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  • Seller image for Berns Stellung im Sempacherkrieg. Eine Abwehr in 2. Auflage. Von E. Lüthi, Bern. for sale by Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel

    Lüthi, E. [Emanuel].

    Published by Bern, Verlag von Hans Stämpfli & Cie. 1910 -, 1910

    Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland

    Seller rating 5 out of 5 stars 5-star rating, Learn more about seller ratings

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    Gr.-8°. 50 SS. OBrosch. (min. bestossen, Rückendeckel mit hinterlegtem Randeinriss). Seiten schwach gebräunt. Leichtere Alters- u. Gebrauchsspuren, einige diskrete Bearbeitungsspuren in Bleistift, Widmung des Autors in Tinte a. Vorderdeckel. Gesamthaft recht gutes Exemplar / Widmungsexemplar - - Barth 817 - Digitalis. in e-periodica aus: 'Pionier. Organ d. schweiz. permanenten Schulausstellung in Bern', Bd. 31, 1910 - Widmung: 'Herrn Prof. Dr. A. Büchi gew[idmet] v. Verf[asser]', i.e. Prof. Dr. Albert Büchi (Frauenfeld 1864-1930 Freiburg), von Ettenhausen (heute Aadorf). Ab 1889 PD, ab 1891 o. Prof. für Schweizer Geschichte an der Universität Freiburg, Förderer der katholischen Geschichtswissenschaft in der Schweiz (HLS), mit dessen Bleistiftunterstreichungen - Publikation im Rahmen einer kritischen Auseinandersetzung mit den Darstellungen von Berns Politik im späten 14. Jahrhundert durch Dierauer, Tobler und Schollenberger, die eine 'Freundschaft Berns mit Österreich' diagnostizierten. Dazu hatte Lüthi im Jahr zuvor mit einem Artikel im Berner 'Sonntagsblatt des Bund' eine Gegenposition veröffentlicht (Berns Stellung im Sempacherkrieg : Eine Abwehr. Bund 1909, Nrn. 36-38, 7 SS.), der u.a. eine direkte Replik des Aargauer Juristen Friedrich Emil Welti, Sohn von Bundesrat Emil Welti (1825-1899), hervorrief u.d.T.: Bemerkungen zum Aufsatze des Herrn E. Lüthi über 'Berns Stellung im Sempacherkrieg' (in: Blätter für bern. Geschichte, Kunst u. Altertumskunde, Bd. 5, H. 3, 1909, pp. 264-271; digitalis. in e-periodica), und auf welche Lüthi in der vorliegenden Schrift kritisch einging. - "Aber was sagt Herr Lüthi zu der Haltung Berns im Sempacherkriege? fragte das 'Luzerner Tagblatt' voriges Jahr, als ich meine Glossen zu Dierauers Schweizergeschichte veröffentlichte. Die vorliegende Arbeit ist die Antwort, und das 'Luzerner Tagblatt', dem ich sie zusandte, erklärte, es sei befriedigt, ich habe recht. Diese Antwort, wie sie im Sonntagsblatt des 'Bund' erschien, war zwar unvollständig, weil ich sie abkürzen musste. Auch ist mir seit der ersten Bearbeitung neues Material zugeflossen.[.] Die bisherige Kritik in den 'Blättern für bernische Geschichte und Altertumskunde', Jahrgang V, Heft 4, S. 264 bis 271 von Herrn Dr. Welti und von Herrn Dr. Plüss, S. 354-355, hat meine Beweisführung in der Hauptsache nicht entkräftet, nicht einmal angegriffen. Die 2. Auflage bringt wesentliche Ergänzungen." (p. 1 f.) - Unterstützung erhielt Lüthi in der Folge immerhin von Johannes Strickler (Hirzel 1835-8.10.1910 Bern), der in der Frankfurter Zeitung Nr. 195 vom 17. Juli 1910 (p. 7, sp. 3) in der Sache Stellung nahm: "Einer Reihe weiterer Abschnitte (von Schollenbergers Geschichte der schweizerischen Politik) können wir ohne erhebliche Anstösse folgen bis zum Sempacherkriege (1386 f), wo ein Vorwurf gegen das anfängliche 'Stillesitzen' der Berner gar zu eifrig vertreten wird (der Verfasser scheint an Ursophobie zu leiden), dagegen hat sich denn auch mit gutem Grund E. Lüthi zur Wehr gestellt durch Darlegung der finanziellen Nöte Berns und seiner auch in militärischer Hinsicht schwierigen Lage." (zit. Lüthi, p. 50) - Die Diskussion um diese spezifischen Umstände ist wohl nicht definitiv abgeschlossen. Dierauer selbst reagiert später in einer Fussnote auf den 'Rechtfertigungsversuch von Berns Stellung im Sempacherkrieg' unter Verweis auf Welti 1909 etwas gar formalistisch, wenn nicht nonchalant, Lüthi habe "dabei aber die Bestimmungen des Berner Bundes vom Jahre 1358 nicht gebührend gewürdigt" (in: Gesch., Bd. 1, 2. Aufl. 1924, p. 282, Fn. 49). Eine Einschätzung aufgrund der aktuelleren Forschung unterstützt Lüthis Befund tendenziell insofern, als "die Zurückhaltung Berns durchaus verständlich" sei (W. Schaufelberger, in: HB d. Schweizer Geschichte, Bd. 1, 1972, p. 260, Fn. 94). Im Bedauern über Berns Absenz schimmerte in dieser Frage schon früher Goodwill durch, so im Hinweis, "daß Bern Habsburgs Parteigänger in der Westschweiz im [sic] Schach hielt", was den Eidgenossen immerhin einen Vorteil verschaffte (R. v. Fischer, in: Schweizer Kriegsgeschichte, H. 2, 1935, p. 28). -- Emanuel Lüthi (Neuenegg 1843-1924 Bern), von Bern. Primarlehrer, dann Ausbildung zum Sekundarlehrer an der Universität Bern, 1873 Patent. Ab 1879 Lehrer am Berner Gymnasium. Nach mühsamer Überzeugungsarbeit und mit dem Pestalozzianum in Zürich um einen Bundesbeitrag wetteifernd, richtete Lüthi 1879 in Bern die sog. Schulausstellung ein (später Schweiz. Schulmuseum, dann Medienzentrum Schulwarte Bern), in der er als langjähriger Leiter, Verwalter und Sekretär wirkte (HLS). - Sprache: de.