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4to. 4 pp. Doppelblatt. Mit Kuvert. An den Sammler Alfons Klee: […] tatsächlich wenig Zeit Ihnen persönlich gründlich zu antworten. Aber anbei einige erklärende Dokumente1 Umschlag + Inhaltsverz. meines kürzlich veröffentlichten Buches 2 Der 1. Text den Denis zum 1. (und damals noch als einzigen konzipierten) Teil seines Triptychon geschrieben hatte u. den ich für die deutsch-österreichische Tournee übersetzt hatte (grosser Erfolg in Wien). Dazu weiter unten3 Den Text den er zur Uraufführung des Ganzen jetzt verfasst hat, französisch + flämisch.4. 2 Texte, die ich 1983 zu Webern s 100. Geburtstag, zuerst französisch, verfasst hatte, hier deutsch übersetzt. Mehrere andere, mehr technisch, seit 1955 folgendermassen rechtfertigen: Der Mittelteil ist die Brücke, der (zugleich Höhepunkt) Übergang zwischen den 2 ,Seelenzustände des Siddhartas, vor u. nach dem ,Hören , und ,Le Passeur ist ja derjenige der ihm das Hören (zwar harmonisierten aber nicht reduzierten) 1000 Stimmen beigebracht hat. […]"Ab 1952 nahm er regelmäßig an den Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt und den Donaueschinger Musiktagen teil. Bei den Weltmusiktagen der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik (ISCM World Music Days) wurden 1952 in Salzburg seine 3 Geistlichen Lieder, 1957 in Zürich beim ersten Konzert mit elektronischer Musik in der Geschichte der ISCM-Weltmusiktage Scambi und 1960 in Köln Mobile für 2 Klaviere aufgeführt. 1957 arbeitete er mit Luciano Berio und Bruno Maderna im Studio di Fonologia Musicale in Mailand und später im Studio für elektronische Musik in Köln mit Karlheinz Stockhausen. 1958 gründete er in Brüssel das Studio de musique électronique Apelac. Von 1963 bis 1964 unterrichtete er an der Musik-Akademie der Stadt Basel und 1966 bis 1968 an der Universität Buffalo. Seit 1970 unterrichtete er an der Universität Lüttich, wo er mit Kollegen wie Pierre Bartholomée und Philippe Boesmans das Centre de recherches musicales de Wallonie (seit 2010 Centre Henri Pousseur) gründete. 1975 übernahm er die Leitung des Lütticher Konservatoriums, von dem er sich 1952 wegen seiner Differenzen mit dem Direktor zurückgezogen hatte.Nach seinem offiziellen Ruhestand im Jahr 1994 war er noch bis zum Sommer 1999 an der Universität Leuven beschäftigt. Er schrieb in dieser Zeit fünf neue Werke, darunter vier in Erinnerung an seinen Vorgänger Karel Goeyvaerts, gruppiert in einem großen Zyklus für Klavier und Orchester.Neben fast 200 Partituren hat Pousseur in seinem Leben auch zahlreiche Artikel und mehrere Bücher über Musik geschrieben zu denen unter anderem Fragments Théorique I: sur la musique expérimentale (Brussels: Université Libre de Bruxelles, 1970), Schumann le Poète: 25 moments d'une lecture de Dichterliebe (Paris: Klincksieck, 1993), und Musiques croisées (Paris: L'Harmattan, 1997) gehören. Ihm wurden Ehrendoktortitel der Universitäten von Metz und Lille III verliehen, und im Jahr 2004 erhielt er eine Auszeichnung für sein Lebenswerk von der Akademie Charles Cros.
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