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Kl.-8° (17.6 x 10.5 cm). 97 SS., 1 Bl. Schriftsatz in 7-Punkt Antiqua. Ln. d.Zt. (violett, lamin., genarbt; blass stock-/sporfleckig, mässig störend), mit vergold. Zierlinien (Wellenwirbel) u. Deckelemblemen, alls. goldbronzierter Schnitt. Seiten leicht gebräunt. Etwas Alters- u. Lagerungs-, kaum Gebrauchsspuren. Gesamthaft recht gutes Exemplar - - Ohne Druckvermerk erschienen - Directorium nicht bei Bornatico - Gemäss ZSK 73/1919, p. 302, erschien das Directorium Romano-Curiense (DC), seit 1729 bis 1971 (in der Bischöfl. Bibliothek Chur BBC ab 1744 ausgewiesen; BV Graubünden seit 1775 und bis 1971; ab 1972: Direktorium Basel, Chur, St. Gallen, Freiburg, Sitten); grössere Reihen halten ausserdem die Stiftsbibliothek St. Gallen (1845-1912) und die ZB Zürich (1852-1971) - Ausgabe 1861 nur in Chur, St. Gallen u. Zürich (vgl. swissbib) - Inhalt: Tägliche Spezifikationen nach dem Kalenderverlauf, vom 1. Januar bis 31. Dezember 1861 - Ohne Supplemente -- Bischof des Bistums Chur war von 1859-1876 Nikolaus Franz Florentini (Müstair 1794-1881 Chur), Theologe, 1817 Priester, 1836 Prof. der Moraltheologie in Chur. 1859 ernannte ihn Papst Pius IX. zum Bischof". Bei der Wahl hatte das Domkapitel die Tilgung der hohen Bistumsschulden gefordert. 1860 ernannte Florentini seinen Vetter, den Kapuziner und Caritasapostel Theodosius zum Offizial und Generalvikar. Im Benediktiner Kaspar Willi erhielt Florentini 1868 einen Weihbischof, der nach seiner Resignation 1876 sein Nachfolger wurde." (HLS) -- "Von den ehemals konstanzischen Gebieten schloss sich Schwyz 1824 definitiv Chur an. Provisorisch blieben Uri [.], Unterwalden, Glarus und Zürich bis heute bei Chur. [.] Auseinandersetzungen zwischen der Bistumsleitung und dem Kt. Graubünden um das Schulwesen prägten die Mitte des 19. Jh.: 1850 wurde die kath. Kantonsschule mit der reformierten vereinigt, 1856 das bischöfliche Knabenseminar aufgelöst. Als Ersatz dafür wurde 1856 das Kollegium Schwyz gegründet, dessen Oberleitung dem Bischof von Chur zustand. Die Verhandlungen mit Unterwalden und Uri über eine definitive Aufnahme zogen sich über das ganze 19. Jh. hinweg. Sie scheiterten, weil die Innerschweiz den Plan einer eigenen Diözese nie ganz aufgab und Graubünden sich, unter dem Verweis auf angebliche Vorrechte, der Gleichstellung aller Diözesanstände widersetzte." (HLS, Chur Diözese, Abschn. 3) - Um 1860 war Zürich noch fest in reformierter Hand: nach Gastrecht in der Fraumünsterkirche wurde 1844 "die Augustinerkirche durch den Bischof von Chur für den kathol. Gottesdienst geweiht", die nach 1870 an die Christkatholiken (Altkatholiken) überging. Mit St. Peter und Paul erhielten die Katholiken 1874 erstmals eine eigene, neu gebaute Kirche (HBLS 7, p. 719). -- Das Directorium ist der "von der Diözesan-Behörde oder dem Ordensobern hergestellte Kirchenkalender mit genauen Angaben für die Feier der hl. Messe und das Breviergebet. [.] Das Directorium ist alle Jahre neu zu verfassen, da das Datum des Osterfestes und der von ihm abhängigen kirchlichen Zeiten und Feste jährlich verschieden ist, auch die Sonntage jährlich auf verschiedene Monatstage fallen." (M. Buchberger, Hsg., Lex. f. Theol. und Kirche, 3, 1931, sp. 345). - Sprache: la. Seller Inventory # CHGR081809
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