Das Konzept Der Hohen Minne Im Frauenlied Reinmars Des Alten

Wolfgang Schultze

Published by Grin Verlag
ISBN 10: 3638936791 / ISBN 13: 9783638936798
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68 pages. Dimensions: 8.3in. x 5.8in. x 0.2in.Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - ltere Deutsche Literatur, Medivistik, Note: 1, 0, Ruprecht-Karls-Universitt Heidelberg (Germanistisches Seminar), Veranstaltung: Reinmar der Alte, 17 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Frauenlieder und -strophen gehren mit zu den ltesten Zeugnissen des deutschen Minnesangs, verlieren jedoch in Folge des Siegeszugs des hfischen Werbelieds drastisch an Bedeutung. Dies hngt mglicherweise damit zusammen, dass die Frau im Werbelied des Hohen Sang zunehmend in eine fr den Mann unerreichbare Position gerckt wird. Minne wird zu einem nahezu unmglichen Streben, bei dem der Weg zum Ziel, oder, um es mit Liebertz-Grn zu sagen: Liebe . . . wesentlich Sehnsucht wird. Diese Perspektive jedoch im Frauenlied umzukehren, war angesichts jenes neuen, als Hohe Minne bezeichneten Phnomens mglicherweise uninteressant geworden, denn der Mann stellte bereits in der Realitt die strkere Partei dar, so dass das Ethos des Hohen Sangs, der den romanischen Dienstgedanken zu bersteigern und entkonkretisieren suchte, nicht mehr effektiv exemplifiziert werden konnte. Zudem ist auch die Frau in der Hohen Minne fast nur noch als ideales Abstraktum prsent, an dem der Werbende seine eigene Vollkommenheit unter Beweis stellen kann. Albrecht Hausmann bemerkt in diesem Zusammenhang ganz richtig: Je mehr der Mann sich von weiblichen Reaktionen unabhngig macht, umso mehr tritt er der Frau indifferent gegenber. Letztlich spielt es keine Rolle mehr, ob die vom Mann unterstellten Tugenden der Frau tatschlich eigen sind. Daher muss mit Wallbaum gesagt werden: Die Minnesnger singen primr gar nicht von der Frau: sie sprechen von sich selbst . . . Was aber bewegt nun Reinmar dazu, die alte Form des Frauenlieds wieder neu aufzugreifen, vor allem da sie sich - wie bereits festgestellt wurde - anscheinend weniger gut mit dem Konzept des Hohen Sanges verbinden lsst Wenn die Frau als substantielle Persnl This item ships from multiple locations. Your book may arrive from Roseburg,OR, La Vergne,TN. Bookseller Inventory #

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Synopsis: Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 1,0, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Germanistisches Seminar), Veranstaltung: Reinmar der Alte, 17 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Frauenlieder und -strophen gehören mit zu den ältesten Zeugnissen des deutschen Minnesangs, verlieren jedoch in Folge des Siegeszugs des höfischen Werbelieds drastisch an Bedeutung. Dies hängt möglicherweise damit zusammen, dass die Frau im Werbelied des Hohen Sang zunehmend in eine für den Mann unerreichbare Position gerückt wird. Minne wird zu einem nahezu unmöglichen Streben, bei dem der Weg zum Ziel, oder, um es mit Liebertz-Grün zu sagen: 'Liebe [...] wesentlich Sehnsucht' wird. Diese Perspektive jedoch im Frauenlied umzukehren, war angesichts jenes neuen, als Hohe Minne bezeichneten Phänomens möglicherweise uninteressant geworden, denn der Mann stellte bereits in der Realität die stärkere Partei dar, so dass das Ethos des Hohen Sangs, der den romanischen Dienstgedanken zu übersteigern und entkonkretisieren suchte, nicht mehr effektiv exemplifiziert werden konnte. Zudem ist auch die Frau in der Hohen Minne fast nur noch als ideales Abstraktum präsent, an dem der Werbende seine eigene Vollkommenheit unter Beweis stellen kann. Albrecht Hausmann bemerkt in diesem Zusammenhang ganz richtig: "Je mehr der Mann sich von weiblichen Reaktionen unabhängig macht, umso mehr tritt er der Frau indifferent gegenüber. Letztlich spielt es keine Rolle mehr, ob die vom Mann unterstellten Tugenden der Frau tatsächlich eigen sind." Daher muss mit Wallbaum gesagt werden: "Die Minnesänger singen primär gar nicht von der Frau: sie sprechen von sich selbst [...]" Was aber bewegt nun Reinmar dazu, die alte Form des Frauenlieds wieder neu aufzugreifen, vor allem da sie sich - wie bereits festgestellt wurde - anscheinend weniger gut mit dem Konzept des Hohen Sanges verbinden lässt? Wenn die Frau als substantielle Persönl

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Title: Das Konzept Der Hohen Minne Im Frauenlied ...
Publisher: Grin Verlag
Binding: Paperback
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Schultze, Wolfgang
Published by GRIN Verlag (2013)
ISBN 10: 3638936791 ISBN 13: 9783638936798
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