Ketham Joahnnes (1 results)

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Add to basketMonumenta Medica, 1. Hrsg. v. Henry E. Sigerist. - Mailand, E.Lier & Co., 1923. Gr.-Folio, (36 pp. mit 6 Holzschnitten), pp.37-57, (3) pp., 4 Abb., mont. 13 Tafeln, orig. Halbleinenband; die fleckigen Vorsätze werden auf Wunsch erneuert. Erste Ausgabe! "Eine neue Reihe graphischer und im schlichten Buchdruck hergestellter Do-kum…ente aus medizinischer Vergangen-heit wird mit diesem Bande eröffnet. Man darf wohl sagen monumental. Handelt es sich doch um ein ganz besonders wichtiges Stück aus der stattlichen Schar medizinischer Frühdrucke bei diesem medizinischen Faszikel, den man sich mit dem Titel "der Ketham" kurz zu be-zeichnen gewöhnt hat. Er kann mit gutem Rechte als ein gra-phischer Erstling ärztlicher Gebrauchsliteratur bezeichnet werden. Waren es doch schon zwanzig Jahre her, seit der Buchdruck, die neue Vervielfältigungskunst der Texte, sich auch in den Dienst der wissenschaft-lichen medizinischen Publizistik gestellt hatte. Aber noch hatte kein Verleger oder Drucker den Wagemut gezeigt, die unentbehrlichsten Stücke der alltäglichen ärztlichen Gebrauchs-graphik, in ein knappes Bündel zusammengefaßt, hinausgehen zu lassen. Ein solcher medizinischer Gebrauchsfaszikel erschien 1491 in Venedig und fand einen guten Markt, trotz-dem an der Auswahl zum Strauße nichts neu war als höchstens die Titelbezeichnung - trotzdem oder wohlrichtiger gesagt eben des-wegen! Das Ganze war ja schon einige Jahr-zehnte vor der Erfindung der Buchdrucker-kunst durch einen Überlegsamen, mit dem Tagesbedarf der Ärzte seiner Zeit wohlver-trauten Sachkundigen handschriftlich in Bild und Text zusammengebündelt gewesen und schon einigermaßen "eingeführt". Gerade nach solchem Literaturgut griff aber die sich ent-wickelnde Buchindustrie der Wiegendrucke mit besonderer treffsicherer Vorliebe. Daß die Venetianer Kethamdrucker die Sache mit un-verkennbarer Großzügigkeit angepackt ha-ben, ist nicht zu leugnen, das beweist auch die vorliegende Reproduktion. Vor rund anderthalb Jahrzehnten hatte ich mit dem verstorbenen Gustav Klein in München für dessen "Alte Meister der Medizin und Naturkunde" einen Neudruck des Ketham in's Auge gefaßt. Klein hatte schon mit der Sammlung des parallelen Bildwerks zum vierten Bildstück im Strauße dieser Ärzte-Graphik, zum Lehrbild der Schwangeren, be-gonnen, wie er es in der Festschrift für F. v. Winckel "Alte und neue Gynäkologie" 1907 bei J. F. Lehmann in München veröffent-lichte. Ich schlug ihm vor, mir das Geleitswort zum Ganzen zu überlassen und nur die ihm als Gynäkologen besonders am Herzen he-gende "Gravida" zu bearbeiten, wozu ich ihm mein ganzes hiezu gefundenes reiches graphi-sches Material zur Verfügung stellte, das in den Tafeln dieser Einführung beisammen ist. Mit den Reproduktionen wurde begonnen, aber äußere Umstände verzögerten die Sache. Sie ist damals schließlich ganz unterblieben. In seinem Nachlaß hat sich nichts auf den "Ketham" oder die "Gravida" Bezügliches gefunden. Seinem Gedächtnis aber sei der Gravida-Abschnitt dieses begleitenden Textes und sein Bildwerk (Tafel VI-IX u. XI) geweiht." Karl Sudhoff, Leipzig, am Karfreitag 1923. INHALTSVERZEICHNIS: FACSIMILE des "Fasciculus medicinae" Venedig 1491 (pp-6-34) und HISTORISCHE EINFÜHRUNG (pp.38-47). Tafeln: 1.: HARNGLASSCHEIBE aus Ms. 1177 der Leipziger Universitätsbibliothek (um 1400), Bl. 28R. 2.: HARNGLASSCHEIBEN, oben aus Ms. 1192 aus der zweiten Hälfte, unten aus Ms. 1175 (Bl. 43V) aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts, beide der Leipziger Universitäts-Bibliothek angehörig. 3.: LASSSTELLENMANN aus dem Cod. lat. 206 der Münchener Staatsbibliothek, Bl. 35, um 1400. 4.: TIERKREISMANN (Dominium Signorum) aus dem 13. Jahrhundert im Cod. lat. 14414, Bl. 188, der Münchener Staatsbibliothek. 5.: BILD EINER SCHWANGEREN aus der Persischen Handschrift 1555 (Schefer P. 239), Bl. 29 der Pariser Nationalbibliothek. 6.: SCHWANGERNBILD aus Ms. 1122 der Leipziger Universitäts- Bibliothek, um 1400. 7.: - Desgleichen .