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Item Description: Kl.-8vo (186 x 130 mm). [4] Bl., S. 11-91, (5) S. Hellblaue Original-Broschur, unbeschnitten. Paris, Editions de la Nouvelle Revue Française (Gallimard), (31 Mars) 1926. Widmungsexemplar: "À Madame Margot Hausenstein, un petit signe d'amitié permanente après tant d'années". Rilke signierte dieses Exemplar Ende Juni 1926, sechs Monate vor seinem Tod am 29. Dezember, auf Schloss Muzot bei Sierre im Wallis. Empfängerin war Margot Hausenstein (1890-1997!), verwitwete Lipper, geborene Kohn, Ehefrau des Kunstschriftstellers, Erzählers, Baudelaire-Uebersetzers und späteren ersten deutschen Nachkriegsbotschafters in Paris, Dr. Wilhelm ("Gilles") Hausenstein (1882-1957). Mit ihm war Rilke seit 1915 befreundet und zusammen mit dem Zeichner und Bühnenbildner Emil Praetorius war er auch Trauzeuge bei Hausensteins Hochzeit im Mai 1919. Der Dichter inspirierte das Paar auch bei der Wahl des Vornamens ihres einzigen Kindes, der im Februar 1922 geborenen Tochter Renée-Marie, die erst mit vierzehn Jahren erfahren sollte, dass ihre Mutter Jüdin ist. Die ersten zwanzig der in den 'Vergers' veröffentlichten französischen Gedichte hatte Rilke in den ersten Februartagen 1924 geschrieben, weitere siebzehn folgten im März. Der ebenfalls im Titel erwähnte Zyklus der "Quatrains Valaisans" entstand im August und September 1924 auf Schloss Muzot, das Rilke im Sommer 1921 zu seinem Refugium erkoren hatte. Sein Manuskript schloss Rilke im Mai 1925 ab und ein Jahr später, Ende Juni 1926, konnte das in einer bescheidenen Druckauflage von 884 Exemplaren aufgelegte Buch an die Buchhandlungen ausgeliefert werden. Von Mises 108; Katalog der Rilke-Sammlung Cornelius Ouwehand , Nr. 234; Glauert-Hesse, Ich sehne mich sehr nach Deinen blauen Briefen, Briefwechsel Rilke - Claire Goll (2000), S. 172f. Rilke wrote his autograph dedication to "Madame Margot Hausenstein, un petit signe d'amitié permanente après tant d'années" at the end of June 1926, six months before his death on 29 December, on the Muzot castle near Sierre in the Swiss canton of Valais. The dedicatee Margot Hausenstein (1890-1997!), widowed Lipper, born Kohn, was the wife of the art historian, novelist and translator of Baudelaire Wilhelm ("Gilles") Hausenstein (1882-1957) who after the second World War would become Germany's first ambassador to France in Paris. Rilke and Hausenstein were friends since 1915 and the poet attended Hausenstein's wedding on May 1919 as one of two groomsmen, together with the draughtsman Emil Praetorius. Rilke had written the first twenty French poems of 'Vergers' (Orchards) in February 1924, another seventeen followed in March and the cycle of four lined stanzas ('Quatrains Valaisans' ) in August/September 1924. The manuscript was finished in May 1925 and the printed edition of a total of 886 copies was brought to light at the end of June 1926. - Original light blue wrappers, untrimmed. Bookseller Inventory # B350653

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KIRCHER, Athanasius (1602-1680).

Used Hardcover First Edition

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Item Description: Folio (330 x 205 mm). Mit gestochenem Portrait Kaiser Leopolds, Frontispiz, 2 (1 gefalteten) Kupfertafeln, 17 Kupferstichen und zahlreichen Holzschnitten im Text, Titel mit gestochener Vignette (Ansicht des Klosters Kempten). [21] Bl., 229 S., [8] Bl. (Epistola P. F. Eschinardi und Index). Pergamentband d. Z. mit Ueberstehkanten und hs. Rückentitel. Kempten, Rudolf Dreher, [April] 1673. Frisches Exemplar der Erstausgabe des ersten vorrangig der Akkustik gewidmeten Werks, in dem Athanasius Kircher eine wissenschaftlich fundierte Lehre von Echo und Schall ausbreitet. Als erstes Resultat seines Interesses und Verständnisses für Musik, das substantieller Teil seiner christlichen Weltanschauung war, erschien 1650 in Rom die enzyklopädische Musurgia universalis. Einem allgemeinen Wunsch entsprechend, edierte Kircher dreiundzwanzig Jahre später diesen um neue Inhalte bereicherten Auszug über akustische Fragen, worüber er zweifelsfrei bereits in Würzburg und dann auch in Rom Vorlesungen gehalten hatte. Das Buch steht in der Tradition der von Wissenschaftlern wie Giuseppe Biancani, Marin Mersenne und Daniello Bartoli verfassten Literatur über das Echo. Kircher stellt zehn Thesen zur Disposition, die er auf alle Anwendungsmöglichkeiten hin anhand zahlreicher Experimente zu beweisen trachtet, speziell zur Schallreflexion in Räumen mit elliptischem Deckengewölbe, an Mauern oder zur Schallreflexion in einem gekrümmten Hörrohr, zum Lauschvorgang im "Ohr des Dionysios" in Syrakus und zur Wirkungsweise der Schallgefässe des Vitruvius in einem antiken Theater. Im kürzeren zweiten Teil der Phonurgia untersucht Kircher die im vorausgegangenen Teil gewonnenen objektiven Erkenntnisse über das akustische Verhalten des Schalls in ihrer Wirkung auf den seelischen Bereich des Menschen und dessen mögliche Affektion durch die Musik. Kircher gilt auch als Erfinder der im Text als "machinamentum X" bezeichneten Aeolsharfe (auch Geister-, Wind- oder Wetterharfe genannt), ein harfenartiges Saiteninstrument, dessen Saiten durch Einwirkung des natürlichen Luftstroms zum Klingen gebracht werden. Ihr Name leitet sich von Aeolos, dem griechischen Gott des Windes, her. Das reich illustrierte Buch enthält mit die frühesten Darstellungen akustischer Phänomene, ein kleinerer Holzschnitt auf S. 160 zeigt eines der frühesten Hörgeräte ('Ellipsis otica'), der halbseitige Textholzschnitt auf S. 84 illustriert eine Einrichtung zur Tonverstärkung in einer grossen Halle. Bemerkenswert an der vorliegenden Veröffentlichung ist auch der Druckort Kempten im Allgäu, ein Ort der in Kirchers Bibliographie nur bei dieser einen Schrift erscheint. Ursache gab einerseits die wegen kriegerischen Unruhen in Amsterdam erfolgte Schliessung der Offizin von Kirchers langjährigem Druckerverleger Johann Janszoon und andererseits das Drängen der Kemptener Klosterdruckerei, ihr den ehrenvollen Druck zu übertragen; schliesslich konnte im April 1673 mit der zügigen Drucklegung begonnen werden. Mit gestochenem Wappenexlibris von dem aus Buchloe stammenden Augustin Erath von Erathsberg (1648-1719), baierischer Chorherr des Augustiner Stifts Wettenhausen, der über Philosophie, Theologie und Geschichte publizierte. Dünnhaupt 2345, 6; Hein, Die Drucker und Verleger A. Kirchers, 42; De Backer/Sommervogle IV, 1068, 31; Merril 25; Scharlau, A. Kircher als Musikschriftsteller (1969), 52f. A beautiful fresh copy of the editio princeps of the first book published in Europe devoted entirely to acoustics. After Kircher's encyclopedic compendium of musical facts and speculation, the Musurgia universalis of 1650, this is his sesond work dedicated to music. On general request the polymath and "the last Renaissance man" (J. Godwin) published with his Phonurgia nova (New method of sound production) an enlarged abstract on accoustics, on which he had lectured at Würzburg and in Rome. The book is the outcome of the tradition of literature on echo, as studied by the mathematicians Giuseppe Biancani, Marin Mersenne, Bookseller Inventory # B348195

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Item Description: Folio (355 x 240 mm). Mit allegorischem Kupfertitel, radierter Widmung und Portrait des jungen Herzogs Francesco II. d'Este und 14 Kupfertafeln (davon 9 gefaltet und 2 doppelseitig), gestochen nach Carlo Virginio Draghi, Francesco Torri, Giacomo Carboni, Michele Augusta, Prospero Manzini, Cristoforo Cattelli und Orazio Talami durch Giuseppe Maria Mitelli. [6] Bl., 137, [7] S. Original Interims-Brochure (kurzer Einriss oben des Vordergelenks). Reggio [Emilia], Per Prospero Vedrotti, (1675). Eines der prachtvollsten italienischen Festbücher aus dem Zeitalter des Barock. In Bild und Wort beschrieben werden die am 13. Mai 1674 in Ariosts Geburtsstadt Reggio Emilia gegebenen Festlichkeiten, die aus Anlass der Krönung der Madonna della Ghiara stattfanden. Die nach verschiedenen Künstlern von Giuseppe Maria Mitelli (1634-1718) gestochenen und teilweise mehrfach gefalteten Kupfertafeln zeigen den opulenten Festzug, prächtige Festwagen, Prunkbauten, Festaltäre und die Krone. "L'opera del Certani è in modo esemplare rappresentativa di un' epoca . L'edizione rappresenta uno die vertici dell' arte tipografica reggiana. L'opera è infatti illustrata da didiassette splendide incisioni del celebre Mitelli che raffigurò in esse la Madonna della Ghiara, il duca Francesco II, cui l'opera é dedicata, ed i carri trionfali allestiti in occasione della solenne incoronazione del 1674" (M. Festanti). - Komplett mit dem Widmungskupfer auf den vierzehnjährigen Herzog Francesco II. d'Este, Sohn des Alfonso IV. d'Este, der am 6. Juli 1662 dessen Nachfolge angetreten hatte. - Sehr schmaler Braunrand in den Fälzen der Tafeln, ein sehr schönes Exemplar im ersten Einband. Watanabe-O'Kelly/Simon 549; Gourary Collection 400; Un santuario e una città (exhibition cat. 1974), p. 276, no. 59 ("Lussuose edizione, con la ricchezza delle incisione e gli artistici frontespizi, riflettone, dal punto di vista tipografico, l'ideologia religiosa dell'epoca"); Ruggeri 820; Bertarelli, Le incisioni di G. M. Mitelli. Cat. critico (1940), S. 144-146, Nrn. 641-657; Berlin Kat. 3222; Vinet 816. One of the most sumptuous Italian Fête-books of the 17th century. ONE OF THE MOST LAVISHLY ILLUSTRATED 17TH-CENTURY ITALIAN FESTIVAL BOOKS, DESCRIBING THE SOLEMNITIES ON THE OCCASION OF THE CORONATION OF THE MADONNA DELLA GHIARA IN REGGIO EMILIA ON 13 MAY 1674. "Lussuosa edizione, con la ricchezza delle incisione e gli artistici frontespizi, rifletta, dal punto di vista tipografico, l'ideologia religiosa dell'epoca" (Un santuario e una città, manifestazioni celebrative del 3° Centenario dell'Incoro-nazione della Madonna della Ghiara 1674-1974, Exhib. cat. 1974), p. 276, nr 59.) Giuseppe Maria Mitelli (1634-1718) engraved the large folding plates after drawings of various artists. They depict magnificent processions, luxury state coaches, pompous decorations, festively built altars and the crown. The text was written by the Bologna professor of philosophy and Lateran Abbot Giacomo Certani. Excellent copy complete with the engraved dedication to the fourteen years old Duke Francesco II d'Este (1660-1694), son and since 1662 successor of Alfonso IV d'Este. Folds of the plates with some browning, else a fine copy in its first binding. Bookseller Inventory # B346183

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Item Description: Nürnberg, (Hieronymus Andreas Formschneider), 1525. Bookseller Inventory # B351414

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Item Description: Gr.-Folio (545 x 425 mm). Mit 30 nummerierten Doppeltafeln, nach Stern radiert von Francesco Barbazza. 115 (recte 55) S. Text. Gesprenkelter Pergamentband d. Z., Rücken über 6 erhabenen Bünden (Ecken und Rückenenden minimal berieben oder bestossen). Roma, Antonio Fulgoni, 1784 [-1785]. Aufwendig illustriertes Architekturwerk über die zwischen 1551 und 1554 von Giacomo Barozzi da Vignola, Vasari und Michelangelo im Auftrag von Papst Julius III. erbaute und 1778 renovierte Villa Giulia an der Via Flaminia in Rom. Giovanni Stern war einflussreicher Architekt der päpstlichen Paläste und Mitglied einer Gruppe von Kunstkritikern und Baumeistern, die die Entwicklung der europäischen Architektur entscheidend mitprägten. Unter Sterns Auftraggebern finden sich nebst dem Papst auch so einflussreiche römische Familien wie die Chigis, Altieris oder Riccis. Der detailreiche Begleittext gibt nicht nur eine Darstellung der Baugeschichte sowie die systematische Beschreibung der Villa Giulia, sondern eröffnet auch tiefere Einblicke in die Gedankenwelt und Ueberzeugungen des Architekten und Bewunderers Vignolas. "Throughout his discussion Stern proposes minor changes in the composition of the building, suggesting that he is merely ventriloquizing Vignola's intentions. Stern's admiration for Vignola's architecture, based on a close study of the villa, is evident in both the text and illustrations" (Millard). Während die ersten 26 doppelblattgrossen Tafeln, die nach Sterns zeichnerischen Vorlagen von Francesco Barbazza (tätig um 1765-1790) akkurat in Kupfer gestochen wurden, Pläne sowie Innen- und Aussenansichten der Villa Giulia wiedergeben, zeigen die Tafeln XXVII-XIXX Ansichten der als zur Villa dazugehörig erachteten Kirche Sant'Andrea. Sie war Vignolas erster verbürgter Sakralbau und nimmt in der Entwicklung sakraler Zentralbauten einen hervorragenden Platz ein. Erstellt wurde Sant'Andrea im Gedenken an die Befreiung Papst Clements VIII. aus der Geiselhaft Kaiser Karl V. im Jahr 1527. Die dreissigste und letzte Tafel reproduziert die durch den Archäologen Ennio Quirino Visconti revidierte Fassung der lateinischen Mauerinschrift über dem Eingang zur Villa Giulia. Durch den immensen Aufwand bedingt, den der Druck der ungewöhnlich gefalteteten Textblätter sowie der dreissig doppelblattgrossen Kupfertafeln erforderte, dürfte der komplette Band entgegen des Titeldatums tatsächlich erst im Laufe des Jahres 1775 vorgelegen haben. "The volume is made-up in an unusual way, being printed on a series of full sheets, with letterpress and engravings intended to form a single paginated sequence; however, the plates do not bear the appropirate pagiantion, but are numbered as a separate sequence, and this, coupled with the unwieldy page-size and regular blank rectos, has evidently given some binders a severe headache, resulting in the misbinding of copies" (BAL). - Stellenweise papierbedingte Bräunung der Textblätter und gelegentlich unbedeutende Stockflecken im Aussensteg, ein vorzüglich erhaltenes Exemplar der einzigen Veröffentlichung Giovanni Sterns, "fatto colla massima intelligenza da un artista assai distinto" (Cicognara). Cat. British Architectural Library BAL 3155; Berlin Katalog 2730; Cicognara 3887; Millard Architectural Collection IV, Nr. 132; Schudt, Le guide di Roma (1930), 1107; Olschki, Choix de livres anciens XI, 18105; Debenedetti, Roma borghese: Case e palazzetti d'affitto (1994-95) II, 38-45. A lavishly illustrated architectural monograph on the Villa Giulia at the Via Flaminia in Rome, commissioned by Pope Julius III and constructed between1551 and 1554 by Giacomo Barozzi da Vignola (1507-1573) and renovated in 1778. Born into a family of of artists of Bavarian origin Giovanni Stern was part of a group of talented architects and art critics in Rome - among them Antonio Asprucci and Pietro Camporese - who together decisively influenced the development of architecture in Europe. Apart of Popes Stern also worked for such inlfuential familie. Bookseller Inventory # B349019

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Item Description: 2 Bde. Folio (363 x 230 mm). Mit allegorischem Frontispiz und 45 röm. nummerierten Kupfertafeln (teilweise gefaltet oder doppelblattgross), gestochen u.a. von William Hulett, C. Moore und Gerard van der Gucht. Deide Drucktitel in Rot und Schwarz mit Druckermarke radiert von D. Coster [4] Bl. LII, 217 S.; [2]Bl., 313 S. [recte 323, Seite 76 springt auf 67 zurück], 73 S. (Appendice [recte 71, Seite 36 springt auf 39]), S. 73-96 (Appendice second). Geglättete Kalbslederbände d. Z. über 6 erhabenen Bünden, Deckel mit Dreifachfilete in Goldpräung, mit reicher Rückenvergoldung und rotem Lederrückenschild, Steh- und Innenkantenvergoldung, marmorierte Vorsätze, Rotschnitt (Rücken an Kopf und Fuss in den Vordergelenken oben und unten eingerissen, Ecken bestossen). La Haye, Pierre Gosse et Jean Neaulme, 1729. Erste französische Ausgabe in zwei Folio-Bänden von Kaempfers herausragender Landesbeschreibung Japans, die vor allem in dieser französischen Uebertragung - als Fremdsprache war Englisch in Europa noch wenig verbreitet - das Japan-Bild der Europäer im Jahrhundert der Aufklärung prägte. Der aus Zürich stammende Herausgeber und Uebersetzer der 1727 vorausgegangenen englischen Erstausgabe (The History of Japan), Johann Caspar Scheuchzer (1702-1729) stand zeit seines viel zu kurzen Lebens ganz im Schatten des Vaters, dem herausragenden Naturforscher Johann Jakob Scheuchzer. Auf dessen Wunsch hin war Johann Caspar im Sommer 1722 nach London gereist, wo er durch glückliche Fügung im darauffolgenden Jahr Aufnahme und schliesslich grosszügige Förderung im Haus des einflussreichen Sir Hans Sloane (1660-1753) fand. Der als Leibarzt der englischen Könige wirkende Sir Hans Sloane war kurz zuvor Besitzer von Kaempfers deutscher Original-Handschrift ("Heutiges Japan") geworden. Da der ursprünglich für deren Uebersetzung ins Englische vorgesehene Gelehrte wegen anderen Verpflichtungen absagte, beauftragte Sloane den jungen Zürcher mit der Aufgabe. Ende Sommer 1725 lagen bereits zwei Drittel der englischen Uebersetzung vor und die auf Kaempfers eigenen Zeichnungen, sowie auf weiteren herangezogenen Quellen, durch Scheuchzer überarbeiteten Vorlagen für die Radierungen waren Ende des Jahres 1726 für die Drucklegung bereit. Die von Kaempfer selbst in Aussicht gestellte Anzahl an Illustrationen wurde durch den Herausgeber auf insgesamt mehr als 130 Einzeldarstellungen markant angehoben. Seine nicht auf Kaempfers Skizzen zurückgehenden Vorlagen zeichnete Scheuchzer als Kupferstichvorlagen nach den aus Asien mitgebrachten Objekten und Büchern. "The prints in Engelbert Kaempfer's work can be grouped into 1) architecture and landscapes, 2) illustrations based on Japanese water-colours, 3) copies of Japanese woodcuts, 4) Kaempfer's drawings from the journey to Nagasaki to Edo [Tokyo], 5) maps and plants, 6) miscellaneous" (Jörg Schmeisser, Changing the Image: The Drawings and Prints in Kaempfer's History of Japan, in: Bodart-Bailey/Massarella, The Furthest Goal [1995], S. 140). Obgleich von der London Royal Society gefördert, lagen 1727 nur 162 Subskriptionen auf die Erstausgabe vor. Der komplette Text, inklusive dem nur späteren Exemplaren der englischen Erstausgabe mitgegebenen zweiteiligen Anhang, übersetzte der als Glaubensflüchtling in London lebende Journalist Pierre Desmaizeaux (oder Des Maiseaux 1666/73-1745). Die Widmung richtete er an den Fürsten Johann Wilhelm Friso, Prinz von Oranien und Nassau. In gekürzter Form fand Desmaizeaux' Uebersetzung auch Aufnahme in Jean-Baptiste Duhaldes 'Description de la Chine et de la Tartarie chinoise'.(1735). Diese 'Beschreibung Chinas und der chinesischen Tartarei' wiederum diente schliesslich 1747-49 als Vorlage für die erste deutsche (Rück-)Übersetzung von Engelbert Kaempfers Text ('Ausführliche Beschreibung des Chinesischen Reichs und der grossen Tartarey'). - Gelegentliche schwache Stockflecken, der Kupfertitel im Rand stärker, der erste Band stellenweise mit kleinen Wasserflecken im Rand, minimale Stockfl. Bookseller Inventory # B351552

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Item Description: 7 in 3 Bdn. 8vo. Mit gest. Frontispiz. Titel in Rot und Schwarz. [22] Bl. (inkl. Frontispiz), 403 S.; Titel, 360, [6] S.; Titel, 360 (recte 362), [4] S.; Titel, 353, [10] S.; Titel, 317, [9] S.; [8] Bl., 343, [9] S.; [39] Bl., 320 S. Kalbslederbände d. Z. mit reicher Rückenvergoldung und Rückenschild, Stehkantenveroldung. Erster Band mit kurzem Wurmgang auf dem Vorderdeckel und kleiner Läsur im Rücken, Vordergelenk des dritten Bandes mit kurzem Einriss. Leipzig, Paul Straube [Teile I (1725) und VII (1727)] und Thomas Fritsch [Teile II (1697), III (1710), IV (o. J.), V (1710), VI (1722)], 1697-1727. Berühmten Sammlung galanter Liebesgedichte des Spätbarock, welche auch die deutsche Tradition nationalsprachlicher Anthologien begründete. Die beiden ersten, von Benjamin Neukirch edierten Bände enthalten in grösserer Zahl die erotischen Dichtungen von Hoffmanswaldau (1616-1679) und sind "ein Bekenntnis zum Geschmack der siebziger Jahre, . eine Mahnung zu dichterischer Bemühung an die Deutschen" (Richard Newald). Die Neukirchsche Sammlung zeigt in den späteren Bänden nicht nur den Geschmackswandel und die Ausrichtung der deutschen Lyrik nach Boileau, sondern auch die Ablösung der Schlesier durch die Hamburger und Leipziger "Die Sammlung begleitet die Wendung vom Schwulst zur Aufklärung" (Richard Newald). Viele Gedichte anderer Dichter wurden in dieser Sammlung erstmals veröffentlicht, so u. a. von Johann von Besser, August Bohse, Friedrich Ludwig Freiherr von Canitz, Simon Dach, Johann Christoph Gottsched, Christian Gryphius, Christian Friedrich Hunold, Friedrich von Logau, Caspar Lohenstein, Erdmann Neumeister, Christian Heinrich Postel, David Schirmer Andrea Tscherning und Christian Weise. Der letzte, siebte Band in Erstausgabe, die anderen in späteren Drucken. Selten komplett wie hier. J. J. Bethman (Besitzeintrag auf zwei Titlen). Dünnhaupt 1.I. f; 1.II. e; 1.III. a; 1.IV. f; 1.V. b; 1.VI. a; 1.VIII.; Hayn/Gotendorf III, 323; Jantz 1866; Burger, Annalen der deutschen Literatur, 403. Bookseller Inventory # B351606

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Item Description: Kl.-Folio (314 x 205 mm). Mit 106, davon 85 ganz- und 16 halbseitigen, Textholzschnitten von Conrad Schnitt (und Hans Rudolf Manuel Deutsch), 52 Initialen in Holz- oder Metallschnitt sowie halbseitengrosser Holzschnitt-Druckermarke auf Titel und Schlussblatt verso. [108] Bl. Roter Maroquineinband, signiert vom Lyoner Meisterbinder [Jean-Pierre] Bruyère (1804-1870), Rücken über 5 erhabenen Bünden. Basel, Hieronymus Froben und Nicolaus Episcopius, 1552. Breitrandiges, in Ganzmaroquin gebundenes Prachtexemplar der berühmten Basler Ausgabe der 'Notitia dignitatum', als erste komplette und erste illustrierte Edition der Archetypus sämtlicher späteren 'Notitiae rerum publicarum' (Staatenbeschreibungen). Das am Ende der Herrschaft der Kaiser Arcadius und Honorius kompilierte Verwaltungshandbuch des spätantiken West- und Ost-Roms besteht aus den zwei Notitiae dignitatum tam civilium quam militarium in partibus orientis, resp. occidentis. Herausgeber unseres Drucks war der aus Prag stammende Sigismund Gelenius [Sigmund Hrubý (1497-1554)], der 1524 nach Basel übersiedelte, wo er zunächst als Privatsekretär (Amanuensis) des Erasmus von Rotterdam - dessen 'Moriae encomium' 1512 von Gelenius' Vater Rehor Hrubý (1460-1514) ins Tschechische übersetzt worden war - und schliesslich als Philologe und Herausgeber im Dienste der Froben-Presse wirkte. Gelenius hebt in seinem Widmungsbrief an Andreas Vesalius, Verfasser von 'De humani corporis fabrica' und Hofarzt Karls V., explizit auch den Beitrag des 1547 gestorbenen Elsässer Humanisten Beatus Rhenanus hervor, der die 'Notitia dignitatum' spätestens seit 1525 in Form einer damals im Besitz des Buchdruckers Froben befindlichen kolorierten Handschrift kannte. Für die Illustrierung der offenbar schon früh geplanten Druckausgabe wurde der in Konstanz geborene und seit 1519 in Basel wirkende Maler und Holzschneider Conrad Schnitt (1495-1541) gewonnen, der alle oder die Mehrzahl der Holzschnitte bereits 1536 herstellte. Als direkte Vorlage diente dem Künstler eine Handschrift der Dombibliothek Speyer, die sich damals vorübergehend in Basel befand und dann im 17. Jahrhundert verloren ging. Sicher nicht von der Hand Conrad Schnitts stammen die Holzschnitte auf Bl. *3v (Imperium Orientale) und Bl- *4r (Imperium Occidentale), die wie auch der Holzschnitt auf a4r (Konstantinopel) sehr wahrscheinlich vom jüngeren Hans Rudolf Manuel Deutsch (1525-1571) stammen. Die über hundert grossformatigen Illustrationen zeigen zu Beginn als Repräsentanz des west- und oströmischen Reichs die allegorischen Figuren der Städte Rom und Konstantinopel (Byzanz). Danach folgen die Insignien der Hof-, Zivil- und Militärbehörden; jedem Beamten wurde bei seinem Amtsantritt jeweils ein kaiserliches Diplom (Codicillus) überreicht, worin auf der ersten Seite emblemhaft dargestellt war, mit was er sich im Amt zu beschäftigen hatte. Die Bedeutung der Insignien erschliesst sich dem heutigen Betrachter zwar nicht in jedem Fall, aber bei den meisten ist sie ohne grössere Schwierigkeit zu erkennen, so z. B. hat der Comes rerum privatarum (Bl. C6v) neben einem mit einem Tuch überhängten Tisch, auf dem ein Bildnis des Kaisers drapiert ist, einen Kleinodienkasten, diverse Arten goldener und silberner Schnallen, Spangen, Goldmünzen, Schmuckkasten, Vasen mit Geldmünzen etc. Die Basler Holzschnitte waren wiederum direkte Vorlagen für die von Guido Panciroli 1593 in Venedig edierte und kommentierte Ausgabe der 'Notitia dignitatum'. Alle römischen Provinzen werden - mit Ausnahme Palästinas - emblematisch durch weibliche Gestalten wiedergegeben. Die ganzseitigen Kartenbilder tragen jeweils die Namen der Garnisonen und zeigen die für die Region typischen Denkwürdigkeiten und Tiere, wobei auffällt, dass bei den Karten Ostroms mehr Details erscheinen als bei den einfacher gehaltenen Karten Westroms. Die als Festungen dargestellten Garnisonen sind hierarchisch wiedergegeben, die wichtigsten zu oberst und die weniger bedeutenden darunter. Am Schluss mit. Bookseller Inventory # B351198

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Item Description: 2 Bde. Folio (393 x 237 mm). With portrait frontispiece engraved by R. White, 51 double-page engraved maps by and after Robert Morden, and 9 copper engraved plates with coins, 1 full-page engraving in the text and several woodcuts in the text. Typographic title in red and black. [34] leaves (incl. frontispiece), 268 roman numbered columns, Zwischentitel (The Counties of England and Wales), 696 arab. num. Kol.; Titel in Rot und Schwarz, arab. num. Kol. 697-1526, [88] Bl. (Appendix und Index: das letzte ist lose). Kalblederbände d. Z. (Deckel fast lose). London, Printed for James and John Knapton, John Darby u.a., [1730]. Camdens Klassiker, die erste topographische Gesamtdarstellung der britischen Inseln, war erstmal 1586 noch ohne irgendwelche Illustrationen erschienen, erst die 1607 mit Karten ausgestattete Version wurde schliesslich für den nachhaltigen Erfolg des Werks entscheidend. Für die von Edmund Gibson (1670-1748) besorgte und viel gerühmte Ausgabe von 1695, schuf schliesslich der Kartograph Robert Morden (um 1650-1703) neue Kartenblätter, die das Werk zum massgebenden englischen Atlas dieser Art im 17. und 18. Jahrhundert machte. Die vorliegende, undatierte Edition von 1730 enthält als Neusatz den unveränderten Text sowie dieselben Karten der 1722 von Awnsham Churchill verlegten Ausgabe. Nach dessen Tod 1728 war das Copyright für Camdens 'Britannia' an eine Gruppe von Londoner Verlegern verkauft worden, die zwei Jahre später die vorliegende Ausgabe herausbrachten. Die von Robert Morden geschaffenen Karten gründeten auf den vermessungstechnisch letzten Daten, obgleich einige Gest. Exlibris William Milbourne, Esq. of Lincoln's Inn und hs. Besitzeintrag: W. Milbourne, 1742 im Spiegel des Vorderdeckels. Hodson, County Atlases of the British Isles, vol. I (1997), no. 170; Brunet I. 1511; English Short Title Catalog, N43508. As Camden's classic work had appeared first in 1586 without any illustrations, it was the sixth edition in folio of 1607 with maps that became crucial. For the celebrated 1695-edition by Edmund Gibson (1670-1748), the cartographer Robert Morden (c. 1650-1703) designed new county maps which were engraved by John Sturt and made the edition the best known 17th and 18th century atlas of its kind. The present undated edition of 1730 is a reissue of the text sheets and maps of the previous 1722 edition published by Awnsham Churchill. After his death in spring of 1728, the copyright was bought by a group of ten London booksellers who published their new edition in 1730. Robert Morden's maps were based on the most up-to-date surveys available, although some drew on the first such county maps by Christopher Saxton and John Speed. The copper engraved maps, invariably with decorative cartouches, belong to the most popular county maps of Great Britain. - In this edition the editor's statement follows the statement of the author. - Narrow waterstain in outer margins at the end of the first volume. Bookseller Inventory # B351553

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DOLCE, Lodovico (1508-1568).

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Item Description: Kl.-8vo. [4], 119, [1] Bl. Mit 23 teilw. ganzseitigen Holzschnitten im Text und schöner Druckermarke (Pegasus) auf dem Titel. Flexibler Pergamentband d. Z. (ohne Schliessbänder). Venedig, Giovanni Battista und Melchiore Sessa, 1562. Erste Ausgabe dieses recht seltenen, gut illustrierten frühen italienischen Werks zur Mnemotechnik, verfasst von dem venezianischen Polygraphen Lodovico Dolce (1508-1558). Es ist eine Paraphrase in Dialogform auf Johann Host von Romberchs Congestorium artificiose memorie (Venedig, G. de Rusconi, 1520). Die Original-Holzstöcke der dreiundzwanzig Text-Holzschnitte jener Ausgabe waren von den Brüdern Sessa aufgekauft und bereits für ihre eigene, 1533 erschienene, Host von Romberch-Ausgabe verwendet worden. Host von Romberch aus Westphalen trat 1496 dem Dominikaner Orden bei und studierte zwischen 1516 und 1519 in Bologna. Danach war er an der Universität von Köln tätig. Die auf frühere Werke zur Mnemotechnik (vor allem Jacobus Publicius' Artes orandi epistolandi memorandi) zurückgehenden Illustrationen zeigen u. a. einen menschlichen Kopf mit der schematischen Darstellung der für die Erinnerung wichtigen Teile sowie ein schönes Bilder-Alphabet (Bl. 52v-55v). Diese Holzschnitte wurden noch bis Ende des 16. Jahrhunderts immer wieder verwendet. - Titel etwas fleckig, zu Beginn geringfügig gebräunt, kurzer Einriss im fliegenden Blatt hinterlegt, insgesamt ein ausnehmend gut erhaltenes Exemplar. - Young 91; Sander/Rava 2451; Adams D 732; Mortimer, (Italian), 157; STC, (Italian), 220; Brunet II, 789. First edition of Lodovico Dolce's (1508-1558) version of Host von Romberch's (fl. 1485-1532) "Congestorium artificiose memorie", which draws on a wide variety of sources. Dolci gives the usual use of memory 'loci' (mental places for storing data) and discusses mental images or symbols of information to be recalled. The original book blocks, used first in 1520 by Giovanni de Rusconi, were acquired by the Sessa brothers for their edition of Host von Romberch's work in 1533, one section depicts a.o. a visual alphabet, in which the images used resemble the shape of letters. The final part, apparently much influenced by Thomas Aquinas, deals with the memorization of grammar and of abstract concepts from the sciences and theology. - Title stained, somewhat browned at the beginning, short tear in first fly-leaf strengthened, on the whole a well-preserved copy in its contemporary flexible vellum binding (ties gone). Bookseller Inventory # B351338

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Item Description: Folio (470x330mm). Mit 125 Kupferstich-Portraits innerhalb architektonischer Umrahmung, nach Giovanni Battista radiert von D. Custos. [6] Bl., [125] Bl. Schweinslederband über Pappe, Rücken über 6 erhabenen Bünden, Deckel mit sechsfacher Einrahmung in Rollenprägung, Mittelstück mit ornamentalem Ornament und Eckfleurons in Blingprägung. Oeniponti (i.e. Innsbruck), Johannes Agricola, 1601. Prachtexemplar der Erstausgabe des ersten im Druck erschienenen illustrierten Museumskatalogs. Erzherzog Ferdinands II. von Tirol (1529-1595) grossartige Sammlung auf Schloss Ambras bei Innsbruck vereinte die meisten Rüstungen der berühmten Potentaten und Feldherrn des 15. und 16. Jhs. Der 1565 als persönlicher Sekretär und Kammerdiener des Erzherzogs in dessen Dienste getretene Jacob Schrenck von Notzing begann auf dessen Bitte mit dem Erstellen eines Bildinventars der in der Heldenrüstkammer systematisch zusammengetragenen Sammlung von Harnischen. Sie sollte nicht zuletzt auch die Erinnerung an die Person des Sammlers selbst für die Nachwelt bewahren. Die Sammlung ist in Programm und Präsentation wohl am treffendsten als Schaubühne von Tugend und Gedächtnis zu bezeichnen (Alfred Auer). Die 126 prachtvollen Kupfer nach den Vorzeichnungen von Giovanni Battista Fontana (1541-1587) stach der in Antwerpen als Sohn des Malers Pieter Balten geborene, in Augsburg wirkende Kupferstecher und Verleger Dominikus Custos (1550/59-1615) ab 1582. 1603 erschien beim selben Verleger eine deutsche Übersetzung und 1735 wurde in Nürnberg von J. D. Köhler eine Kopie mit wesentlich kleineren Abbildungen und ohne architektonische Rahmung als Ambrasische Helden Rüstkammer ediert. Die Namen der Portraitierten wurden im vorliegenden Exemplar in brauner Tinte in die in allen Exemplaren unbedruckt gebliebenen Schilder im Unterrand eingetragen. Cockle 928; VD 17 (Online Kat.) 23:230480V; Fairfax Murray, (German), 396; Waldner, Tiroler Buchdruck, 250, 95; Colas 2690; A. Auer, Erzherzog Ferdinand II. Renaissancefürst und Herr über Rüstkammern, Kunstkammer und Bibliothek auf Schloss Ambras, in: Natur und Kunst. Handschriften und Alben aus der Ambraser Sammlung Erzherzog Ferdinands II., (Ausstellungskat. Wien, 1995), Nr. 4; E. Scheicher, Historiography and Display: The Heldenrüstkammer of Archduke Ferdinand in Schloss Ambras, in: Journal of the History of Collections II/1 (1990), 69-79. Editio princeps. Beautiful copy in its contemporary blind-tooled binding of the first illustrated museum catalogue ever printed. The Roman Catholic Archduke Ferdinand II of Tirol (1529-1595) was an avid collector of weaponry and armoury, that had originally belonged to all sorts of princes and potentates. His main interest was history, and in order to document this interest he created the pictorial programme of the so-called "Spanish Hall" and a collection of over 1000 portraits of European nobleman and women. He assigned his personal secretary Jacob Schrenck von Notzing to write a catalogue of the collection of armory (Heldenrüstkammer) housed at Schloss Ambras near Innsbruck which finally was brought to print in 1601 only. The magnificent catalogue (known as Armamentarium heroicum) shows very rare examples of armours from the 15th and 16th centuries which originally belonged to illustrious persons such as the Emperor Maximilian I or Prince Maurice of Orange. The objects themselves were displayed in Ambras castle in a strict hierarchic order. "Die Sammlung ist in Programm und Präsentation wohl am treffendsten als Schaubühne von Tugend und Gedächtnis zu bezeichnen" (Alfred Auer). In 1582 the Antwerp born Augsburg engraver and publisher Dominicus Custos (1550/59-1615) started to engrave the in all 126 portraits after the drawings of Giovanni Battista Fontana (1541-1587). The book is designed so that a full-length portrait engraving of the armour's former owner faces a page containing the biography of the figure shown. The noble figures are all in full armour and standing in niches with elabora. Bookseller Inventory # B343301

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KEMPIS, Thomas à (1380-1471).

Used Hardcover First Edition

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Item Description: Kl.-8vo (120 x 90 mm). [118] Bl. (von 120, ohne die beiden leeren Bl.). [Kollation: A2-7 (A1 unbedruckt fehlt, A2-A5 Index, A6 leer, A7-A8 Vorwort), a-o8 (a1recto Text, o7recto Kolophon, O8 unbedruckt fehlt)]. 25 Zeilen. Pergamentband des 18. Jhs. Brescia, Jacobus Britannicus (Giacomo und Angelo Britannico), 6. Juni 1485. Seltene, insgesamt die siebte, Inkunabel-Ausgabe von Kempis' 'De Imitatione Christi', einer der grossen Klassiker westlicher Spiritualität und einer der populärsten und meistgedruckten christlichen Texte mit über hundert Uebersetzungen. Bestehend aus vier Teilen, formulieren die beiden ersten Bücher Regeln zum geistlichen Leben, die auf dem Weg zum Reich Gottes Anleitung sein wollen. Im dritten Abschnitt steht die Gnade Gottes als Quelle für Trost und Erfüllung im Zentrum. Durch Selbstverleugnung soll der Mensch zur Freiheit geführt werden. Im Schlussteil wird dem Dialog zwischen Mensch und Gott die Dimension der Eucharistie und Kommunion hinzugefügt. "Vor dem Hintergrund einer zur 'Kopfreligion' gewordenen theologischen Scholastik und ausufernder mystischer Visionen rief Kempis' Werk Bewunderung hervor und zog viele Menschen mit seiner 'neuen Frömmigkeit' an" (Eckert/Herms). Zehn Jahre nach der Editio princeps, die Günther Zainer 1472 in Augsburge verlegte, erschienen zwischen 1482 und 1485 sieben weitere Druckausgaben in: Metz, Barcelona, Venedig (2), Löwen (2) und Brescia. Letztere ist "of unusual interest. It was published by Jacobus Britannicus (Giacomo Britannico) at Brescia, on June 6th, 1485. It begins with the usual table of contents. This is followed by a unique prefatory devout address or sermon, and then follows the following curious statement, which proves that the controversy as to the authorship was already acute in the late 15th century: 'Incipit opus Beati Bernardi saluberrimum de imitatione Christi: et contemptu mundi: quod Johanni Gerson cancellario Parisiensi attribuitur'. This is apparently printed from the same manuscript as the Venice edition of the same year" (Jean de Montmerency, Thomas à Kempis. His Age and Book (1906), S. 123f.). Die Frage der Autorschaft konnte nie restlos geklärt werden und neben dem Namen des Augustiner Predigers und Schriftstellers Thomas von Kempen am Niederrhein wurden u.a. auch die von Jean Gerson (1363-1429), dem Kanzler der Universität von Paris, und vom hl. St. Bernhard von Clairvaux (1090-1153) genannt. Im 16. Jahrhundert wurde auch noch der des spätmittelalterlichen Erbauungsschriftstellers Ludolf von Sachsen (der Karthäuser) ins Feld geführt. Die lombardische Kleinstadt Brescia zählte durch die 1472 von Tommaso Ferrando gegründete erste Druckerei der Stadt zu den fünf führenden Buchdruckzentren Italiens im 15. Jahrhundert, zusammen mit Venedig, Florenz, Rom und Mailand. Nachdem die beiden in Brescia geborenen Brüder Giacomo und Angelo Britannico aus Venedig, wo sie seit 1481 gedruckt hatten, heim gekehrte waren, monopolisierten sie praktisch den heimischen Markt mit ihren Drucken. Ihre Bücher waren vornehmlich kleinformatig, günstig im Preis und - anders als im vorliegenden Werk - mehrheitlich in Fraktur gedruckt. Von den fünfzehn von ihnen benutzten Drucktypen waren allein elf in Fraktur und nur eine in Antiqua, die restlichen waren zwei griechische Typen und eine für den Musikdruck, mit dem die Presse grossen Erfolg verzeichnete. Von den sechzehn in Italien gedruckten musiktheoretischen Inkunabeln stammen vier aus Brescia. - Im Innensteg der zweiten Hälfte des Kodex leichter Braunfleck, winzige Feuchtigkeitsflecken auf den letzten vier Blatt; ein sehr schönes Exemplar im Schweinsledereinband des 18. Jahrhunderts dieser Rarität. Mit montiertem Bücherzeichen im Spiegel: "Est S. Bartholomaei de Asta usui D. Bruni Solaro". HC 9087; Pellechet 6225 (6202); IGI 5108; Pr 6978; BMC VII, 974; Walsh 3405; Delaveau/Sordet, Édition et diffusion de l’Imitation de Jésus-Christ (1470-1800), pp. 153, no. 7; De Backer, Essai bibliographique sur le livre de imitatione C. Bookseller Inventory # B351282

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Item Description: Folio (310 x 220 mm). Mit Kupfertitel, 4 kleinen Textkupfern (davon 2 Weltkarten) und gegen 240 Holzschnitte im Text. [8] Bl. (inkl. Kupfertite), 412 S., [6] Bl. Index. Flexibler Pergamentband d. Z., mit hs. Titel und Nr. auf dem Rücken. Ferrara, Francesco Suzzi, 1629. Erster Druck der Erstausgabe des bewundernswerten Werks über die Elektrizität und den Magnetismus. Mit ihm knüpfte der Verfasser als erster unmittelbar an das Werk 'De magnete' des Begründers der Elektrizitätslehre, William Gilbert an. Als Professor für Mathematik wirkte der 1602 in den Jesuitenorden eingetretene Niccolò Cabeo zuerst in Parma und später am Jesuitenkolleg von Genua. Neben astronomischen Beobachtungen des Mondes - Cabeo lehnte die kopernikanische Lehre ab - beschäftigte er sich mit ähnlichen Problemen wie dreissig Jahre zuvor der Engländer Gilbert. Cabeo lehnte zwar dessen Vorstellung ab, die Erde sei ein enorm grosser Magnet, andererseits aber versuchte er eine genaue Unterscheidung zu treffen zwischen elektrischen und magnetischen Erscheinungen. Er experimentierte mit der Elektrisierung von Bernstein und entdeckte, dass statische Elektrizität attraktiv und - was Gilbert entgangen war - auch repulsiv sein kann. Seine Experimente betrieb Cabeo ausschliesslich mit statischer Elektrizität. Dazu lud er Stoffe wie Bernstein elektrostatisch auf, wobei die erforderliche Landungstrennung durch Reibung erzeugt wurde. Skeptisch stand Cabeo den überlieferten und noch weit verbreiteten Vorstellungen aussergewöhnlicher Kräfte der Magnete gegenüber, deren angeblich wundersame und erstaunliche Wirkungen er sorgfältig auflistet. Unter den vielen Holzschnitten im Text findet sich auf Seite 316 auch die erste bildhafte Darstellung des Magnetfeldes, "the first representation of the kind that we have of the magnetic field" (Wheeler Gift), auf Seite 93 (und wiederholt auf S. 220) die in Kupfer gestochene Weltkarte (8 x 17 cm) mit den beiden Amerika, Europa, Afrika, Asien und der riesigen Terra Australis incognita. Der vorliegende Erstdruck zeigt im Kopf des Titelkupfers das Wappen der Bourbonen als Könige von Frankreich (Louis XIII) und Navarra. Es wurde im zweiten Druck sowie im Kölner Nachdruck vom selben Jahr durch das Jesuiten-Emblem ersetzt. - Tintenfrass in der oberen Ecke des Kupfertitels, zu Beginn bis S. 134 kleiner Wasserflecken im Innensteg unten, zwei Bl. mit den S. 113-116 papierbedingt gebräunt ansonsten ein schönes Exemplar. Ms entry in lower margin of engraved title by Don Carlo Basilotta, Barone di S. Andrea (died in 1672). Wheeler Gift 97; Ferguson, Bibliotheca chemica I, 136; Krivatsy 1988; Riccardi I, 205f.; De Backer/Sommervogel II 483, 1; Heilbron, Electricity in the 17th Century (1999), 180f.; Mottelay, Bibl. Hist. of Electricity, 109f. First edition of this admirable work on electricity and magnetism, the only direct continuation of 'De magnete' by William Gilbert, the father of electrical engineering. The Jesuit Cabeo who had entered the order in 1602 taught mathematics and natural philosophy first at Parma and later at the Jesuit College in Genova. In addition to his astronomical observations of the moon Cabeo intensively concerned with very much the same porblems as did William Gilbert thirty years ago. Cabeo's book takes issue with several of Gilbert's hypotheses and uses traditional Aristotelian arguments to refute the Englishman's animism. Cabeo - who opposed the views of Copernicus on astronomy - objects to Gilbert's assertion that the Earth was a big magnet. On the other hand he tries to make exact determination between electric and magnetic phenomena. He experimented with the electrification of Amber and discovered that electricity can be repulsive as well as attractive, a fact that Gilbert erroneously did not claim. Cabeo also is sceptical as to many marvelous properties attributed to the magnet which he accurately lists. Among the many woodcuts in the text is "the first representation of the kind that we have of the magnetic field, Bookseller Inventory # B349143

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Item Description: 8vo (175 x 100 mm). Titel in Rot und Schwarz. [16] Bl., 488 S., [8] Bl. (Danksagung und Register). Schweinslederband d. Z. über Holzdeckeln, Rücken über 3 erhabenen Bünden, mit Blindprägung und 2 intakten Messingschliessen. Bern, Johann le Preux, 1606. Erstausgabe. Tadellos frisches Exemplar im Blindprägeeinband der Zeit des ersten alpinen Gedichts in deutscher Sprache. Gewissermassen als Vorbote von Albrecht von Hallers epochalem Gedicht Die Alpen von 1729 unternahm es der Berner Späthumanist, Pfarrer und Historiker Rebmann (latinisiert Ampelander) mit seiner originellen, gereimten enzyklopädisch-lehrhaften Allegorie, bei seinen Lesern Natur-Erkenntnis und -Betrachtung zu wecken. Für jene Zeit des Frühbarocks ganz ungewöhnlich, verrät das aus 14'250 Knittelversen bestehende poetische Wechselgespräch zwischen Stockhorn und Niesen bereits offenen Sinn für Grösse und Schönheit der Berge. Aus dem Reimgedicht strahlt unverkennbar eine ganz andere Naturanschauung hervor, als sie in den Zeiten vor Rebmann und Conrad Gessner existierte. Unmittelbare Anregung zu seinem Gedicht fand der ungemein belesene Rebmann wohl vor allem in Johannes Rhellicanus' Stockhornias, einer in lateinischen Hexametern verfassten Schilderung einer Bergtour auf das Stockhorn, das 1537 im Anhang von Johannes Rhellicans (1478-1542) lateinischer Übersetzung der Lebensbeschreibung Homers von Plutarch, in Basel erschienen war. Nebst eigenem Erleben der heimischen Alpenwelt - beide Berge die er zum Gegenstand seiner Muse auswählte, hat Rebmann nachweislich auch bestiegen - lässt der in Bern geborene Dichter eine Fülle kosmographischen und weltgeschichtlichen Wissens einfliessen und entwirft gegen Schluss des Buchs eine christliche und staatsbürgerliche Ethik. Während im ersten Teil des Lehrgedichts der Kosmos, die Erde sowie Natur und der Mensch im allgemeinen verherrlicht werden, bietet der Verfasser im nachfolgende zweiten und dritten Teil: "Von Bergen und Bergleuten" eine aufschlussreiche und "sehr wertvolle Oro- und Topographie der Schweiz, besonders des Kantons Bern" (Wäber). Enthalten sind Angaben zu Höhe, geologischer Beschaffenheit, den Bodenschätzen etc., nicht nur der schweizerischen. Dieser Abschnitt bietet auch eine kurze Geographie der vier Erdteile Europa, Asien, Afrika und Amerika. Der auf den Seiten 381-402 enthaltene Text über das "Jn zwo halb Jnslen underschlagen" Amerika, das "Americus Vesputius, Christophorus g'nannt Columbus, Und noch vil andre mittler zeit, Habens erforschet gern und weit", ist allen einschlägigen Americana Bibliographen unbekannt geblieben. Von Nordamerika ist noch wenig Kenntnis vorhanden, am meisten weiss der hier monologisierende Stockhorn von Mexiko, Mittel- und Südamerika zu berichten. Erwähnt werden u.a. Gold- und Silberminen, die mächtigen Flüsse und Urwälder, in denen Menschenfresser und Schlangen zu finden seien. Nach Rebmann, dessen Buch 1620 durch seinen Sohn Valentin in veränderter Form erneut aufgelegt wurde, fand ein namhafter Fortschritt in der Alpenkunde erst hundert Jahre später mit dem Erscheinen des grossen Zürcher Naturforschers und Universalgelehrten Johann Jacob Scheuchzer statt. - Papierbedingte Bräunung und stellenweise schwacher Wasserflecken im Unterrand, ein bemerkenswert schönes Exemplar. VD 17 (Online Kat.) 23:244264X (3 Ex.); Goedeke II, 286; Perret, Guide des livres sur la montagne et l'alpinisme II, 3605; Wäber I, 21; Jenny, Die Alpendichtung der deutschen Schweiz (1905), 34f.; Forster, H. R. Rebmann und sein Poetisch Gastmahl zweier Berge (1942); E. Moser-Bader, H. R. Rebmann und sein Gespräch zwischen Stockhorn und Niesen, in: Schweizer Alpen-Zeitung, 4. Jg. (1886), Nrn. 21-23; (wg. der Anspielung auf die Tannhäusersage:) G. Eis, Die Sage vom Venusberg bei Rudolf Rebmann, in: Studia Neophilologica XXXIII (1961), 159f.; R. Zeller, Die Wunderwelt der Berge, Literarische Form und Wissensvermitlung in H. R. Rebmanns Gastmal und Gespräch zweier Berge, in: Scientiae et artes, Hrsg. von B. Mahlmann. Bookseller Inventory # B348675

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Item Description: Folio (337 x 210 mm). Mit Kupfertitel. [10] Bl., 196 S., [6] Bl. Index; [5] Bl., 402 S. (Commentariorum Alchymiae), 192 S., [6] Bl. (letztes leer) Index (Commentariorum Alchemiae). Frankfrut, 1606. - [Nachgebunden dessen:] Syntagma selectorum undiquaque et perspicue traditorum Alchymiae arcanorum. Pro III. parte commentariorum Chymiae . Mit demselben Kupfertitel und ca. 40 Holzschnitten im Text, [6] Bl. (inkl. Kupfertitel), 480 S., [4] Bl. Index. Frankfurt, 1611. - [Und:] Syntagmatis arcanorum chymicorum, ex optimis. Mit demselben Kupfertitel, 1 Holzschnitt-Tafel (Fornaculam distillatoriam) und 1 Holzschnitt im Text. [6] Bl. (inkl. Kupfertitel), [8] S., S. 9-453, [14] S. Index. Frankfurt, 1613. Zusammen 3 Komplementärwerke in 5 Teilen in 1 Bd. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. über Holzdeckeln, mit Platten- und Rollenstempel (kursächsisches Wappen, mit jenem von Meissen im Zentrum, darunter die [reformatorische] Devise: 'Verbum domini manet in aeternum'), Rücken über 5 erhabenen Bünden (Deckel etwas fleckig). Frankfurt am Main, Johannes Saur (und Nicolaus Hoffmann) für Peter Kopf, 1606-13. Schönes Exemplar der ersten illustrierten Ausgabe des ersten systematischen Lehrbuchs der Chemie, komplett mit den beiden Komplementärwerken von 1611 und 1613 in Erstausgabe. Der Arzthumanist Andreas Libavius (Libau) aus Halle a. S., ein gleichermassen erfahrener Praktiker griechischen Denkens und Experimentierens, war bestrebt, das gesamte um 1600 als gesichert erachtete chemische Wissen systematisch zusammenzustellen und die diffuse alchemistische Nomenklatur durch klare Begriffe zu definieren. Ihrer Funktion nach war die Chemie der damaligen Zeit im wesentlichen Iatrochemie, d.h. eine auf die Bedürfnisse der Medizin ausgerichtete präparative Chemie. Gegenüber der mit Alchemia betitelten kleinformatigeren und nicht illustrierten Erstausgabe von 1597 vermehrte Libavius den Text und fügte ein als Commentariorum Alchymiae pars prima bezeichnetes, umfangreiches neues Werk hinzu. Der zweite Teil der Commentarii (Commentariorum Alchemiae) war als Anhang bereits in der Ausgabe von 1597 vorhanden. Im hier erstmals veröffentlichten ausführlichen Kommentar zum ersten Buch der Alchemie (Über die Handgrifflehre) setzt sich Libavius mit allgemeinen Fragen auseinander und referiert über die Einordnung der Chemie als Wissenschaft in die anderen Disziplinen. Vorschläge zur etymologischen Herleitung des Wortes Alchymia folgen. In den praktischen Erläuterungen bietet er Beschreibungen verschiedener Möglichkeiten zur Abdichtung und zum Schutz der verwendeten Gefässe und Oefen. Als Ort der praktischen chemischen Forschung zeichnet Libavius erstmals auch das Ideal eines Laboratoriumgebäudes. Zum Schutz der chemischen Erkenntnisse zeigt der Verfasser auch verschiedene Geheimschriften auf. Insgesamt finden sich 191 grössere und kleiner Holzschnitte im Text der Commentarii I verteilt. Drei davon betreffen den Entwurf eines chemischen Instituts (Domus chymici), "the most detailed set of plans for a laboratory" (Owen Hannaway). Etwa einhundert zeigen diverse Probier-, Brenn- oder Tiegelöfen sowie Siedepfannen für Salz, Atrament und Alaun. Die weiteren Holzschnitte illustrieren das Schmelzen, Sublimieren und Destillieren usw. Das eindrucksvolle, in unserem Band dreimal vorhandene, Titelkupfer zeigt ein phantastisches mehrgeschossiges Gebäude: im obersten Stockwerk Hippokrates und Hermes, der Schutzgott der Magie, in der zweiten Ebene erkennen wir Galenus und Aristoteles und im zweigeteilten unteren Bereich verschiedene chemische Verrichtungen sowie das runde humanistische Druckersignet, eine christliche Allegorie: Ganymed auf dem Adler, eingerahmt vom Schriftzug: In Deo Laetandum. Abschluss im Titelkopf bildet eine von zwei Engeln gehaltene Krone, darunter der hebräisch gedruckte Gottesname. Die beiden angbebundenen Ergänzungswerke: Syntagma selectorum und Synatagmatis arcanorum chymicorum liegen hier in der seltenen Erstausgabe vor. Ein abschliessender, vor al. Bookseller Inventory # B348685

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Item Description: Kl.-4to (195 x 151 mm). Mit 4 Kupfertiteln (wiederholt) und 4 Drucktiteln sowie zus. 400 emblematischen Kupfertafeln. [4] Bl. (inkl. Kupfertitiel]. [*4, A-Z4, Aa-Zz4, Aaa-Zzzz4 , Aaaa-Zzzz4, Aaaaa-Jiii4, Kkkk2]. Pergamentband d. Z. mit kurzen Ueberstehkanten. Frankfurt am Main, Matthäus Merian, 1646. Merians ebenso berühmtes wie seltenes Emblembuch versammelt die ersten 400 Mitglieder der ersten, 1617 in Weimar gegründeten, Sprachgesellschaft Deutschlands. Erster Leiter der Gesellschaft und Herausgeber des Werks war der Pharmazeut, Botaniker und polyglotte Sprachkenner Ludwig Fürst von Köthen-Anhalt. Vornehmste Aufgabe der nach dem Vorbild der Accadèmia della Crusca in Florenz geschaffenen Akademie war die Förderung der deutschen Literatur und Sprache, die damals von 'modernen' französischen und italienischen Wörtern durchsetzt waren, was von einigen Gelehrten auch als 'Sprachverunstaltung' empfunden wurde. Symbol der Fruchtbringenden Gesellschaft (lat. Societas fructifera) war die Palme, nach der sie auch 'Palmenorden' genannt wurde. Auch der Wahlspruch der Akademie "Alles zu nutzen" gründete auf der Vorstellung des indiansichen Palmbaums, der bei den gerade eben erst entdeckten Eingeborenen der Neuen Welt als eine Quelle sämtlicher Materialien für Unterkunft, Kleidung und Ernährung genutzt wurde. Mit dem 'Palmenorden' wurde erstmals in Deutschland auch der Gedanke der Akademie als Versammlungsort für wissenschaftlich interessierte Laien, abseits des kanonisierten Lehrbetriebs der Universitäten, erprobt, um adeliges und gelehrtes Lebensideal zu verbinden. Von 1617 bis 1650 fanden 527 Mitglieder Aufnahme in der Gesellschaft: aus Sachsen, Schlesien und Niederösterreich, aus dem Elsaß, nur einer aus der Schweiz, aus Danzig und den zahlreichen kleinen Grafschaften und Fürstentümern der Wetterau, Anhalt und Thüringen. Sie waren Hofräte, Staatsmänner und Literatoren, Schulgründer und Betreiber von Laboratorien und Glashütten. Der kaiserlichen und schwedischen Armee gehörten mehrere Fruchtbringer an. Die bedeutendsten Mitglieder waren Martin Opitz und Octavio Picolomini, Schwedens Reichskanzler Oxenstjerna und der Große Kurfürst, Freunde der [al]chemischen Forschung, wie August von Anhalt, Moritz von Hessen und Angelo Sala. Auch den Verfasser der Rosenkreuzer-Manifeste, Johann Valentin Andreae, nahm Ludwig von Anhalt in späten Jahren auf. Alle vierhundert Kupferstiche (je von 1-100 numeriert) mit Baum- und Pflanzenmotiven wurden "vermutlich unter Mitwirkung und Leitung von Matthäus Merian" (Lucas H. Wüthrich) ausgeführt. Jedes der Kupfer trägt oben, innerhalb einer Banderole, das Losungswort und als Bildunterschrift das als Antwort geltende Stichwort, welches das Mitglied als Gesellschaftername trug. Die achtzeiligen Reime im unteren Drittel wurden vom betreffenden Mitglied, dessen Initialen und das Jahr seines Eintritts ganz unten gedruckt sind, verfasst. Im Hintergrund der Pflanzendarstellungen sind deutlich erkennbar die zeittypischen barocken Gartenanlagen zu sehen. Die Merianschen Platten wurden 1719 erneut für Bernhard Valentinis Viridarium Reformatum verwendet. - Schmaler Wasserrand im Aussensteg der ersten acht Bll. und im Kopfsteg vereinzelter Bl., ein schönes Exemplar dieser Rarität. Auf Titel Stempel des österreichischen Industriellen und Bibliophilen Emil C. Schmidl (1856-1933) auf erstem Drucktitel recto und späteres Exlibris auf Kupfertitel verso montiert. Wüthrich II, S.36f.; Bircher/Bürger A 13-16; Paisey F 1298; Nissen, BBI, 75; Praz, Studies in 17th Century Imagery II, 63; Rümann, Embleme-Bücher in: Philobiblon IX (1936), 175 ("eines der besten deutschen Illustrationswerke des 17. Jhdts."); Ausstellungskat. Merian (1993), Nr. 272. First and complete edition of the most beautiful German emblematic work from the Baroque period, which can, with considerable justification, be regarded as the cradle of modern German literary culture. The Fruchtbringende Gesellschaft was formed at Weimar in 1617, and amongst other things. Bookseller Inventory # B350446

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DODWELL, Edward [(1767-1832) und Simone POMARDI (1757-1830)].

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Item Description: Gross-Folio (512 x 345 mm [Papierformat]). Mit 30 handkolorierten montierten und Aquatinta-Tafeln mit schmaler grauer Randeinfassung, nach Dodwell (24) und Pomardi (6) in Aquatinta gestochen und koloriert von Timms, Bailey, Lewis, Havell u.a. und unkolorierter grosser Titelvignette in Aquatinta. Titelblatt, Tafelverzeichnis [für Bde. I und II, da ursprünglich 60 Tafeln geplant waren] und Vorrede, 30 zweisprachige, beidseitig bedruckte Textblätter sowie 30 leere Bl. Roter Maroquinband d. Z. (53 x 36 cm), mit breiter Deckelbordüre und Fächerornamenten in den Ecken in Gold- und Blindprägung, Rücken über 6 erhabenen Bünden mit reicher Vergoldung, Steh- und Innenkantenvergoldung, Goldschnitt (Kanten und Ecken minimal berieben). London, (Thomas Davison, Whitefriars for John) Rodwell and Martin, [1819-] 1821. Wunderbares Exemplar in rotem Ganzmaroquin der Vorzugsausgabe eines der schönsten Tafelwerke über Griechenland, mit allen aufmontierten dreissig handkolorierten Aquatinta-Tafeln. Auf einer ersten Griechenlandreise 1801, begleitet vom schottischen Architekten und Zeichner Sir William Gell und erneut 1805-06, nun in Begleitung des italienischen Zeichners, Landschaftsmalers und Schriftstellers Simone Pomardi, dokumentierte der aus Dublin stammende Architekt Edward Dodwell das noch zum Osmanischen Reich gehörende Griechenland einige Jahre vor dessen Unabhängikeit. Es entstanden dabei hunderte von teilweise spektakulären Panoramen, Zeichnungen und Aquarellen; über 800 Originale wurden im Jahr 2002 aus dem Besitz von Dodwells irischen Nachkommen an das kalifornische Packard Humanities Institute in Los Altos veräussert. "In the years following the Greek War of Independence, many of the monuments recorded by Dodwell and his companions would change considerably as the new nation swept away the accretions of the late Roman, Christian and Ottoman eras and attempted to restore the purity of the classical remains. With hindsight these removals are controversial and they feed into a larger on-going debate around the creation of and the competing identities of modern Greece" (In search of Classical Greece, Exhibition in the British Museum, 2013). Aufgrund seines überarbeiteten Tagebuchs veröffentlichte Dodwell 1819 ein zweibändiges Reisebuch im Quartformat mit dem Titel: 'Classical and topographical tour in Greece, during the years 1801, 1805, and 1806'. Gleichzeitig begannen Dodwell und sein Verleger John Martin mit der Veröffentlichung des aus fünf Lieferungen bestehenden vorliegenden Tafelwerks mit dreissig Aquatintas, die wegen ihres Formats nicht im Reisewerk verwendet werden konnten, "these drawings . presenting the most celebrated scenes and monuments of Greece upon a more adequate scale. will not allow of reduction to the size of the [quarto] volumes". Gemäss dem 'Edinburgh Annual Register', Bd. XI (1822, S. 298) hatte die französische Regierung Dodwell den grosszügigen Vorschlag unterbreitet, sein Werk in einer Folioausgabe in vier Bänden mit je 100 Tafeln zu veröffentlichen, was Dodwell aber ausschlug, da er sein Buch in London gedruckt haben wollte. Die hier auf Englisch (recto) und Französisch (verso) gedruckten Begleittexte "are generally short, but afford sufficient information without having refernce to the work, of which they are published in illustration. But the subjoined list will point out the various pages of the author's tour, where the respective localities will be found to be more particularly described" (Vorwort). - Es sind auch Exemplare bekannt, bei denen kurze Bildunterschriften mit Angabe des Stechers/Koloristen, darunter u.a. William Henry Timms, John Bailey, Frederick Christian Lewis, Theodore Fielding, und Robert Havell, auf der Rückseite der Tafeln montiert wurden. - Ein nahezu fleckenfreies Exemplar im repräsentativen Luxuseinband. Abbey, Travel in Aquatint, 130; Blackmer 493; Tooley 182; Colas 876; Atabey 357; Bobins, The Exotic and the Beautiful I, 136; Weber 1110. Delightful copy in red full-morocco of the. Bookseller Inventory # B350600

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Item Description: 4to (164 x 210 mm). Mit 28 lithographierten Falttafeln. Titel, IV, 184 S. Halblederband d. Z. (Vorderdeckel lose, Ecken bestossen). Paris, Aimé André, 1823. Vom Pariser Mathematikprofessor Charles Choquet klar strukturiertes Lehrwerk zur Linearperspektive. "Le premier chapitre renferme les notions générales qui servent de base à la perspective; le deuxième enseigne à choisir convenabelment la distance d'ou les objets sont vus; le troisième, qui est le plus étendu de l'ouvrage, comprend la pratique des règles pour les figures tracées sur des plans horizontaux ou verticaux"; le quatrième considère les lignes et plans inclinés" (Bulletin général et universel des annonces et des nouvelles scientifiques IV, 1823, S. 6f., Nr. 5). Quérard, La France littéraire II, 197. First edition. Clearly structured French manual for linear perspective written by the porfessor of mathematics Charles Choquet. "Le premier chapitre renferme les notions générales qui servent de base à la perspective; le deuxième enseigne à choisir convenabelment la distance d'ou les objets sont vus; le troisième, qui est le plus étendu de l'ouvrage, comprend la pratique des règles pour les figures tracées sur des plans horizontaux ou verticaux"; le quatrième considère les lignes et plans inclinés" (Bulletin général et universel des annonces et des nouvelles scientifiques IV, 1823, p. 6f., no. 5). - Contemporary half calf (front cover loose). Bookseller Inventory # B349314

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Item Description: Gr.-4to (305 x 224 mm). Mit gest. Portrait-Frontispiz des Bischofs von Cremona, Homobonus Offredus, gest. von E. Legnani. [6] Bl. (erstes leer), 308 S. Neoklassizistischer italienischer Maroquinband d. Z. über flachem Rücken, Deckel mit Rahmen aus Einfachfilete und Rollenstempel aus stilisierten floralen Ranken, Rückenvergoldung und Rückenschild, marmorierte Vorsätze, roter Schnitt. Cremona, Giuseppe Feraboli, 1814. Schöner, wohl in Cremona gebundener, dunkelgrüner neoklassizistischer Ledereinband. - Minimale Stockflecken. ICCU (Online Kat.) 007592; Boutry, Souverain et Pontife: recherches prosopographiques sur la curie romaine à l'âge de la restauration (2002), 627. Fine specimen of an Italian neoclassicist binding most probably executed in Cremona. - Minimally foxed, else a fresh copy. - Contemporary green full-morocco, gilt frames around sides, etches gilt, spine richly gilt with label. Bookseller Inventory # B319912

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Item Description: Paris, verschiedene Drucker, 1790. Mit "Francklin est mort . " eröffnete Mirabeau seine berühmte Rede, mit der Frankreich vom Tod des überragenden Amerikaners erfuhr, "then Mirabeau launched on the famous speech considered by many of his admirers the greatest achievement of his oratorical career. It was certainly the most sincere and perhaps the shortest" (Gilbert Chinard). Die Ehre, diese erste und folgenreiche Lobrede zu halten, verdankte Mirabeau dem im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg wirkenden General und Marquis de La Fayette und dem Grand seigneur de l'Ancien Régime, Louis-Alexandre La Rochefoucauld, der zwei Tage später eine eigene Lobpreisung hielt vor der 'Société de 1789', eine von Abbé Sieyès und Marquis de Condorcet als Gegenpol zu den radikalen Kräften der Revolution gegründete und nur bis 1791 bestehende liberal gesinnte Gesellschaft. "For the opening paragraph, in which La Rochefoucauld recalled that both Washington and Franklin had been made members of the 'Société' at the time it was organized, he drew his inspiration from Mirabeau; for the rest of his discourse he obniously kept at hand the manuscript copy of the 'Autobiography' which he declared had been entrusted to himself and to [Louis Guillaume] Le Veillard when Franklin left Paris. It also deserves attention in several other respects. It contains the unexpected declaration that Franklin wrote a first version of his will while he was in Paris and left it in the hands of his friends who had just opened it . It contains also one of the first acknowledgments of Jefferson as the writer of the Declaration of Independence . La Rochefoucauld set up Franklin as the prototype of the common man and hailed in him a new era in which this 'new man' would be permitted and enabled to rise to the highest positions in a democratic society. Finally, this speech was an important political declaration intended to bring together all the friends of the new constitution even if they could not all agree on all the details . ". Die dritte aufsehenerregende Rede - von Abbé Fauchet, einem der kraftvollsten Redner der Revolution gehalten - wurde unmittelbar nach dem kurzen 'Discours du comte de Mirabeau' noch am selben 11. Juni von der Assemblée générale de la Commune de Paris in Auftrag gegeben, weil sie mit einer eigenen Erinnerungsveranstaltung an die Bedeutung Franklins erinnern wollte. "Fauchet, a conspicuous figure in the administration of the commune and a popular orator, was nominated to deliver the eulogy and a commitee of three appointed to select a proper place to hold the ceremony . It took Fauchet several weeks to prepare his eulogy . which he delivered on July 21 in the Halle-aux-blés, transformed for the occasion as far as possible into a sort of church" (G. Chinard). Fauchets vor über 3'000 Zuhörern vorgetragene 'Eloge civique' war ein ausserordentlicher Erfolg und wurde umgehend mindestens in zwei Pariser Drucken und 1793 auch in einer amerikanischen Ausgabe verbreitet. "The second edition is particularly valuable for, in addition to Fauchet's Éloge, it contains a long letter of Jean-Baptiste [recte David-Julien] Le Roy . " (G. Chinard). Fauchets grosse Trauerrede fand noch weitere Verbreitung, wurde sie doch in diversen einschlägigen Hand- und Lehrbüchern der Rhetorik aufgenommen. - Wasserrandig, erstes und letztes Bl. der Fauchet-Rede gebräunt, alle drei Texte unbeschnitten, auf erster und zweiter Rede hs. Datum 11 Juin 1790, resp. 13 Juin 1790. Chinard, The Apotheosis of B. Franklin, in: Proceedings of the American Philosophical Society vol. 99 (1955), S. 440ff.; Martin/Walter, Cat. de l'histoire de la Révolution III, 24503 und II, 13084; Sabin 23918; Goldsmiths'-Kress 14532; The works of Benjamin Franklin I (1840), S. 595f.; Conor Cruise O'Brien, The Long Affair: Thomas Jefferson and the French Revolution, 1785-1800 (1996), S. 90f. The famous and scarce three first eulogies published in France on the occasion of the death of Benjamin Franklin, one of the fo. Bookseller Inventory # B350236

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Item Description: Quer-Folio (377x482 mm). Mit 83 (statt 84) radierten Tafeln (ohne die Tafel Nr. 63 "Nuptiales Choreae"). Hellbrauner marmorierter Kalbslederband um 1805, gebunden von Tessier, Relieur Doreur rue rue de la Harpe 45, Paris für die Bibliothek des Maréchal d'Empire, Prince de Wagram Louis-Alexandre Berthier (1753-1815). Roma, auxit Dominicus de Rubeis Chalcographus, [nach] 1693. Frisches, nicht ganz komplettes Exemplar auf starkem Papier einer späteren Auflage, gebunden für die Schlossbibliothek Grosbois in Boissy-Saint-Léger bei Paris, das Kaiser Napoléon Bonaparte 1805 dem Reichsmarschall und Generalmajor der Grossen Armee schenkte. Das Werk erschien zuerst um 1685 als Teil einer Serie von Kupferstichen über die römischen Altertümer, mit denen der Maler, Kupferstecher und Verleger Bartoli und der Kunstschriftsteller und Sammler Bellori versuchten, die "nichtliterarischen, bildhaften Quellen der Antike zu erhalten und zu dokumentieren" (Ulrike Steiner, Die Anfänge der Archäologie in Folio und Oktav [2005], S. 67). Giovanni Giacomo Rossi und dessen Nachfolger ab 1693, Domenico Rossi, gaben danach eine neue, veränderte Ausgabe des Werks heraus. "The 1693 edition includes 33 new plates, replacing the 31 which had been transferred to Veteres arcus. There are thus 83 as opposed to 81 plates in the later edition . Sometime after Domenico de' Rossi took over the firm ca. 1693/94 the imprint on the title-plate is altered to read "auxit Dominicus . " and advertised as an 'edizione seconde' though still dated 1693, the collection continued to sell in large numbers well into the 18th and possibly 19th centuries" (BAL). Bartoli war bei seinen Radierungen mit Darstellungen um detailgetreue Genauigkeit und formal-ästhetische Wiedergabe bestrebt. Der Aufbewahrungsort und teilweise auch der Träger des Reliefs werden genannt, wenn auch ohne Angabe von Grösse und Material. Die Reliefs werden primär als ikonographische Zeugnisse der Geschichte und Kultur Roms behandelt. Etwa ein Drittel der Kupfer sind seitenverkehrte Nachstiche nach François Perriers 'Icones et segmenta illustrium e marmore tabularum' (1645/1650), dessen Text ebenfalls von Bellori stammte. Exlibris Bibliothèque de Grosbois des Maréchal d'Empire, Prince de Wagram Louis-Alexandre Berthier (1753-1815). BAL 206; Steiner, Die Anfänge der Archäologie in Folio und Oktav (2005), S. 68f., Nr. 33. A fresh and finely bound copy on heavy paper of a later edition (Titelauflage), with 83 out of 84 plates. It appeared first around 1685 and formed an independent part of a series of engravings on Roman antiquities published by Giovanni Giacom de' Rossi. "As seems to have been his custom with collection of plates, G. G. de' Rossi omitted the date of publication, possibly to avoid having to remove or change it for later print-runs or new editions . The 1693 edition includes 33 new plates, replacing the 31 which had been transferred to Veteres arcus. There are thus 83 as opposed to 81 plates in the later edition . Sometime after Domenico de' Rossi took over the firm ca. 1693/94 the imprint on the title-plate is altered to read "auxit Dominicus . " and advertised as an 'edizione seconde' though still dated 1693, the collection continued to sell in large numbers well into the 18th and possibly 19th centuries" (BAL). Although it was intended to illustrate source material for historians, the work was more successful as a model book, rich in motifs and figure forms, for Renaissance and later artists. This copy was bound for the library of Napoleon's Maréchal d'Empire, Prince de Wagram, Louis-Alexandre Berthier (1753-1815) to whom the emperor had granted the Château de Grosbois in 1805 and on which Berthier spent much money embellishing it. - Light brown calf of c. 1805. Bookseller Inventory # B351223

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Item Description: Gr.-4to (315 x 230 mm). Halblederband um 1900, mit Rückentitel: "P. Oudart - Oiseaux" in Goldprägung, mit marmorierten Vorsätzen. Paris, chez Merlin Libraire Quai des Augustins, [Juillet 1823-1830/1831]. Ungewöhnlich umfangreicher Tafelband von Vieillots und Oudarts sehr seltenem Werk, das nach Veröffentlichung von acht Lieferungen à 6 Tafeln Fragment blieb. Im Exemplar der Bibliothèque Nationale in Paris (mit abweichendem Verlegernamen von Pélicier) findet sich folgender Hinweis: "D'après un feuillet imprimé collé au début du volume et portant la signature ms. de A. Bouvier, l'Ornithologie française devait comporter 2 volumes in-4to de 60 ff. de textes et 372 planches; en 1826, date à laquelle la publication fut interrompue, seules avaient paru 8 livraisons de 6 planches chacune. Cependant, d'autres planches, non mises dans le commerce, avaient été déjà tirées. L'exemplaire [de la BNP] . qui comportait 72 planches, a été complété par les soins de A. Bouvier - dont une lettre, datée du 27 juillet 1908, est collée également au début du volume - de 20 planches appartenant à la série hors commerce. - L'Introduction [de Vieillot] est suivie de deux éditions différentes d'un texte incomplet, et de 55 p. contenant la classification des espèces, sous le titre: "Ornithologie française. Classe seconde de la zoologie". - L'ordre numérique des planches allant de I à CCLXXI, plus deux planches A et B, présente des irrégularités". Der vor allem von dem zwischen 1780 und 1822 in Paris wirkenden holländischen Maler Gerard van Spaendonck ausgebildete Paul Louis Oudart zählte zu den bedeutensten Vogelmalern seiner Zeit. Alle 69 Tafeln wurden durch den auch als Radierer und Verleger wirkenden Charles Etienne Pierre Motte (1785-1836) lithographiert und zusammen mit Oudart koloriert. Das Exemplar der Yale University Library in New Haven enthält 72 Tafeln plus 78 Seiten Text, die allermeisten Bibliotheks-Exemplare haben nur 48 oder noch weniger Tafeln. - Vereinzelte Tafeln lose, einige Tafeln gebärunt und/oder stockfleckig. Ein Liste aller vorhandenen Tafeln ist auf Nachfrage erhältlich. Vorhanden sind die beiden Eier-Tafeln A-B, gefolgt von den num. Vogel-Tafeln: 1) Griffon vieux [Gänsegeier]; II) Vautour noir [Geier]; III-IV) Vautour percnoptere vieux et jeune [Schmutzgeier]; VI) L'Aiglon commun [Adler]; V) L'Aigle plaintif vieux [Schrei-Adler]; ohne Nr.) L'Aigle à queue barrée [Bonelli-Adler]; VIII) L'Aigle plaintif jeune [junger Schrei-Adler]; VIII (bis) L'Aigle de Thèbes [Kaiser-Adler]; L'Aigle botté [Zwerg-Adler]; XXII) Le Busard harpaye [Sumpf-Bussard]; XXXII) Le Faucon émérillon, viex [Stein-Falke]; XXXVI) Le Faucon cresserine [Naumann-Falke]; LIV) Le Pic gris [Grau-Specht]; CCCLXXI) Le Pic à dos blanc jeune [Specht]; XXXLXX Le Pic à dos blanc adulte [Specht]; LXIII-LXIV) Le Coulicou noir et blanc adulte et jeune [Kuckuck]; LXIX) Le Bouvreuil d'Europe [Dompfaffe]; LX(X)-LXXI) La Fringille verdier [Grün-Fink]; LXXIV-LXXV) La Fringille [Fink]; LXXVI) Pinson d'Ardennes [Berg-Fink]; LXXVII) La Fringelle venturon [Girlitz]; LXXX) Fringille chardonneret [Distelfink]; LXXXIII) La Passerine grand-montain [Sperling]; LXXXV) Le Bruant zizi [Zaunammer]; XCVI-XCVII) Le Loriot mâle et femelle [Pirol]; XVI-XVII) Le Corbau chouc [Rabe]; CXIII) Le Rollier d'Europe [Mandelkrähe]; XCV) L'Hirondelle de cheminée [Rauch-Schwalbe]; CXXIV-CXXIV (bis) La Pie-Grièche à front noir [Schwarzstirnwürger]; CXL-CXL-CXLI) Le Merle de roche [Stein-Amsel]; CLXXXIII) La Sitelle d'Europe [Blau-Specht]; CLXXXIV) Le Picchion de muraille [Mauersegler]; CLXXXV) Le Grimpereau familier [Waldbaumläufer]; CLXXXVI) Le Guèpier d'Europe [Bienenfresser]; CLXXXVI) L'Engoulevent à collier [Rothals-Ziegenmelker]; XCI) La Mésange huppée [Haubenmeise]; CLXXXII) Le Roitelet [Rubinenkrone]; CLXXXI) La Fauvette locustelle [Heuschreckenfänger]; CLXXIV) La Fauvette passerinette [Weissbartgrasmücke]; LXVIII) La Fauvette savi [Rohrschwirl]; CXLV) L'Alouette calandrelle [Kurzzehenlerche]; CLX) Le Mo. Bookseller Inventory # B351545

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CAZOTTE, Jacques (1719-1792)].

Used Hardcover First Edition

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Item Description: Kl.-8vo (193 x 130 mm). Mit gest. Frontispiz, 5 Kupfertafeln in 2 Abdrucken (auf Vélin und auf starkem Papier) nach Marillier radiert von Jean Michel Moreau le jeune, 1 Tafel mit gest. Musik ('Dolce') und Titelvignette in Holzschnitt. [8], 144 S. Hellbrauner Kalbslederband um 1800, mit reicher Rückenvergoldung (Gelenk eingerissen). Naples, [recte Paris, Le Gay], 1772. Vorzugsexemplar der Erstausgabe, mit den Radierungen in zwei Druckzuständen, einmal auf feinerem Vélinpapier und einmal im definitiven Zustand auf stärkerem Papier. "Edition rare et recherchée, à cause de figures grotesques, et d'une préface, qui est une satire du luxe d'impression et de gravures dont on ornait souvent alors des écrits très médiocres" (Quérard). Cazottes satirisches Meisterwerk wurde als Prototyp des phantastischen Genres von Autoren wie E. T. A. Hoffmann und Nerval, der das Vowort zur Ganivet-Ausgabe von 1845 verfasste, viel bewundert. "Edition rare et recherchée, à cause de figures grotesques, et d'une préface, qui est une satire du luxe d'impression et de gravures dont on ornait souvent alors des écrits très médiocres" (Quérard). Die nicht signierten Radierungen werden Clément Pierre Marillier (1740-1808) zugeschrieben und wurden von Moreau le jeune radiert. Kleiner schwacher Braunfleck auf S. 19 und im Aussensteg einer Tafel, hie und da geringfügig gebräunt, Titel mit minimaler Bräunung, ein schönes Exemplar, komplett mit der gestochenen Musik. - Spuren eines entfernten Exlibris im Innendeckel. Cohen/de Ricci 212-213; Lonchamp 88; Bocher, Moreau le jeune, 332-334; Fürstenberg, Das französische Buch, 104; Ders., Das Buch als Kunstwerk, 1965, Nr. 67; Sander 306; Hayn-Gotendorf I, 585f. Deluxe copy of the first edition of a classic in fantastic literature, depicting a devil who takes the form of a beautiful woman. With the five etchings in two states, printed on Vélin and in the definite state on heavy paper. Cazotte's allegorical novel The Amorous Devil stands at the beginning of modern fantastic prose. With the help of poignant illustrations the author makes fun of his contemporaries' urge to illustrate each and every text. The unsigned etchings are attributed to Clément Pierre Marillier (1740-1808) and were executed by Moreau le jeune. - Lightly browned throughout, a fine copy complete with the engraved music, outer edges uncut. - Light brown stain in p. 19, tiny brown stain in outer margin of one plate, minimal browning or foxing here and there, title minimal browned, a well-preserved copy. - Early 19th century light brown polished calf, with double gilt tooled fillets around sides, gilt spine and edges, endpapers in red (traces of a removed ex libris). Bookseller Inventory # B345016

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Item Description: Zus. 11 in 9 Bdn. Folio (346 x 226 mm). Mit Kupferstich-Titel von Léonard Gaultier im ersten Band, die typographischen Titel der restlichen Bände in Rot und Schwarz und mit halbseitiger Holzschnitt-Druckermarke. Text stellenweise zu Beginn in Rot und Schwarz gedruckt. Gesprenkelte Kalbslederbände d. Z. über 6 erhabenen Bünden, mit Rückenschild, Rotschnitt (Deckel stellenweise mit kurzem Wurmgang, zwei Bände am Rückenkopf etwas beschädigt). Paris, (ad Insigne Navis, Compagnie du Grand Navire [B. Macé, A. Drouart et les trois frêres Sonnius]), 1610 (Kupfertitel datiert mit 1609). Die beste und umfangreichste Ausgabe der Schriften der Kirchenväter in einem kompletten und schönen Exemplar. Herausgegeben und in systematische Ordnung gebracht wurden die ersten Bände noch durch Marguerin de La Bigne (1546-1595). Nach dessen Tod vollendete ein Konsortium von Professoren der Pariser Sorbonne die Ausgabe. Erstmals integrierten die Gelehrten hier die in den beiden vorausgegangen Editionen von 1575 und 1589 wegen der Zensur unterdrückten Texte. Sie liessen sie in gleicher Aufmachung als Komplementärwerke in zwei Bänden drucken. Diese wohl nur in kleiner Auflage veröffentlichten Ergänzungsbände fehlen in den meisten Exemplaren. In unserem Exemplar liegen sie uniform gebunden vor. "Les Bibliothèques patristiques ont connu une immense popularité et c'est dans leurs colonnes que les clercs et les laïcs cultivés lisaient les oeuvres de ceux qu'on appelait alors les 'petits Pêres'. Une étude de leurs diffusion permettrait sans doute d'intéressantes remarques sur la vie intellectuelle et religieuse à la find du 16me et au 17me siècle" (P. Petitmengin). Alle elf Bände wurden - mit 1610 datiert - von der Compagnie du Grand Navire gedruckt. Diese bedeutendste Gesellschaft von Pariser Verlegern am Ende des 16. Jahrhunderts wurde im Hinblick auf die Veröffentlichung von M. de La Bignes Sammlung gegründet. Im Februar 1599 konstituierte sich die Compagnie - berühmt für ihre schönen, mit einem halbseitengrossen Druckersignet (Kriegsschiff) geschmückten Drucke - erneut, bestehend aus Barthélemy Macé, Ambroise Drouart sowie den drei Brüdern Michel, Laurent und Jean Sonnius. Dank ihrer Privilegien beherrschte La Compagnie du Grand Navire bis zu ihrer Auflösung 1641 praktisch monopolartig den Markt patristischer Editionen, "or jamais la demande ne sera aussi forte que dans les années 1580-1640" (P. Petitmengin). - Teilweise gebräunt, Bd. V stärker und wasserfleckig, hs. Name aus Mittelteil des Titels von Bd. II geschnitten (alt hinterlegt). Hs. Besitzeintrag "Biblioth[eca] Rodeneck (=Rodengo, Trentino) auf Vorsatz. Petitmengin, Les patrologies avant Migne - Bibliographie, 4-6; Max Engammare, La constitution des Bibliotheceae patrum (1575-1677) vue à travers le Corpus des commentaires du Cantique des Cantiques, in: Bury/Meunier, Les pères de l'église au XVIIe siècle (1993), 159; Renouard, Les marques typographiques parisiennes (1928), 822-826. Uniformely bound and complete set of eleven volumes (bound into nine) of the very rare third Paris edition of Marguerin de La Bigne's immensely learned first systematic collection of patristic texts, published in aid of the Counter-Reformation. Following the Council of Trent, Catholic scholars, motivated by the apparent effective use by the reformers of the Patristic heritage, threw themselves into fresh study of those self same works. To refute the authors of the Magdeburg Centuries, the first protestant church history - supervised by Mathias Flaccius Illyricus and completed in 1574 - the Sorbonne doctor Marguerin de La Bigne published his immensely learned collection of over two hundred patristic authors, arranged according to the character of the writings in each section. It was the chief merit of his voluminous work that it brought together, and put into the hands of a large circle, a great number of brief tracts of the most diverse ages, which ran the risk eihter of passing unnoticed or dropping out of existence a. Bookseller Inventory # B348621

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Item Description: Kl.-4to (192 x 138 mm). Mit halbseitigem Titelholzschnitt (Wappen von Papst Leo X.). [4] Bl. (letzte Seite leer). Halbpergamentband. [Italien, um 1518/1520]. In Italien gedruckte Ausgabe des auch ins Italienische, Deutsche und Französische übersetzten und mehrfach auf Latein nachgedruckten Berichts von den erfolgreichen osmanischen Feldzügen unter Sultan Selim I., genannt Yavuz ("der Unnachgiebige") in Syrien und Aegypten, wo die Truppen gegen Ismail I., Schah von Persien (1500-1524) und Gründer der Herrscher-Dynastie der Safawiden sowie gegen El-Ashraf Kansuh al Ghawri (1501-1517), Sultan von Aegypten, kämpften. Der vermutlich von einem christlichen Kaufmann aus Alexandria übermittelete Bericht schildert die Auseinandersetzung zwischen Selim I. und den Mameluken unter Führung von Sultan al-Asraf Qansuh II., al Ghawri. Die beiden als Briefe bezeichneten Textpassagen am Schluss liefern ergänzende Informationen. Die Schilderung bezieht sich auf die Zeit zwischen dem Aufbruch Selims Anfang Juni 1516 und endet mit dem triumphalen Einzug der siegreichen Truppen in Kairo am 20. Februar 1517. Während Pamphilus Gengenbach in seinem Druck - deshalb vermutlich die Editio princeps dieses Textes - das erste im Text erwähnte Datum vom 8. Juni 1516 korrekt druckt, wird es in der vorliegenden Druckversion falsch mit 1517 wiedergegeben. Gegenüber dem Basler Druck Gengenbachs zeichnet sich die vorliegende Ausgabe aus durch Verwendung einer Antiquatype, 27 Zeilen pro Seite gegenüber 33 bei Gengenbach, Verwendung römisch gedruckter Ziffern (beim Basler Druck in Worten gedruckt) und vier einfachen zweizeiligen Initialen sowie dem Schlusswort "Finis" (bei Gengenbach "Telos"). Das Verzeichnis der im deutschen Sprachbereich erschienenen Drucke des 16. Jhs. (VD 16) listet alleine sieben verschiedene deutsche Drucke auf (O-739 bis O-744). Desweiteren ist eine von Hans Dorn in Braunschweig gedruckte niederdeutsche Fassung in der Ratsbücherei von Lüneburg nachgewiesen (VD 16, ZV-11985). Während von Papmphilus Gengenbachs lateinischem Druck mehrere Exemplare in öffentlichen Bibliotheken nachzuweisen sind (die UB Basel allein besitzt deren drei), können wir vom vorliegenden Druck nur drei Exemplare in Deutschland (BSB München, Stuttgart und Leipzig), eines in der Nationalbibliothek in Paris (BNF 33519123 ) sowie fünf in US-Bibliotheken nachweisen (vgl. Worldcat). Göllner, Turcica, 115; vgl. K. Prietzel. P. Gengenbach, Drucker zu Basel (1999), S. 328f. und Fussnoten 148-149. Nicht im VD 16 (aber in der BSB München vorhanden). Latin reissue printed most probably in Italy of this treatise on the Ottoman Empire and the history of the war between Sultan Selim I and the Mameluks. The three part covers the time from June 1516 to the invasion of Cairo in February 1517. It seems stringent that by the fact that in the present imprint the first date given is printed erronously as 1517 instead of 1516 the Latin edition printed by Pamphilus Gengenbach at Basel with the correct date marks the editio princeps of this text. The first part is covering four pages and contains the proper account, while the two additional texts called 'letters' itemize the main part. There were translations into French and Italian but by far the greatest popularity achieved the German version translated by Theobald Baltner. The catalogue of 16th century German imprints, known as VD 16, records seven different German editions (VD 16 (O-739 bis O-744), and an additional version in Low German was printed at Braunschweig (VD 16, ZV-11985). While the Latin edition of Gengenbach is not that rare (the university library at Basel alone keeps three copies), we could trace of the present Latin edition only the following nine copies: three in Germany (Munich, Stuttgart and Leipzig [but none recorded VD 16), one in the National Library in Paris (BNF33519123 ) and five copies in US libraries (cf. Worldcat). Bookseller Inventory # B347428

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Item Description: Kl.-4to (208 x 140 mm). Titel innerhalb typographischer Bordüre und mit radierter kleiner Portrait-Vignette. [4] Bl., XVI, 244 S. Mit Textpassagen in herbäischen, arabischen und griechischen Drucktypen. Rotes Halbmaroquin über 5 erhabenen Bünden und mit lederverstärkten Ecken, mit reicher Rückenvergoldung und Monogramm AS (für Albert von Sachsen) im Strahlenkranz sowie 2 grünen Lederrückenschildchen: Opere diverse - Di Gia. Bern. de Rossi, Gelber Schnitt. Parma, dalla Stamperia Reale (Giambattista Bodoni), 1772. Exemplar Alberts von Sachsen-Teschen (1738-1822), als Schwiegersohn der Kaiserin Maria-Theresia auch Gründer und Namensgeber der Albertina in Wien. Erstausgabe der ersten Abhandlung über die hebräische Umgangssprache Palästinas zur Zeit Jesu. Der in Parma orientalische Sprachen unterrichtende G. B. de Rossi - bedeutender Sammler hebräischer Handschriften und Pionier-Bibliograph der hebräischen Inkunabeln - schrieb sein Werk als Antwort auf das 1767 in Neapel vom Rechtsgelehrten Domenico Diodati veröffentlichte 'De Christo graece loquente'. In den drei Teilen: Über die Einführung des Hellenismus in Palästina; Über den Gebrauch des Hellenismus unter den Hebräern in Palästina (und) Über den Gebrauch des Hellenismus in Beziehung auf Christus und ganz besonders auf die Apostel, argumentierte Rossi gegen die These, wonach Jesus und die Apostel als Altagssprache Griechisch gesprochen hätten. "De Rossi dimostrava in modo convincente l'uso, da parte degli Ebrei palestinesi del tempo, di un dialetto aramaico che indicava, con termine allora usitato, come "sirocaldeo" (DBI). Wie andere seiner frühen Drucke widmete der als "König der Drucker und Drucker der Könige" gefeierte Giambattista Bodoni (1740-1813) auch diesen dem Infanten von Spanien, Ferdinand I. von Bourbon (1751-1802), von 1765 bis 1802 auch Herzog von Parma, Piacenza und Guastalla. Bibliotheksschild der Büchersammlung von Albert Kasimir Herzog von Sachsen-Teschen. Brooks 26; Weiss 8; Ebert 19426; Brunet IV, 1407; A. Meyer, Jesu Muttersprache (1896), S. 23f. ("das letzte bedeutende Werk über den Gegenstand von katholischer Seite ."; DBI IXL. Nicht bei de Lama. Deluxe copy in half-morocco bound for the private library of Albert Casimir Duke of Saxe-Teschen (1738-1822), founder of the Albertina Museum in Vienna. First edition of the earliest treatise about the Jewish vernacular in Palestine in the time of Jesus. The Parma hebraist scholar, important collector of Hebrew manuscripts and pioneer bibliographer of Hebrew incunables G. B. de Rossi wrote his book in refutation of Domenico Diodati's 'De Christo graece loquente exercitatio, qua ostenditur, graecam sive hellenisticam linguam' (Naples, 1767), in which the Naples jurist hypothesized, that Jesus and his apostels spoke Greek as their mother tongue. Like others of his early impressions, the Torino born Giambattista Bodoni - admired as "the king of typographers and the typographer of kings" dedicated this work to Ferdinand I of Bourbon (1751-1802), Infant of Spain and from 1765 to 1802 Duke of Parma, Piacenza and Guastalla. - Contemporary red 3/4 morocco, spine elaborately gilt with monogram AS (Albert of Saxonia) within aureola, with two green spine labels, edges in yellow. Bookseller Inventory # B351307

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PAPILLON, Jean Baptiste Michel (1698-1776).

Used Hardcover First Edition

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Item Description: 3 in 2 Bdn. 8vo (205 x 130 mm). Mit Portrait-Frontispiz in Holzschnitt von Caron nach Noel Gamot, 6 Tafeln in Claire-obscur, 18 ganzseitigen Holzschnitten, 3 verschiedene Holzschnitt-Titelvignetten, mehreren Textholzschnitten sowie diversen Kopf- und Schlussvignetten in Holzschnitt. XXXII, 540 S.; XV, [1], 388 S.; [4], 124 S. Kalbslederbände d. Z., Decken mit dreifacher Goldfilete, Aussenkanten mit Blindprägung, sparsamer Rückenvergoldung und goldgeprägtem Lederrückenschild, gesprenkelter Schnitt. Paris, Pierre Guillaume Simon, 1766. Erstausgabe dergut illustrierten ersten Geschichte des Holzschnitts. Verfasst von einem Meister des Fachs, dessen Streben es war, dem Holzschnitt eine Akkuratess und Feinheit ähnlich dem des Kupferstichs angedeihen zu lassen. "Persuadé que son art a encore une avenir" (P. Fouché), scrieb Papillon sein immer wieder nachgedrucktes Werk als Summe beruflicher Erfahrungen. Ihm gebührt das Verdienst, "die längst verlorene Ehre seines Handwerks, in der Vergangenheit stöbernd, tief empfunden zu haben, der erste Historiker des Holzschnittes, der den Formschnitt aus entlegenen und fast unterirdischen Bezirken hervorzog" (M. J. Friedländer). Als ausführender Stecher war Papillon viele Jahre mit der Imprimerie Royale in Paris verbunden, daneben wirkte er auch als geschätzter Kunstlehrer am Hof von König Louis XV. - Der Holzschnitt-Titel für den Jahrgang von 1744 des Petit Almanach de Paris - auch als 'Papillons' bekannt - ist hier im ersten Band nach der Widmung abgedruckt. - Ein tadellos sauberes Exemplar. Bigmore/Wyman II, 116; Rodari, Anatomie de la couleur (1996), 38 und 149; Friedländer, Der Holzschnitt (1917), 212; Schlumberger, Le papier peint, in: Connaissance des arts, S. 367. Excellent copy of the first edition of the first work devoted entirely to the history of woodcuts. Papillon's notion of woodcutting was influenced by copper plate engraving; he wanted, by incredible minuteness of cutting, to achieve approximately the same results. Papillon cut - together with Blaise-Nicolas Le Sueur the vinettes for the folio edition of La Fontaine's fables (Paris, 1755-59) and the engravings of a Dutch bible printed in 1745. He had also drawn the titles of the Petit almanach de Paris (1727-45) which became later known as 'Papillons'. The author, along with Bewick in England, is credited with the re-invigorating the woodcut medium in the 18th century. For some years Papillon was in touch with the Imprimerie Royale and also taught history of art at the court of Louis XV. The five plates in the second volume illustrate the various states of printing from successive blocks in chiaro-oscuro (meaning light and dark), first used in the beginning of the 16th century. - Light brown full calf, with triple gilt fillets around sides, spine gilt with label. Bookseller Inventory # B320571

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Item Description: Kl.-4to (180 x 150 mm). Mit 16 Holzschnitten auf 8 Tafeln ('Tabula figurarum'), 1 ganzseitigen Wappenholzschnitt (Wappen des Widmungsempfängers Brzezie-Lanckoronski) auf Titel verso und vielen geometrischen Holzschnitt-Diagrammen im Text. [8] Bl., 136 S. Moderner hellbrauner Kalbslederband im Stil des 17. Jhs., mit Blindprägung und vier Schliessbändern. Krakau, Francisci Cezery, 1688. Erstausgabe. Im polnischen Krakau gedrucktes Werk zur Geometrie und Feldmesskunst, verfasst vom einheimischen Architekten, Mathematiker und Jesuiten Stanislaw Solski. Von 1654 bis 1661 wirkte er als Kaplan an der polnischen Botschaft in Konstantinopel, wobei er sich vor allem auch um die vielen polnischen Gefangenen kümmerte. Nach der Rückkehr in die Heimat diente Solski als Militärkaplan unter dem General Jan Sobieski in Krakau, wo er 1670 als Architekt sein erstes Gebäude errichten konnte. Das Hauptintresse Solskis galt aber der angewandten Mathematik. Gewidmet hat er sein vorliegendes Werk dem polnischen Adeligen Jan Brzezie-Lanckoronski, dessen Familienwappen mit einem erklärenden Distichon auf der Titelrückseite gedruckt erscheint. Die 16 Holzschnitte auf den acht Tafeln illustrieren Berechnungsarten und mathematische Messgeräte. Sein Erstlingswerk (Machina exhibenda motui perpetuo artificiali idonea) hatte Solski 1663 ebenfalls in Krakau veröffentlicht, nachdem er mit Caspar Schott über die Möglichkeit eines Perpetuum mobile korrespondiert hatte. - Mit verblichenem, zweizeiligen hs. Besitzeintrag im Unterand des Titelblatts, runder Stempel des "Kriegs-Karten-Hauptamt . " auf dem Vortitel, ein sehr gutes Exemplar. Radiertes Exlibris Arnaud de Vitry, Collection de traités sur les methodes graphiques. De Backer/Sommervogel VII, 1374; Estreicher XXIX, 55; O'Neill/Dominguez, Diccionario histórico de la Compañia de Jesús IV, 3606. First edition. Scarce work on geometry and surveying printed at Poland by the architect, mathematician and Jesuit priest Solski who taught grammar and mathematics and spent eight years in Constantinople as a missionary. In 1662 Solski corresponded with Caspar Schott about the possibility of a perpetual motion machine and published in 1663 his Machina exhibenda motui perpetuo artificiali idonea. - Faint manuscript owner's entry on title. - Very good copy, title stamped. - Modern light calf in contemporary style, blind-tooling around sides, with four ties. Bookseller Inventory # B42221

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Item Description: Gr.-4to (351 x 265 mm). Titel je auf Englisch und Französisch. Mit 50 handkolorierten Aquatinta-Tafeln von William Poole und William Ellis [nach Vinzenz Georg Kininger]. [2] Bl. (Titel), XXVIII, [51] Textbl. (inkl. Tafelverzeichnis). Goldgeprägter Kalbslederband d. Z., mit reich verziertem breitem Deckelrahmen mit Wappensupralibros des Duc de Berry im Zentrum, Steh- und Innenkantenvergoldung, marmorierte Vorsätze, gelber Schnitt. London, printed for William Miller by William Bulmer and Co, 1804 [Wasserzeichen der Tafeln von 1796 resp. 1801]. Geschenkexemplar für die Privatbibliothek des grossen Bibliophilen Charles-Ferdinand de Bourbon, Duc de Berry (1778-1820), Sohn des Comte d'Artois, des späteren König Karl X. Erster Druck der Erstausgabe. Bertrand de Moleville war im Oktober 1791 von Louis XVI zum Marineminister ernannt worden, musste aber bereits sechs Monate später demissionieren. Mitte August zur Verhaftung ausgeschrieben, floh er im Oktober 1792 nach England, wo er freundlich aufgenommen wurde. In der vergeblichen Hoffnung auf die Rückkehr der Bourbonen auf den französischen Thron begann Bertrand de Molleville mit der Niederschrift seiner Biographie. Dieser folgten im Lauf der Jahre mehrere historisch-politische Bücher, darunter eine vierzehnbändige 'Histoire de la révolution française' (in Zusammenarbeit mit Delisle de Sales) sowie das vorliegende Kostümwerk. Die von einem französisch-englischen Paralleltext begleiteten Tafeln wurden nach Vincenz Georg Kiningers 'Abbildungen der neuen Adjustirung der K.K. Armee' von 1796-98 nachgestochen und handkoloriert. "The form and colouring of the dresses in the drawings, are faithfully copied from the platees in a collection lately published in Vienna . We have to boast, however, of the talents of much more skilful engravers: we have arranged our plates in a better order, and enriched the descriptions of them with many historical, geographical, topographical, and statistical remarks, not to be found in the German work" (Vorwort). Verkleinerte Kopien der Tafeln veröffentlichte der Londoner Verleger William Alexander 1813 als 'Picturesque representations of the dress and manners of the Austrians'. - Tafel X mit Braunflecken im Kopfsteg, Abklatsch der Tafeln auf dem gegenüberliegenden Text, Tafel XVIII mit Stockflecken. Wappeneinband für Charles Ferdinand d'Artois, duc de Berry und gest. Wappenexlibris R[odolphe] Faucigny-Lucinge (1898-1985). Abbey Travel, I, 71; Colas 2112; Hiler/Hiler 84; Lipperheide 831; Tooley 333; Brunet I, 323; DBF VI, 288f. First issue of the first edition in a splendid binding with the coats-of-arms of Charles-Ferdinand de Bourbon, Duc de Berry (1778-1820) whose assassination in 1820 let to a constitutional crisis of the French state. King Louis XVI had appointed Bertrand de Moleville Secretary of the Navy in October 1791, a post from which he had to resign six months later only. He urged the King to flee Paris and was accused of being one of the "Austrian Committee" the shadowy circle accused of all sorts of anti-revolutionary plots. Bertrand de Moleville managed to leave France on 19 October 1792 and went to England where he was warmly received. In 1793 he finished his memoirs and published subsequently several books on the history and politics of France, among them the History of the French Revolution in 14 volumes (of which the last four were written by Delisle de Sales). The finally hand-colored plates are reeingravings of those published at Vienna in 1796 to 1798 by Vincenz Georg Kininger in his 'Abbildungen der neuen Adjustirung der K.K. Armee'. "The form and colouring of the dresses in the drawings, are faithfully copied from the plates in a collection lately published in Vienna . We have to boast, however, of the talents of much more skilful engravers: we have arranged our plates in a better order, and enriched the descriptions of them with many historical, geographical, topographical, and statistical remarks, not to be found in the German work . Bookseller Inventory # B349637

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GESSNER, Salomon (1730-1788), Schweizer Dichter und Maler.

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Item Description: Zürich, 9. April, 1770. An den deutschen Dichter und Philosophen Karl Wilhelm Ramler (1725-1798). Schöner, ausführlicher Brief: Ohnmöglich kan ich länger vernachlässigen, Nachrichten von ihnen zu haben; ich will ihnen schreiben , dann antworten sie mir, und sagen mir, dass sie mich lieben, dass sie sich wohl befinden, und wenn sie recht gut seyn wollen, so sagen sie noch dazu, was sie dichten , und was die Welt von ihnen zuerwarten hat. Aber mit ungestühm muss man nicht die Menge fordern, von einem Dichter ihrer Arth, man schmachtet nach neuem, aber indess liesst man das alte, mit tausendmahl erneuertem Vergnügen. Es ist die Wahrheit, mein Freund! Sie sind der einzige Deutsche Dichter an dem ich mich niemahls satt lese. Soll ich ihnen sagen, wie ich mich beschäftige? Viele Zeit ist nicht mehr mein, die ich sonst nach meinem Belieben anwandte. Ein Dichter sollte unabhänglich seyn, das fühl ich, und wenn seine Glükes-Umstände auch blos erträglich wären, so sollte er zufrieden keine andre Ehre suchen, als nur als Dichter die Ehre seiner Nation zuseyn. Welt und Vaterland selten an einen solchen nicht mehr fordern, der so für die feinsten Vergnügen derer sorgt, die die andern Geschäfte thun. Viele meiner Nebenstunden bring ich mit einer ähnlichen Schwester der Dichtkunst zu. Die Vignetten bey der neuen Auflage meiner Schriften, sind hiervon eine kleine Probe, und ein Brief von mir, der im 3ten Band von Füesslins Geschichte der Schweizer Mahler in der Vorrede eingerükt ist, kan ihnen sagen, wie ich mich nach und nach in diese Beschäftigung vertieft habe. Gedichtet hab ich seit vielen Jahren nicht. Pläne loffen [!] mir zwar oft, aber nur wie Schatten durch den Kopf, keinen hab ich jemahls gehäget um ihn nur recht anzusehn; vor weniger Zeit hats mich ein paar mal angewandelt, es zu versuchen, obs mir auch noch gelingen würde, und es entstanden ein paar Kleinigkeiten draus. Ich wagt' es mit Furchtsamkeit, wie einer der das 2te Mahl heürathet, ob er sich, wie das erste auch noch gut aus der Sache ziehen werde. Ich möchte sehr gerne von ihnen wissen, ob ichs weiter wagen darf, oder ob ich, als veraltet, diesen Muthwill bleiben lassen soll. Hier sind sie. 1.tr Zephir. Was flaterst du so müssig hier im Rosen-Busch? Komm fliege mit mir ins Thal, dort baden Nymphen sich im Teich. 2.tr Zephir. Ich fliege nicht mit dir; ein süsser Geschält will ich verrichten, als massige Nymphen zu umflatem, hier kühl ich meine Flügel im Thau der Rosen, und sammle liebliche Gerüche. 1.tr Zephir. Was ist denn dein Geschäft, das süsser ist, als in die muth willigen Spiele der Nymphen sich zumischen? 2.tr Zephir. Bald wird ein Mädgen hier den Pfad vorüber gehn, schön wie die jüngste der Gratien. Mit einem Korb geht sie mit jedem Morgen - Roth zu jener Hütte , und reicht der Armuth Trost und jeden Tages Nahrung; dort wohnt ein Weib, fromm, krank und arm. Zwey unschuldvolle Kinder würden hungernd an ihrem Bette weinen. Bald wird sie wieder kommen, die schönen Wangen glühend, und glänzende Tränen im UnschuIdvollen Auge, Tränen des Mitleids und der süssen Freude, der Armuth Trost zu seyn. Hier wart ich ihr im Rosen-Busch, bis ich sie kommen seh. Mit kühlen Schwingen flieg ich ihr dann entgegen, und mit süssen Gerüchen, erquike ihre Wangen, und küsse Tränen von ihren Augen; Sieh, das ist mein Geschäft. 1.tr Zephir. Du rührest mich, welch süss Geschäft ist das! Auch ich will meine Flügel kühlen, will mit dir fliegen, wenn sie komt. Doch sieh, am Weiden -Busch komt sie daher; welch ernste Unschuld reizt auf ihren Wangen, welch nachlässiger Reiz in jeder Geberde! Auf, schwinge deine Flügel; so schöne Wangen hab ich noch nie gekühlt. 2. Lasst Nymphen, o lasst das Wasser eurer Quelle an mir gesegnet seyn! wenn von der Hüft' ich mein Blut wasche, das von der Wunde floss; gebt dass sie unschädlich sey, ihr Nymphen, dieser Quelle! Nicht Zank und Feindschaft ist die Schuld von diesem Blut. Amyntens Knabe schrie im Hain, von einem Wolf ergriffen; er schrie und schnell, den Göt. Bookseller Inventory # C350636

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