Autor: Polizeifront (E-book / Amazon)
Pressestimmen:
(Zürichsee Zeitung)
Als wäre es wahr. Was auf den ersten Seiten von "Ein böser Verdacht" geschieht, wirft kein glanzvolles Licht auf das Kommissariat. Und auch eine alte Geschichte, die des Feldweibels Franz Häfliger, der einst sehr erfolgreich gegen Pädophilie ermittelte und dem durch schweres Mobbing Unrecht geschah, lassen keine Zweifel aufkommen, dass hier etwas gehörig schiefläuft. Ins Fadenkreuz geraten war ein angesehener Gerichtspräsident, dessen Vergehen vertuscht werden sollte. Jahre später beschliesst ein Revierdetektiv, dieser Geschichte nachzuspüren. Was bei diesen Ermittlungen zutage kommt, verändert jedoch grundlegend sein Verhältnis zur Polizei. Peter Mathys seit vielen Jahren als Polizist in der Limmatstadt tätig, zeichnet mit seinem psychologisch angelegten Krimi ein erschreckendes polizeiliches Sittenbild. In "Ein böser Verdacht" lässt er die Menschen in Häfligers Umfeld die Geschichte aus ihrem Blickwinkel erzählen, eindringlich, aber unspektakulär - ohne Blut, ohne Mord. Doch genau diese Alltäglichkeit macht den Krimi besonders glaubwürdig, ja, fast dokumentarisch.
(Zeitschrift: Wort / Zürcher Schriftstellerverband)
Peter Mathys hat sich für diesen Kriminalroman eine aussergewöhnliche Dramaturgie ausgedacht. Er lässt die von Samuel Weiss Befragten direkt zu Wort kommen. Diese Methode verdichtet die Kriminalgeschichte und baut eine ungewöhnliche Spannung auf. Im psychologisch überzeugenden Kriminalroman "Ein böser Verdacht" geht es um Pflicht, Gehorsam, Mobbing, Machtmissbrauch, Vertuschung und ein Bauernopfer. Mit der Figur des Franz Häfliger gelang Peter Mathys ein eindringlicher Report über die seelische Zerrissenheit eines pflichtbewussten Polizisten. Ein Schlüsselsatz: "Biegsam ist das Recht."