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Mannheim, C.F. Schwann und Schann und Götz, 1778-1807, 8°, 148; 172; 197, (1); 198; (x), XI-XXX, 172; (6, III), IV-VI, pp.7-368, (2), jeweils mit einer Titelblattvignette, in 3 voneinander abweichenden Halbledereinbände der Zeit. Vollständiges Exemplar, wie fast immer in Mischauflage: 1.: Stolpertus ein junger Arzt am Krankenbette. Von einem patriotischen Pfälzer. Zweite Auflage, 1778. 2.Th.: Stolpertus ein junger Arzt am Krankenbette. Von einem patriotischen Pfälzer. Erste Auflage, 1778. 3.Th.: Stolpertus ein junger Brownianer am Krankenbette. Zweite verbesserte Auflage, 1802. 4.Th.: Stolpertus der Polizei-Arzt im Gerichtshof der medizinischen Polizeigesetzgebung von einem patriotischen Pfälzer, Erste Auflage, 1802. 5.Th.: Stolpertus ein junger Geburtshelfer . Von einem patriotischen Pfälzer. Erste Auflage, 1807. Franz Anton Mai (MAY), "geb. zu Mannheim 16. Dezember 1742, studierte in Heidelberg zunächst Philosophie, promovierte daselbst 1762 zum Dr. phil., studierte dann ebenda Medizin, erwarb 1765 die medizinische Lizenz und gleich darauf den medizinischen Doktorgrad. Bereits im nächsten Jahre, am 23. Okt. 1766, wurde er als Correpetitor an der neu errichteten Entbindungs- und Hebammenschule zu Mannheim angestellt, 1768 Physicus am Mannheimer Zucht- und Waisenhaus, 1769 Medizinalrat mit Sitz und Stimme im Kurfürstl. Collegium Medicum, 1770 Physikus in Oggersheim; 1773 wurde er bereits Extraordinarius, 1785 ordentlicher Professor der Hebammenkunst zu Heidelberg, blieb aber als Geheimrat und Leibarzt der Kurfürstin Elisabeth zunächst in Mannheim wohnen. Nach dem Tode der Kurfürstin, am 17. August 1794, siedelte er 1796 nach Heidelberg über. Am 2. Oktober 1807 wurde er von seinem Lehramt, am 19. November 1810 von der Leitung des Gebärhauses enthoben und starb am 20. April 1814. Er hat sich um die Forderung des Gesundheitswesens in Baden große Verdienste erworben. Von seinen Werken sind hervorzuheben: "Vorbeugungsmittel wider den Kindsmord" (Mannheim 1781) - "Die Hämorrhoiden" (Mannheim 1775, nachgedruckt in Wetzlar 1775, Neuauflage Mannheim 1802) - "Sendschreiben eines Arztes an seine Mitbürger zu Mannheim über den Gebrauch und Mißbrauch der Rheinbäder" (Mannheim 1778 - "Anmerkungen über das Baden im Neckarstrom" (Heidelberg 1798) - "Gegen das Umgreifen der Lustseuche" (Mannheim 1877). - In seinen "18 Briefen über die Heilkunde" die 1780-1782 in den Rheinischen Beiträgen zur Gelehrsamkeit erschienen (Mai, Vermischte Schriften, S. 1 - 338), giebt Mai ausführliche Vorschriften "wie man sich vor Herbstkrankheiten und ihren Rückfällen bewahren könne"; "wie man Halberstarrte oder gänzlich Erfrorene wieder zum Leben bringen kann"; "Über Frühjahrskrankheiten nach strengem Winter" , über "Verhalten nach Ueberschwemmungen" , über "das Schicksal der Schauspieler" , "Ratschläge für Reisende" usw. 1781 gründete Mai, trotz heftigen Widerstandes des Medizinalkollegiums, eine Krankenwärterschule, hielt in ihr selber Vorträge und verfaßte ein Büchlein: "Unterricht für Krankenwärter zum Gebrauch öffentlicher Vorlesunge" (Mannheim 1782; 2. Aufl. ebenda 1785). Auch richtete er eine Armenkasse für bedürftige Kranke ein. 1792 verfaßte er auf Veranlassung der Regierung "Vorschriften gegen die herrschende Ruhr" (Mannheim 1793); im gleichen Jahre hielt er die später gedruckten "Medizinischen Fastenpredigten oder Vorlesungen über Körper- und Seelendiätetik zur Verbesseruug der Gesundheit und Sitten" (Tl. 1: Mannheim 1793; Tl. 2: Mannheim 1794 mit dem veränderten Untertitel: "Zur Verbesserung der abgearteten Ehestandssitten, der ehelichen Gesundheit und Kindererziehung des deutschen Vaterlandes". Eins seiner Hauptwerke betitelt sich: "Stolpertus, ein junger Arzt am Krankenbette von einem patriotischen Pfälzer" (Tl. 1: Mannheim 1777, TL 2: 1778, Tl. 3: 1798). Teil 4 erschien unter dem Titel: "Stolpertus, der Polizeiarzt im Gerichtshof der medizinischen Polizeigesetzgebung" (Mannheim 1802). Er enthält den von MAI 1800 .
Seller Inventory # 47107
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