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Gr.-8° (24.5 x 20 x 8 cm). Sammlung von ca. 64 handschriftlichen Redemanuskripten à ca. 6-25 SS. a. Büttenpapier (etwas variierende Formate) in Lateinischer Kurrentschrift. Ganzleder-Sammeleinband a. drei Bünden d. 18. Jahrhunderts (dieser min berieben u. bestossen). Handschriftlicher Titel a. Vorsatzspiegel. Alters-, Lagerungs- u. (authentische) Gebrauchsspuren. Gesamthaft recht gutes Exemplar / UNIKAT - - Texte grossenteils in lateinischer, etliche in deutscher Sprache - Provenienz: Aus altem Verwandtschaftsbesitz Wickart, Zug - Die meist anonym geschriebenen Reden sind bis auf einzelne Ausnahmen genau datiert und nennen Ort und Form des Anlasses (z.B. 'In solemni Capitulo Tugii celebrato in templo S. Oswaldi die 27. Sept. 1745'). Inhaltlich behandeln sie theologische, liturgische und kirchliche, selten administrative u. politische Fragen. Die Autoren ca. der Hälfte des vorhandenen Materials müssten anhand von Evidenzen ermittelt werden. - Die ca. den zweiten Teil des Konvolutes bildenden Manuskripte des Zuger Pfarrers und Dekans Wickart aus den Jahren 1729-1756 sind jeweils bezeichnet, z.B. 'Haec Oratio habita fuit [.] a me Beato Carolo Wofgango Antonio Wickhart Parocho, et Decano Tugiensii' - Ebenfalls bezeichnet sind die besonders schön geschriebenen Reden von C. J. Moos 1719-1727, wie z.B. die Ansprache beim Besuch des Konstanzer Weihbischofs Conrad Ferdinand Geist [err.: Franciscus]: 'Habitus [.] a me Carolo Josepho Moos [.] 1721, 1. Octob.' - Vor einer undeutl. dat. Rede (ca. 28. Mai 1660), bez. 'Ratione R. H. Reidhar [Reidhaar] de Baar', sind Namen u. Funktion/Domizil der 'HH Confratrum Capitularium' aufgelistet : Joan. Jacob Schmid; Joan. Henricus Honegger; Joan. Conrad Moos; [.]; Ignatius Iten; Mathias Honegger; Wolfgang Foster; Michael Kaiser; Oswaldus Vogt; Christianus Stamler [Stammler]; Joannes Franciscus Suter; Joan. Petrus Rüdin [Rüedi] -- Beat Karl Wolfgang Wickart (1689-1758), Stadtpfarrer 1728, Dekan 1729. "Zwischen den leidenschaftlich hassenden Parteien des Linden- und Hartenhandels [1728-1736] stand Wickart mit unerbittlicher Gerechtigkeit und echt priesterlichem Sinne für Verfolgte ein [.]. Dasselbe Mass an kluger Zurückhaltung bewies er im Hexenprozess von 1737" (A. Iten, Tugium Sacrum. Stans 1952, p. 441 f.; vgl. HBLS u. HLS; zur pervers grausamen Prozedur 1737-38 s. U. Ess, in: ZugN 1988, pp. 17-32; Ph. Bart, in: Gfd. 158/2005, pp. 54-61; Soldan/Heppe 2, 1880, p. 315 ff. Ein ev. mässigender Einfluss der Geistlichkeit ist nicht ersichtlich) - Karl Josef Moos (1685-1729), apostol. Protonotar, ab 1701 Professor der Rhetorik, Schulpräfekt und Kaplan, Stadtpfarrer 1719, Dekan 1721/22. "Unter ihm ging nun gleich die von Bremgarten aus angestrebte Teilung des Kapitels vor sich" (Iten, p. 316; vgl. HBLS) - Georg Johann Signer (1631-1675), apostol. Protonotar, Stadtpfarrer 1662, Dekan des Kapitels Zug-Bremgarten 1663 (Iten, p. 379 f.) - Johann Jakob Schmid (1634-1696), Stadtpfarrer 1676, "kurz darauf" Dekan von Zug-Bremgarten, apostol. Protonotar und bischöflicher Kommissar (Iten, p. 357) - Wolfgang Forster (od. Foster; 1638-1721), Stadtpfarrer 1691, apostol. Protonotar. "Auch das Landkapitel Zug-Bremgarten erkor ihn 10.VI. zum Dekan, gleichzeitig Pfarrer Rüedi in Neuheim zum Schriftführer und Billeter in Oberägeri zum Sextar" (Iten, p. 199 f.). -- "Ein Dekanat ist ein Amtsbezirk, der innerhalb eines Bistums mehrere Pfarreien umfasst. [.] Der Dekan übte ein allgemeines Aufsichtsrecht [.] über den Klerus aus" (etc.; HLS, Dekanat). - Die historische Beziehung der Kirchen von Zug und Bremgarten könnte mit der Tatsache zu tun haben, dass die katholischen Innerschweizer Kantone im aargauischen Freiamt gewisse Herrschaftsrechte besassen (s. dazu HLS, Freie Ämter, Kap. 2). "In kirchlicher Hinsicht teilten sich die Dekanate Aesch [.], Wohlenswil [.] und Bremgarten (früher Cham) des Archidiakonats Aargau, das zum Bistum Konstanz gehörte, in diese Gebiete" (HBLS 3, Freiamt, p. 248). -- NETTOGEWICHT 1.7 kg - Sprache: la. Seller Inventory # CHZG121301
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