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IV, 380, VIII, 371 S. Leder etwas porös, sonst gut erhalten. Minimaler Wurmfrass bei Band 1 im Leder. Zweiter Jahrgang, erster und zweiter Band, Salzburg 1813. Erster Band; 16 behandelte Themen, zweiter Band; 16 Artikel. Alle Zwischentitel in Typendruck auf blauem Papier mit eingebunden. Sehr gut erhalten. Freindaller: Franz Seraph. Joseph F., geb. am 2. Febr. 1753 zu J)bbtz an der Donau, ? am 25. Decbr. 1825, legte die Gymnasialstudien in Krems und Linz zurück, trat als 18jähriger Jüngling in daß Chorherrenstift zu St. Florian ein, oblag nach beendetem Noviciate dem Studium der Theologie an der Wiener Universität, empfing 1776 die priesterlichen Weihen und wurde nach kurzer Uebung in der ländlichen Seelsorge als Lehrer der Theologie im Stifte verwendet, bis zum 1784, wo überhaupt die theologischen Klosterlehranstalten in Oesterreich aufhörten und die klostergeistlichen zusammt dem Säcularclerus in den von Kaiser Joseph 11. ins Dasein gerufenen Generalseminarien ihre theologische Bildung erhielten. Während dieser Zeit widmete sich F. wieder der Seelsorge, bewarb sich aber nach Aufhören der Generalseminarien auf Geheiß seiner Oberen um eine der dazumal an der Wiener Universität erledigten theologischen Lehrkanzeln; er erlangte 1793 die Professur der Dogmatik und wurde zugleich auch zum Prediger in der Universitätskirche bestellt. Im J.1803 vertauschte er daß akademische Lehr- und Predigtamt abermals mit dem seelsorgerlichen Berufe und wurde als Pfarrer zu Vöcklabruck in Oesterreich ob der Enns zeitweilig bairischer Unterthan, widmete sich als Schuldiftrictsausseher mit rühmlichem Eifer der Ok-sorge um daß ländliche Volksschulwesen, wofür ihm auch ehrende Anerkennung zu Theil wurde; Kaiser Franz l., der mit seinen Verdiensten bekannt gemacht worden war, verlieh ihm die große goldene Ehrenmedaille. F. war ein Mann von ausgezeichneten praktischen Fähigkeiten; obwol.es ihm an wissenschaftlichen Kenntnissen nicht gebrach, so hatte er doch eine entschiedene Vorliebe für praktisches Wirken, und suchte daß Geschick hiefür auch unter seinen geistlichen Berufsgenossen zu fördern. Diesem Streben verdankte die von ihm gegründete und redigierte ?Theologisch-praktische Monatschrift? (1802?12) ihr Dasein, welche sich einer so beifälligen Aufnahme erfreute, daß sie, bei Zeitschriften unerhört, vier Auflagen erlebte; sie wurde von ihm nach mehrjähriger Unterbrechung 1821 unter dem Titel: ?Quartalschrift für die katholische Geistlichkeit" wieder aufgenommen und bis zu seinem Todesjahre weiter geführt. ? Bezüglich seiner übrigen Schriften vgl. Wurzbach?s Biographisches Lexikon. (Quelle; Wikisource). deu B06-01-01C|33|3607AB Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 444.
Seller Inventory # 14328
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