About this Item
XI, 989 p. Ehem. Bibliotheksexemplar (Literarische Abteilung der Metallgesellschaft A.G., Frankfurt). Etikettierung am Buchrücken, Stempel und Vermerke auf dem Titelblatt. Offizieller Supplementband zur IUPAC-Ausgabe Dissociation Constants of Organic Acids in Aqueous Solution (1961). Das Buch ist Band 23 der IUPAC Chemical Data Series und bildet zusammen mit Band 21: Stability Constants of Metal-Ion Complexes, Part A: Inorganic Ligands (Högfeldt), Band 22: Stability Constants of Metal-Ion Complexes, Part B: Organic Ligands (Perrin), eine Dreiergruppe grundlegender Gleichgewichtsdaten. Der Inhalt: eine tabellarische Sammlung von Dissoziationskonstanten für etwa 4.500 organische Säuren. In der Forschung galt es als Fortführung des früheren Werks von Kortüm, Vogel und Andrussow (1961). Dabei lieferten die Autoren kritische Metadaten zu jedem Wert. Strukturierte Daten: neben dem Wert wurden die Temperatur, die Ionenstärke und die verwendete Messmethode (z. B. Potentiometrie, Spektroskopie) angegeben. - Qualitätsbewertung: Die Autoren bewerteten auch die Zuverlässigkeit der Daten (z. B. "uncertain" oder "reliable"). Dies war entscheidend, wenn Werte für präzise Berechnungen benötigt wurden. Wo verfügbar, waren auch Werte für die Enthalpie- und Entropieänderungen der Ionisation aufgeführt. Bei alledem bewerteten die Autoren bewerten die Zuverlässigkeit der vorgelegten Daten (z. B. "uncertain" oder "reliable"). Ein entscheidender Hinweis, wenn diese Werte für präzise Berechnungen benötigt werden - z. B. in der Thermodynamik. Wo verfügbar, sind auch Zahlen für die Enthalpie- und Entropieänderungen der Ionisation aufgeführt. Am Schluß: umfassender Index. Die Suche ist nach chemischen Namen und Summenformeln möglich, was die Navigation in der umfangreichen Datenmenge erleichtert. - Für die MG war dies die Grundlage für die Statik ihrer Produktivitäts- und Wettbewerbsfähigkeit. Serjeant und Dempsey lieferten in ihrer Materialschlacht Antworten auf Existenzfragen der MG: wie stark sind organische Säuren, wie verhalten sie sich in Wasser, wie beeinflussen sie Metalle, wie bilden sie Puffer, wie stabilisieren oder destabilsieren sie Lösungen. Das Problem der MG: diese organischen Säuren sind omnipräsent - in Prozesswässern, in Kühlsystemen, in Reinigungsbädern, in Abwässern, in Metallbeizen, in Extraktionsprozessen, in Korrosionssituationen, (und nicht zuletzt: in der Analytik!). Und diese Säuren entscheiden, ob ein Metall löslich bleibt, ob es ausfällt, ob es korrodiert, ob es extrahiert werden kann, ob eine Anlage sauber bleibt, ob ein Prozess stabil läuft. Das bedeutete im praktischen Betrieb. Das Wissen war Voraussetzung: bei der Prozeßwasser-Steuerung. Organische Säuren bestimmten den pH Wert und damit: Korrosion, Ablagerungen, Metalllöslichkeit, Anlagenstabilität. Die MG nutzte die Kenntnisse zur Vermeidung von Korrosion in Wärmetauschern, Rohren, Kühltürmen, sorgte für längere Lebensdauer der Anlagen und weniger Stillstände. Serjeants und Dempseys Daten halfen bei der Metallionen Spezierung: organische Säuren können Metalle "festhalten" oder "freisetzen". Zum Beispiel: Citronensäure bindet Kupfer, Kupfer bleibt dabei löslich. Der MG Mehrwert: die Kontrolle darüber, ob ein Metall im Prozess bleibt oder entfernt wird. Das bedeutete: optimierte Ausbeute in der Metallgewinnung, weniger Verluste. Das Wissen kam bei Fällungs- und Reinigungsprozessen zur Anwendung. Bekannt war: ob ein Metall ausfällt oder nicht, hängt vom pK? Wert der Säure ab. MG Wissensmehrwert: gezielte Reinigung von Lösungen, Herstellung hochreiner Produkte. Abtrennung von Störmetallen. Serjeant und Dempsey lieferten auf ihren 989 Seiten der MG die Voraussetzungen für analytische Chemie im Labor: hier war die Kenntnis des pK? Wertes notwendig. Nur so ließen sich Titrationen, Maskierungen, Extraktionen, photometrische Bestimmungen durchführen und damit präzise Analysen, Qualitätskontrolle, Reklamationssicherheit gegenüber Kunden erreichen. Die MG kannte mit der Lektüre d.
Seller Inventory # 158494
Contact seller
Report this item