Der Rimini-Altar zählt zu den Spitzenleistungen transalpiner Bildhauerkunst der 1430er-Jahre und ist ein Hauptwerk der Liebieghaus Skulpturensammlung in Frankfurt/M. 1913 erworben, weckten die 12 Apostelstatuetten und die von ihnen flankierte vielfigurige Kreuzigung wegen des speziellen Materials Alabaster, des Umfangs des südniederländischen Figurenensembles, aber auch aufgrund seiner enormen künstlerischen und handwerklichen Qualität stets großes Interesse nicht nur beim Fachpublikum. Die langjährige Restaurierung der Skulpturen gab Anlass zu intensiver technologischer, geochemischer und kunsthistorischer Forschung. Neues und Überraschendes trat zutage. Diese Erkenntnisse werden ebenso wie die neuen Methoden der Restaurierung in dieser ersten monografischen Bearbeitung des Rimini-Altars anschaulich dargestellt.
Künstler: Meister des Rimini-Altars, namentlich nicht fassbarer, wohl in den südlichen Niederlanden um 1420/1440 im Künstlermilieu eines Jan van Eyck und Meister von Flémalle tätiger Bildhauer; Leiter einer produktiven, auf den europaweiten Export von Alabasterskulpturen spezialisierten Werkstatt; Jan van Eyck, Meister von Flémalle; Jacques Daret; Gilles de Blackere
Essays by Wolfram Kloppmann, Joannes van den Maagdenberg, Stefan Roller, Iris Schmeisser, Harald Theiss