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Seltene Karte aus dem Topographischen Institut unter der Leitung von General Clemens Baron von Raglovich (1766 -1836), der sich in den Napoleonischen Kriegen ausgezeichnet hatte. 1814 überwachte er die Aufstellung der Bayerischen Reservearmee, 1817 wurde er Leiter des Topographischen Bureaus. Der Hauptmann am Ingenieurbureau der Reservearmee, Alois von Coulon (1779-1855) zeichnet für eine ganze Reihe wichtiger Karten von Bayern verantwortlich. Karte auf Leinen in 4 Segmenten, gestochen von L. Zertahelly, die Segmente sind sauber und gut, allerdings sind die Segmentränder relativ weit von der Unterlage gelöst, vermutlich durch nachlassenden Kleber. Die Rückseite ist fleckig; ein Segment mit handgeschriebenem Aufkleber und einem gestempelten königlichem bayer. Wappen mit Monogramm, evtl. des Kronprinzen und späteren Königs Ludwig I. Die Rezension in "Neue Allgemeine Geographische Ephemeriden Zweiter Band" von 1817 wird das Kartenwerk sehr positiv besprochen, einerseits wegen der Geschwindigkeit der Herstellung aber auch auf Grund der Qualität. Die Rezension in besagtem Werk für Section 3 kritisiert allerdings einige Ungenauigkeiten des Stechers: "Sect 3 welche wiederum rechts an Sect 2 anstößt, fasst einen Theil des Fichtelgebirges, und den grössten Theil des, von hier aus in nordöstlicher Richtung laufenden Erzgebirges, von welchem in nördlicher Richtung die Saale, Elster, Pleisse, Mulde, Zschopau, in westlicher der Main, in östlicher aber die Eger herabströmen. Auch dieses Blatt ist von Herrn Zertahelly gestochen, und gleich vorzüglich, wie das vorerwähnte, behandelt; nur vermissen wir auch hier die Benennung der hervorragenden Bergspitzen des Fichtel- und ErzGebirgs, von welchen auch nicht eine einzige benennt ist. Auch diese Section ist in hydrographischer Hinsicht vollkommener, als in Hinsicht der richtigen Angabe der Chausseen, von welchen hier wieder viele falsch, und vorzüglich viele Chausseen angegeben sind, wo keine existiren. So z.B. führen auf der Section Chausseen von Jena über Roda nach Gera, ferner von Gera über Neustadt nach Saalfeld und Gräfenthal, ferner von Schleitz über Saalburg nach Lobenstein, wo durchaus gar keine Chausseen existiren, dagegen fehlen wieder mehrere, wirklich existirende Chausseen als z.B. die Chaussee zwischen Jena, Rudolstadt und Saalfeld, die jedoch nur zum Theil chaussirt ist, zwischen Gera und Jena führt ein grossentheils chaussirter Weg über Köstritz, der aber nicht angegeben ist.". Sprache / Language: de 1 Seiten. ca. 29,8 x 44,8 cm.
Seller Inventory # KIE3290
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