Published by Verlag der Jos. Kösel schen Buchhandlung, Kempten, München, 1917
Seller: Bücher-Insel Antiquariat Rolf Selbert, Kassel, Germany
XVI, 322 S. Buchtext Antiqua. Zeittypische Ausgabe. Rücken dunkler, Rückenfalze rissig, Ecken bestoßen, nachgebräunt.
Language: German
Published by Als Manuskript gedruckt. o.O., 1917
23 x 16 cm. Hlwd. Condition: Gut. 209 S. Angestaubt. SCHMIDT, Wilhelm SVD, Ordenspriester, Ethnologe und Religionshistoriker; * 16. Februar 1868 (Dortmund-) Hörde, ? 10. Februar 1954 Fribourg. - Im Jahr 1883 trat W. Sch. in die Missionsschule zu Steyl/Niederlande ein, wo sich das Mutterhaus der 1875 von Arnold Janssen gegründeten »Gesellschaft des Göttlichen Wortes« (SVD) befindet, weil er Priester und Missionar werden wollte. Hier vervollständigte er seine Ausbildung in Philosophie und Theologie. Nach der Priesterweihe im Mai 1892 und einjähriger Unterrichtstätigkeit im Missionsgymnasium Heiligkreuz bei Neisse/Schlesien studierte er von 1893 bis 1895 an der Universität Berlin; er hörte vornehmlich Vorlesungen über semitische Sprachen, außerdem manches, was ihn persönlich interessierte, so etwa ein Semester Geschichte der polnischen Literatur. Danach erhielt er die Bestimmung zum Lektor für das 1889 errichtete Missionspriesterseminar St. Gabriel in Mödling bei Wien; letztere Stadt wurde in der Folgezeit der Wirkbereich, wo er seine diversen Aktivitäten entfaltete, so daß die von ihm später begründete Richtung der Ethnologie auch als »Wiener Schule« bezeichnet wird. In St. Gabriel dozierte er mehrere theologische Fächer sowie alte und moderne Sprachen, unter anderem auch Polnisch. - Recht bald nahmen allgemeine sprachwissenschaftliche Sachverhalte das Interesse von W. Sch. derart in Beschlag, daß der Schwerpunkt seiner Tätigkeit sich zunehmend vom Vorlesungsbetrieb auf die Forschung verlagerte. Zunächst widmete er sich den ozeanischen und südostasiatischen Sprachen. Schon früh fanden die sprachvergleichende Studien des Autodidakten Beachtung in den wissenschaftlichen Wiener Kreisen, in der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften sowie in der Wiener Anthropologischen Gesellschaft. Mit der Zeit richtete sich sein Hauptinteresse auf Völkerkunde (Ethnologie) und Religionsgeschichte als neue Forschungsfelder. Dazu hatten ihn die Kontakte zu namhaften Wiener Orientalisten und Ethnologen, vor allem aber diverse Aufzeichnungen sowie verschiedene Anfragen und Probleme der Steyler Missionare, namentlich im deutschen Schutzgebiet Papua-Neuguinea, veranlaßt: zukünftig wollte er darüber sachgemäß Auskunft geben können. Diesem Zweck diente wesentlich die 1906 von ihm gegründete Internationale Zeitschrift für Völker- und Sprachenkunde »Anthropos«, die derzeit eine der großen anerkannten internationalen Periodika der Ethnologie ist. -- Auszug aus dem Kirchenlexikon. SELTEN ! - Durchgehend gebräunt und einige wenige Bleistiftanstreichungen. Bibliotheksexemplar mit Stempel und Rückenschildchen, Ex Libris " Anton Orel ". deu B07-02-01A|15|3455AB Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 444.