Zusammen 2½ SS. auf 4 (= 2 Doppel)Blatt. 4to und 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten. I: Ihre gütigen Zeilen, worin Sie mir den Ankauf der Gruppe Paul u. Virginie' anzeigen, machten mir Freude! Haben Sie besten Dank für das Interesse welches Sie meiner Arbeit zugewendet haben. Der gefälligen Uebersendung von 1500 Mark als Betrag meines Guthabens für die Marmorgruppe darf ich nach Ihrer ergebenen Mittheilung entgegen sehn [.] In Betreff des Christuskopfes darf ich wohl hoffen, daß Sie mir denselben zurücksenden, wenn Sie denken, daß derselbe dem Publikum nicht mehr neu genug ist [.]" (Br. v. 29. Mai 1871; auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf E[mil] Cauer"). II: Dankt für den Erhalt von 1500 Mark für die oben erwähnte Marmorgruppe (Br. v. 30. Mai 1878[!]; mit kl. Randläsuren und -einrissen). Robert Cauer d. Ä. erfuhr seinen ersten Unterricht durch seinen Vater Emil Cauer d. Ä., studierte hernach an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Wilhelm von Schadow und ging dann nach Berlin und später nach Kreuznach. Auf zahlreichen Reisen durch das In- und Ausland (z. B. Italien 1857/58 und Rußland Anfang der 80er Jahre) entwickelt er sich zum gefragten Portraitisten. Ab 1870 unterhält er mit seinem Bruder Carl ein Atelier in Rom" (AKL), wo sie im Auftrag des Preußischen Unterrichtsministeriums Abgüsse nach den wichtigsten antiken Skulpturen Italiens herstellen. Bekannt wurde er vor allem als Schöpfer bedeutender Portraitplastiken und Grabdenkmäler, darunter auch mehrerer auf dem Alten Friedhof in Bonn, beispielsweise die von Friedrich Wilhelm August Argelander, Hermann Jakob Doetsch und Nikolaus Simrock" (Wikipedia, Abfrage v. 11. November 2007).
Published by Rom, 30. III. 1882., 1882
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Manuscript / Paper Collectible
1 S. 8vo. "Die Kunst hat vor Allem die Aufgabe die Menschen über das gewöhnliche Treiben und das ernste Ringen um die Existenz zeitweise zu erheben, ihnen einen größeren und freiern Gesichtskreis zu eröffnen und veredlend auf die Gemüther der Menschen einzuwirken. Wenn die Kunst sich dazu hergibt dem gemeinen sinnlichen, rohen und äußerlichen Geschmack der Menge zu fröhnen und sich dadurch raschen Erfolg zu sichern, so ist sie verderblich und bringt sich und die Menschheit herunter und das um so mehr, je bestechlicher sich auftritt [.]". - Gering fleckig.
Published by Rom, 20. II. 1890., 1890
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4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "In Erwiderung Ihres freundlichen Briefes [.] erlaube ich mir Ihnen einige Notizen beizufügen, die ich hier von einem Freund im archeologischen [!] Institut erhalten habe. Der Herr meint, daß es sich kaum der Mühe lohne diese Körper zu zeichnen, da sie nicht für die Gräber selbst geschaffen gewesen seien, daß außerdem auch schon Zeichnungen existirten, dieselben seien außerdem schwer zugänglich nur durch specielle Erlaubnis des Palastes, doch wolle er auch das zu erlangen suchen und auch gerne Zeichnungen davon anfertigen lassen wenn es trotzdem von Ihnen gewünscht würde. Die Kosten würden kaum in Betracht kommen [.] Meine Familie ist seit ungefähr einem Jahr in Cassel der Kinder wegen die dort die Schule u. die Akademie besuchen, so bin ich mit meinem ältesten Sohn allein hier, was mir recht schwer wird besonders bei dem ewigen Unwohlsein [.]". - Robert Cauer d. Ä. wurde bekannt als Schöpfer bedeutender Portraitplastiken und Grabdenkmäler, darunter auch mehrerer auf dem Alten Friedhof in Bonn wie etwa die von Friedrich Wilhelm August Argelander, Paula Doetsch und Nikolaus Simrock. Zusammen mit seinem Bruder Carl führte er ein Atelier in Kreuznach und eines in Rom, wo er im Auftrag der preußischen Regierung die Stipendiaten beaufsichtigte. - Im linken Rand gelocht (geringf. Textberührung).
Published by Rom, 10. II. 1886., 1886
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3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ihre freundlichen Zeilen habe ich erhalten und freue mich Sie und die lieben Ihrigen hier begrüßen zu können, ebenso freut sich meine Frau auf Ihre und Ihre[r] Frau Gemahlin Bekanntschaft. Natürlich bin ich sowohl wie die Meinigen bereit Ihnen in jeder Weise nützlich zu sein. Da Sie nicht genau den Zeitpunkt Ihres Kommens festsetzen können, so ist es am besten Sie geben mir einige Tage vorher genau die Stunde Ihrer Ankunft durch einige Zeilen einer Postkarte an [.]". - Robert Cauer ging nach jenem Aufenthalt in Rom, wo die vorliegenden Zeilen geschrieben wurden, als Porträtist nach St. Louis (USA) und ließ sich 1906 in Darmstadt nieder, wo er als freischaffender Bildhauer tätig war. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.