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Manuskript: (200) Seiten, einige leere Blätter, HLdrbd. der Zeit, Schließenbänder, 19 x 16 cm. Handgeschriebenes Rechnungsbuch mit Einträgen aus den Jahren 1736 bis 1796. Enthält Einnahmen und Ausgaben aus den Jahren 1739 bis 1796 und einen Beschluss vom 30. Oktober 1736 auf dem vorderen fliegenden Vorsatzblatt verso, "daß künftig kein Ambts-Meister von [unleserlich] alhir von Rostock wohnenden, wann Quartal gehalten wird, ausbleiben oder ausreisen soll ohne erhebliche Ursachen, wer darwieder handelt, der soll dem Ambte ohnweigerlich und ohne alle [unleserlich] schuldig seyn eine halbe Tonne Bier". Rostock als Ursprungsort der Aufzeichnungen ergibt sich ausschließlich aus dieser Notiz (einige verstreute Ortsnamen auf Folgeseiten: Gorow, Sievershagen, Sildemow - alle unweit Rostock). Dass es sich um das Rechnungsbuch einer Müllerinnung handelt, ergibt sich zwanglos aus den immer wieder abgerechneten Einnahmen von "Mühlen-Purschen". Zahlreiche Namen von Meistern und anderen Zunftmitgliedern, Amtsträgern, Älteren, Lademeistern etc. ließen eine Überprüfung des Befundes zu, wenn sich die archivalischen Quellen nicht der digitalen Überprüfung entziehen würden. --- Auf der Einnahmenseite der Buchhaltung stehen meist Quartals- und Meistergeld und Strafzahlungen der Zunftmitglieder (vermerkt jeweils der Name des Zahlenden). Bei den Ausgaben sind hauptsächlich die Unkosten für die quartalsmäßigen Gelage vermerkt (Bier, Brantwein, Tabak, Brot, Fisch, Butter, Pflaumen), außerdem u.a. Notariatsgebühren. - Dem Abschluss für 1796 folgen einige leere Blätter, dann etliche Blätter mit schwer deutbaren Zahlungsnotizen aus den Jahren 1765ff. - Die Kladde stammt aus der Hand mehrerer Schreiber, deren Namen nicht vermerkt sind. --- Deutlich berieben und bestoßen; die Bindung etwas gelockert; teils dezent fingerfleckig. Sonst ordentliches Exemplar.
Seller Inventory # 94281HB
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