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4°. 42 SS. Front. als farb. Falt-Faks. (Klosterplan, Ausschnitt), 2 farb. Planabbn. a. gestrichenem Papier, 2 ganzs. Planzeichnungen (Grundrisse), 8 Textillustrationen. OBrosch. (écru; marginal etwas fleckig) mit farb. (R-) Titel . Bzw. sep. farb. faks. Planbeilage (Originalgrösse; Blattformat 118 x 80 cm; einige kleinere Bugfalten-Durchbrüche, Ecken mit einigen Einstichlöchern) in OU (dieser an der Oberkante etwas gebräunt u. bestossen). Etwas Alters- u. Gebrauchsspuren. Gesamthaft weitestgehend sauberes, sehr ordentliches Exemplar. Grosse Planbeilage ?Faksimile des Klosterplans: Sonderausgabe in Offsetdruck in acht Farben?, in der Fusszeile betitelt ?Delineatio monasterii S. Galli ad coenobium auctore Gozberto abbate renovandum saeculo nono confecta, in bibliotheca conventus Sangallensis adhuc asservata / Der karolingische Klosterplan von St. Gallen / Le plan carolingien de l'abbaye de St.-Gall / The Carolingian plan of St. Gall abbey? ? Inhalt des Textheftes: Neue Ergebnisse kunstgeschichtlicher Forschung (H. Reinhardt); Zur ehemaligen Faltung des St. Galler Klosterplanes (D. Schwarz); Aus der Geschichte des Planes (J. Duft); Massnahmen zur Sicherung (H. Bessler). - Bibliographisch kaum spezifizierte und nachweisbare Ausgabeversion, erschienen offenbar als Sonderausgabe des ?92. Neujahrsblatt herausgegeben vom Historischen Verein des Kantons St. Gallen?, von dem sich das vorliegende Exemplar durch Einbandgestaltung und Seitenzahl unterscheidet. Das eigentliche Neujahrsblatt ist in der üblichen Reihenausstattung (ziegelrote Broschur mit Reihentitel, Titel u. Impressum a. Vorderdeckel) und mit 53 SS. (Text und Addenda) erschienen (vgl. BSG Jg. 1951, Zürich 1952, Nr. 1006 u. swissbib). Haupttext und Impressum sind in beiden Varianten identisch. ? Beide Ausgabeversionen im Front. verso mit Vermerk ?Zu diesem Neujahrsblatt gehört das Faksimile des Klosterplans, Sonderausgabe [etc.]? und Hinweis ?Dieses Faksimile des vollständigen Klosterplans wird gesondert berechnet? Dessen Preis scheint im Nachkriegs- und Vorkonjunkturjahr 1951/1952 jedoch so beschaffen gewesen zu sein, dass der interessierte Normalbürger auf dessen Erwerb eher verzichtete. -- ?Mit Abt Gozbert, 816-837 im Amt, setzte der Aufstieg der Abtei zu ihrer ersten grossen Blütezeit ein. Gozbert erweiterte den Grundbesitz, vereinheitlichte die Verwaltung des Streubesitzes und führte eine Urkundenregistratur nach 36 territorialen Kapiteln ein. Ab 830 liess er die neue dreischiffige Gallusbasilika und wahrscheinlich auch eine neue Klosteranlage bauen. Der Neubau, u.a. von den Mönchen Winihart, Isenrich und Ratger errichtet, hatte den Anforderungen der Mönchsreform unter Kaiser Ludwig dem Frommen und den vielfältigen Funktionen eines karolingischen Grossklosters zu entsprechen. Die Anregungen dazu dürfte Gozbert dem vermutlich ihm gewidmeten Klosterplan entnommen haben, den Reichenauer Mönche unter dem Bibliothekar Reginbert im Auftrag ihres Abts Haito 819 (oder um ca. 826 bis ca. 830) entworfen hatten. Dieser älteste Bauplan aus dem europ. Mittelalter enthält den Grundriss einer idealen Klosteranlage aus karolingischer Zeit. Unter Gozbert erfuhr das Skriptorium mit dem Kalligrafen Wolfcoz einen weiteren Ausbau.? (E. Tremp, Frühmittelalterliche Blütezeiten und Gefährdungen. In: HLS, Lemma Sankt Gallen, Fürstabtei). - ?Der St. Galler Klosterplan [Codex Sangallensis 1092] ist die früheste erhaltene und umfangreichste Visualisierung eines Baukomplexes aus dem Mittelalter. Der Klosterplan, der aus fünf zusammengenähten Pergamentteilen besteht, hat eine Grösse von 112 x 77.5 cm. Er zeigt Grundrissdarstellungen von ungefähr vierzig Gebäudekomplexen, verzeichnet jedoch auch Gartenanlagen, Zäune, Mauern und Wege. Die Bauwerke sind vor allem durch ihre ca. 333 Beschriftungen klar zu bestimmen, ebenso die Klosterkirche, das Skriptorium, eine Unterkunft der Gastmönche, Dormitorien, der Speisesaal, die Küche, das Back- und Brauhaus, der Krankenbereich und eine grosse Anzahl an Wirtsch. Seller Inventory # Ar111208
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