Synopsis
Die Autoren zeigen, dass man ein tiefgehendes Verständnis der Modernen Physik vermitteln kann, ohne einen schwerfälligen mathematischen Apparat bemühen zu müssen. Mit über 500 Abbildungen, Zitaten berühmter Physiker sowie mit ca. 700 sorgfältig ausgewählten Übungsaufgaben und über das Internet zugänglichen Ergänzungen wurde die "Modern Physics" in den USA zu einem der beliebtesten Lehrbücher zu diesem Thema.
Review
Physik Journal, Prof. Dr. Gerhard J. Wagner, Physikalisches Institut, Eberhard-Karls-Universitat Tubingen Diese bearbeitete Ubersetzung eines bewahrten amerikanischen Lehrbuchs nimmt man gerne und gespannt zur Hand. Gerne, weil es trotz seines Umfangs handlich ist und handwerklich hervorragend gemacht ist. Gespannt, weil man neugierig ist, was der renommierte Didaktiker Paul Tipler und sein Mitautor unter moderner Physik verstehen und wie sie den Stoff behandeln. Man stellt rasch fest, dass mit moderner Physik diejenige des letzten Jahrhunderts gemeint ist. Etwa die Halfte des Buches ist eine Einfuhrung in die grossen Theorien des 20. Jahrhunderts, spezielle Relativitatstheorie und Quantenmechanik inklusive ihrer Anwendungen in der Atomphysik. Es ist fraglich, ob dies angesichts der Fulle vorhandener Lehrbucher jeden Schwierigkeitsgrades notwendig ist. Interessanter ist deshalb die zweite Halfte, in denen Molekul-, Festkorper-, Kern-, Teilchen- und Astrophysik kompakt dargestellt sind. Bemerkenswert ist ein eigenes Kapitel uber Statistische Physik, das aktuelle Anwendungen der Quantenstatistik nicht ausspart. Das Besondere des Buches besteht in dem Versuch, passend zum amerikanischen College-System eine Darstellung ohne grossere mathematische Anspruche fur Dritt- und Viertsemester zu liefern. Zwar ist es beeindruckend, wie weit die Autoren mit didaktischem Geschick dabei kommen, man merkt aber bald, dass die Stoffauswahl auch unter dem Gesichtspunkt einer einfachen Darstellbarkeit getroffen wurde, was gelegentlich zu Lasten der Ausgewogenheit geht. Wie sonst ware z. B. der Verzicht auf die Herleitung der Rutherford-Streuformel zu verstehen? Hinzu kommt der weitgehende Verzicht auf die Darstellung experimenteller Methoden. Was danach ubrig bleibt ist im Wesentlichen eine anschauliche Prasentation von Ergebnissen, darunter auch durchaus modernen, unter Verzicht auf ein tieferes Verstandnis der Hintergrunde und Methoden, sozusagen eine "Physik light"- wie Cola ohne Kof
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