Fischel Jacob (1 results)
More images- Hardcover
Seller: Antiq. F.-D. Söhn - Medicusbooks.Com, Marburg, GermanyAntiq. F.-D. Söhn - Medicusbooks.Com
Contact seller5-star sellerCondition: Used
US$ 368.10
US$ 42.02 shippingShips from Germany to U.S.A.Quantity: 1 available
Add to basketErlangen, Verlag von Ferdinand Enke, 1853, 4°, VIII, 134, mit 4 Plänen und 7 Tabellen, Pappband d.Zt.; St.a.Tit. Erstdruck! "Das lebhafte Interesse, welches so viele Kunstgenüssen und Menschenfreunde aller Stände an der Prager Irrenanstalt nahmen und nehmen, so wie der eigene Drang, den h. Behörden und allen edlen Beförderern de…s Guten, welche zum Gedeihen unseres vaterländischen Institutes so heilbringend zusammenwirkten, im Namen der unglücklichen Leidenden den öffentlichen Dank zu zollen, erregte in mir schon längst den Wunsch, eine vollständige Beschreibung unserer Irrenanstalt, ihrer innern Einrichtung, ihr Wirken, ihr Fortschreiten und ihre bisherigen Leistungen zu veröffentlichen. Meine vielfachen Dienstpflichten in der Anstalt liessen mir aber kaum so viel Zeit übrig, um das vielfach zerstreute Material, besonders der frühem Zeit aufzusuchen, dessen Sichtung und vollständige Zusammenstellung ich in einer Zeit vorzunehmen hoffte, in welcher meine bisherige Last von Beschäftigungen mir theilweise abgenommen sein würde. Diese Hoffnung sollte nicht realisirt werden! Doch konnte ich mir es nicht versagen, das Gesammelte so wie es war, zu bieten, um damit von meinen Kunstgenossen und zahlreichen Freunden Abschied zu nehmen, da ich aus dieser Anstalt scheide, in welcher ich beinahe ein ganzes Decennium Gelegenheit hatte, mich für ein wissenschaftliches Fach vorzubereiten, in welchem zu wirken mir weiter nicht vergönnt ist." - Prag am 15. September 1852 / Der Verfasser. Jacob Fischel (1813-1892)tschechischer Arzt und Psychiater; wurde in Lochovice in einer deutschen jüdischen Familie geboren. Das Gymnasium absolvierte er bereits in Prag. Anschließend studierte er an der medizinischen Fakultät der Karl-Ferdinand-Universität in Prag mit dem Schwerpunkt Psychiatrie. Im Jahr 1841 schloss er sein Studium ab und trat in die Prager Anstalt für Geisteskranke ein, wo er als Sekundärarzt von Prof. MUDr. J. B. Riedl tätig war. Ab 1850 wurde er mit der Leitung der gesamten Anstalt betraut. Ende des Jahres 1851 kam es zu Veränderungen in der Leitung der Anstalt, die Jakob Fischel zum Ausscheiden aus der Anstalt veranlassten. Bis zum Jahr 1869 widmete er sich ausschließlich seiner Privatpraxis. Im Jahr 1870 wurde Fischel nach der Pensionierung von MUDr. Frantisek Köstel zum zweiten Mal mit der vorübergehenden Leitung der Anstalt beauftragt. Im Jahr 1871 wurde ein Auswahlverfahren ausgeschrieben, das Dr. med. Fischel gewann. Im Jahr 1873 wurde er zum Professor für Psychiatrie ernannt. Er leitete die Prager Anstalt ununterbrochen bis 1885, als er aus der Anstalt ausschied. Bei seiner Pensionierung erhielt er die höchste Auszeichnung für seine vorbildliche Leitung der Anstalt. Im Jahr 1853 veröffentlichte er seine einzige größere Monografie "Prager Irrenanstalt und ihr Wirken". Zu seinen Schülern gehörten beispielsweise Dr. med. Arnold Pick und Dr. med. Benjamin Cumpelík. Jacob Fischel verstarb nach kurzer Krankheit im Alter von 79 Jahren am 5. Juni 1892 in Prag.