Balas Riry Laszlo (1 results)

Published by Berlin / Genius Verlag, 1940
- Hardcover
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Add to basketHalbleinen. Condition: Sehr gut. 310x235mm. k.A. Ohlwd. 104 Tafeln. Goldschrift, leichte Lagerspuren. USADO / GEBRAUCHT / USED. Erstmalig wird hier in deutscher Sprache ein Bericht über die neuzeitliche Malerei Ungarns vorgelegt. Wir hoffen, damit eine alte Schuld dem Auslande gegenüber abzutragen. Das vorliegende Werk wurde in erster Linie für Fachleute, aber nicht weniger für alle Kunstbegeisterte und Kunstliebhaber geschrieben, die auf ihren Wanderungen in Ungarn er-kannt haben, daß die fruchtbare ungarische Scholle neben der unendlichen Weite der Puszta, den wild weidenden Pferdeherden und einem kernfesten Bauern in bunter Volkstracht nicht nur herzhaft-würzigen Paprika, alte Weine voll jugendlichen Temperaments und schwergoldene Weizenähren, aus denen sich ein nahrhaftes Brot bereiten läßt, hervorbringt, sondern daß hier auch der Geist seine Nahrung und sein Recht findet. Künste und Wissenschaften sind in die-sem Lande kein aschenbrödelhafter, unbeheimateter Fremdling. Zugleich aber hoffen wir, daß diese Arbeit auch von denen mit Interesse betrachtet wird, die bisher keine Gelegenheit fanden, die Erde, das Volk und das Kunstleben Ungarns durch persönliche Berührung kennenzulernen. Es ist unsere feste Überzeugung, daß sich die meisten Tragödien und Leiden in der Vergangenheit sowohl zwischen Personen wie Nationen nur deshalb abgespielt haben, weil die Menschen sich nicht richtig kennen. Darum sei auch dieses Werk der edlen Arbeit der Aufklärung und des Sichkennenlerneus gewidmet. Neben der entwicklungsgeschichtlichen Linie ihres Werdeganges wird auf die ausländischen Verbindungen und Einflußnahmen der Künstler gebührend hingewiesen. Dabei werden die spezifisch ungarischen Eigenschaften und Stilelemente nur desto deutlicher hervortreten. Bei der Aufzählung der Künstler mußten viele Namen unerwähnt bleiben, deren Erinnerung uns teuer ist. Die gebotene Rücksicht auf die ausländischen Leser zwang uns jedoch zu schärfster Selbstkritik. Nur jene Maler sollten Erwähnung finden, die als repräsentative und zugleich typische Träger der Entwicklung der ungarischen Kunst in den letzten 15o Jahren gelten können, und von denen wir glauben, daß sie mit ihrem Kunstschaffen die gesamte europäische Kunst bereichert haben. Die dargebotenen Bilder, die eigentlich berufen wären, den Wert der ungarischen Malerei begreiflich zu machen, müssen aus zeitbedingten Gründen auf ihre stärkste Waffe verzichten: auf die Farbe. Zu dein Original verhalten sich die einfarbigen Reproduktionen wie die ver-staubte Pflanzensammlung eines Botanikers zu den in frischen Farben blühenden Blumen. Im-merhin bleibt die Hoffnung, da wenigstens einzelne farbige Wiedergaben dem Betrachter eine volle Anschauung vermitteln, und daß damit der Wunsch geweckt wird, die hier aufgeführten Werke auch einmal in Original kennenzulernen. Nicht versäumen darf ich, meinen verbindlichen Dank allen denen auszusprechen, die mir bei der Arbeit und der Herausgabe dieses Buches eine helfende Hand geboten haben. So gebührt mein Dank dem Herrn Staatssekretär Dr. Kälmän von Szily und dem Direktor des Museums der Schönen Künste in Budapest, Herrn Dr. Denes von Csänky. Bei der Durchsicht des Werkes versah mich Herr Ministerialrat Professor Ervin Ritter von Ybl mit wertvollen Winken und Ratschlägen. Nicht ohne das Gefühl dankbarer Verpflichtung möchte ich sodann die Namen des Herrn Gesandtschaftssekretärs Dr. Tamäs Perczel und des Herrn Sektionsrats Dr. Kamillö Haubert von Monostor, des Kulturreferenten der Kgl. Ung. Gesandtschaft zu Berlin erwähnen, ohne deren Hilfe und bereitwillige Mitarbeit dieses Werk nicht hätte erscheinen können. Ganz besonderen Dank aber schulde ich dem Verlag und dessen Inhaber, Herrn Reichsminister a. D. Dr. Peter Reinhold, der nicht nur den Impuls zu diesem Werk gab, sondern sich auch mit allen Kräften dafür einsetzte, daß die Idee verwirklicht werden konnte, und dem Herrn Fotografen Stefan Peträs, der die Reproduktionen anfertigte. Balaton-Lelle, Sommer 1940. Dr. Läszlö von Baläs-Piry . …