Tradition und Politik Ethnonationalismus im postkolonialen Fiji. This item is unavailable.
Language: German
Published by Diplomica Verlag Gmbh, 2011
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- Title
- Tradition und Politik Ethnonationalismus im postkolonialen Fiji
- Author
- Rode, Martin
- Publisher
- Diplomica Verlag Gmbh
- Publication year
- 2011
- Condition
- New
- Binding
- PAP
- Language
- German
- ISBN 10
- 3842860714
- ISBN 13
- 9783842860711
- Item weight
- 415 grams
Im zeitgenössischen Ozeanien spielen die Beziehungen zwischen Tradition, Identität und Wandel eine wichtige Rolle, insbesondere in der Rhetorik gegenwärtiger politischer Diskurse. Das dem Begriff Tradition inhärente Verhältnis zur Vergangenheit ist stark vom jeweiligen kolonialen Umgang mit der indigenen Kultur geprägt und schlägt sich in den gegenwärtigen Konstruktionen von Tradition nieder. Aus einer vom Autor bevorzugten konstruktivistischen Perspektive betrachtet, ist Tradition stets als selektive Darstellung vergangener kultureller Praktiken zu verstehen, die von den Akteuren den gegenwärtigen Kontexten entsprechend aufgewertet, beibehalten oder zurückgewiesen werden. Die starke soziale Hierarchisierung, besonders die Privilegierung indigener politischer Eliten schließt einen Großteil der Bevölkerung Fijis von einer aktiven politischen Teilnahme aus. Angesichts der andauernden politischen Unruhen seit dem Wahlsieg einer multiethnischen Koalition im Jahr 1987 und den darauffolgenden Militärputschen durch fijianische Nationalisten, beherrschen die interethnischen Spannungen auch weiterhin die politischen Diskurse in Fiji. Im Jahr 2000 kam es erneut zu einem nationalistischen Putsch mit militärischer Unterstützung, der eine demokratisch gewählte multiethnische Regierung gewaltsam ihres Amtes enthob und dessen Folgen bis heute die Aufmerksamkeit der internationalen Öffentlichkeit erwecken. Im Zusammenhang der interethnischen Spannungen zwischen Fijianern und Indo-Fijianern betont die gegenwärtige Konstruktion fijianischer Tradition eindeutig die Kontinuität mit der (kolonialen) Vergangenheit, wodurch die Privilegierung der indigenen Eliten gegenüber den Machtansprüchen der indo-fijianischen, aber auch gegenüber der breiten Masse der indigenen Bevölkerung legitimiert wird. Hinsichtlich der historischen Transformationsprozesse wird die theoretische Perspektive des Konstruktivismus der Analyse dynamischer Prozesse sozio-kulturellen Wandels gerecht. Demzufolge stellt s
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About the Author
Martin Rode, M.A. wurde 1983 in Wilhelmshaven geboren. Sein Studium der Fächer Ethnologie und Pädagogik an der Georg-Ausgust-Universität Göttingen schloss der Autor im Jahre 2010 mit dem akademischen Grad des Magister Artium erfolgreich ab. Während seines Studiums engagierte er sich in der Ethnologischen Sammlung der Universität Göttingen und erwarb weitreichende praktische Kenntnisse in der Museumsethnologie. Bereits während seines Studiums entwickelte der Autor ein besonderes Interesse an den komplexen politischen Zusammenhängen im regionalen Raum Ozeanien.
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