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Lithographie, 1921, auf cremefarbenem Bütten, mit Bleistift betitelt und nummeriert Clelia / 5/13" sowie signiert und datiert Christian Schad / 21". Darstellungsgröße 14,5:8,3 cm, Blattgröße 29,7:22,9 cm. - Von aller größter Seltenheit! - Provenienz: Galleria del Levante, München; Kunsthandel Marion Grcic-Ziersch, München. - Die Zeitung Main Echo" veröffentlichte am 06.01.2012 von Stefan Reis die Besprechung einer Ausstellung in der Aschaffenburger Galerie Viola Seltene Lithographien und Radierungen von Christian Schad - Dabei ein verschollen geglaubtes Porträt von 1921". An späterer Stelle heißt es: Die 1921 entstandene Lithographie Clelia" gilt als Schads graphisches Hauptwerk der 20er Jahre. In einer Auflage von 15 Exemplaren gedruckt, galt sie Jahrzehnte lang als verschollen, bis sie nun in der aufgelösten Sammlung entdeckt wurde. (Dabei handelt es sich um eine Sammlungsauflösung, die auf Vermittlung des Christian- Schad-Archivs in Rottach-Egern zustande kam). Christian Schad wird am 21.8.1894 in Miesbach/Oberbayern geboren. Sein Vater ist der hoch angesehene Geheime Justizrat Carl Schad, seine Mutter Marie entstammt der Familie des Malers Carl Philipp Fohr (1795-1818). Kurz nach seiner Geburt zieht die Familie nach München, wo er ab 1913 an der Münchner Kunstakademie bei Heinrich von Zügel (1850-1941) und Carl Johann Becker-Gundahl (1856- 1925) studiert. Er bricht das Studium nach wenigen Semestern ab und mietet in München Schwabing ein Atelier. Zunächst entstehen expressionistische Holzschnitte. Um nicht zum Militärdienst eingezogen zu werden, flüchtet Schad 1915 in die neutrale Schweiz, nach Zürich. Dort lernt er u. a. Hans Arp (1886-1966), Hugo Ball (1886-1927), Emmy Hennings (1885-1948) und Tristan Tzara (1896- 1963) kennen und schließt sich der Dada"-Bewegung an. Er ist befreundet mit dem Dichter Walter Serner, der auch Herausgeber der Zeitschrift Sirius" ist. Schad arbeitet an Holzschnitten und veröffentlicht sie in Zeitschriften und Graphikmappen. 1915 findet in Zürich die erste Einzelausstellung mit Werken von Christian Schad statt. 1917 zieht Schad nach Genf, dort entwickelt er mit lichtempfindlichen Fotoplatten seine Schadographie" genannten Fotogramme. In den Jahren 1920-1925 leben Schad und Serner zusammen in Rom und Neapel. Seine Bilder aus diesen Jahren zeigen die Anregung durch das unmittelbare Umfeld der italienischen Kulturlandschaft. 1923 heiratet Schad die Italienerin Marcella Arcangeli, sie bekommen einen Sohn. 1925 zieht die Familie nach Wien. Die Ehe wird bereits 1927 wieder geschieden und Schad zieht 1928 nach Berlin. In den Bildern dieser Jahre in Wien und Berlin thematisiert Christian Schad das Großstadtleben. Er porträtiert Künstler, Intellektuelle und Persönlichkeiten des mondänen Lebens. Mit den Malern Otto Dix (1891-1969) und George Grosz (1893-1959) gilt Christian Schad als einer der Hauptvertreter der Neuen Sachlichkeit. Christian Schads Werke werden auf zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten wird es dann jedoch auch für Schad schwierig, er zieht sich mehr und mehr zurück. 1935 wird Schad Geschäftsführer eines Berliner Brauerei-Depots. 1942 wird sein Atelier durch Bombenangriffe zerstört. 1943 zieht Schad nach Aschaffenburg, dort heiratet er in zweiter Ehe Bettina Mittelstädt. Ab Anfang der 1950er Jahre entstehen die sogenannten Magischen Bilder", ab ca. 1960 beschäftigt sich Christian Schad wieder mit den Schadographien". 1962 siedelt Christian Schad nach Keilberg im Spessart über, er stirbt am 25.2.1982 in Stuttgart.
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