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    0. Kl. - 8°. Titelblatt (faksimiliert und fachmännisch eingesetzt), 15 nn. Bl. Vorrede (dav. 10 faks.), 381 (recte 282) Seiten, 8 nn. Bl. Register, 3 (dav. 1 faks.) nn. Bl. Anhang ("Ein tröstlicher Hymnus in sterbenslaeuffen zu singen und zu beten"). Pergamentband der Zeit mit 2 Schließbändern, Vorsätze erneuert. Erste Ausgabe (?). - Von größter Seltenheit. - Wellcome 6197. - Hirsch/H. V, S. 604 (kennt diese Schrift nicht). - Ferchl, S. 526. - ADB Bd. 37/S. 714 ("erwähnenswerth."). - Vgl. auch Durling 4335 der in seiner Kommentierung auf die Arbeit von F.W.E.Roth verweist und diese Ausgabe als "reissue" der Erstausgabe bezeichnet. - Dieses Werk ist in den großen med. Sammlungen bei Waller, Osler und Neu nicht verzeichnet ! - Das Pestbuch wurde mehrmals aufgelegt, allerdings unter Titelvarianten und auch diese sind im Handel in den letzten Jahren nicht nachweisbar. Vgl. hierzu einen frühen Antiquariatskatalog (ca. 1930 !) von J. Halle in München, Katalog XLIII, S. 112, Pos. 765, der eine gekürzte spätere Titelvariante von 1573 bereits als selten bezeichnet ! - Nach schriftlicher Auskunft der Bayerischen Staatsbibliothek gibt es mindestens noch zwei spätere Ausgaben von 1573 bzw. 1582. - Tabernaemontanus (geb. zwischen 1520 und 1530 in Bergzabern, gest. 1590 in Heidelberg), berühmter Arzt, Apotheker und Botaniker; Schüler von Brunfels und Bock. Er war Leibarzt unter dem Grafen von Nassau, dem Bischof Marquard und zuletzt bei Kurfürst Johann Casimir in Heidelberg. Berühmt wurde er als Verfasser des Werkes " Neuw vollkommentlich Kreuterbuch." (1588-1591). Zeit seines Lebens beschäftigte sich Tabernaemontanus mit der Erforschung eines Universalheilmittels gegen die Pest (vgl. hierzu auch den Ausstellungstext der Tabernaemontanus-Ausstellung im Herbst 1998 in Saarbrücken). - Vorliegendes Werk beinhaltet Hunderte von Rezepturen zur Behandlung und Vorbeugung gegen die Pest. Die Schrift erklärt ferner Maßregeln beim Essen und Trinken, Reinhaltung der Luft, Ratschläge für Schwangere, Pestbeulen, Erkennen von Pestsymptomen, die Herstellung von Rauchküchlein (als Gegenmittel für die Pest) usw. - Gutes Ex. dieses seltenen Werkes, die ersten Blätter am Seitenrand (ohne Textverlust) angegossen und fachmännisch durch den Buchbinder mit neuem Papier ergänzt, S. 13 und S. 132 mit kl. Loch (min. Buchstabenverl.), S. 381 (Paginierungsf., eigentl. S. 282) am unteren Blattrand (ohne Textverlust) fotokopierte und fachmännisch eingesetzte Fehlstelle mit kop. Textvignette. - Durchgehend min. fleckig, meist nur am Seitenrand, die letzten Seiten stärker. - Die faksimilierten Seiten auf ähnlichem, getöntem Papier fachmännisch (nicht störend) vom Buchbinder miteingebunden. - Seit 1960 kein Nachweis eines Exemplars auf einer deutschsprachigen Auktion. Sprache: Deutschu.