Jb. k.k. polytech. Inst., 18+19. - Hrsg. Johann Joseph Prechtl. Wien, verlegt und gedruckt bei Carl Gerold, 1834, 8°, IV, 550, (2) pp.; 1837, IV, 507 mit 9 Kupfertafeln, 2 orig. broschierte Bände. Erstdruck! Lebensrad, Wunderrad, Zoetrop, Stroboscopische Scheiben oder optische Zauberscheibe, Phenakistiskop, Phanakistiskop, Phantaskop. "Vorbemerkung. Dieser für die Jahrbücher bestimmte Aufsatz ist zwar schon vor wenigen Monaten gedruckt und in einer kleinen Broschüre der zweiten Auflage meiner stroboskobischen Scheiben, welche bei der hiesigen Kunsthandlung Trentsensky et Vieweg im Verlage sind, als erläuternder Text gegeben worden. Allein da derselbe unter dieser Form mehr eine Erscheinung des Augenblickes ist, welche mit dem Reize der Neuheit wieder verschwindet, so dürfte der Gegenstand seines Interesses wegen wohl verdienen, auch in einem wissenschaftlichen Journale niedergelegt zu werden. Um die Beifügung von Zeichnungen zu vermeiden, welche ohne hin zur Darstellung der Phänomene nicht geeignet wären, habe ich mich bei der Erklärung derselben auf die in obiger Kunsthandlung erschienen acht Doppelscheiben der zweiten Auflage bezogen ." S. Stampfer, p.237 Das Privileg: "1920. S. Stampfer, Professor am k. k. polytechnischen Institute in Wien. (Wieden, Nro. 64), und Mathias Trentsensky; auf die Erfindung, Figuren und farbige Formen, überhaupt Bilder jeder Art, nach mathematischen und physischen Gesetzen so zu zeichnen, dass, wenn dieselben mit gehöriger Schnelligkeit durch irgend einen Mechanismus vor dem Auge vorbeigeführt werden, während der Lichtstrahl beständig unterbrochen wird, die mannigfaltigsten optischen Täuschungen in zusammenhängenden Bewegungen und Handlungen dem Auge sich darstellen, und wobei diese Bilder am einfachsten auf Scheiben von Pappe oder irgend einem andern zweckmässigen Materiale gezeichnet werden, an deren Peripherie Löcher zum Durchsehen angebracht sind. Wenn diese Scheiben, einem Spiegel gegenüber, schnell um ihre Achsen gedreht werden, so zeigen sich dem Auge beim Durchsehen durch die Löcher die belebten Bilder im Spiegel, und es können auf diese Weise nicht nur Maschinen-Bewegungen jeder Art, z. B. Räder und Hammerwerke, fortrollende Wägen und steigende Ballons, sondern auch die verschiedenartigsten Handlungen und Bewegungen von Menschen und Thieren überraschend dargestellt werden. Auch lassen sich nach demselben Prinzipe durch andere mechanische Vorrichtungen selbst zusammengesetztere Handlungen, z. B. theatralische Szenen, in Thätigkeit begriffene Werkstätten etc., sowohl durch transparente als auch nach gewöhnlicher Art gezeichnete Bilder darstellen. Auf zwei Jahre; vom 7. Mai." - Jb. Polytechn. Inst. Bd. 19, 406f. Nicht zuletzt wegen des Patents konnte sich Stampfers Erfindung am meisten verbreiten, sodass sich seine Wortkreation "stroboskopische Scheiben" letztlich auch außerhalb Österreichs durchsetzte und im Nachhinein dem "stroboskopischen Effekt" seinen Namen gab. Ferner finden sich noch folgende Beiträge von Simon Stampfer in diesen beiden Bänden: Beschreibung zweier am k. k. polytechnischen Institute befindlichen Comparatoren (Maßvergleicher) und Untersuchung ihrer Genauigkeit (18: pp.149-210, 2 Taf.). Ueber die Genauigkeit des Visirens bei Winkelmessungen (18: pp.211-236). Ueber die technischen Bearbeitung der rotationszapfen an astronomischen und geodätischen Instrumenten und über den Einfluß ihrer Unvollkommenheit auf die Beobachtung (29: pp.1-23, 4 Fig.). Vorschlag einer vergleichenden Prüfungs-Methode für Fernröhre (19: pp.24-33, 1 Fig.). Ueber eine besondere Art von Ovalen (19: pp.34-40, 6 Fig.). Und von seinem berühmten Schüler Christian Doppler (1803-1853), öffentlicher Repetitor und Assistenten der höheren Mathematik am k.k. polytechnischen Institute "Ueber die wahrscheinliche Ursache der Elektriziäts-Erregung durch Berührung und der elektrischen Spannung (18: pp.290-327). Christian Doppler hat das Prinzip des Stroboskops in .
Publication Date: 1925
Seller: Antiq. F.-D. Söhn - Medicusbooks.Com, Marburg, Germany
Z. ophth. Optik, 13/5-6;14/1+2. - Berlin, Verlag von Julius Springer, 1925, 8°, IV, pp.129-175;22pp.;33-64, 3 orig. Broschuren. Erstdruck! "so war es ein wesentlicher Fortschritt in der Brillenhestimmung. als Simon Stampfer (1790-1864), Professor am Polytechnischen Institut, ein einfaches Instrument entwickelte, mit dem schon eine genauere Bestimmung des korrigierenden (ilases möglich war. Stampfer beschreibt sein Instrument: "Das Instrument ist eine Röhre von etwa zehn Zoll Länge. in der sich eine zweite Röhre verschieben läßt. Am Ende der größeren Röhre ist eine Konvexlinse eingesetzt, die bis auf zwei dünne Spalten abgedeckt ist. Die Spalten sind parallel angeordnet. Die innere Röhre enthält eine Blende mit einem feinen Spalt, der mit den beiden Spalten parallel läuft. Abgeschlossen ist die Bohre mit einem Mattglas. Hält man nun das Instrument gegen das Tageslicht, so sieht man zwei lichte Streifen, deren dunkler Zwischenraum immer kleiner wird, je weiter man die innere Röhre herauszieht, bis derselbe endlich ganz verschwindet und nur eine feine scharfbegrenzte I.ichtlinie sichtbar wird. Auf dem Auszugsfernrohr befindet sich eine Skala, welche unmittelbar die Brennweite des tauglichsten Augenglases angibt." Wenn es auch nicht möglich war, restlos genau mit dem Instrument die Sehschärfenbestimmung durchzuführen, war es doch ein wesentlicher Fortschritt. Astigmatismus konnte damit kaum festgestellt werden, doch weist schon Stampfer darauf hin, daß eine Überprüfung für jedes Auge getrennt erfolgen muß und daß eine Ungleichheit beider Augen öfters vorkommt, als man glaubt, Plößl nahm die Verfertigung dieses Instruments im Jahre 1833 auf." Franz Kotlan, Simon Plößl (1794- 1868) Opliker und Mechaniker in Wien. Blätt. Technikgesch., 32/33 (1970-71), p.54.