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Reprint Vico Verlag, Frankfurt am Main 2013) 10 Bde. Zusammen 7.300 Seiten. Mit einem ganzseitigen Portrait von Jacques Cujas.
CUJAS, Jacques (1522-1590), hochgelehrt und hochgeschätzt, war der bedeutendste französische Jurist. Cujas studierte in seiner Geburtsstadt Toulouse Rechtswissenschaft und hielt ab 1547 Vorlesungen zu den Justinianischen Institutionen. 1554 bewarb er sich dort erfolglos um den Lehrstuhl für römisches Recht. Der Widerstand gegen Cujas war vor allem von Jean Bodin (1529/30-1596) organisiert, der die neue Lehrmethode des mos gallicus ablehnte. Cujas wandte sich ins nahegelegene Cahors, wo er die Professur von Antonius Goveanus (1505-1566) übernahm. Cujas verließ diese Universität nach nur neun Monaten, weil ihn im Juli 1555 der Ruf an die damals berühmteste Rechtsfakultät Europas in Bourges erreichte. Dort wurde er Nachfolger auf dem Lehrstuhl von Francois Baudouin (Franciscus Balduinus, 1520-1573), der sich aus religiösen Gründen gezwungen sah, Frankreich zu verlassen.
Cujas war in Bourges der Konkurrenz von Hugo Donellus (1527-1591) und Franciscus Duarenus (1509-1559) ausgesetzt. Diese veranlassten während einer Pariser Bibliotheksreise von Cujas in den Monaten April bis Juni 1557 die Studenten, Bittschriften an den städtischen Magistrat einzureichen, um eine Rückkehr Cujas zu verhindern. Bei seiner Ankunft war die Unruhe in Bourges schon so groß, dass er die Stadt verließ und eine Professur in Valence annahm. Dort schrieb er auch die ersten Bücher seiner observationes et emendationes, seines opus incomparabile. Nach dem Tode von Duaren 1559 kehrte Cujas nach Bourges zurück. 1566 wechselte er an die Universität von Turin, die damals in französischem Besitz war. 1567 nahm er einen Ruf an die Universität von Valence an, die durch die Vereinigung mit der Universität Grenoble erheblich an Bedeutung gewonnen hatte. Überraschenderweise kehrte Cujas im Juni 1575 an die Universität Bourges zurück, obwohl ihm eine Vertragsverlängerung zu glänzenden Bedingungen in Valence angeboten worden war. Möglicherweise bewegten ihn aufkeimende Auseinandersetzungen zwischen Protestanten und Katholiken zur Rückkehr ins rein katholische Bourges. Seine großen Rivalen Donellus und der Nachfolger von Duaren Francois Hotman (1524-1590) waren nach der schrecklichen Bartholomaeusnacht 1572 aus Bourges geflüchtet. Dort starb Cujas am 4. Oktober 1590. Sein Haus in Bourges ist heute Museum.
Sein Gesamtwerk (opera omnia) sollte Grundaustattung jeder rechtshistorischen Bibliothek sein.
Im Jahre 1577, Cujas war 55 Jahre alt, erschien bei Sebastian Nivellius in Paris in fünf Foliobänden erstmals seine Opera omnia: de iure fecit in hunc diem, von Cujas selbst zusammengestellt und redigiert. Seine berühmten Observationes hatten gerade das Buch 20 erreicht. Der Verkauf war so erfolgreich, daß eine Nachdruck in den Jahren 1583-84 erschien.
Im Jahre 1658 wurde das Gesamtwerk von Cujas seine opera priora (zu Lebzeiten erschienene, Bände 1-3) und die opera posteriora (opera postuma) in 10 Bänden Annibal Fabrot neu geordnet. Diese Opera omnia wurden Grundlage und Druckvorlage aller späteren Gesamtausgaben von Cujas.
Jacques Cujas, most important French jurist, studied law and other subjects at Toulouse and became Professor at Cahors, Bourges, Valence, and Turin. His wanderings were partly prompted by civil and ecclesiastical disturbances. He diligently sought and examined manuscripts and studied his materials historically, comparatively, and critically. His works, notes on the Institutes ans Paul`s Sententiae, commentaries on various titles of the Digest, and Observati-ones, won for him the reputation of the leading jurist of the day.
Seller Inventory # IC-87
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