Synopsis
Edwin Klein Des Ruhmes Wahn Exposé Vincenz hat lange genug auf der Bühne und vor der Kamera gestanden, um zu wissen, was ihm jetzt entgeht. Früher den jugendlichen Serienheden gespielt, heute nicht mehr gefragt, tingelt er nun als Konferencier auf Kaffee- und Altenfahrten durch die Lande. Lachen, Witze reißen, den charmanten Unterhalter spielen. Sehr unbefriedigend. Aber Vincenz, gerade vierzig geworden, braucht die Öffentlichkeit, die Anerkennung, das Glitterlicht und wartet auf seine Chance. Was heißt Sie hat gefälligst zu kommen! Deshalb nimmt er jedes Angebot seines Agenten wahr, spricht vor, spricht eigentlich dauernd vor, aber dabei bleibt es dann auch. Seine Freundin Cilla unterstützt und motiviert ihn, baut ihn in depressiven Phasen - die immer häufiger kommen - wieder auf und verschafft ihm von Mal zu Mal neue Auftritte als Konferencier. Sie glaubt aber selbst nicht daran, daß Vincenz noch einmal vor der Kamera stehen wird. Allein ihre Gefühle zu dem mehr acht Jahre älteren lassen sie so handeln. Wieder einmal umsonst von außerhalb zum Casting angereist, betrinkt sich Valentin an diesem Abend, streift durch Köln, fühlt sich ausgelaugt und müde und überflüssig - und wacht in seinem Hotel durch lautes Klopfen an der Tür auf. Die Polizei will ihn vernehmen, was ihr auch leidlich gelingt, denn eine der Teilnehmerinnen an der Miß-Wahl - sie hat im gleichen Hotel stattgefunden, von der gleichen Agentur arrangiert, für die er vorsprechen sollte - ist ermordet worden. Vincenz weiß nichts, hat nichts gehört, kann sich an nichts erinnern und geht - auf Kaffeefahrt. Einige Tage später ist er sich nicht mehr sicher, ob all das, was ihm zu diesem Mord einfällt, wirklich nur aus der Zeitung stammt. Ihm kommt es vor, als hätte er schon einmal einen vergleichbaren Film gesehen. Und dann auch noch das Zimmer der Ermordeten, einen Stock tiefer genau unter seinem. Noch etwas gibt ihm zu Vor knapp vier Monaten geschah in... Stuttgart ein ähnlicher Mord. Auch eine Teilnehmerin an einer Miß-Wahl - er war wieder mal zum Vorsprechen angereist. Inzwischen spricht die Polizei bei drei Morden - der erste vor zwölf Monaten - von einem Serientäter. Stets waren es Teilnehmerinnen an einer Schönheitskonkurrenz, immer wurden die Opfer vom Täter abgeschminkt, am Bett festgebunden und ihnen dann die Pulsadern geöffnet. Vincenz kommt auf die Idee, sich als Täter anzubieten und bastelt an Beweisen für die Polizei. Mehr und mehr gerät er in Verdacht, aber er hat ja als Versicherung seine Unterlagen, die ihn wieder entlasten können. Der Versuchung, als potentieller Serientäter wieder im Gespräch zu sein und später, wenn sich alles aufgelöst hat, von Angeboten überschüttet zu werden, verwirrt sein Gehirn. Alles hätte gutgehen können, wenn nicht sein Gegenspieler bei der Polizei, Tasko, der ihn durschaut, ihn plötzlich als den wahren Täter verkauft. Und der kann auch Beweise so hinbiegen, dass sie unwiderlegbar sind. Vincenz, nun überall in Deutschland gesucht, möchte das Spiel beenden und seine entlastenden Beweise vorlegen. Aber da war einer schneller als er selbst.
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