Gesamtausgabe Abt. 2 Vorlesungen Bd. 45. Grundfragen der Philosophie.

 
9783465025931: Gesamtausgabe Abt. 2 Vorlesungen Bd. 45. Grundfragen der Philosophie.
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Die im Wintersemester 1937/38 einstundig gehaltene Freiburger Vorlesung, die hier erstmals veroffentlicht wird, entfaltet die Grundfrage nach dem Wesen der Wahrheit auf dem Wege einer geschichtlichen Besinnung. Der 'Vorbereitende Teil' gibt eine Vordeutung auf das Wesen der Philosophie und fuhrt an die in der Vorlesung zu behandelnde Grundfrage heran. Die fragende Haltung der kunftigen Philosophie wird auf die Verhaltenheit als die Grundstimmung des Bezuges zum Seyn abgestimmt. In Abgrenzung gegen Weltanschauung und Wissenschaft ist die Philosophie das unmittelbar nutzlose, aber gleichwohl herrschaftliche Wissen. Die Vorlesung greift ein Problem der Logik heraus: das Problem der Wahrheit als Richtigkeit der Aussage, in der Absicht, die hinter dem Problem verborgene Grundfrage nach dem Wesen der Wahrheit zu fragen. Die Notigung hierzu wird in dem verborgenen Umstand gesehen, dass die fur die Logik fraglose Bestimmung der Wahrheit als Richtigkeit etwas Fragwurdiges enthalt: den Spielraum der vierfach-einigen Offenheit. Statt eines Problems der Logik soll sich die Frage nach der Wahrheit als das Fraglichste unserer bisherigen und als das Fragwurdigste unserer kunftigen Geschichte erweisen. Der 'Hauptteil' der Vorlesung steht unter dem Titel Grundsatzliches uber die Wahrheitsfrage. Um den Ruckgang auf die Herkunft der uberlieferten Auffassung der Wahrheit aus der Philosophie des Aristoteles als eine geschichtliche Besinnung zu verstehen, wird eine grundsatzliche Uberlegung uber den Unterschied zwischen einer historischen Betrachtung des Vergangenen und einer geschichtlichen Besinnung auf das Zukunftige durchgefuhrt. Die Frage nach der Richtigkeit als dem Wesen des Wahren kehrt sich in die Frage nach der Wahrheit des Wesens, d. h. nach der aristotelisch-platonischen Auffassung der Wesenheit des Wesens. Als Grund fur die aristotelische Wesensbestimmung der Wahrheit als Richtigkeit der Aussage zeigt sich die Unverborgenheit des Seienden als die ursprunglichere Wahrheit, die zwar fur die Griechen das Erfahrene, nicht aber das Gefragte ist, so dass sie zugunsten der Wahrheit als Richtigkeit verschuttet werden konnte. Unser geschichtlicher Stand im Ende des ersten Anfangs der Wahrheits-Geschichte fordert eine geschichtliche Besinnung auf den ersten Anfang als Vorbereitung des anderen Anfangs. Wahrend die Not des anfanglichen Denkens den Griechen in der Grundstimmung des Erstaunens stimmend notigte, ist unsere Not vorerst die Notlosigkeit, weil die Wahrheitsfrage als Problem der Logik ohne Notwendigkeit ist. Die Seinsverlassenheit ist der Grund fur das noch Ausbleiben jener Grundstimmung, die uns aus unserer Notlosigkeit in eine andere Notwendigkeit eines anderen ursprunglichen Fragens und Anfangens notigen konnte: in das Fragen nach der Unverborgenheit selbst aus einem ursprunglicheren Begreifen des ersten Anfangs. Die Vorlesung endet mit einem Ausblick auf die unserem Fragen aufbehaltene Notwendigkeit, das Wesen der Wahrheit zu grunden, d.h. die Offenheit selbst als die Lichtung fur das Sichverbergen des Seyns auf ihren Grund zu bringen und nach dem Wesen der Wahrheit als des Wachters der Wahrheit des Seyns zu fragen.

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