Seller: Markus Brandes Autographs GmbH, Kesswil, TG, Switzerland
Manuscript / Paper Collectible Signed
Typed letter signed, one page, 6,25 x 8,75 inch, personal letterhead, (Großbothen, Germany), 28.05.1922, in German, to a Doctor - concerning fee demands from Ostwald, written and signed in blue ink "W. Ostwald", attractively mounted (removable) for fine display with a photograph, shows Wilhelm Ostwald in a head and shoulders portrait (altogether 16,5 x 11,75 inch), with intersecting letter folds, puncher holes to the left edge, and very mild signs of wear to the edges - in fine condition. "Sehr geehrter Herr Dr:Da unter gegenwärtigen Verhältnissen die Angabe einer gewissen Summe in M. illusorisch ist, so halte ich es für allerseits besser, das Honorar vom Ladenpreis abhängig zu machen. Ich beanspruche demgemäss zehn Prozent vom Ladenpreis der verkauften Exemplare und eine einmalige Zahlung von 2000 M. je Bogen bei Ablieferung des Manuskripts. Korrekturen erledige ich gewohnheitsmässig umgehend. Die Abrechnung und Auszahlung hat vierteljährlich zu erfolgen. Erg. W. OstwaldWieviel Bogen sind vorgesehen?"Translated:"Dear Mr. dr:As the specification of an amount is illusory in the present circumstances, it is better that the fee is dependent to the shop price. Therefore I demand ten per cent of the shop price on exemplars sold and a one-time payment in the amount of 2000 M. per sheet at delivery of the manuscript. I usually take care of the correctins immediately. The account must be balanced quarterly. Sincerely W. OstwaldHow many sheets are planned?".
Seller: Herbst-Auktionen, Detmold, Germany
Signed
ORIGINAL-PASTELL (1 S. gr. 8 to, unter schwarzem Passepartout gerahmt, gesamt H 25 x B 18 cm), links unten mit Monogramm O.W. und Jahr (19)10 signiert Rückseitig in Tinte mit Archivnummer W 416 eigenhändig signiert, Okt. 1926 - 2. Sept. 1928. (Mehrere Quellen bestätigen eindeutig, dass Ostwald über viele Jahrzehnte malte und dies als bewussten Ausgleich zu seiner wissenschaftlichen Arbeit betrieb. Im Zusammenhang mit seinen praktischen Malerfahrungen beschäftigte sich Wilhelm Ostwald auch mit einem wissenschaftlich fundierten Farbsystem. Ab 1914 betrieb er im Auftrag des Deutschen Werkbundes farbtheoretische Studien aus ordnungswissenschaftlicher, physikalischer, chemischer, psychologischer und physiologischer Sicht. Die Entwicklung experimenteller Methoden zur messenden Farbenlehre waren für Wilhelm Ostwald eine Möglichkeit der Anwendung des energetischen Imperativs und seiner wissenschaftlichen Überzeugungen. Er wollte nicht nur eine wissenschaftlich fundierte Farbsystematik schaffen, sondern seine Untersuchungen sollten einen Nutzen für Industrie und Handwerk erbringen. Wilhelm Ostwald ordnete farbtongleiche Dreiecke zum Ostwaldschen Doppelkegel mit der oberen weißen Spitze und der unteren schwarzen Spitze. Trotz seines Alters erläuterte Ostwald 1926 und 1927 in einem Vortragszyklus am Bauhaus Dessau seine Farbenlehre, sprach auf dem Weltkongress für Reklame 1929 in Berlin und beteiligte sich an der Gestaltung der Werkbund-Ausstellung Wohnung und Werkraum im Jahr 1929 in Breslau. WIKI).