9783929742848

Weimarer Konzepte: Die Kunst- Und Bauhochschule 1860-1995

Achim Preiss; Klaus-Jurgen Winkler

ISBN 10: 3929742845 / 3-929742-84-5
ISBN 13: 9783929742848
Publisher: Verlag und Datenbank fur Geisteswissenschaft
Publication Date: 1996

 

Weimarer Konzepte: Die Kunst- Und Bauhochschule 1860-1995: Search Results

1.
Weimarer Konzepte. Die Kunst- und Bauhochschule von 1860 bis 1995. (ISBN: 9783929742848)
Preiss, Achim;Winkler, Klaus-Jurgen
ISBN 10: 3929742845
ISBN 13: 9783929742848
Bookseller: Brungs und Hönicke Medienversand (Berlin, D, Germany)
Bookseller Rating: 5-star rating
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Book Description: Weimar: VDG, 1996. 302 Seiten, 4°, kartoniert. Illustrierter Originalkartonband, Einband geringfügig berieben, handschriftlicher Datenvermerk Verso Innentitel, ansonsten in sehr gutem Zustand. - An der Weimarer Bildungseinrichtung, die sich zur Zeit noch Hochschule für Architektur und Bauwesen nennt, ist es Tradition, keine zu haben. Seit der Gründung, die allgemein und ohne Berücksichtigung vorlaufender Schulformen 1860 datiert wird, fanden 11 Namenswechsel statt (der zwölfte ist in Vorbereitung), hinter denen sich eine noch größere Anzahl grundsätzlicher Richtungsänderungen in der künstlerischen und didaktischen Auffassung verbergen. Eine Folge davon war, daß in den 140 Jahren des Bestehens dieser eher überschaubar kleinen Einrichtung hunderte von Künstlern, Architekten, Kunstgewerblern und Ingenieuren tätig waren, deren Engagement im Durchschnitt nur wenige Semester dauerte. Dadurch ergibt sich die paradoxe Situation, daß in Weimar wie an keinem anderen Ort Kulturgeschichte gemacht wurde, die allerdings ohne jeden maßgeblichen Einfluß auf die lokalen Traditionen geblieben ist. Es handelt sich also um die geschichtsträchtigste, und zugleich geschichtsloseste deutsche Kunstschule und damit auch um die deutscheste. Ein weiteres Paradoxon stellt dar, daß diese Entwicklung zufällig oder, für den Liebhaber pathetischer Formulierungen, schicksalhaft war, da sie trotz ihrer Stetigkeit dennoch keinem Plan folgte. Die Begründungen für den nahezu simultanen Auf- und Abbau kultureller Ideengebäude sind zwar zu jeder Zeit ähnlich, waren aber zu keiner Zeit verabredet. Die bekanntesten Architekten und Künstler, die in Weimar gastierten, können leicht an der Kürze ihrer Aufenthalte erkannt werden, eine Ausnahme bildet in diesem Falle nur Henry van de Velde, der es immerhin auf 13 Jahre und fünf ausgeführte Bauwerke in Weimar brachte. Gerade die international renommiertesten Gestalter waren offensichtlich sensibel genug, zu ahnen, daß ihnen hier nicht viel Zeit bleibt, was vielleicht ihren Ehrgeiz erklärt, schnell eine möglichst radikale und öffentlich wirksame Formulierung ihrer Ideen zu finden. Damit schufen sie aber auch fast jedesmal das Motiv ihrer Kündigung oder Vertreibung. Weimar wurde somit zu einer Produktionsstätte künstlerischer Ideen und Konzepte, die aber erst durch die Verwirklichung andernorts geschichtliche Bedeutung erlangten. Wie die meisten Paradoxien erlauben auch die Weimarfischen eine positive und eine negative Sicht. Sicherlich zählt es zu den guten Seiten, daß sich zu keiner Zeit eine Alleinherrschaft der Greise etablieren konnte, die zu einer Hemmung des Fortschritts geführt hätte. Dagegen steht aber der intensive Verschleiß menschlichen und innovativen Potentials, der oft genug mit einschneidenden und bitteren persönlichen Konsequenzen für die Betroffenen verbunden war. (Auszug Vorwort) Kunst. Bildende Kunst. Malerei. Kunstgeschichte. Kunstwissenschaft. Bookseller Inventory # 12119

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