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VIII, 159 S. Einband mit leichten Gebrauchsspuren. Am Fuß des Rückens Restspuren eines entfernten Bibl.Schildchens, auf der Titelseite kleinerer Stempel "ausgeschieden",auf wenigen Seiten Bleistiftanstreichungen, sonst gutes Exemplar der ERSTAUSGABE dieser grundlegenden Publikation ( Habilitation!!) . Zum bedeutenden Soziologen vgl. sehr ausführlich WIKIPEDIA: Siegfried Landshut war der Sohn des Architekten Samuel Landshut und seiner Frau Suzette, geb. Cohn.[2] 1914 legte er kriegsbedingt das Abitur am Protestantischen Gymnasium in Straßburg ab und trat am 5. August als Freiwilliger in das deutsche Heer ein. Ende 1919 kehrte er von der deutsch-türkischen Front im Nahen Osten nach Deutschland zurück und begann zunächst ein juristisches, dann ein nationalökonomisches Studium in Freiburg im Breisgau und Frankfurt am Main. 1921 wurde er mit einer Dissertation über den Homo oeconomicus in Freiburg bei Robert Liefmann promoviert. Im selben Jahr heiratete er Edith Hess, das Ehepaar hatte drei Kinder. In den folgenden vier Jahren studierte er bei Edmund Husserl und Martin Heidegger in Freiburg, bei Max Scheler in Köln, bei Alfred Weber und Karl Jaspers in Heidelberg, dann erneut bei Heidegger in Marburg und schließlich wieder in Heidelberg bei Alfred Weber. Seine Hoffnung, sich bei Weber habilitieren zu können, wurde enttäuscht. 1936 schrieb er in einem Lebenslauf rückblickend: Absicht der Habilitation bei Alfred Weber. Schwierigkeiten wegen der Habilitation eines zweiten jüdischen Privatdozenten im selben Fach (neben Karl Mannheim)."[3] Auf Vermittlung von Alfred Weber erhielt Landshut einen zweijährigen Forschungsauftrag am Institut für Auswärtige Politik der Universität Hamburg, das von Albrecht Mendelssohn Bartholdy geleitet wurde. In Hamburg begann seine Freundschaft mit Hans von Dohnanyi. Eduard Heimann, bei ihm war Landshut von 1927 bis 1933 wissenschaftlicher Assistent auf halber Stelle. Nach Erledigung des Forschungsauftrages mit einer Studie über das Mandatssystem des Völkerbundes wurde er Assistent des Nationalökonomen Eduard Heimann. 1928 reichte Landshut die Habilitationsschrift Untersuchungen über die ursprüngliche Fragestellung zur sozialen und politischen Problematik bei der Universität Hamburg ein und bat als erster deutscher Wissenschaftler um die Zulassung zur Habilitation für das Fach der Politik", ein Fach, das es zu diesem Zeitpunkt an keiner deutschen Universität gab[4] und das er wiederbegründen wollte.[5] Das Vorhaben wurde von Heimann unterstützt, vom Soziologen Andreas Walther dagegen abgelehnt. Seit Walther 1926 auf den neuen Lehrstuhl für Soziologie der Universität Hamburg berufen worden war, bestand zwischen ihm und Landshut ein Verhältnis gesteigerter Konkurrenz". Da eine Habilitation ohne die Zustimmung des Soziologie-Ordinarius nicht möglich war, versuchte Landshut an die Universität Kiel zu Adolph Lowe auszuweichen. Seine Bewerbung um Anstellung und Habilitationsmöglichkeit in Kiel blieb jedoch erfolglos.[6] In Hamburg zog er sein Gesuch am 21. Juli 1928 zurück. Die zurückgezogene Habilitationsschrift erschien 1929 unter dem Titel Kritik der Soziologie.[7] Am 22. Januar 1933 legte Landshut in Hamburg eine zweite Habilitationsschrift vor, sie trug den Titel Historisch-systematische Analyse des Begriffs des Ökonomischen.[8] Die im Fach Nationalökonomie eingereichte Arbeit wurde angenommen, die für den April vorgesehene Probevorlesung konnte aber nicht mehr stattfinden. Am 13. Mai teilte die Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät mit, es sei mit Rücksicht auf die veränderten Verhältnisse von der Habilitationsangelegenheit abzusehen. Infolge des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums wird ihm zum 31. August seine Assistentenstelle gekündigt. Schon am 23. Juni 1933 hatte Landshut Hamburg verlassen, um in Ägypten Gastvorlesungen zu halten, seine Familie ließ er nachkommen, weil ihm eine längerfristige Dozentur in Aussicht gestellt worden war. Dazu kam es nicht, bis 1936 blieben die La.
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