strassenhändler, Musikanten und Volksbelustigungen, die Schwimmschule am Quai d'Orsay, Kutschfahrten, Stelzenläufer, der Blumen- und Fischmarkt, ein Krankentransport, diverse Gaukler und Bettler, Invalide, Graphikhändler und Bouquinisten, Schulszenen und Kinder bei Spiel und Sport, eine Zeichenschule, Lotterieverkäufer, eine elegante Abendgesellschaft, das städtische Findelhaus, der Spaziergang der Madame du Berri, ein 'Déjeuner à la Halle' u.v.a.m. Als Hintergrund sind viele Pariser Sehenswürdigkeiten, Strassenzüge und Parks erkennbar. Auf der Umschlaglithographie, die mit jeder der zwölf Lieferungen herausgegeben wurde und als Titel für das Werk dienen konnte, sieht man vor der Silhouette der Stadt die allegorische Darstellung "La Folie découvrant la vérité". Das Lieferungswerk erschien ohne einen Drucktitel, lediglich mit dem Vortitelblatt "Nouveau tableaux de Paris". Nebst der Vorzugsausgabe mit kolorierten Tafeln - die am seltensten sind - erschienen die Tafeln auch in unkolorierter Fassung sowie in der Version mit Tonplatte. Die meisten Tafeln sind im Stein von Jean Henri Marlet signiert. Als Historien- und Genremaler zählte er auch mit zu den ersten und bedeutendsten Meistern der Lithographie in Frankreich. Mit Vorliebe zeichnete Marlet militärische, historische, literarische, soziale und humoristische Sujets und Bildnisse. G. de Bertier de Sauvigny, im Vorwort der Faksimile-Ausgabe von 1979; Corbineau-Hoffmann, Brennpunkt der Welt: c'est l'abrégé de l'univers: Grossstadterfahrung und Wissensdiskurs in der pragmatischen Parisliteratur, 1780-1830 (1991), S. 152f. Complete and in contemporary colouring as present of utmost rarity. "L'originalité et le mérite des Tableaux de Paris de Jean-Henri Marlet sont de nous offrir à la fois des scènes de moeurs saisies, pour ainsi dire, sur le vif, en instantané, et des prises de vues très exactes de certains aspects du paysage parisien. . Marlet a été aussi parmi les premiers à exploiter toutes les ressources de la technique alors nouvelle de la lithographie; précurseur maladroit peut-être mais toujours savoureux des 'grands' de la lithographie: Raffet, Nanteuil, Deveria, Daumier" (G. de Bertier de Sauvigny). Bookseller Inventory # B350589

More Information About This Seller | Ask Bookseller a Question 3.

Description des fêtes données par la ville: BLONDEL, Jacques-François (1705-1774)].
Add Book to Shopping Basket
Price: US$ 64,210.19
Convert Currency
Shipping: US$ 45.28
From Switzerland to U.S.A.

Destination, Rates & Speeds

Item Description: Gr.-Folio (620 x 465 mm). Mit 13 (8 doppelblattgrossen) Kupfertafeln, 1 gest. Kopfvingette und grossen Titelvignette, radiert von und nach Blondel, Bouchardon, Rigaud und Rousset. Titel, 22 S. Text. Roter Maroquinband d. Z., mit goldgeprägtem Allianzwappen von Marquis Gabriel Charles de Calmesnil,seigneur de Putot-en-Bessin de Calmesnil und Marguerite Jacqueline, dame de Saint-Martin Huguenote de Carbonnel. Paris, imprimerie P.G. Le Mercier, 1740. Prachtvoller Wappeneinband über einem der repräsentativsten Beispiele der grossen französischen Fest- oder Zeremonienbücher des 18. Jahrhundwerts. Die Stadt Paris bereitete der Lieblingstochter des Königs, Prinzessin Marie ('Babette') Louise Élisabeth (1727-1759), aus Anlass ihrer Vermählung mit dem spanischen Infanten Philippe von Parma (1720-1765) ein Fest und Spektakel, wie es Frankreichs Metropole seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen hatte. Für die extravagante Festarchitektur an und auf der Seine auf Höhe des Louvre wurde der italienisch-französische Architekt, Bühnenbildner und in ganz Europa als Spezialist für derartige Festivitäten berühmte Giovanni Niccolò (Jean Nicolas) Geronimo Servandoni (1695-1766) engagiert, der vom Architecte du Roi, Jacques Gabriel (1667- 1742) sekundiert wurde. "Jamais encore à Paris un décorateur de fêtes n'avait bénéficié d'un aussi bel hommage" (Jérome de La Gorce). Eine kleine Armee von Architekten, Ausstattern und Handwerkern realisierte die aufwendigen Vorgaben der beiden Strategen. Mit dem Blick des Architekten zeichnete und radierte Blondel Giovanni Niccolò Servandonis und Jacques Gabriels grossartige Festbauten auf mehreren doppelblattgrossen Kupfertafeln, darunter den für zweihundert Musiker gebauten, achteckigen schwimmenden Musikpavillon mitten auf der Seine. "The concentration on architecture provides an immediate sense of theater, especially in the double-page engraved sections through the Hôtel de Ville, focusing on the ballroom. The brilliant engravings, of the first quality, are all by Blondel" (Millard). An den Ufern waren gigantische Terrassen mit einer Königsloge aufgebaut, von wo aus das zweitägige Spektakel zu verfolgen war. Nach dem Zeugnis eines Augenzeugen, der seine Eindrücke ii einem in der Bibliothèque Nationale in Paris gehüteten Exemplar festhielt: "on ne vit 'rien de mieux imaginé'. Den Höhepunkt bildete ohne Zweifel das vom königlichen Feuerwerkmeister Testard und seinen Gehilfen verantwortete nächtliche Feuerwerk, wie es die Stadt seit Jahrzenten nicht mehr gesehen hatte. "The fireworks were spectacular, presenting cannonades, flights of honorary rockets, fixed and turning suns, and an abundance of fire imitating water, in pyrotechnic 'cascades, fontaines d'artifice', and 'jets de feu' whose sparks Blondel shows streaming above the Pont Neuf . Servandoni thus initiated a new era in fireworks and theatrical pervormances in paris, aggrandizing elements already present in French fireworks to a new, and vast, scale. In these performances, neoclassical architecture and perspective scenery dominated displays, but French artificiers also offered ingenious fireworks to accompany them . Audiences also contributed tot he displays, experiencing them no longer as curious and strange marvels but more like opera or theater productions . A temple of Hymen was consturcted at the center of the Pont Neuf, an elaborate viewing stand for the royal party was installed against the facade of the Louvre Museum, and the quais were jammed with a crowd estimated at five hundred thousand . Finally, around eight, the king gave the signal: bombs went off, then cannon, then flares and firecrackers . and then every kind of firework erupted" (S. Werrett, Fireworks: Pyrotechnic Arts and Sciences in European History (2010), S. 136ff.). Arthur Lotz in 'Das Feurwerk. Seine Geschichte und Bibliogaphie' (S. 63) verzeichnet es ebenfalls als "ein Feuerwerk von einer solchen Ausdehnung, wie es wohl nie wieder erreicht worden ist . Es spielte sich in verschwend. Bookseller Inventory # B350556

More Information About This Seller | Ask Bookseller a Question 4.

Travels into Several Remote Nations of the: SWIFT, Jonathan (1667-1745).

Item Description: 4 parts in 2 vols. 8vo (192 x 120 mm). Mit Frontispiz-Portrait von Gulliver, nach John Sturt radiert von Robert Sheppard und 6 Kupfertafeln mit Karten und Plänen nach H. Moll. XVI, 148 S.; [VI], 164 S.; [VI], 155 p.; [VIII], 199 S. Hellbraune Lederbände des 19. Jhs., signiert von Francis Bedford (1799-1883), Rücken über fünf erhabenen Bünden, mit Dreifachfilete in Goldprägung auf beiden Deckeln, mit reicher Rückenvergoldung und je zwei Rückenschildchen, marmorierte Vorsätze. London, Printed for Benj[amin] Motte, at the Middle-Temple-Gate in Fleet-street, [28 October] 1726. Editio princeps des berühmtesten satirischen Werks der englischen Literatur. Zwischen dem 28. Oktober und Dezember 1726 wurde es durch Benjamin Motte in insgesamt drei Drucken erstmals veröffentlicht; das Portrait-Frontispiz des vorliegenden ersten Druckes liegt wie üblich in der zweiten Variante vor, mit dem Text innerhalb der ovalen Einfassung. Der unmittelbar einsetztende Publikumserfolg wird bezeugt durch John Gays Brief vom 17. November 1726 (in: Correspondence Bd. III, S. 182): "About ten days ago a Book was published here of the Travels of one Gulliver, which hath been the conversation of the whole town . From the highest to the lowest it is universally read, from the Cabinet-council to the Nursery". Swift schrieb seinen von Thomas Hobbes' Leviathan beeinflussten utopisch-satirischen Reiseroman zwischen 1720/21 und 1726 in Irland, wohin er 1694 zurückgekehrt war. Um die Vorspiegelung tatsächlich unternommener Reisen glaubhaft zu machen, wurde das Buch mit sechs Landkarten, auf denen die beschriebenen Länder, meist in Verbindung mit wirklich vorhandenen, ausgestattet. Zusammen mit dem 1719 veröffentlichten und ebenfalls im Ich-Ton gehaltenen "Robinson Crusoe" von Daniel Defoe steht Swifts Hauptwerk am Anfang der Entwicklung des bürgerlichen Romans, der sich zur herrschenden Gattung herausbilden sollte. Swift bediente sich einer Gegenüberstellung von gesellschaftlicher Kritik und Utopie, wie sie durch die Reisen des recht naiven Helden Gulliver (von englisch "gullible" [=leichtgläubig]) in das Land der Zwerge beziehungsweise der Riesen symbolischer kaum sein könnte. Swift verstand sein Werk als harsche Kritik an Eitelkeit und Heuchelei jener Zeitgenossen, die er bei Hofe und in der Politik kennen gelernt hatte. Swifts fabulöses Buch fand dann allerdings bald auch Kritik, so u. a. durch Samuel Taylor Coleridge, William Thackeray und Walter Scott. Die verwendeten Karten wurden nach Hermann Molls "A New and Correct Map of the Whole World Shewing ye Situation of its Principal Parts" von 1719 vermutlich von Sturt und Sheppard nachgezeichnet und gestochen. "These maps appeared in all the editions published by Motte; they were even reproduced in the pirated Dublin editions of 1727 . and they appeared in all the later 18th-century editions" (Frederick Bracher). - Ein frisches und schön gebundenes Exemplar. EINBAND: Hellbrauner geglätteter Kalbslederband des 19. Jhs. über 5 erhabenen Bünden, Deckel mit goldgeprägter Dreifachfilete, reicher Rückenvergoldung mit je 2 Rückenschildern, Steh- und reicher Innenkantenvergoldung, marmorierte Vorsätze, Goldschnitt [signiert von Francis Bedford (1799-1883)]. Ralph Clutton (died 1888, bookplate). 0Teerink 289 A; Hubbard 27f.; PMM 185; Negley 1081; Lewis 185f.; Maslen, The printers of Robinson Crusoe, in: The Library, 5th ser 7 (1952), p. 124f.; Roberts, The History of Science Fiction (2006), p. 68ff.; Gove 254f.; Fortunati/Trousson 260; Davidson, A Books Collector's Notes (1970), 39f. ("Gulliver's Travels is an essential starting point for any collection of fictitious voyages to Australia"); Bracher, The Maps in Gulliver's Travels, in: The Huntington Library Quarterly, vol. VIII (1944), p. 59f. First issue of the first edition (Teerink's "A" edition). It is uncertain exactly when Swift started writing Gulliver's Travels, but some sources suggest as early as 1713 when Swift, Gay, Pope, Arbuthnot and others formed the Scribl. Bookseller Inventory # B339032

More Information About This Seller | Ask Bookseller a Question 5.

Item Description: 7 Bde. 8vo (222 x 145 mm). Mit allegorischem Frontispiz ('Repertorio') radiert von und nach F[ilippo] Pistrucci und handkoloriert von Lazaretti sowie 361 römisch numerierten Kupfertafen von [Giuseppe?] Dall'Acqua gestochen und von Lazaretti handkoloriert. 244 S.; Titel, 239 S.; 244 S.; 245 S.; Titel, 239 S.; Titel, 240 S.; Titel, 127 S. Hinreissend schöne, kirschrote, längsgenarbte Maroquinbände d. Z. über flachen Rücken, mit sehr reicher Goldverzierung in fünf Kompartimenten, die Deckel umrahmt von einer Vasen-Akanthus- und einer Ring-Rolle sowie fächerförmigen Eckstücken. Im Zentrum die verschlungenen und bekrönten Initialen 'E A' (Initialen der Vornamen von Eugène und dessen Frau Amalie Auguste Luise von Bayern), Steh- und Innenkantenvergoldung, Goldschnitt. Milano, Giovanni Giuseppe Destefanis, 1817. Persönliches Exemplar von Eugène, Vicomte de Beauharnais (1781-1824) dieses ausserordentlich seltenen botanischen Werks des Mailänder Arztes und Botanikers Antonio Alberti (1785-1861). In einem herausragenden und frischen Exemplar, komplett mit dem abschliessenden 'Repertorio-Band', der in den wenigen von uns nachzuweisenden Exemplaren nahezu immer fehlt. Gewidmet ist das offensichtlich in einer äusserst kleinen Auflage gedruckte, mit 361 nuancenreich handkolorierten und römisch numerierten Pflanzenkupfern illustrierte Werk dem Erstbesitzer des vorliegenden Exemplars, dem grossen Bibliophilen Eugène de Beauharnais, Vizekönig von Italien (1805), Fürst von Venedig (1807), Herzog von Leuchtenberg und Fürst von Eichstätt (1817), 1806 Adoptivsohn Napoleons I. und seit dem selben Jahr Schwiegersohn des ersten bayerischen Königs Maximilian I. Das im goldenen Zeitalter (1750-1850) der botanischen Illustration entstandene Meisterwerk Antonio Albertis zeigt auf dreihunderteinundsechzig Kupfertafeln Blütenpflanzen und Pilze. Gestochen wurden sie vermutlich von Giuseppe Dall'Acqua und akkurat handkoloriert von Lazaretti. Der 'Repertorio-Band' enthält am Schluss einen "Indice sistematico Linneano" sowie einen französischen Index. Die Pflanzendarstellungen enthalten die entsprechende Nomenklatur in italienischer und lateinischer Sprache. Eine ebenso seltene zweite Ausgabe erschien 1833 (Clio, nach Pritzel 1836) in zwölf Lieferungen durch Crespi ebenfalls in Mailand. Die tadellos erhaltenen Prachteinbände zeugen von der überragenden Qualität der Bibliothek des 1805 zum Vizekönig von Italien - wo auch sein eigentliches Wirkungsfeld war - ernannten Eugène de Beauharnais. Nach Napoleons Abdankung 1814 legte Eugène sein Vizekönigsamt nieder und kapitulierte ehrenvoll vor den Österreichern. Obwohl Schwiegersohn des Bayerkönigs Maximilian I., Herzog von Leuchtenberg sowie Fürst von Eichstätt, bewahrte er Napoleon stetige und unverbrüchliche Treue. Eugène starb 1824 in München; seine Bibliothek wurde 1935 in zwei Auktionen durch unser Haus und durch Ulrico Hoepli in Zürich und Mailand veräussert. Bibliothèque E. de Beauharnais (Auktionskat. Braus-Riggenbach/Hoepli, Zürich 23.-24. Mai 1935), Nr. 62 und Tafel VIII ("Exemplaire d'une fraîcheur impeccable, dans une superbe reliure de l'époque, vrai document du style empire"); Pritzel 82; Nissen, BBI, 10; Clio I, 63 (erwähnt falsch 391 Tafeln); Brunet I, 134; Graesse I, 52. Nicht in Stafleu/Cowan/Mennega, Lesky, Wellcome, Honeyman Collection, Sammlung Arpad Plesch, NUC oder BNP. Nur ein Ex. (mixed set) im BLC, das Ex. der Oesterr. NB inkomplett (nur 5 Bde.). ANTONIO ALBERTI. Flora Medica ossia catalogo alfabetico ragionato delle piante medicinali. Milano, Giovanni Giuseppe Destefanis, 1817. 7 vols. 8vo (222 x 145 mm). With a frontispiece by Filippo Pistrucci and 361 engraved plates by Dall'Acqua, all coloured by Lazaretti. BINDING: Contemporary long grained red morocco lavishly gilt, centre of sides with crowned monogram E A, edges gilt. PROVENANCE: Eugène de Beauharnais (1728-1824), his sale in our premises 1935, nr. 62 and plate VIII: Exemplaire d'une fraîcheur impeccable, dans une superbe reliure de. Bookseller Inventory # B321637

More Information About This Seller | Ask Bookseller a Question 6.

Description générale et particulière de la France;: LABORDE, Jean-Benjamin de

Item Description: 12 Bde. in 10. Folio (540 x 360 mm). Mit 3 Kupfertiteln, 426, teilweise gef. oder doppleblattgrossen Kupferstichtafeln (mit zusammen 771 Ansichten, Karten, Plänen etc.) und 1 Falttabelle (Tableau de la généalogie). Titel in Rot und Schwarz (Bde. I-IV) Rote Halbmaroquinbände der Zeit, mit goldgeprägten Rückentiteln. Paris, Ph.-D. Pierres (I-IV) und Pierre Lamy, 1781-1800. Unbeschnittenes Exemplar in Halbmaroquin des ambitiösen und prachtvoll illustrierten Geographiewerks über Frankreich am Vorabend der Revolution. Als ein Höhepunkt graphischer Grosspublikationen von 'Voyages pittoresques', die im damals reichsten Land Europas um 1750 ihren Anfang genommen hatten, erschien ab 1781 das hier in einem hervorragenden Exemplar vorliegende Vedutenwerk in achtundsiebzig Lieferungen. Der in eine wohlhabende Familie geborene Laborde, der meist auf dem Posten eines Generalpächters (Fermier général) lebte, schuf sich einen Namen als Liebhaber der Musik und Literatur. Obzwar überzeugter Monarchist - und als solcher am 22. Juli 1794 ein Opfer der Guillotine - war es hier nicht sein Bestreben, die Leistungen des Königshauses hervorzustreichen, sondern vielmehr die Resourcen und Schönheiten Frankreichs und die Gepflogenheiten und Bräuche all seiner Bewohner auszubreiten. Als eine der glanzvollsten Figuren von Paris hatte Laborde bereits während seiner Herausgebertätigkeit von Beat Fidel Anton Zurlaubens 'Tableaux de la Suisse' mit den aufwendigen Vorbereitungen zur Veröffentlichung des vorliegenden Prachtwerks begonnen. Die ursprüngliche Idee, das gesamte Material regional in die fünf Haupt-Departements: Seine, Rhône, Loire, Garonne sowie Rhein und Zuflüsse mitsamt ihren entsprechenden Provinzen aufzugliedern, wurde 1784, nach Veröffentlichung von vier Bänden, revidiert. Vom königlichen Drucker Philipp-Denis Pierres ging die Fortführung des Riesenwerks über zum Druckerverleger Pierre Lamy, "qui était un libraire spécialisé dans la reprise d'ouvrage en difficulté" (Mathieu Couty). Der Verkaufsförderung geschuldet ist nicht nur der nun neu: 'Voyage pittoresque de la France . Ouvrage national' lautende Titel, sondern vor allem auch die von Pierre Lamy veranlasste opulentere Ausstattung der Bände mit hervorragenden Kupferstichen. Mehr oder weniger in regelmässigen Abständen von zwei Monaten erschienen die Kupfertafeln. Der Text wurde während der langjährigen Drucklegung durch diverse Redakteure betreut, als deren erster der aus Dijon stammende Notar Edme Beguillet überliefert ist. Bedeutendste Lieferanten von zeichnerischen Vorlagen des schliesslich insgesamt 771 Kupferstiche auf über 420 Tafeln aufweisenden Werks waren der lange Zeit in Italien wirkende Landschafts- und Genremaler Jean-Baptiste Lallemand (1716-1803) sowie der Maler und Kupferstecher François-Denis Née (1732-1817), der an vielen derartigen Grosspublikationen mitarbeitete. Unter den vielen Kupferstechern die zum Gelingen beitrugen, finden sich u.a. die Namen von Masquelier, Chamfort, Moreau le Jeune und Charles-Nicolas Cochin (1715-1790), dessen Kupferstiche für die Description générale et partiqulière de la France den Abschluss seines reichen illustrativen Lebenswerks bilden. - Zehn Tafeln im siebten Band sind im ersten Druckzustand ('avant toute lettre'), wovon bei sieben die entsprechende Bildlegenden auf Chinapapier gedruckt und dazu montiert wurden. - Einige Lieferungen mit einheilticher Bräunung, minimale Stockflecken. Wappen-Exlibris des französischen Bibliophilen A. Kuhnholtz-Lorda, gestochen von J. Dupin. Cohen/de Ricci 291f.; Millard Collection, French, 85; Michel, Charles-Nicolas Cochin et le livre illustré au XVIIIe siècle (1987), Nr. 202; vgl. Fürstenberg, Das französische Buch im 18. Jh.; Couty, J.-B. de Laborde ou le bonheur d'être fermier-général (2001),198f. JEAN-BENJAMIN DE LABORDE. Description générale et particulière de la France; ouvrage enrichi d'estampes . (vols. I-IV); Voyage pittoresque de la France, avec la description des toutes ses provinces (vols. V-XII. Bookseller Inventory # B348763

More Information About This Seller | Ask Bookseller a Question 7.

Das Marienleben - [Epitomae in divae parthenices: DÜRER, Albrecht (1471-1528).

DÜRER, Albrecht (1471-1528).

Used First Edition Signed

Quantity Available: 1

Add Book to Shopping Basket
Price: US$ 80,262.74
Convert Currency
Shipping: US$ 45.28
From Switzerland to U.S.A.

Destination, Rates & Speeds

Item Description: Folio (405 x 310 mm). 20 Holzschnitte, davon 19 mit lateinischem Distichon von Benedictus Chelidonius auf der Rückseite. Passepartoutartig montiert. Moderner bordeauxroter Maroquinband (signiert und datiert: H. Fikentscher, Leipzig 1920) mit Goldfileten und Titel "A. Dürer - Das Marienleben - Holzschnitte" auf dem Vorderdeckel in Goldprägung. In marmoriertem Pappschuber mit lederverstärkten Kanten. Nürnberg, [Hieronmyus Höltzel] per Albertum Durer pictorem. Anno christiano Millesimo quingentesimo undecimo (1511). Prachtvolles, für die Bibliothek des grossen deutsch-französischen Bibliophilen Hans Fürstenberg (1890-1982) in Ganzmaroquin gebundenes Exemplar mit klaren Abzügen der kompletten Folge von Albrecht Dürers Marienleben, die umfangreichste und mit die populärste seiner grossen Holzschnittfolgen. Albrecht Dürer gab die zwanzig Holzschnitte zwischen 1502 und 1510 zuerst als Einblattdrucke heraus ehe er sie 1511 entsprechend den Stationen der Vita Mariens geordnet, als Buch und neu mit den unabhängig von den Graphikblättern entstandenen lateinische Distichen des Nürnberger Humanisten Benedictus Chelidonius (1460-1521) gedruckt verlegte. Mit Ausnahme des Titelholzschnitts sind die Verse jeweils auf der linken Buchseite neben dem rechts stehenden Bild angeordnet. Allein die in Majuskeln gedruckten Ueberschriften der Distichen wurden für die Buchausgabe nachträglich verfasst. "Diese Ueberschriften und weniger die eigentlichen Verse entsprachen inhaltlich den Holzschnitten. Sie stellten so die Brücke zwischen Text und Holzschnitt her und wurden den Ansprüchen des Parallelabdruckes von Text und Holzschnitten gerecht" (Anna Scherbaum). Dürer veröffentlichte Das Leben Mariens zeitgleich mit der Passion und der Apokalypse. "Nach dem hochdramatischen Ton, in dem Leidensgeschichte und Weltuntergang vorgetragen wurden, fand Dürer im Marienleben zu einer den Stoff liebevoll ausmalenden, mit hohem Anspruch volkstümlichen Erzählungsweise. Die menschliche Figur ist aus ihrer dominierenden Stellung in der vordersten Bildebene verdrängt und findet auf den meisten Blättern ihren Platz innerhalb eines Raumes aus Architekturgliedern, deren Stellung und Abfolge durch Perspektivenkonstruktionen festgelegt ist. Auch dort wo eine Landschaft Schauplatz der Erzählung ist, wird mit Hilfe natürlicher Gegebenheiten ein solcher Bildraum geschaffen, in den die Figuren eingestellt sind" (Peter Strieder, Dürer [1981], S. 268). Die vermeintliche Lieblichkeit und Sorglosigkeit der Dürer-Holzschnitte, die das Leben Marias in eine 'gewöhnliche Welt' versetzten, verstellte lange den Blick der Forschung, und es "beginnt sich erst jüngst eine Vorstellung vom 'Marienleben' als humanistisches Buch in der kunstgeschichtlichen Forschung zu etablieren" (Anna Scherbaum). Die hier gebundene Folge der zwanzig Blätter entspricht keineswegs der Chronologie ihres Entstehens. Das früheste - Mariens Verehrung - wird auf 1502 datiert und war ursprünglich als Titelblatt gedacht. das letzte, das hier in der Erstausgabe noch ohne Text am Beginn steht, schuf der Künstler zuletzt. Die zwanzig bis fast zum Bildrand beschnittenen und hier aufwendig gebundenen Holzschnitte wurden passepartoutartig montiert, um die auf der Rückseite gedruckten lateinischen Distichen und die jeweils unten links befindlichen kleinen Stempel sichtbar zu halten. Der Titelholzschnitt 'Maria auf der Mondsichel' ist ohne gedruckten Text auf Vorder- und Rückseite. Er weist in der geraden Mantelkontur rechts eine 1 mm kurze Lücke auf wie bei Schoch/Mende/Scherbaum Nr. 166b erwähnt und ist ohne Wasserzeichen. Bei wenigen der nachfolgenden Holzschnittblätter wurde beim Text verso die erste Zeile vom Passepartoutrand verdeckt. Die meisten weisen das Weisserzeichen Dreieck mit Blume auf, wie sie Meder für die Exemplare der Buchausgabe auflistet). Alle zwanzig Holzschnitte weisen verso in Blei die Nr. A 560 auf sowie den kleinen Sammlungsstempel (Ochsenkopf), nach Frits Lugt von dem 1889 im schlesischen Reichenstein. Bookseller Inventory # B351093

More Information About This Seller | Ask Bookseller a Question 8.

Voyage pittoresque en Grèce et dans le: REY, Etienne (1789-1867).

Item Description: 2 in 1 Bd. Folio (497 x 330 mm). Mit zus. 55 (davon 52 auf China) lithographierten und teilweise getönten Ansichtstafeln, resp. Karten (der Mittelmeer-Region und von Griechenland) sowie Stadplan von Athen, 2 lithographierten Titelvignetten und 42 lithographierten Vignetten im Text. [2] Bl., 82 S., 1 Bl. Errata; [2] Bl., 148 S., 1 Bl. Errrata. Moderner hellbrauner Kalbslederband über 5 erhabenen Bünden, mit Rückenvergoldung und Titelschild. Lyon, Claude Bonnaviat (Lithographie) et Louis Perrin (Typographie), 1867. Erstausgabe. In Erfüllung eines Jugendtraums "et pour recevoir l'impression directe des monuments qu'ils avaient étudiés dans les livres" bereiste der Maler Etienne Rey in Begleitung des Freundes und Kollegen an der Ecole des Beaux-arts in Lyon, dem Architekten Antoine-Marie Chenavard (1787-1883) und dem aus Italien stammenden, ebenfalls als Architekt in Lyon wirkenden Jean-Michel Dalgabio (1788-1852) von Ende August 1843 bis April 1844 Griechenland, die Türkei und - dies allerdings ohne den früher heimgekehrten Dalgabio - auch noch kurz Aegypten. Während Rey und Chenavard die gesamte Zeit zusammen blieben, ging Dalgabio häufig eigene Wege. Die ursprüngliche Absicht, nach der Heimkehr zusammen ein opulentes Erinnerungswerk zu veröffentlichen wurde durch die 48er Revolution durchkreuzt. "Déjà de nombreuses planches étaient gravées sur cuivre, tous les dessins qui devaient faire suite à ce travail, choisis et classés, lorsque la révolution de 1848 éclata" (S. VIII). Als Erster veröffentlichte schliesslich Chenavard 1858 seine 'Voyage en Grèce et dans le Levant', illustriert mit 79 Kupfertafeln, wovon neun nach Rey gestochen wurden. Erst 1867 und kurz nach seinem Ableben erschien dann Etienne Reys mit Lithographien nach seinen eigenen Zeichnungen ausgestattetes Reisewerks, "a more complete posthumous work where lithographs replace engravings . (Rey) published a beautiful work in two volumes illustrated with sensitive lithographies which make us regret not to have known the originals. These must have been good given the literary sense of the author and his humour which was totally lacking in Chenavard . We do not possess Etienne Rey's sketches. A few numbered folios which have been appearing on the art market for some years cause us to think that such a collection existed and is today dismantled; tracings made byChenavard's hands, taken from the painter's drawings, are all that remain" (François Tomas). Dem postum erschienenen Werk, dessen Druckbogen der Verfassser aber noch vor seinem Tod lesen konnte, wurde eine kurze biographische Skizze Reys aus der Feder des Historienmalers Edme Camille Martin-Daussigny (1805-1878) vorangestellt. "C'est le meilleur récit de ce voyage, le plus captivant pour notre sujet. La lithographie, plus apte que la gravure à rendre des dessins faits avec liberté et dans de courtes haltes, permet une approche plus sensible de l'image" (François Moureau). Navari, The Ottoman World, 1037; Atabay 230; Blackmer 1412; Chahine/Neveu 400; J.-C. Mossière, L'Hellénisme et Lyon, dans la première moitié du XIXe siècle, S. 120ff.; F. Tomas et al., Jean-Michel Dalgabio: Lyon - Athènes - Constantinople - les dessins du voyage de 1843 (2002); Moureau, L'Oeil aux aguets ou l'artiste en voyage (1995), 91f. First edition. In realizing an old dream of their youth and to receive an intuitive impression from the monuments they had studied in the books, the painter Etienne Rey and his two friends, the architects Antoine-Marie Chenavard (1787-1883) and Jean-Michel Dalgabio (1788-1852) traveled to Greece from the end of August 1843 to April 1844, with a shorter trip by Rey and Chenavard alone to Turkey and Egypt. While these two remained always together Dalgabio was often on his own. Their original plan and efforts to publish a travel account all three together was baffled by the1848 revolution. "Déjà de nombreuses planches étaient gravées sur cuivre, tous les dessins qui devaient faire suite à ce travail, choisis et cl. Bookseller Inventory # B350505

More Information About This Seller | Ask Bookseller a Question 9.

La Republica nuovamente ritrovata, del governo dell'isola: MORE, Thomas (1478-1535).

Item Description: Kl.-8vo (150 x 95 mm). With large woodcut printer's device on title (Zappella LXXXII, fig. 446). [60] leaves [A-G8, H4]. 17th century red morocco on six raised bands, with concentric frame of triple gilt fillets around sides, ornaments in corners, elaborately gilt spine with lettering 'Republich' in head compartment, gilt inside dentelles, all edges gilt. Venice, [Aurelio Pincio for Anton Francesco Doni], 1548. Äusserst seltene erste italienische Ausgabe von Thomas Mores Utopia, mit der das Genre in der litalienischen Literatur Einzug hielt. Es ist eine ebenso bemerkenswerte als auch überraschende Tatsache, dass Thomas Mores staatsphilosophisches Buch in Italien nicht von Humanisten verbreitet wurde, sondern im Gegenteil, von deren schärfsten Kritikern. "It was not taken up by the humanists at all; it was, on the contrary, taken up by their fiercest critics. It was not trumpeted as an expression of civic humanist commitments to the active life (the 'vivere civile'), liberty property, and the Roman studia humanitatis; it was embraced, rather, for its repudiation of active citizenship, its abolition of private property, its dismantling of the Roman cult of glory, and its fierce assault on Ciceronian humanism" (Eric Nelson). Die beiden 'poligrafi' Ortensio Lando (1508/12-1553) und Anton Francesco Doni (1513-1574) unternahmen die Aufgabe, Mores 1516 erstmals gedrucktes Werk in italienischer Übersetzung - nach der 1524 durch Johann Bebel gedruckten deutschen Ausgabe, erst die zweite nichtlateinische Edition - zu veröffentlichen. Lando, der den Text seit 1535 kannte, nachdem ihm Vincenzo Buonvisi, der Bruder von Antonio Buonvisi aus Lucca, der den im Tower von London gefangenen Thomas More noch vor dessen Hinrichtung besucht hatte, ein Exemplar zeigen konnte, übersetzte aus dem Lateinischen und Doni, der auch mit allen Erfordernissen der Buchproduktion vertraut war, edierte das Buch mit einer Widmung an Gierolam Fava. Die Edition markiert den Beginn der Rezeption von Mores Utopia als Werk des Staatsrechts südlich der Alpen. Stark beeinflusst wurde auch das Schreiben der beiden Poligrafi, von Lado erschien noch im Herbst desselben Jahres eine utopische Schrift (Commentario delle piu notabili et mostruose cose d'Italia et altri luoghi), worin nicht ein Europäer Utopia besucht sondern ein Utopier durch Italien reist, und Anton Francesco Doni publizierte 1552 seinen satirischen Dialog Die Neue Welt ('I Mondi'), in dem menschliche Anmassung und Eitelkeit attakiert werden. [Mitgebunden:] CONTARINI, Gasparo (1484-1542). La Republica, e i magistrati di Vinegia. LXX, [2] Bl. Venezia, Girolamo Scotto, 1544. Erste italienische Ausgabe von Contarinis berühmter Detailanalyse der Regierungsform der venezianischen Republik in der Renaissance. Geschrieben zwischen 1524 und 1535, erschien die Pariser Erstausgabe von 1543 auf Latein ("Opus de magistratibus et Republica Venetorum"), gefolgt von der vorliegenden italienischen sowie der ersten französischen Uebersetzung. - STC, (Italian), 195; CNCE (Online Kat.) 13126; DBI XXVIII, 177. [Und:] FOGLIETTA, Uberto (1518-1581). Della republica di Genova. Libri II. 76 Bl. Lyon, o. Dr., 1575. Zweite Ausgabe des zuerst in Rom 1559 aufgelegten staatstheoretischen Werks, das zu Fogliettas Verbannung und Einzug seines Besitzes führte. Erst 1576 wurde Foglietta rehabilitiert und mit der offiziellen Geschichte der Republik beauftragt, die er schliesslich 1585 vorlegte. - STC, (Italian), 271; CNCE (Online Kat.) 19322. [Und:] NARRATIONE DELLE COSE occorse nella città di Genouva, & del sollevamento del popolo contra gentilhuomini, e le contese occorse fra i novi e vecchi, & nobili; con le essentioni fatte alla plebe, & le augmentationi fatte alli tessitori di veluto, & altre persone particulari della città. 14 S., 1 leeres Bl. Lyon, ohne Drucker, 1575. Zweite Ausgabe dieses Traktats über den Aufstand der Genuesen im Jahr 1528, erstmals 1547 in Bologna durch Pellegrino Bonardo gedruckt. - STC, (Italian), 295; ICCU (Onli. Bookseller Inventory # B348169

More Information About This Seller | Ask Bookseller a Question 10.

Add Book to Shopping Basket
Price: US$ 1,926.31
Convert Currency
Shipping: US$ 45.28
From Switzerland to U.S.A.

Destination, Rates & Speeds

Item Description: 4to (245 x 185 mm). Mit Kupfertitel und ganzseitigem Kupferportrait sowie 24 in der Paginierung mitgezählten, einseitig bedruckten Kupfertafeln von Giovanni Georgi. [8], 272, (2) S., [6] Bl. Index (das letzte leer). Moderner Pergamentband im Stil der Zeit. Padova, Paulo Frambotti, 1647. Erste illustrierte Ausgabe von Johann Weslings zuvor 1641 veröffentlichtem Lehrwerk, das damit für die kommenden hundert Jahre in Italien und England das meistbenutze Anatomie-Handbuch blieb. "The illustrations used in it deviated from the artistic convention that had characterized anatomical figures from the time of Vesalius, and focused instead on representing anatomical details to make them helpful for medicine and surgery" (S.K. Ghosh). Der im protestantischen Minden in Westfalen geborene Johannes Wesling (lat. Veslingius) studierte ab 1618 Rechtswissenschaften und Medizin an den Universitäten Helmstedt, Leiden (1520), Wittenberg (1621), Groningen (1623), Rinteln (1624) und ab Juni 1625 an der venetianischen Universität Padua, dem damals führenden Zentrum für Medizin in Europa, wo er ein Jahr später zum Doktor der Medizin promovierte. Dieser Doktortitel des Collegio Veneto befreite ihn von der Verpflichtung des katholischen Bekenntnisses, d.h. von der professio fidei Tridentina. 1632 wurde Wesling schliesslich Professor der Medizin und Botanik. "where he made significant contributions to the advancement of anatomical knowledge during the 17th century and is remembered most for his remarkable anatomical work, the Syntagma anatomicum, which was published in 1641. He was the first to describe the soleus muscle and to emphasize its resemblance to the sole fish. He produced the earliest illustrations of the human lymphatic system and was one of the first to document observations about the thoracic duct. He was also the first to report the bifurcation of the human hepatic portal vein on entering the fissure of the liver" (S. K. Ghosh). - Kurzer Wurmgang im Kopfsteg von Drucktitel und den nachfolgenden sechs Textbll., vereinzelte kleine Braunflecken, stellenweise schwacher, schmaler Wasserrand. Choulant-Frank 243; Choulant, Geschichte und Bibliographie der anatomischen Abbildung 91; Osler 4166; Roberts/Tomlinson 236-239; Waller 9931; Ghosh, Johann Veslin, 17th Century Anatomist of Padua and his Syntagma anatomicum, in: Clinical Anatomy Bd. XXVII (2014), S. 27:1122ff.; M. Nordsiek, Der Universalgelehrte Johannes Wesling und das Klinikum Minden (Online). First illustrated edition of Wesling's anatomical manual, previously published without the copper engravings by Giovanni Georgi in 1641. "The illustrations used in it deviated from the artistic convention that had characterized anatomical figures from the time of Vesalius, and focused instead on representing anatomical details to make them helpful for medicine and surgery" (S.K. Ghosh). Born into a Protestan family in Minden (Westphalia) Johannes Wesling (latinized Veslingius) studied since 1617 law and medicine in the universities of Helmstedt, Leiden (1520), Wittenberg (1621), Groningen (1623), Rinteln (1624), and since June 1625 at the university of Padova, the leading centre of medical science at the time. Due to his doctorate at the Collegio Veneto Wesling was freed from the oath of loyalty to the Catholic Church, i.e. from the professio fidei Tridentina. In 1632 he became professor of medicine and botany, "where he made significant contributions to the advancement of anatomical knowledge during the 17th century and is remembered most for his remarkable anatomical work, the Syntagma anatomicum, which was published in 1641. He was the first to describe the soleus muscle and to emphasize its resemblance to the sole fish. He produced the earliest illustrations of the human lymphatic system and was one of the first to document observations about the thoracic duct. He was also the first to report the bifurcation of the human hepatic portal vein on entering the fissure of the liver" (S. K. Ghosh). -. Bookseller Inventory # B351171

More Information About This Seller | Ask Bookseller a Question 11.

TOURNEFORT, Joseph Pitton de (1656-1708) und Antoine de JUSSIEU (1686-1758), Hrsg.

Used Hardcover

Quantity Available: 1

Add Book to Shopping Basket
Price: US$ 2,675.42
Convert Currency
Shipping: US$ 45.28
From Switzerland to U.S.A.

Destination, Rates & Speeds

Item Description: 3 in 2 Bdn. 4to (143 x 185 mm). Mit 3 wiederholten Titelkupfern in Kupferstich. Drucktitel mit gest, Vignette, 1 Kopfvignette und gest. Initiale. [4] Bl. (inkl. Titelkupfer), XXXII S., [8] Bl. (De usu institutionum rei herbariae), 676 S., 58 S. (Tabulae generum recens institutorum); [3] Bl., S. 677-695. Kupfertitel, 248 in der Platte num. Kupfertafeln, Kupfertitel, Kupfertafeln Nr. 249-489, radiert nach Claude Aubriet. Halblederbände d. Z. über 5 erhabenen Bünden, mit roten Lederrückenschildern. Paris, Typographia Regia [Imprimerie royale du Louvre, dirigée par Claude Rigaud], 1719. Die erste von Antoine de Jussieu, Tourneforts bedeutendstem Schüler, edierte und um einen Anhang vermehrte Ausgabe der 'Institutiones rei herbariae'. Das zuvor 1700/1703 aufgelegte Werk stellt eine überarbeitete und erweiterte lateinische Fassung der 1694 veröffentlichten 'Éléments de botanique, ou methode pour connoître les plantes' dar. "The Institutiones (1700) was in the main a translation of the Éléments de botanique into Latin; and the Corollarium institutionum rei herbariae (1703) was a supplement written on Tournefort's return from his travels in the Near East, describing 1,350 genera which he had found there. The edition of 1719 is a reprint of these two works, 'Lugduni juxta Exemplar parisiis', but made substantive by the addition of an appendix by Antoine de Jussieu. This device helped to provide a continuity between the systems of Tournefort and the de Jussieu family" (Quinby/Stevenson, Cat. of Botanical Books in the Hunt Collection). Zusammen mit dem Basler Caspar Bauhin und dem Engländer John Ray zählt Tournefort zu den massgebenden Vordenkern für Carl von Linné und dessen epochalem Sexualsystem der Pflanzen (Systema Naturae, 1735). Der Pariser Botaniker beschrieb und klassifizierte die Blütenformen der verschiedenen Pflanzen, wobei er die komplexe Struktur von konstanten Charakteristiken erkannte. "What Botany owes to Tournefort is not the invention of the biotaxonomic genus, which had imposed itself empirically on observers since antiquity, but rather the creation of the concept of the genus in the modern sense and its first applications" (Jean F. Leroy in DSB). Die akkuraten Pflanzenabbildungen stammen von Claude Aubriet (1665-1742), der Tournefort auch auf dessen Reise in den Nahen Osten begleitete. Sie zeigen jeweils die Einzelheiten des Blüten- und Fruchtbaus eines gattungstypischen Exemplars. Eine englische Uebersetzung erschien 1735 unter dem Titel: 'The Compleat Herbal: or, the Botanical Institutions of Mr. Tournefort, translated from the original Latin. With large additions from Ray, Gerarde, Parkinson, and others'. Gedruckt wurde diese wichtige Ausgabe in der berühmten Imprimerie Royale in Paris, die seit 1707 von Claude Rigaud geleitet wurde. - Die Textbll. minimal gebräunt, ein sauberes Exemplar komplett mit allen drei Kupfertiteln. Nissen, BBI, 1977; Stafleu/Cowan 14.783; Hunt 450; Pritzel 9427; Blunt 113ff.; Burdet, Ouvrages botaniques anciens (1985), Nr. 377 (verzeichnet als einzige Bibliographie ein Portraitkupfer); Guédès, Notules de bibliographie botanique XVI-XXI, in: Archives of Natural History XI (1983), S.197ff. (betreffs des Nachdrucks um 1750). First revised and enlarged Latin edition by Antoine de Jussieu, Tournefort's most important pupil and successor as professor and demonstrator at the Jardin du Roi in Paris. Previously published in 1700/1703 the 'Institutiones rei herbariae' was published for the non-French market as an augmented and revised Latin edition of the 'Éléments de botanique, ou methode pour connoître les plantes' of 1694. "The Institutiones (1700) was in the main a translation of the Éléments de botanique into Latin; and the Corollarium institutionum rei herbariae (1703) was a supplement written on Tournefort's return from his travels in the Near East, describing 1,350 genera which he had found there. The edition of 1719 is a reprint of these two works, 'Lugduni juxta Exemplar parisiis', but m. Bookseller Inventory # B351327

More Information About This Seller | Ask Bookseller a Question 12.

Add Book to Shopping Basket
Price: US$ 2,996.48
Convert Currency
Shipping: US$ 45.28
From Switzerland to U.S.A.

Destination, Rates & Speeds

Item Description: (Bildausschnitt 375 x 490 mm [bis zum Bildrand beschnitten, mit schmalem schwarz goauchiertem Rahmen). Gerahmt (605 x 735 mm). [Basel, Lithographische Anstalt [Johann Gottlieb] Hasler und Cie., 1840(?)]. Wunderbar handkoloriertes Exemplar dieser grossformatigen, sehr seltenen Darstellung und lebendigen Momentaufnahme des Marktgeschehens vor dem Basler Rathaus und dem Haus zum Pfaueneck im Jahr 1840, zu Beginn der grössten Umwälzungen im Städtebau Basels. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts verzeichnen die Basler Adressbücher den im Volksmund längst zum 'Märtblatz' mutierten Platz noch immer als 'Kornmarkt', dies, weil hier während Jahrhunderten und bis ins 19. Jahrhundert hinein neben Holz, Wein, Heu und anderen Dingen auch das Getreide vermarktet wurde. Bei der Umgestaltung des Platzes 1891/92 wurde der nur 2'340 Quadratmeter messende Markplatz auf nahezu den doppelten Umfang der Fläche vergrössert und erhielt so seine heutige Gestalt. - Das Stadtbasler Staatsarchiv besitzt unter der Signatur Wack. D 161von dieser sonst von uns nicht nachzuweisenden Vedute ein unbeschnittenes Exemplar in Schwarz/Weiss und dem Verlagsvermerk Lith. Anstalt Hasler Cie. unten rechts. Der aus Aarau stammende Basler Lithograph Johann Gottlieb Hasler (von Mechel, 1805-1864) erlernte die Kunst der Lithographie bei Gottfried Engelmann (1788-1839), einem Schüler von Alois Senefelder, der dieses erste Flackdruckverfahren 1796 entwickelt hatte. 1832/33 eröffnete Hasler in Basel seinen schnell florierenden Kunstverlag mit angeschlossener lithographischer Anstalt, für die u.a. Künstler wie Hieronymus Hess, Anton Winterlin, Johann Jakob Falkeisen sowie E. und G. Wolf eine grosse Anzahl von Stadtansichten, Kostümbildern, Bildnissen und Karikaturen schufen. Ueber Nikolaus Weiss sind keine biographischen Daten zu eruieren. Bookseller Inventory # C350623

More Information About This Seller | Ask Bookseller a Question 13.

Add Book to Shopping Basket
Price: US$ 5,885.93
Convert Currency
Shipping: US$ 45.28
From Switzerland to U.S.A.

Destination, Rates & Speeds

Item Description: Folio (323 x 205 mm). Mit Druckermarke auf Titel, auf erstem Textblatt Bordüre in Metallschnitt von Jacob Faber, mit ca. 50 historisierenden Textinitialen in Metallschnitt von Jabob Faber. [32], 553 Bl. (ohne das letzte mit der Wiederholung von Cratanders Druckermarke). Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. über 4 erhabenen Bünden, mit metallverstärkten Ecken und Kanten (ohne Schliessen, Einband bestaubt und Hinterdeckel etwas beschädigt). Basel, Andreas Cratander, März 1529. Als einer der ersten Drucke griechischer Medizin in Basel erschien im März 1529 diese - hier in einem stellenweise extensiv von zeitgenössischer Humanistenhand annotierten Exemplar vorliegende - seltene erste Basler Edition der Werke Galens, des fruchtbarsten und vielseitigsten griechischen Verfassers medizinischer Schriften. Dieser ersten nördlich der Alpen gedruckten Gesamtausgabe gingen die sechs in Italien gedruckten lateinischen Ausgaben von Venedig (1490) und Pavia (1502, 1511, 1515/1516, 1522 und 1528) voraus. Andreas Cratanders Werkausgabe gründet vor allem auf der ersten griechischen Edition, die 1515 durch die berühmte Presse des im selben Jahr verstorbenen Aldo Manuzio gedruckt worden war. Die vom Arzt Andreas Leennius (oder Leenius) edierte und von dem aus Strassburg stammenden, seit Herbst 1518 als Druckerverleger wirkenden, Andreas Cratander (=Hartmann, 1490-1540) schön gedruckte Ausgabe vereinigt siebenundzwanzig Schriften Galens. Aus dem Griechischen ins Latein übersetzt wurden diese teilweise zuvor auch schon einzeln in Basel gedruckten Texte u.a. von Erasmus von Rotterdam, von dem Engländer Thomas Linacre (auch Lynaker), von Johann Winter (1505-1574) und den Italienern Lorenzo Lorenziani und Niccolò Leoniceno sowie dem einheimischen Wilhelm Kopp (Guilielmus Copius). "Gegenüber den älteren veröffentlichten lateinischen Gesamtausgaben von Venedig 1490 und 1502, mit Uebersetzungen aus dem Arabischen, aber auch noch denen von Pavia 1515/16 und Venedig 1522 und 1528, bietet Cratanders Druck somit verdienstvoll den neusten Stand der Galenübersetzung" (Frank Hieronymus). Diese Ausgabe enthält auch die lateinische Fassung von Hippokrates' Aphorismi ad prognostica in der 1524 erschienenen Uebertragung durch Niccolò Leoniceno. - Die Initialen sowie die von vier Stöcken gedruckte hübsche Bordüre auf der Vorderseite des ersten Textblattes schuf der aus Lothringen stammende Formschneider Jacob Faber, der zwischen 1516 und 1525 für Cratander und andere Basler und Zürcher Drucker arbeitete. - Mit Marginalien von zwei verschiedenen Händen der Zeit. - Titel fleckig, mit kurzem Einriss im Fusssteg und kl. Löchern im Aussensteg (restauriert), wenige Lagen gebräunt, stellenweise schwach wasserrandig, Papierränder zu Beginn stellenweise geringfügig ausgefranst. Hs. Besitzvermerk auf Vorsatz des französischen Arztes, Historikers, Archäologen und Politikers Jean François Barailon (1743-1816). VD 16, G-124: Durling 1784; Panzer IV, 270, 733; Wellcome 2511; Hieronymus, Theophrast und Galen, Celsus und Paracelsus: Medizin, Naturphilosophie und Kirchenreform im Basler Buchdruck bis 1600 (2005), Bd. I, Nr. 39; Ders., Griechischer Geist aus Basler Presse, 327; Vander Haeghen II, 27; vgl. B. Gundert, Zu den Quellen der Basler Galen-Ausgabe 1538, in: Aerzte und ihre Interpreten (2006), S. 81ff. Nicht bei Adams, STC, (German), Osler oder Walleriana. Very rare Basel edition of Galenus' works; edited by the physician Andreas Leennius. Containing twenty-seven works by Galen, translated, among others, by Erasmus of Rotterdam and Thomas Linacre. Two of Erasmus' translations had previously been printed by Froben in 1526; his version of Galen's Quod optimus medicus sit et philosophus, however, is published here for the first time. Furthermore there is Niccolò Leoniceno's Latin translation of Hippocrates' Aphorismi ad prognostica. -The superb ornamental borders and initials are by Jacob Faber who worked for the Basel printers betwen 1516 and 1525. - Contemporary annotations i. Bookseller Inventory # B351323

More Information About This Seller | Ask Bookseller a Question 14.

Item Description: Kl.-Folio (330 x 210 mm). Titel in Rot und Schwarz innerhalb handkororierter breiter Holzschnittbordüre, mit 1 doppelblattgrossen gefalteten Holzschnitt und 88 meist ganzseitigen, teilweise wiederholten, Textholzschnitten, alle im späteren Kolorit. [10] Bl., 235, [43] S., 1 leeres Blatt. [a6, b4, A-6Y, Z8]. Pergamentband d. Z. mit verblasstem goldprägteb Wappen im Zentrum (stark beschmutzt, Kanten berieben, neu aufgebunden). (Augsburg, Michael Manger für Elias Willer., 1599). Illuminiertes Exemplar der ersten neuzeitlichen Abhandlung über das Reiten, in der zweiten deutschen Uebersetzung, die wegen ihren grossformatigen Holzschnitten als die am Besten illustrierte Grisone-Ausgabe gerühmt wird. Als Frucht seiner langjährigen Erfahrungen als Reitinstruktor und Gründer der ersten Reitschule veröffentlichte Grisone 1550 in Neapel sein überaus erfolgreiches Lehrwerk. "Grisone ist für die frühneuzeitliche Hippologie von grosser Bedeutung, denn er scheint erstmals Xenophon aufgegriffen zu haben. Xenophon (um 430-um 354 v.Ch.) war ein athenischer Reiterführer, dessen Schrift 'Peri Hippikes' (Ueber die Reitkunst) bis heute als Grundstein der europäischen Hippologie gilt" (Pia F. Cuneo). Die mehr als zwanzig italienischen Ausgaben und die Uebersetzungen ins Französische (davon allein über zehn Auflagen), Deutsche, Englische, Spanische und Portugiesische sorgten nicht nur für die europaweite Verbreitung von Grisones Wissen, sondern führten auch dazu, dass andere Reitmeister, darunter Grisones Schüler Salomon de la Broue und Antoine de Pluvinel de la Beaume, ihre Gedanken zu Papier brachten und veröffentlichten. Von den insgesamt drei zwischen 1560 und 1570 geschriebenen deutschen Uebersetzungen durch Joseph Höchstetter, Veit Tufft und Johann Frölich sowie von Johannes Fesser (oder Fayser), erschienen nur die beiden letzeren. 1566 die als eher unzulänglich erachtete Uebetragung der beiden im Dienste Marx Fuggers stehenden Augsburger Stallmeister Hans Frölich und Vait Tufft, und 1570 die im Auftrag des Verlegers Georg Willer von Johann Fesser von Arnstein besorgte, die sich nicht nur durch ihren literarischen Stil sondern vor allem auch ihren Bilderschmuck ausezeichnet. Der 1526 in Unterfranken geborene Philologe hatte in Frankfurt an der Oder studiert, vom Humanisten Joachim Camerarius d.Ae. gefördert wurde er Professor der Freien Künste. Mit ihrem Bildschmuck war Fessers bis 1623 nachgedruckte Version die am reichsten illustrierte Ausgabe von Grisones Klassiker ("Fayser's version is the most heavily-illustrated of all editions oft he Ordini, re-ordering the text . into six books and adding a section on tournaments", Elizabeth M. Tobey). Das Werk unterrichtet den Leser über die Voraussetzungen und Eigenschaften eines Dressurpferds, über die notwendigen Uebungen, über die Vielfalt der Trensen und enthält auch pherdeheilkundliche Kapitel. Das siebte und letzte Buch ("von Kampffstucken") wurde neu vom Uebersetzer Johann Fesser hinzugefügt und enthält mit seinen zwanzig ganzseitigen Turnierszenen der geharnischten Ritter mit ihren Lanzen die spektakulärsten Abbildungen des Werks. Der künstlerische Urheber der Holzschnitte ist unbekannt geblieben. Der fälschlicherweise manchmal genannte Jost Ammann (vgl. Becker Nr. 127) benutzte daraus aber Darstellungen als Vorlage zu seinen eigenen Buchillustrationen über die Gestüterei. Der ebenfalls im Zusammenhang mit den Holzschnitten von Fessers Ausgabe manchmal angeführte Augsburger Holzschneider und Kupferstecher Alexander Mair wurde erst 1559 geboren und dürfte aus Altersgründen nicht in Frage kommen. - Titelblatt und einige Textbll. mit wenigen vereinzelten Wurmlöchern (teilw. restauriert), sehr kurzer Wurmgang in der unteren Ecke der Seiten 107-128 und im Innensteg der S. 123-140. Ein vorzügliches Exemplar im späteren Kolorit und komplett mit dem häufig fehlenden doppelblattgrossen Blatt, das ein springendes Pferd zeigt, eingerahmt von einem ovalen Rahmen mit den 79 anatomischen Bezeichnungen. Hs. Bookseller Inventory # B351175

More Information About This Seller | Ask Bookseller a Question 15.

Add Book to Shopping Basket
Price: US$ 428.07
Convert Currency
Shipping: US$ 45.28
From Switzerland to U.S.A.

Destination, Rates & Speeds

Item Description: Folio (360 x 295 mm) [Bildausschnitt, Gesamtgrösse (560 x 450 mm)]. Gerahmt unter Glas. [Basel, um 1827/28]. Die sehr seltene und grossformatige Lithographie A. Merians portraitiert nach der Vorlage des Basler Malers Friedrich Meyer den seinerzeit stadtbekannten und wegen seiner Leidenschaft als Schütze und Jäger auch als "Ritter Pulverrauch" populären Basler Kanzleisekretär - und Ehrenpräsidenten der Gesellschaft der Feuerschützen Basel - Lukas Ritter. Die Szene zeigt ihn im Habitus des Biedermeier und in Begleitung seines treuen Hundes Passki auf der sommerlichen Pirsch, nicht unweit der in der Bildmitte hinten rechts zu sehenden St. Margarethen-Kirche. Als Wahrzeichen Binningens steht sie seit Alters her unübersehbar auf dem nordöstlichen Hügel der Gemeinde. - Im Schwarz eingefassten Rand geringfügige Stockflecken. Vgl. E. A. Meier, Aus dem alten Basel (1970), S. 42. Bookseller Inventory # C349454

More Information About This Seller | Ask Bookseller a Question 16.

Item Description: Height 634 mm and width 480 mm. (Douglaston Manor, Bayside Long Island, 1934). Im Frühjahr 1932 reiste der Berliner Maler erstmals in die USA, wo er auf Einladung der New Yorker Kunstakademie Art Students League ein Semester lang unterrichtete. Unmittelbar nach seiner Rückkehr nach Deutschland und kurz vor Hitlers Machtantritt verliess er die Heimat für immer und kehrte im Januar 1933 nach New York zurück. Im November mietete er ausserhalb der von ihm geliebten Stadt auf Long Island das Douglaston Manor in Bayside. Das Robinson Crusoe Thema hatte ihn bereits zwanzig Jahre zuvor beschäftigt, nachdem er von der Dresdener Akademie in die von Emil Orlik geführte Graphikklasse der Berliner Kunstgewerbeschule gewechselt war. Für eine vom Leipziger Reclam Verlag projektierte aber nie realisierte Robinson Crusoe-Ausgabe schuf Grosz Farbillustrationen, wovon sich einige erhalten haben und 2006, resp. 2009 an deutschen Auktionen auftauchten. Er portraitiert den in einem offenen Feuer stochernden Robinson als bärtigen Mann mit einer Pfeife im Mund und einem Papagei auf der rechten Schulter. Neben ihm beobachtet ihn aufmerksam ein weisser Hund, hinter ihm einige Hühner. Das grossartige Blatt verschenkte Grosz, mit einer persönlichen Widmung versehen, 1943 an seinen Freund und ehemaligen Verleger und dessen Frau Trude. Herzfelde war zusammen mit seiner Familie 1939 in die USA emigriert, wo er sich nur unter Schwierigkeiten zurecht fand. Erst 1944 konnte er mit Unterstützung von Bertolt Brecht, Alfred Döblin, Heinrich Mann, Ernst Bloch, Oskar Maria Graf und anderen den Aurora Verlag für deutsche Exilautoren gründen. Zwei Jahre später ging das Unternehmen in Konkurs, schliesslich kehrte Wieland Herzfelde 1949, ein Jahr vor der Rückkehr seines Bruders John Heartfield, nach Deutschland zurück, wo er eine Professur für deutsche Literatur an der Leipziger Universität erhielt. Auch George Grosz liess sich 1959 wieder in (West-) Berlin nieder, verstarb aber noch im selben Jahr. PROVENIENZ: George Grosz' Atelier in Douglaston Manor, Bayside, Long Island, 1934; Wieland Herzfelde, New York, 1943, George Wyland-Herzfelde (1896-1988), 1988 Privatsammlung, USA. Diese Originalzeichnung wird im kommenden, von Ralph Jentsch verfassten Oeuvre-Katalog aller Werke von George Grosz auf Papier enthalten sein. - Bibliographie: B. Möckel, George Grosz in Amerika 1932-1959, p. 509, no. 293 und S. 63: "Kennzeichnend für die Jahre 1933 bis 1936 ist die Dominanz der Arbeiten auf Papier, insbesondere des Aquarells . Inhaltlich lässt sich in diesen Jahren ein Wandel der Themen von ersten optimistischen Strassenszenen hin zu apokalyptisch-visionären Darstellung festzustellen. Damit verbunden ist eine langsam fortschreitende Abwendung von der Darstellung des Menschen zur Wiedergabe der Natur als Abbild und Zufluchtsstätte der Seele im Sinne der Romanti .". Grosz was invited to New York in 1932 to teach at the Art Students League during the summer session. He returned back to Germany where he immediately decided to leave Germany for good, and shortly before Hitler came to power. On January 1933 Grosz arrived in New York where he stayed until November, when he could rent the Douglaston Manor in Bayside on Long Island, close to his beloved City of New York. The subject of Robinson Crusoe had kept him occupied already twenty years earlier, when Grosz went to Berlin in 1912 to become a pupil of Emil Orlik at the Kunstgewerbeschule. The project of an edition of Daniel Defoe's novel with Grosz' illustrations for the Leipzig publishing house of Reclam was clearly never realized. However a few of those ink pen drawings appeared at German auctions in 2006, resp. 2009. Here the artist portrays the anchorite Robinson Crusoe as a bearded man with a parrot on his shoulder, sitting in front of a fire which he pokes with a stick, observed by a white dog on his left side. "Characteristic for the years 1933 to 1936 is the dominance of works on paper in particular water colors . In its con. Bookseller Inventory # C350470

More Information About This Seller | Ask Bookseller a Question 17.

Add Book to Shopping Basket
Price: US$ 374.56
Convert Currency
Shipping: US$ 45.28
From Switzerland to U.S.A.

Destination, Rates & Speeds

Item Description: Kl.-4to (192 x 142 mm). Titel, 120 S. Moderne Broschur. Tübingen, [Alexander Hock], 1569. Erstausgabe. Seltene Verteidigungsschrift des fürstlich württembergischen Hofpredigers Lucas Osiander, worin er die Gnadenlehre des umtriebigen Tübinger Reformators Jakob Andreae (1528-1590) gegen die Angriffe des Münchner Hofpredigers Georg Lauther und des Fraters Johann Nas (1534-1590) verteidigt, wofür sich Andreä im Vorwort explizit bedankt. Anonym gedruckt wurde die Schrift durch Alexander Hock, der 1567 durch seine Heirat mit der Witwe Ulrich Morharts d. J. dessen Verlag übernahm und erfolgreich weiterführte. - Ein sauberes und breitrandiges Exemplar. VD 16, O-1279. Nicht bei Kuczinsky usw. First edition. Rare pamphlet by the court chaplain Lucas Osiander, in which he defends the view of salvation by the Tubingen Reformer Jacob Andreae (1528-1590) who expresses his gratefulnes in the preface. Directed was the text to the two Munich preachers Georg Lauther (+1610) and Johann Nas (1534-1590) who had attacked Osiander the previous year. the anonymous printer was Alexander Hock who had married the widow of the printer Ulrich Morhart the younger in 1567.- A fresh copy with wide margins. - Modern wrappers. Bookseller Inventory # B351543

More Information About This Seller | Ask Bookseller a Question 18.

Item Description: Kl.-4to (190 x 148 mm). 53, [1] leeres Bl. (recte 52, Foliierung springt von 36 auf 39). Blaue Broschur. Tübingen, [Johann Alexander] Cellius, 1607. Erstausgabe. Im Streit um die "richtige" innerlich oder äusserlich praktizierte Religiosität zwischen den protestantischen Gegnern des Flagellantismus und den diese verteidigenden Jesuiten, veröffentlichte M. Voltz (oder Volz) diese Schrift. Seit 1605 wirkte er als Superintendent der wohlhabenden Pfarrei St. Anna in Augsburg. "Der Geißlerzug fand mit allen Leidensstationen in Bild und Darstellung 1605 statt, und geriet zu einem politischen Manifest, zu einem Kriegszug gegen die Lutheraner, der mit der Mächtigkeit seiner Bilder auch auf die Konversion zum katholischen Glauben abzielte. Daraus entstanden eine Reihe polemischer Schriften von beiden Seiten. Auf evangelischer Seite taten sich vor allem der Augsburger Pfarrer Melchior Voltz sowie Jakob Heilbrunner und Georg Zeaemann hervor, auf katholischer Seite verteidigte der Jesuit Jakob Gretser die Flagellation in mehreren Traktaten" (Ph. Charwath, Kirchengeschichte, S. 429). Voltz veröffentlichte ab 1604 über zwei Dutzend Streit- und Glaubensschriften. VD 17 (Online-Kat.) 12:194101U; Yamamoto-Wilson, Pain, Pleasure and Perversity: Discourses of Suffering in 17th-Century England (2013), S. 89f. First edition. In the controversy between the Jesuits who defended flagellantism and the Protestant opponents the Augsburg Lutheran pastor at St. Anna Melchior Volz (or Voltz) published these two polemic sermons in which he condemns Catholic processions in the city. The author complains that when the procession of flagellants passed by on Good Friday Lutherans flocked to see them, so that "it seems that our people are often more than those going in the procession". - Blue wrappers. Bookseller Inventory # B351542

More Information About This Seller | Ask Bookseller a Question 19.

Item Description: Gr.-4to (315 x 230 mm). Halblederband um 1900, mit Rückentitel: "P. Oudart - Oiseaux" in Goldprägung, mit marmorierten Vorsätzen. Paris, chez Merlin Libraire Quai des Augustins, [Juillet 1823-1830/1831]. Ungewöhnlich umfangreicher Tafelband von Vieillots und Oudarts sehr seltenem Werk, das nach Veröffentlichung von acht Lieferungen à 6 Tafeln Fragment blieb. Im Exemplar der Bibliothèque Nationale in Paris (mit abweichendem Verlegernamen von Pélicier) findet sich folgender Hinweis: "D'après un feuillet imprimé collé au début du volume et portant la signature ms. de A. Bouvier, l'Ornithologie française devait comporter 2 volumes in-4to de 60 ff. de textes et 372 planches; en 1826, date à laquelle la publication fut interrompue, seules avaient paru 8 livraisons de 6 planches chacune. Cependant, d'autres planches, non mises dans le commerce, avaient été déjà tirées. L'exemplaire [de la BNP] . qui comportait 72 planches, a été complété par les soins de A. Bouvier - dont une lettre, datée du 27 juillet 1908, est collée également au début du volume - de 20 planches appartenant à la série hors commerce. - L'Introduction [de Vieillot] est suivie de deux éditions différentes d'un texte incomplet, et de 55 p. contenant la classification des espèces, sous le titre: "Ornithologie française. Classe seconde de la zoologie". - L'ordre numérique des planches allant de I à CCLXXI, plus deux planches A et B, présente des irrégularités". Der vor allem von dem zwischen 1780 und 1822 in Paris wirkenden holländischen Maler Gerard van Spaendonck ausgebildete Paul Louis Oudart zählte zu den bedeutensten Vogelmalern seiner Zeit. Alle 69 Tafeln wurden durch den auch als Radierer und Verleger wirkenden Charles Etienne Pierre Motte (1785-1836) lithographiert und zusammen mit Oudart koloriert. Das Exemplar der Yale University Library in New Haven enthält 72 Tafeln plus 78 Seiten Text, die allermeisten Bibliotheks-Exemplare haben nur 48 oder noch weniger Tafeln. - Vereinzelte Tafeln lose, einige Tafeln gebärunt und/oder stockfleckig. Ein Liste aller vorhandenen Tafeln ist auf Nachfrage erhältlich. Vorhanden sind die beiden Eier-Tafeln A-B, gefolgt von den num. Vogel-Tafeln: 1) Griffon vieux [Gänsegeier]; II) Vautour noir [Geier]; III-IV) Vautour percnoptere vieux et jeune [Schmutzgeier]; VI) L'Aiglon commun [Adler]; V) L'Aigle plaintif vieux [Schrei-Adler]; ohne Nr.) L'Aigle à queue barrée [Bonelli-Adler]; VIII) L'Aigle plaintif jeune [junger Schrei-Adler]; VIII (bis) L'Aigle de Thèbes [Kaiser-Adler]; L'Aigle botté [Zwerg-Adler]; XXII) Le Busard harpaye [Sumpf-Bussard]; XXXII) Le Faucon émérillon, viex [Stein-Falke]; XXXVI) Le Faucon cresserine [Naumann-Falke]; LIV) Le Pic gris [Grau-Specht]; CCCLXXI) Le Pic à dos blanc jeune [Specht]; XXXLXX Le Pic à dos blanc adulte [Specht]; LXIII-LXIV) Le Coulicou noir et blanc adulte et jeune [Kuckuck]; LXIX) Le Bouvreuil d'Europe [Dompfaffe]; LX(X)-LXXI) La Fringille verdier [Grün-Fink]; LXXIV-LXXV) La Fringille [Fink]; LXXVI) Pinson d'Ardennes [Berg-Fink]; LXXVII) La Fringelle venturon [Girlitz]; LXXX) Fringille chardonneret [Distelfink]; LXXXIII) La Passerine grand-montain [Sperling]; LXXXV) Le Bruant zizi [Zaunammer]; XCVI-XCVII) Le Loriot mâle et femelle [Pirol]; XVI-XVII) Le Corbau chouc [Rabe]; CXIII) Le Rollier d'Europe [Mandelkrähe]; XCV) L'Hirondelle de cheminée [Rauch-Schwalbe]; CXXIV-CXXIV (bis) La Pie-Grièche à front noir [Schwarzstirnwürger]; CXL-CXL-CXLI) Le Merle de roche [Stein-Amsel]; CLXXXIII) La Sitelle d'Europe [Blau-Specht]; CLXXXIV) Le Picchion de muraille [Mauersegler]; CLXXXV) Le Grimpereau familier [Waldbaumläufer]; CLXXXVI) Le Guèpier d'Europe [Bienenfresser]; CLXXXVI) L'Engoulevent à collier [Rothals-Ziegenmelker]; XCI) La Mésange huppée [Haubenmeise]; CLXXXII) Le Roitelet [Rubinenkrone]; CLXXXI) La Fauvette locustelle [Heuschreckenfänger]; CLXXIV) La Fauvette passerinette [Weissbartgrasmücke]; LXVIII) La Fauvette savi [Rohrschwirl]; CXLV) L'Alouette calandrelle [Kurzzehenlerche]; CLX) Le Mo. Bookseller Inventory # B351545

More Information About This Seller | Ask Bookseller a Question 20.

LUCAS, Pierre Hippolyte (1814-1899) und Alexis Nicolas Noêl (1792-1871) Illustr.

Used Hardcover First Edition

Quantity Available: 1

Add Book to Shopping Basket
Price: US$ 1,284.20
Convert Currency
Shipping: US$ 45.28
From Switzerland to U.S.A.

Destination, Rates & Speeds

Item Description: Gr.-8vo (235 x 140 mm). Mit 82 handkolorierten Stahlstich-Tafeln (num. 1-8, 8bis, 9-79), nach Noël radiert von [Louis-Hippolyte-Émile] Pauquet (inkl. gest. und koloriertem Separat-Titel vor den Kupfern: "Papillons d'Europe. Peints d'après nature par A. Noel" und der zusätzlich auf Tafel 26 verso montierten kleineren Tafel mit vier Schmetterlingen, nach P. Dumenil radiert von A. Calais). [2] Bl., 216 S. Halblederband d. Z. Paris, (Imprimerie de Bacquenois pour) Pauquet éditeurs, 1834. Erstausgabe. Mit einer zusätzlichen Schmetterlingstafel ausgestattetes, komplettes Exemplar von Lucas' erstem selbständigem Beitrag zur Naturgeschichte der Lepidopteren, zu dem er 1835 als Komplementärwerk die 'Histoire naturelle des lépidoptères exotiques' hinzufügte. Als Sohn eines Tierpräparators begeisterte er sich früh für die Biologie, später wirkte er am Muséum Nationale d'Histoire Naturelle in Paris. Von 1839 bis 1842 war er in einer wissenschaftlichen Kommission zur Erforschung Algeriens beteiligt und beschäftigte sich vor allem mit der Entomologie des Landes. Er veröffentlichte u.a. auch Arbeiten über die Spinnentiere der Kanarischen Inseln (1838), Kretas (1853), Brasiliens (1857) und Kubas (1857). Nissen, ZBI, 2580; Horn-Schenkling 13976; Hagen, Bibliotheca entomologica Bd. I (1862), S. 498; R. B. Robertson, P. H. Lucas, in: The Entomologist Bd. 53 (1920), S. 96; Jaussaud, Du jardin au Muséum en 516 biographies (2004), S. 360f. First edition. Additionally adorned with a complementary plate mounted on plate 26. A well-preserved and complete copy of Lucas' first contribution to the natural history of Lepidoptera in Europe, to which he added his 'Histoire naturelle des lépidoptères exotiques' in 1835. As the son of an embalmer Pierre Hippolyte was attracted by biology early in his life. He became an assistant-naturalist and later Assistant in the Musée Nationale dHistoire Naturelle in Paris. As a member of the Scientific Commission for exploration of Algeria he was in charge of the fauna of the country. Bookseller Inventory # B351392

More Information About This Seller | Ask Bookseller a Question 21.

Item Description: 4to (198 x 155 mm). Mit gest. allegorischen Frontispiz und 153 (von 159) Kupfertafeln [davon 28 gefalteten, 19 sind teilweise ankoloriert)], radiert nach Zeichnungen von Hans Conrad Nözli (Vollpanorama in sechs Ansichten von Maur), Daniel Düringer, Emanuel Büchel, Johann Ulrich Schellenberg und Theodor Andreas Jendrich. [20] Bl. (inkl. Frontispiz), 15 S., [14] Bl., 270 S., 1 Bl. ("Nöthiger Anhang . "). Halblederband d. Z. über 5 erhabenen Bünden (Berieben, Eckenbestossen). Zürich, gedruckt bey Johann Kaspar Ziegler, [April] 1754 [-November 1757]. Erstausgabe des ersten Bandes von Herrlibergers "überdauerndem Hauptwerk" (Bruno Weber), mit dem er den Einheimischen wie auch den in immer grösserer Zahl erscheinenden ausländischen Besuchern die Schönheiten der Schweiz zeigen wollte. Geplant war die schliesslich drei Bände umfassende, aber dennoch Fragment gebliebene, "Neue und vollständige Topographie" ganz in der Nachfolge von Johannes Stumpfs berühmter Eidgenössischer Chronik von 1548 und Matthäus Merians nicht minder wichtigem topographischen Werk aus dem 17. Jahrhundert. Anders als sein bewundertes Vorbild Merian richtete Herrliberger seinen Blick auf besondere Naturmerkwürdigkeiten der Heimat, "ein programmatischer Vorgriff auf die idyllische Schweiz in den kolorierten Umrissradierungen der nächsten Künstlergeneration" (Bruno Weber). Auch das nach einem holländischen Stich radierte allegorische Titelkupfer (mit Ueberschrift: Bellona quiescente Helvetia Literaria [Das gelehrte Helvetien, seitdem die Kriegsgöttin ruht) zelebriert den Wandel von der kriegerischen Eidgenossenschaft hin zu einem Hort der Gelehrtheit, Die fünfzehn Lieferungen dieses ersten Bandes wurden zwischen April 1754 und November 1757 durch Johann Kaspar Zieglers Zürcher Druckerei gedruckt. Enthalten sind vor allem die Gesamtansichten von Zürich und Basel, die Karte des Zürichsees [ca. 1:130'000] und die drei Komplementär-Tafeln mit Abbildungen von darin zu findenden Fischen. Die nach Hans Conrad Nözli ((1709-1751) radierte sechsteilige Folge von Ansichten des Dorfes Maur, wo sich Herrliberger 1749 niederliess, stellt das erste zentralperspektivisch aufgenommene Vollpanorama der Kunstgeschichte dar. Komplett vorhanden sind auch die neun gefalteten Ansichten der ehemaligen Landvogteischlösser, die Herrliberger für seine Topographie aus seiner 1740-43 seperat veröffentlichten 'Vorstellung Loblichen Standts Zürich Schlösser oder so genante Ausere Vogteyen' auswählte und mit neuen Bildunterschriften versah. Dargestellt sind die Schlösser von: Weiningen, Wetzikon, Berg, Goldenberg, Breiten-Landenberg, Uetikon, Niederteufen, Elgg und Bubikon. Unter den weiteren Kupferstichansichten finden sich u.a.: Schalfick (Prättigau), Schinznach-Bad, die Teufelsbrücke über die Schöllenen (La Scalina), Rheinau, Aarau, Schauensee, Tänikon (TG), Hallwyl, Altenklingen, Habsburg, Trostburg, Steckborn, Freudenfels, die Schlösser Blonay, Münchenstein, Sonnenberg, Gachnang und Liebenfels (alle TG), Rapperswil, Weiningen, Schloss Uster (2), Bischofszell, Burgdorf, Berg und Breiten-Brandenberg, Bülach, Goldenberg (ZH), Uetikon, Niederteufen, Hindelbank, Bipp usw. sowie der Grundriss des Murtensees und die Gesamtansicht der Stadt Murten, je eine grossformatige Vedute von Mühlhausen, Yverdon und Schwyz und zwei der Stadt Biel. Urheber der zum grössten Teil nach Herrlibergers eigenen Entwürfen entstandenen Veduten waren verschiedene Zeichner, so u.a. der Basler Emanuel Büchel (1705-1775), der Zürcher Daniel Düringer (1720-1786) und der Winterthurer Johann Ulrich Schellenberg (1709-1795). Die Namen der verschiedenen Textbeiträger blieben mehrheitlich unbekannt, die Zürich betreffenden Texte schrieb der Stadtzürcher Pfarrer und Lokalhistoriker Erhard Dürsteler (1678-1766), der auch an Bluntschlis 'Memorabilia Tigurina' von 1742 mitbeteiligt war. - Spiess-Schaad, S. 74ff. und S. 141ff.; Lonchamp 1459; Wäber I, 33; Leemann-van Elck, Der Zürcher Künstlerverleger D. Herrliberger, in: Stultifera na. Bookseller Inventory # B351537

More Information About This Seller | Ask Bookseller a Question 22.

Item Description: 8vo (181 x 110 mm). Mit Kupfertitel (Bd. I) und 2 gest. Titelvignetten nach Johann Caspar Rahn und Ludwig Adolph Hess. [2] Bl., VI, 294, [2] S.; XXIV S., [2] Bl., 320 S.; [3] Bl., XVI, 442 S. Marmorierte Pappbände d. Z. mit rotem Lederrückenschild (Kanten berieben). Zürich, Orell, Füssli und Compagnie, 1809, 1811 und 1820. Erstausgabe. Komplett und uniform gebunden sehr seltenes literarisches Hauptwerk des Zürcher Professors für Kirchengeschichte und Philosophie am Carolinum. Als formal vollendete Reiseerzählung aus der Zeit der Romantik, angereichert mit Naturbetrachtungen, allgemeinen lebensphilosophischen Einsichten und tagebuchartigen Aufzeichnungen, schildert Hirzel in den ersten beiden Bänden die Hin- und Rückreise von zwei Schwestern aus Süddeutschland zu den Heilbädern in Leuk. Von Schaffhausen aus führt sie der Weg über Eglisau nach Zürich, weiter nach Baden, Bern und via Vevey ins Wallis, wo die Sommerwochen 1806 verbracht werden. Der erst 1820 aufgelegte dritte Band enthält "Eugenias Deutsches . (und) italienisches Tagebuch". Das Werk erfuhr mindestens drei Auflagen. Der anonyme Rezensent des 'Morgenblatts für gebildete Leser' von 1821 schrieb: "Wir empfehlen diese Lektüre besonders den Frauen; die Nordländerinnen zumahl werden sich mit Genuss in die südliche Natur, in die der romtantisch wilden Schweiz und in die blüthenreiche Italiens versezt sehen" (Bd. XV/1 [1821], S. 143). - Wenige vereinzelte Stockflecken, ein schönes Exemplar. Goedeke VI, 490, 9, 1; Wäber 54 (nur Bd. I und II); Griep/Pelz, Frauen reisen (1995), Nr. 294; Lonchamp 1489; ADB XII, 493f. Bookseller Inventory # B351501

More Information About This Seller | Ask Bookseller a Question 23.

Item Description: 2 Werke in 1 Bd. Quer-Folio (253 x 386 mm). mit 2 lith. Titeln und zus. 59 Tafeln, lith. von J. Unger, J. B. von Sell, N. Götzenhammer, F. von Harscher, J. Enger u.a. [2] Bl. (inkl. lith. Titel), XXII Tafeln; [5] Bl. (inkl. lith. Titel), XXXVII Tafeln. Orangeroter Original-Pappband d. Z. mit goldgeprägtem Rückentitel (Kanten berieben, Ecken bestossen). [München, Lithographische Kunst-Anstalt an der Feyertags-Schule], 1822 und 1828. Frisches Exemplar der sehr seltenen ersten zwei, in einem Band zusammengebundenen, Muster- oder Warenkataloge, die die Leistungsfähigkeit der staatlichen Bayerischen Eisen- und Hüttenindustrie um 1830 dokumentieren. Lithgraphiert wurde das grossformatige Werk - zu dem 1831 und 1837 zwei ergänzende Katalogteile erschienen - in der im September 1805 von Hermann Joseph Mitterer (1764-1829) in München gegründeten Lithographischen Kunst-Anstalt im Auftrag der Königlich-Bayerischen General-Bergwerks-Salinen- und Münz-Administration in München. Von den damals 16 königlich bayerischen Eisenhüttenwerken besassen nur deren acht Hochöfen, darunter die Werke Bodenwöhr, Obereichstädt, Sonthofen, Weiherhammer, Bergen und Waldsassen/Mitterteich im Regierungsbezirk Oberpfalz. Während der erste Katalog keine Namen der Entwerfer und Lithographen nennt, erwähnt der zweite die Namen von Leo Ritter von Klenze (1784-1864), der beiden Architekten Jean Baptiste Métivier (1781-1857) und Johann Ulrich Himbsel (1787-1860) sowie des königlichen Hofbau-Inspektors Simon Mayr (1779-1841). Die Mehrzahl der Lithographien des zweiten Teils schuf der Zeichner, Bauingenieur und Lithograph Joseph Unger (1785-1843). Unter den Abbildungen finden sich u.a. Bratrainen, Bügeleisen u. Bügelöfen, Dampfkessel, Gewichte, Kochtöpfe, Türklopfer, Balkon- u. Hausgitter, verschiedenste Oefen, Kandelaber, Kreuze, Schrauben, Dachwasser-Ablaufrohre, Radkränze, Gelenkketten, Brückengeländer usf. Allgemeiner Anzeiger für Bayern: mit bes. Beziehung auf Künste, Handel u. Gewerbe, Bd. VIII (1822), S. 99; Engelmann, Bibliotheca Mechanico-Technologica, S. 1; Kat. der Königlichen Kanzlei-Bibliothek in Bayreuth, Bd. I (1868), S. 174; Eisenbibliothek Georg Fischer (Online), nur Teile 2 und 4; vgl. Winkler, Die Frühzeit der deutschen Lithographie (1975), S. 78, Nr. 211 (zur Feyertagsschule). Fresh copy of the very scarce first two pattern or sample books - bound into one volume - documenting the productivity of the Royal Bavarian iron and steel industry around 1830. Commissioned by the administration of the royal ministery the work was lithographed by the Lithographische Kunst-Anstalt at Munich, founded in 1805 by Hermann Joseph Mitterer (1764-1829). At the time only half of the eight state-run iron and steel plants in Bavaria had a furnace, among them those in Bodenwöhr, Obereichstädt, Sonthofen, Weiherhammer, Bergen and Waldsassen/Mitterteich (Oberpfalz). While the first catalog does not reveal any names of designers or lithographers, the second part unfolds as the most prominent name that of the Court architect of Bavarian King Ludwig I, Leo Ritter von Klenze (1784-1864). Other designers were the architects Jean Baptiste Métivier (1781-1857), Johann Ulrich Himbsel (1787-1860) and the royal inspector Simon Mayr (1779-1841). Most of the lithographs in the second part were executed by the draughtsman, engineer and lithographer Joseph Unger (1785-1843). The plates depict a wide range of products such as frying pans, pressing irons, various forms of furnaces, boilers, balance weights, knockers, house and balcony grills, drain pipes, wheel rims, link chains, candelabers, balustrades etc. - Contemporary orange boards, edges gilt (extremeties chafed, corners worn). Bookseller Inventory # B351441

More Information About This Seller | Ask Bookseller a Question 24.

Item Description: 2 Teile in 1 Bd. 8vo (173 x 100 mm). Mit gest. Frontispiz ("Vermeide die Landstrasse!"). [8] Bl. (inkl. Frontispiz), VIII, 221 S., 160 S. Graublauer Interimspappband d. Z. (Gelenke beschädigt und Rücken unten mit Fehlstelle). Frankfurt und Leipzig, ohne Drucker, 1783. Einer von mindestens fünf unautorisierten Nachdrucken des im selben Jahr im Verlag von Karl Ernst Bohn in Hamburg aufgelegten pädagogischen Hauptwerks Campes. Als bis 1772 im Hause der Von Humboldts wirkender Hauslehrer hatte er auch den jungen Alexander von Humboldt im Lesen und Schreiben unterrichtet. Im ersten Teil seines 'pädagogischen Bestsellers' gibt er Ratschläge zum Berufseintritt der Jugendlichen und referiert über den korrekten Umgang vor allem im Geschäfts- und Berufsleben. Der zweite Teil enthält Campes Bearbeitung der "merkwürdigen Lebensregeln aus des Grafen von Chesterfield Briefen an seinen Sohn". Auf Vorsatz Name "Francisci Gassner" von zeitgenössischer Hand. Vgl. Wegehaupt I, 365/366; Doderer I, 621. Bookseller Inventory # B351493

More Information About This Seller | Ask Bookseller a Question 25.

Item Description: Folio (37 x 293 mm). Mit zus. 44 (von 56) Kupfertafeln [Teil I mit dem Totentanz ist komplett]. [2] Bl. 12 S., 1 Bl. Grüner Halblederband des 19. Jhs. mit reicher Rückenvergoldung. Basel, (Wilhelm Haas d. Ae. [und J. J. Thurneysen] für Christian von Mechel, 1780-1795). Nebst dem kompletten Totentanz enthält das Exemplar die seltene handkolorierte Vorzugsausgabe der zwölf Schweizer Kostümkupfer, die in Sepia gedruckt, auch mit separatem Kupfertitel erschien: 'Recueil de XII costumes suisses civils et militaires, hommes et femmes, du seizième siècle'. Die wie hier meist nicht mitgebundene 13. Tafel mit angeblicher Darstellung einer "Jeune Bourgeoise de Basle" zeigt tatsächlich eine englische Bürgersfrau (vgl. Wüthrich II, S. 145, Nr. 13). Der Basler Verleger Christian von Mechel schuf mit seiner vierteiligen Kupferstichfolge keine authentische Wiedergabe des Holbeinschen Originals, "sondern vielmehr ein neues Original und transferierte damit die Folge in den ästhetischen Geschmack wie die stilistische Handschrift des 18. Jhs. . Die Kupferstiche generierten darüber hinaus durch ihre Vermarktung als Ur-Original selbst neue Debatten, die in der Folge auch bei der Betrachtung des ursprünglichen Holzschnitte des frühen 16. Jhs. stets mitgedacht wurden" (Birgit Ulrike Münch). Die ersten Kupfer der aus 47 Reproduktionen von Holbeins 'Bildern des Todes' bestehenden Folge entstanden bereits 1771. Die komplette Folge erschien vordatiert - und als einzige mit Begleittext - im Oktober 1779. Die dem englischen König George III. gewidmete Totentanzfolge zeigt auf den ersten elf Tafeln je vier Szenen, auf der zwölften finden sich die letzten zwei Szenen sowie Holbeins zweiteiligen Entwurf für eine Dolchscheide. Danach folgen zwei Kupfertafeln mit dem "Triumphzug der Armut" (Triumphus paupertatis), resp. "des Reichtums" (Triumphus divitiarum). Diese beiden für den Londoner Stahlhof (Great Hall of the German Steelyard in Blackfriars, London) gemalten Komplementärbilder sind heute nur noch durch schriftliche und bildliche Quellen fassbar. Holbeins Originalzeichnungen des Totentanzes befinden sich nun im Berliner Kupferstichkabinett. Als direkte Vorlage für Mechels Kupferstichfolge dienten aber Kopien des Winterthurer Künstlers Johann Rudolph Schellenberg (1740-1806), der sie um 1770 nach einem heute im Stedelijk Prentenkabinett in Antwerpen gehüteten Band mit Original-Zeichnungen des jungen Peter Paul Rubens angefertigt hatte (vgl. ausführlich dazu Stefanie Knölls Aufsatz). Die zweite der insgesamt vier bis 1795 erschienen Tafelteile enthält die Passion Christi, deren Originalgemälde bis 1770 von der Basler Regierung im Rathause gehütet und erst dann an die Kunstsammlung übergeben wurden. Die zwischen 1790 und 1794 in Aquatinta gedruckten zwölf Holbeinschen Kostümstudien liegen hier im wunderbaren Kolorit der Zeit vor. Die tatsächlich eine englische und keine einheimische Bürgersfrau darstellende dreizehnte Tafel ist wie häufig hier auch nicht enthalten. Der abschliessende vierte Teil von 1795 ist fragmentarisch und enthält nur fünf der zehn Portraits, deren Originalgemälde alle im Basler Kunstmuseum gehütet werden. - Der Begleittext zur ersten Folge etwas gebräuntdie Kupfertafeln minimal stockfleckig und/oder gelegentlich mit etwas Randbräunung. Wüthrich, Das Oeuvre des Kupferstechers Chr. von Mechel (1959), Bd. I, S. 128ff. und Bd. II, S. 137ff.; S. Knöll, Authentischer als das Original? Chr. von Mechels Oeuvre de Jean Holbein . , in: Knöll, Totentanz Reloaded! (2011), 188ff.; Lipperheide Ga 16 (kennt nur 10 Tafeln); Colas 1462. Contains apart of the complete series of the celebrated Dance of Death the hand-colored deluxe version of the series of twelve Swiss costumes, which appeared - printed in bistre - also with a separate copper engraved title: 'Recueil de XII costumes suisses civils et militaires, hommes et femmes, du seizième siècle'. The thirteenth plates - here lacking as often - allegedly depicting a "Jeune Bourgeoise of Basle" - shows. Bookseller Inventory # B351433

More Information About This Seller | Ask Bookseller a Question 26.

HEINE, Heinrich (1797-1856).

Used First Edition

Quantity Available: 1

Add Book to Shopping Basket
Price: US$ 1,926.31
Convert Currency
Shipping: US$ 45.28
From Switzerland to U.S.A.

Destination, Rates & Speeds

Item Description: 8vo (170 x 104 mm). Titel, 421 S. Grüner Halbmaroquinband d. Z. mit reicher Rückenvergoldung. Hamburg, (H. G. Voigt's Buchdruckerei für) Hoffmann und Campe, [Anfang September] 1844. Erstausgabe, in einer Auflage von 1'000 Exemplaren auf Vélinpapier gedruckt, enthält die Gedichtsammlung mit "Deutschland, ein Wintermährchen" Heines berühmteste und wirkungsmächtigste Dichtung. Sie wurde kurze Zeit später - durch Zensureingriff nun in korrumpierter Fassung - auch als Einzeldruck verlegt. Geschrieben hatte Heine sein satirisches Versepos von Ende Dezember 1843 bis Mitte April 1844 im Anschluss an seine erste Reise in die alte Heimat, nach über zwölfjährigem freiwilligem Exil in Frankreich. Von Paris führte sie über Aachen, Köln, Hagen, den Teutoburger Wald, Paderborn, Minden, Bückeburg und Hannover nach Hamburg. Nach Beginn der Drucklegung im Juli 1844 nahm der Dichter vor Ort mehr als hundert Änderungen vor, so dass sich die Fertigstellung bis Anfang September hinzog. Die preussische Obrigkeit erkannte die politische Brisanz und Bedeutung des Gedichts umgehend und beauftragte den Innenminisiter Graf von Arnim mit der Beschlagnahme der 'Neuen Gedichte'. Ende Oktober vermeldete der Verleger Campe an Heinrich Heine: "In Preussen sind die neuen Gedichte verboten und in Folge preuss. Requisition sind sie hier [in Hamburg] am 16. 10, bei 15 Thaler verboten worden. In Hannover sind sie nicht verboten für den Handel, indess für die Leihbibliotheken und die Lesevereine". - Stellenweise minime schwache Stockflecken. Wilhelm/Galley 436; Meyer 25; Borst 2120; Höhn, Heine-Handbuch, 79ff.; Böhm, Heinrich Heine. Säkularausgabe Bd. II/3 (1998), S. 17ff. First edition, printed in 1.000 copies on velin paper, containing with 'Germany. A Winter's Tale. Poems for the Times' Heine's most famous and influential poem. The first single book edition appeared few weeks later, but in the censored version. Heine had written his satiric verses between the end of December 1843 and April 1844, after he had returned from his first visit to Germany to Paris, where he had been living in exile since 1831. It was an instant success, although (or maybe because) it was banned immediately in Prussia, and the stock was confiscated. Heine's Hamburg publisher Heinrich Campe wrote him at the end of October: "In Prussia the New Poems are banned and due to Prussia's requisition they were prohibited here [in Hamburg] on 16 October. In Hanover they are not prohibited for the trade, but for the lending libraries and reading clubs". - Few minor light foxing, a fine copy of this masterpiece of German literature. Bookseller Inventory # B351508

More Information About This Seller | Ask Bookseller a Question 27.

USTERI, Johann Martin (1763-1827).

Used

Quantity Available: 1

Add Book to Shopping Basket
Price: US$ 128.42
Convert Currency
Shipping: US$ 45.28
From Switzerland to U.S.A.

Destination, Rates & Speeds

Item Description: 3 in 1 Bd. 8vo (170 x 101 mm). X, [2], 286 S., [4], 304 S.; IV, 265, [1] S. Moderner grüner Halbmaroquinband über 5 erhabenen Bünden. Leipzig, (Hirschfeld für) S. Hirzel, 1853. Für diese zweite Gesamtausgabe der Dichtungen in Vers und Prosa des einflussreichen Schweizer Dialektdichters änderte der Leipziger Verlag von Salomon Hirzel die 1831 von David Hess (1770-1843) bestimmte Reihenfolge der Gedichte. Hess' ursprüngliche Absicht, Usteris hinterlassene Zeichnungen als Kupfer den Dichtungen separat in Heftform mitzugeben, wurde leider nie verwirklicht. Usteris Lebensbeschreibung durch Hess findet sich am Schluss. - Indexblatt im Innensteg beschädigt, hinterlegt. Goedeke VI, 486, 10. Bookseller Inventory # B351499

More Information About This Seller | Ask Bookseller a Question 28.

Add Book to Shopping Basket
Price: US$ 1,284.20
Convert Currency
Shipping: US$ 45.28
From Switzerland to U.S.A.

Destination, Rates & Speeds

Item Description: 8vo (198 x 128 mm). Mit 10 (davon 4 handkol.) Falttafeln. XVI, 323, [1] S. Kalbslederband d. Z., mit Rückenvergoldung und Rückenschild, marmorierte Vorsätze. Paris, N.-T. Méquignon, 1788. Erstausgabe. Letzte wissenschaftliche Veröffentlichung zur Optik des Neuenburger Artzes und Naturwissenschaftlers J.-P. Marat, der darin Isaac Newtons Lehre vom Licht seiner Kritik unterzieht. Der der Nachwelt vor allem als revolutionär gesinnter Journalist in Erinnerung gebliebene Marat verfasste die vier Beiträge anonym oder unter einem Decknamen in Beantwortung von akademischen Preisausschreiben. Im Jahr zuvor war Marats französische Neuübersetzung von Isaac Newtons Optics erschienen. Der im neuenburgischen Boudry als Sohn eines Sarden und einer Genferin geborene Jean-Paul Marat studierte in Neuenburg, Genf und Toulouse, wobei er sich ein profundes Wissen über den Stand der Natur- und Geisteswissenschaften seiner Zeit verschaffte. Nachdem er 1766 nach England übersiedelt war, wurde Marat am 30. Juni 1775 an der Universität St. Andrews zum Doktor der Medizin promoviert. 1777 ging er nach Frankreich, wo er er eine Stellung als Arzt in der Garde des Comte d'Artois erhielt und wo er eine große Zahl von prominenten Patienten behandelte. Seine erste naturwissenschaftliche Publikation erschien 1779 (Découvertes de M. Marat sur le feu, l'électricité et la lumière). Die wissenschaftliche Anerkennung blieb ihm jedoch versagt, da seine physikalischen Experimente in der Académie des Sciences auf geringen Widerhall stiessen. Marat veröffentlichte seine Forschungen nicht nur in schriftlicher Form, sondern auch durch öffentliches Vorführen seiner Experimente. Benjamin Franklin besuchte ihn in Paris und beide führten über viele Jahre ein wissenschaftliche Korrespondenz. Goethe, der zu den fast gleichen Schlussfolgerung gelangte wie Marat, würdigte dessen wissenschaftliches Schaffen in seiner 1810 erschienenen Zur Farbenlehre. - Ein sehr sauberes Exemplar, komplett mit allen Falttafeln. Cioranescu 42271; Blake 287; Jeanneret/Bonhôte, Biographie Neuchâteloise I, S. 48; Poggendorf II, 39; vgl. Crone 117; H. Rozbroj, J.-P. Marat. Ein Naturforscher und Revolutionär (1937), 31. Nicht in der Faber Birren Collection, in Gray, Zeitlinger, der Honeyman Collection oder im British Optical Association Cat. Very rare first edition of the last scientific work of J.-P. Marat, his Academical Essays or New Discoveries on Light, as related to the most important points in Optics. The Swiss born physician and greatest of all revolutionary journalists had studied at Neuchâtel, Geneva and Toulouse. The four essays on optical problems had been entries in provincial adademies competitions. Its publication was preceeded by Marat's new translation into French of Isaac Newton's Optics. Marat was the first, in France, who dared to attack Newton's corpuscular theory. The 'Mémoire académiques' tackle specific problems, such as how colors are produced in soap bubbles and rainbows. Marat explains in the introduction that all four have the same purpose: to challenge Newtons doctrine of differential refrangibility. The book offers the four following titles: Mémoire sur les expériences que Newton donne en preuve du systême de la différence réfrangibilité des rayons hétérogènes; Mémoire sur la prétendue différente réfrangibilité des rayons hétérogènes; Mémoire sur l'explication de l'arc-en-ciel donnée par Newton; Mémoires sur les vraies causes des couleurs que présentent les lames de verre, les bulles d'eau de savon, & autres matières diaphanes extrêment minces. As regards his "Mémoires Académiques" Marat says that he forwarded it by other hands to compete with works sent to the Academy, and that in writing it he had been careful to avoid alluding to his earlier productions in connection with his own name. "Such", he says, "is the domination of old opinions, that an innovator, without intrigue, without party, without trumpet-blowers, is often reduced to hide himself in order to escape persec. Bookseller Inventory # B331311

More Information About This Seller | Ask Bookseller a Question 29.

Item Description: 4to (198 x 150 mm). Mit 2 fünfzeiligen Holzschnitt-Initialen und grosser Holzschnitt-Druckermarke (Heitz 38) auf Schlussblatt verso. [4] Bl., 598 S., [13] Bl. Index. Dunkelbrauner Kalbslederband d. Z. über Holzdeckeln, mit reicher Blindprägung aus Einzel- und Rollenstempeln, Rücken über 4 erhabenen Bünden (Rückenkopf etwas beschädigt, ohne die beiden Metallschliessen). Zürich, Rudolph Wyssenbach für Andreas Gessner d. J., 1552. Erste Zürcher Ausgabe, gegenüber den ab 1536 in Basel gedruckten Editionen komplett überarbeitete Fassung von Westheimers Hauptwerk, "a radical revision of the 1536 edition" (A. Lane, John Calvin Student of Church Fathers [1999], S. 132). Der im Badischen Pforzheim geborene B. Westheimer "published in 1552 a revised edition of his Conciliatio, which differs so much from the earlier editions of this work, both in the division of chapters and in their contents, that it needs to be treated as a separate anthology" (A.N.S. Lane, Justification by faith in 17th-century patristic anthologies: The claims that were made, in: Frank u.a., Die Patristik in der frühen Neuzeit (2006), S. 169f., speziell S. 172). Während sich Westheimer bei den Basler Ausgaben stark auf Hermann Bodius' 'Unio dissidentium' (1527) stützte, folgte er für seine beiden Zürcher Editionen (1563 bei Jakob Gessner - Vischer K 69) in Layout wie Inhalt hauptsächlich der 1540 in Frankfurt erschienenen Anthologie von Erasmus Sarcerius, 'De consensu verae ecclesiae et patrum'. Die mit 1552 datierte gedruckte Widmung richtete Westheimer an Ottheinrich von der Pfalz (1502-1559), der im gleichen Jahr die im Schmalkaldischen Krieg verlorene Pfalzgrafschaft Pfalz-Neuburg zurückerhielt und aus der Verbannung in Weinheim nach Neuburg zurückkehrte. Westheimers (latinisiert Westhemerus) gelegentlich als erste Dogmengeschichte bezeichnete Anthologie von Schriften der Kirchenväter und anderer die Kirchengeschichte aufklärenden Schriften, zeugt von dessen Schriftkenntniss und grossen Belesenheit in den Werken griechischer und hebräischer Autoren. Nach Besuch der angesehenen Stadtschule von Schlettstadt (Séléstat) studierte er, vermutlich in Heidelberg, Philosophie. Es folgten Jahre der Wanderschaft, ehe er sich 1527 in Basel niederliess, wo er im Januar 1531 das Bürgerrecht erwarb. Hier begann er mit seinen theologischen Veröffentlichungen, die alle im gelehrten Latein gedruckt erschienen. Die 1536 erfolgte Heirat mit der aus wohlhabender Familie stammenden Juliane Schlierbach ermöglichte ihm die Einrichtung einer eigenen Verlagsdruckerei, die er elf Jahre später an Michael Isengryn veräusserte. Westheimer ging im selben Jahr als reformierter Pfarrer ins benachbarte Elsass, kehrte aber 1551 nach einem theologischen Streit über seine Auslegungen nach reformatorischem Verständnis nach Basel zurück. Er immatrikulierte sich an der Universität und trat zwei Jahre später die Pfarrstelle in Horbourg bei Colmar an. Vorübergehend wurde Westheimer 1557 als Prediger nach Montbéliard berufen, kehrte aber bald wieder nach Horbourg zurück, wo er schliesslich 1567 verstarb. Seine umfangreiche Privatbibliothek vermachte er seiner Geburtsstadt Pforzheim, von wo aus sie später an die Badische Landesbibliothek in Karlsruhe überging. - Von einigen kleineren Flecken auf Seite 289 und siebtletztem Indexblatt abgesehen, ein tadelloses Exemplar im sehr schön erhaltenen Blindpräge-Einband der Zeit. Mit zeitgenössischem Namenseintrag von Samuel Viret auf Unterrand des Titels ('Pro Samuele Vireto') und hs. Name auf Vorsatz des aus Brugg stammenden gelehrten Berner Pfarrers Daniel Stapfer (1728-1807), datiert 1782. Vischer i 42; VD 16, W-2226; Leemann-van Elck, Der Zürcher Drucker Rudolf Wyssenbach, in: Der Schweizer Sammler X (1936), S. 125ff., Nr. 30; Kosch XXXI, Kol. 330f.; Mieg, Barthelémy Westheimer, Pasteur à Mulhouse et à Horbourg, in: Annuaire de la Société Historique et Littéraire de Colmar, vol. VI (1956), S. 41ff.; Rissel, Dem Buch und der Kanzel gedient: B. Westheimer aus Pfo. Bookseller Inventory # B351285

More Information About This Seller | Ask Bookseller a Question 30.

Condition

Binding

Collectible Attributes

Bookseller Location

  • All Locations

Bookseller Rating

Results (1 - 30) of 867