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  • Seller image for Mariale Das ist: Vber hundert vnd sechtzig gelehrte, geistreiche, mit grosser Klarheit annemblichen Concepten, Biblischen Schrifften bewehrten Rationen, Alten und Newen Historien und Exempeln (.). for sale by Magnus

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    Couverture rigide. Condition: Bon. Edition originale. Erste Ausgabe; Pergament Einband der Zeit, gut erhalten, fest, Titel am Rücken; Schließen nicht mehr vorhanden; Innen durchgängig leicht gebräunt, einige Wurmlöcher von Seite 3 bis 41 und 5 letzte Seiten; sonst sehr gut erhalten; keine Benutzungspuren; 2 Teile in 1 Band. Mit 1 gestochenen Frontispiz, Titelseite mit kleinem Stempel an Rückseite; 12 ungezählte Blätter, (Zuschrift, Index) 614 Seiten; 1 ungezähltes Blatt, 424 Seiten;

  • PROCOPIUS, R. P. (PROKOP VON TEMPLIN)

    Published by Jäcklin, München, 1665

    ISBN 10: 3416025792 ISBN 13: 9783416025799

    Seller: Antiquariat Stefan Krüger, Essen, NRW, Germany

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    Leinen. Gestoch. Titel, 5 Bl. 930 S. u. 6 Bl Zwischentitel. Phmt. d. Zt. 4° (Rücken geplatzt). Mehrfach falsche Seitenzählung, Enthält Diskurse und Predigten zu den 10 Geboten u. einzelnen Büchern des AT. Vieles über Hexen ('Warumb die Leuth Hexen werden'), Zauberei, 'Planeten-Lesen', Gesichte und Träume, Teufel, Kinderzucht etc. Enthält auch zahlr.geistliche Lieder Interessantes Werk des vor allem durch sein Liedschaffen bekannten volkstümlichen Predigers, der auch als Vorläufer des Abraham von Sancta Clara gilt und dessen Werke sich durch einen schnörkellosen Stil auszeichnen. Brentano / Arnim haben einige Lieder Prokops in 'Des Knaben Wunderhorn' aufgenommen: ".ist es Brentanos alleiniges Verdienst, einen katholischen Dichter wieder zu Ehren gebracht zu haben, dessen Dichtungen an poe- tischem Gefühl mit den besten seiner Mitsänger um die Palme streiten können, der aber gänzlich in Vergessen- heit geraten war : Procopius von Templin. .Der Kapuziner., wurde als Sohn protestantischer Bürgersleute zu Templin in der Uckermark.1608 geboren und in Berlin erzogen. Starke Eindrücke, die nach manchen Wanderungen die Pracht katholischer Kirchen in Prag auf den Jüngling ausübte, machten ihn, wie er berichtet, zum Konvertiten, sodass er als Neunzehnjähriger das Ordenskleid der Kapuziner empfing. An dem vielbe- suchten steirischen Wallfahrtsorte Mariazeil begann er seine Wirksamkeit als Prediger, zugleich ein Dichter frommer Prozessionsgesänge. Seine volkstümliche Pre- digt, seine Unerschrockenheit auch den Grossen gegen- über verschafften ihm bedeutende Erfolge, als er in rast- loser Missionstätigkeit Böhmen durchzog. Wiederum an einem Wallfahrtsort, bei dem Gnadenbilde des schönen Jungfräuleins zu Passau (Wh. I 366) entstanden die meisten seiner Gesänge, und in Passau lebte er von 1663 an, wegen abnehmender Kräfte vom Predigtamt, das er 25 Jahre verwaltet hatte, befreit (Wh. III 196), der Sammlung seiner "Discurse", die ihm wichtiger waren als seine Lieder. .Er beginnt mit dem schmälsten Bande, dreissig Discursen Vom Braut- Ehe- und Wittib- Stand" (Conjugale"). Passau 1663, eindringlich vorge- tragenen Mahnungen zu einem schlichten bürgerlichen Lebensideal der Arbeit.Kein Dogmatiker und im Gegensatze zu Martin von Cochem für eine Schilderung der Höllenstrafen nicht begabt, mahnt er mild, ohne zu schelten. Dieser Renegat hat nur ganz vereinzelt ein scharfes Wort gegen die Ketzer. Eine starke Naturfreude waltet bei ihm überall. So findet er Ver- gleiche Christi mit Vögeln und Blumen, die poetisch das weit übertreffen, was die Kirche seiner Zeit hier traditionell verwendet.Naturfreude atmen auch seine Gedichte. Sie sind älter als die Predigten. Erst als die poetische Kraft abnahm, verteilte er die geistlichen Lieder, die in "Hertzens-Freud und Seelen-Trost" 1660 und 1661 ^) zu Passau erschienen waren, in seine Predigtwerke, von denen fast keins dieses Schmuckes entbehrt. Das "Wunderhorn" wählte eins aus dem "Conjugale", Ich ging/ spazieren in ein Feld' Wunderhorn III 148, drei aus dem "Dominicale Aestivale". Die Hauptmasse jedoch kam aus dem "Mariale Festivale" (Karl Bode, Die Bearbeitung der Vorlagen in 'Des Knaben Wunderhorn' 1909 - Online-Dokument) (Barockliteratur, Lied, Kirchenlied). Buch.

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    Hardcover. 4 Bl., 600 S. Pgmt. d. Zt (Einband normal fleckig) 2 der Schließbänder noch vorhanden. Dünnhaupt V, S. 3243, Nr. 8.2, - VD17 23:648464K Sehr seltenes Werk des vor allem durch sein Liedschaffen bekannten volkstümlichen Predigers, der auch als Vorläufer des Abraham von Sancta Clara gilt und dessen Werke sich durch einen schnörkellosen Stil auszeichnen. Teil 2 behandelt die 'Kinderzucht' mit pädagogisch interessanten Ausführungen, immer mit Beispielen nicht nur aus aus der Heiligen Schrift, sondern auch aus antiken oder Renaissance-Autoren. Am Schluß ca. 30 S. Lieder. Brentano / Arnim haben einige Lieder Prokops in 'Des Knaben Wunderhorn' aufgenommen: ".ist es Brentanos alleiniges Verdienst, einen katholischen Dichter wieder zu Ehren gebracht zu haben, dessen Dichtungen an poe- tischem Gefühl mit den besten seiner Mitsänger um die Palme streiten können, der aber gänzlich in Vergessen- heit geraten war : Procopius von Templin. .Der Kapuziner., wurde als Sohn protestantischer Bürgersleute zu Templin in der Uckermark.1608 geboren und in Berlin erzogen. Starke Eindrücke, die nach manchen Wanderungen die Pracht katholischer Kirchen in Prag auf den Jüngling ausübte, machten ihn, wie er berichtet, zum Konvertiten, sodass er als Neunzehnjähriger das Ordenskleid der Kapuziner empfing. An dem vielbe- suchten steirischen Wallfahrtsorte Mariazeil begann er seine Wirksamkeit als Prediger, zugleich ein Dichter frommer Prozessionsgesänge. Seine volkstümliche Pre- digt, seine Unerschrockenheit auch den Grossen gegen- über verschafften ihm bedeutende Erfolge, als er in rast- loser Missionstätigkeit Böhmen durchzog. Wiederum an einem Wallfahrtsort, bei dem Gnadenbilde des schönen Jungfräuleins zu Passau (Wh. I 366) entstanden die meisten seiner Gesänge, und in Passau lebte er von 1663 an, wegen abnehmender Kräfte vom Predigtamt, das er 25 Jahre verwaltet hatte, befreit (Wh. III 196), der Sammlung seiner "Discurse", die ihm wichtiger waren als seine Lieder. .Er beginnt mit dem schmälsten Bande, dreissig Discursen Vom Braut- Ehe- und Wittib- Stand" (Conjugale"). Passau 1663, eindringlich vorge- tragenen Mahnungen zu einem schlichten bürgerlichen Lebensideal der Arbeit.Kein Dogmatiker und im Gegensatze zu Martin von Cochem für eine Schilderung der Höllenstrafen nicht begabt, mahnt er mild, ohne zu schelten. Dieser Renegat hat nur ganz vereinzelt ein scharfes Wort gegen die Ketzer. Eine starke Naturfreude waltet bei ihm überall. So findet er Ver- gleiche Christi mit Vögeln und Blumen, die poetisch das weit übertreffen, was die Kirche seiner Zeit hier traditionell verwendet.Naturfreude atmen auch seine Gedichte. Sie sind älter als die Predigten. Erst als die poetische Kraft abnahm, verteilte er die geistlichen Lieder, die in "Hertzens-Freud und Seelen-Trost" 1660 und 1661 ^) zu Passau erschienen waren, in seine Predigtwerke, von denen fast keins dieses Schmuckes entbehrt. Das "Wunderhorn" wählte eins aus dem "Conjugale", Ich ging/ spazieren in ein Feld' Wunderhorn III 148, drei aus dem "Dominicale Aestivale". Die Hauptmasse jedoch kam aus dem "Mariale Festivale" (Karl Bode, Die Bearbeitung der Vorlagen in 'Des Knaben Wunderhorn' 1909 - Online-Dokument) Das genannte Gedicht aus unserem 'Conjugale' erschien im Wunderhorn unter dem Titel 'Ehestand' und trägt original den Titel 'Ehestands Fürbildung' (6 Strophen, S. 569-572) - - Rücken etwas brüchig, barocker Namenseintrag auf Titel, Gutes Exemplar. (Barockliteratur, Lied, Kirchenlied). Buch.

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    0. 21 cm. [6] Bl., 266 S., [2] Bl., S. 259 - 478, [2] Bl., S. 479 - 711, [2] Bl., S. 711 - 930, Titelkupfer, Initialen, Vignetten. Pergament d. Zt., Metallschließen an Lederlaschen. Einriss am ob. Kapital, Gelenke angelockert, Registerlagen m. Randläsuren tls. lose, , Exlibris, Besitzervermerke aus alter Zt., Vorsätze tls. m. Eck abriss., sonst aber altersgemäßer, solider Zustand. Sprache: Deutschu 2,200 gr.

  • VD17 12:193268N; Dünnhaupt 3244, 10. - Prokop (Templin 1608 - Linz 1680) ist einer der fruchtbarsten Prediger seiner Zeit und wird ob seiner wortgewaltigen, barocken Sprache gerne mit Abraham a Sancta Clara verglichen und als dessen Vorläufer gesehen. Seine "Werke gründen in der barocken Vorstellung von einer harmonisch strukturierten Welt, in der die Geschöpfe als Zeichen der göttlichen Wahrheit begreifbar sind. Zugleich sind seine Bibelepisoden als Exempel des Alltaglebens zu lesen. Dieses Weltbild suchen die Predigten in einfachem Stil ("sermo humilis") zu vermitteln, der die Lehre mit Bildhaftem und Musikalischem verbindet: Emblemata, Geschichts- und Naturexempel, Märlein und Lieder sollen den "gemeinen Mann" ergötzen und vom vertrauten Erfahrungshorizont zur Gotteserkenntnis führen" (Robert Pichl in NDB 20, S. 741f. (Onlinefassung). Als Beleg hierfür mögen der 19. und 20. "Discurs" ("Ableinung der Eheleuten unnd Dienstbotten Klag" und "Von den Kindern die ohne Tauff sterben") dienen, in denen er sich mit den Alltagsnöte der kleinen Leute auseinandersetzt. Auf den letzten Seiten sind "Zwey Nagel-neue Lieder" auf den Fall der Festung Neuhäusel im vierten Türkenkrieg (1663) abgedruckt. "Das erste Threnodia Christianitatis, Oder Allgemeines Klaglied der Christenheit . Das ander: Excitatio ejusem ad arma, Oder Aufmunterung derselben zur Gegenwöhr". - Einige Seiten beim Druck etwas "abgeklatscht" (davon auch die "Türkenlieder" betroffen), Titel mit zeitgenöss. Besitzeintrag am Oberrand, S. 7 mit kl. handschriftlichen Marginalien, vord. flieg. Blatt mit Exlibrisstempel eines Reichsgrafen Pestalozza, sonst sehr gutes, sauberes Exemplar in einem dekorativen, zeitgenössischen Einband.