About this Item
3. revid. Nachdruck. Wohl lithogr. Faltkarte dreifarbig schwarz/braun/blau (Blattgrösse 77.5 x 95 cm) in 28 Segmenten a. Ln. aufgezogen mit OVorderdeckel (Titel; blau) u. ORückendeckel. Westl. Blankopartie etwas stock- u./od. fingerfleckig (kaum störend). Leichte Alters- u. Gebrauchsspuren, VDeckel mit kl. Etikette u. hs. Besitzervermerk (Bleistift, später), RDeckel mit zeitgenöss. Besitzerstempel. Gesamthaft sauberes, eher überdurchschnittlich gutes Exemplar, die Lwd. praktisch fleckenlos / toile sans tâches - - Götsch 68; swissbib für diese Spezifikation mit 3 Standorten (Neuchâtel, BA f. Statistik, bzw. Wabern, Kartensammlung swisstopo, u. ETHZ); vgl. BV Alexandria - Equidistance [Aequidistanz] 30 Mètres - Im Innentitel blau eingedruckt: Horizont : Pierre du Niton 376,86 m, alter Wert - Diskreter Besitzerstempel d.Zt. 'Rhyn-Otth, Bern' - Diese (Titel-) Version erstmals 1905/2; für 1927 zählt Götsch 2 Auflageserien, nämlich 3 u. 3* (dh. revidierte), als letzte dann 1938/4 (im Jahr vor Beginn des Zweiten Weltkrieges) - Zusammensetzung aus Siegfriedatlas, -Karten Nrn. 525-527, 525bis, 529, 530, 532, u. 532bis - Eher überdurchschnittlich grosse Aufnahme des auch historisch bedeutenden, mit ausgedehnteren Gletschern belegten, grossenteils Walliser Gebirgsraumes, umfassend : Unterwalliser Bergregion südl. oberhalb von Saxon mit Pierre à Voir und der charakteristischen Formation oberhalb von Levron und Crie N, kleine Partie des Val d'Hérens mit Villetta NO (Evolena od. Evolène nicht mehr aufgenommen), die Gletscherfelder um Mt. Blanc de Seilon, Pigne d'Arolla u. La Ruinette O (als östl. Fortsetzung der Gletscher des Grand Combin), die italienische Region Valpelline mit Oyace u. Bionaz im Aostatal SO, das Vallone Gran Bernardo mit Saint-Rhémy u. St. Oyen, darüber der Col du Gd. St. Bernard mit dem Hospice (Hospiz) S, das italienische Val Ferret SSW, die div. Aigles (d'Argentière, du Chardonnet, du Tour) mit der Landesgrenze W, Les Perrons WNW, sowie Mont Ruan (südl. unterhalb das Bassin de Barberine) u. Tour Sallière NW - Das westlich angrenzende französische Gebiet ist nicht mit aufgenommen (blanko; vgl. Siegfriedkarte 525, Finhaut, EA 1879) -- "Mit der Wiederbelebung des europäischen Handelsverkehrs im 12. Jh. rückte der Grosse St. Bernhard [-Pass] als Teilstück der Via Francigena in die Reihe der grossen mittelalterlichen Reisewege auf, die den Norden Europas mit dem Mittelmeergebiet verbanden. Zum bereits bestehenden regionalen Güterverkehr zwischen dem Wallis und dem Aostatal sowie dem wichtigen Reiseverkehr von Pilgern [.] kam nun noch der überregionale Transithandel hinzu. Zur Unterstützung all dieser Reisenden wurde das Hospiz errichtet. [.] Der Entwicklung der internationalen Politik entsprechend wurde der [Pass] im 19. Jh. wirtschaftlich immer wichtiger, während er seine strategische Bedeutung verlor. Doch obwohl die Strasse trotz der topografischen Schwierigkeiten ausgebaut wurde, war sie nur während drei bis vier Monaten im Jahr benutzbar. [.] Als Symbol der Alpen bündelt der [Pass] gegensätzliche Gefühle: die Angst vor den Gipfeln und ihren Gefahren, aber auch die mit dem Bild des Hospizes, seiner gastfreundlichen Chorherren und seiner [Bernhardiner-] Hunde verbundenen Sympathien." (etc.; HLS) - "Überdrucke sind Kartenzusammensetzungen und bestehen aus mehreren Teilen von verschiedenen Karten. Sie können einen neueren Stand aufweisen, da Ergänzungen auf den Überdruckplatten einfacher nachzuführen waren, als auf den Originalplatten. [.] Ursprünglich waren Überdrucke vor allem für das Militär bestimmt." (Götsch 65) - "Wie von den Karten 1 : 25 000 wurden auch von diesen [50'00er-] Karten Exkursions-, Ski- und Wanderkarten etc. abgeleitet. Die gleichen Karten sind teilweise auch wieder als Militärkarten zu finden, wobei man nicht immer einen inhaltlichen Unterschied feststellen kann." (Götsch 68). - Sprache: fr, it.
Seller Inventory # MV101909
Contact seller
Report this item