Seller: Herbst-Auktionen, Detmold, Germany
Signed
E.Postkarte (5 Zeilen) mit E.ZITAT, an den Autographensammler und stud.med. (später Dr.med. / Dermatologe) Alwin Scharlau in Rostock, dem er seinen Wunsch nach seinem Autogramm erfüllt) in Tinte mit Ort, Datum, Unterschrift signiert "Das Wahre ist schon längst gefunden, / Hat edle Geister stets verbunden, / Das alte Wahre fass es an ! (Goethe.) / Als richtig empfunden von ED. KÖNIG / Bonn, d. 1. März 1914".
Language: German
Seller: Wimbauer Buchversand, Hagen, NRW, Germany
Manuscript / Paper Collectible Signed
Postkarte. Condition: Gut. Postkarte von Hans Konrad Orelli in einer von uns nicht identizierten Schrift oder Sprache an den Assyrologen Friedrich Delitzsch vom 29.12. 1873, also ungefähr zu Delitzsch' Wende vom Sanskrit zum Assyrischen. Mittig gefaltet, gestempelt und postgelaufen. /// Autogramm Autograph signiert signed signee /// Hans Konrad von Orelli (* 25. Januar 1846 in Zürich; ? 7. November 1912 in Basel), meist in der Schreibung Conrad von Orelli, war ein Schweizer reformierter Theologe und Professor der Theologie in Basel. Hans Konrad von Orelli wurde 1846 in Zürich geboren, wo er auch zur Schule ging. Er absolvierte sein Theologiestudium in Lausanne, Zürich, Tübingen und Erlangen. Er war mit Franz Delitzsch und Wolf Wilhelm von Baudissin befreundet. Im Jahr 1869 wurde er zum Prediger am Waisenhaus in Zürich ernannt. Er promovierte 1870/71 bei Delitzsch in Leipzig und wurde 1871 Privatdozent an der Universität Zürich. Im Jahr 1873 ging er als Professor für Theologie (Altes Testament) nach Basel. Er machte 1876 eine Reise durch das Heilige Land (Reiseschilderungen, veröffentlicht 1878). 1881 wurde er in Basel zum ordentlichen Professor befördert. 1889 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Greifswald. 1892 wurde er zum Rektor der Basler Universität ernannt. Orelli ist Verfasser mehrerer Kommentare zu alttestamentlichen Prophetenbüchern sowie einer Allgemeinen Religionsgeschichte[1], die er seinem Freund, dem Grafen Wolf Baudissin, widmete. Er redigierte auch die Zeitschrift Der Kirchenfreund. Orelli hatte drei Söhne und fünf Töchter. Die älteste Tochter Mathilde von Orelli (1891-1983) absolvierte 1914 ein Praktikum an der «Sozialen Frauenschule» von Alice Salamon. Später war sie von Dezember 1924 bis Oktober 1926 für die «SAG» in Berlin tätig und hatte Kontakt zu Friedrich Siegmund-Schultze.[2] Seine letzte Ruhestätte fand Orelli auf dem Friedhof Wolfgottesacker in Basel. /// Friedrich Delitzsch (* 3. September 1850 in Erlangen; ? 19. Dezember 1922 in Langenschwalbach bei Wiesbaden) war ein deutscher Assyriologe. Er war einer der Begründer der altorientalischen Philologie in Deutschland, lehrte als Professor an den Universitäten Leipzig (1877-1893), Breslau (1893-1899) und Berlin (1899-1920). Von 1899 bis 1918 war er der erste Direktor des Vorderasiatischen Museums Berlin. Delitzsch wurde als Sohn des lutherischen Alttestamentlers und Hebraisten Franz Delitzsch geboren. Er studierte ab 1868 zunächst in Leipzig bei Franz Delitzsch, Heinrich Leberecht Fleischer und Ludolf Krehl orientalische, und bei Herrmann Brockhaus, Georg Curtius und Ernst Windisch indogermanische Sprachen; ab 1871 in Berlin Äthiopisch bei August Dillmann und Sanskrit bei Albrecht Weber und schloss das Studium mit Studien über indogermanisch-semitische Wurzelverwandtschaft ab. Den Plan, sich für Sanskrit zu habilitieren, gab er nach einer schicksalhaften Begegnung mit dem Alttestamentler Eberhard Schrader in Jena, der ihn in das kurz zuvor neu erschlossene Assyrische einführte, auf. Stattdessen habilitierte er sich kurz darauf (1874) für Semitische Sprachen und Assyriologie in Leipzig, wo er 1877 zum ersten außerordentlichen Professor für Assyriologie, 1885 zum ordentlichen Honorarprofessor ernannt wurde. 1893 wurde er als ordentlicher Professor für Assyriologie und Orientalische Philologie nach Breslau und 1899 als Nachfolger seines einstigen assyriologischen Lehrers Schrader nach Berlin an die Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin berufen. Im Zuge einer Untersuchung der kappadokischen Keilschrifttafeln war ihm 1893 im Auftrag von Ernest Chantre die Identifizierung des türkischen Fundortes Bogazköy mit der hethitischen Hauptstadt Hattusa gelungen.[1][2] Er war Mitbegründer und Förderer der Deutschen Orientgesellschaft und seit 1899 Direktor der Vorderasiatischen Abteilung der Königlichen Museen zu Berlin. Seine besonderen Verdienste liegen in der Erforschung der alten vorderasiatischen Sprachen (Assyrisch/Akkadisch), wofür er im Laufe seines Lebens eine Reihe grundlegender Hilfsmittel schuf, und der Förderung der alttestamentlichen Textkritik. Weiteren Kreisen wurde er bekannt durch seine in zahlreichen veränderten Fassungen und Übersetzungen erschienenen Vorträge über Babel und Bibel[3] (1902-1905), die den Babel-Bibel-Streit auslösten. 1902 wurde Delitzsch in die American Academy of Arts and Sciences und 1904 in die American Philosophical Society gewählt. Seit 1891 war er Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften. In der Folge des Babel-Bibel-Streites nahm er im Laufe seines Lebens zunehmend eine kritische Haltung gegenüber dem Alten Testament ein. Sehr weit in dieser Hinsicht geht sein Werk Die große Täuschung (siehe unten), in dem er unter anderem fordert, das Alte Testament aus dem christlichen Kanon zu entfernen, und schließlich im Anschluss an Paul Haupt und andere sogar eine arische Herkunft Jesu Christi vermutete. Dabei verwendete er in der Auseinandersetzung mit seinen Gegnern im Babel-Bibel-Streit ab 1903 zunehmend Argumentationsmuster, die auch in der antijüdischen Polemik seiner Zeit Verwendung fanden. Jedoch bestritt Delitzsch selber bis zu seinem Tod mit Vehemenz jede antisemitische Haltung.[4][5] Tatsächlich zeigt die biographisch-wissenschaftliche Aufarbeitung seiner Aussagen zum Alten Testament,[6] dass bei ihm subjektiv kein rassistischer Antisemitismus vorlag, sondern ein zunehmender theologischer Antijudaismus. Die Ablehnung des Alten Testaments als Teil der Heiligen Schrift beruhte ganz wesentlich auf Delitzschs philologischen Erkenntnissen und weniger auf theologisch fundierten Kriterien. Dies brachte ihn zwangsläufig in Konflikt mit theologisch geschulten Kollegen.[7] Delitzsch war ab 1880 mit Margarethe Delitzsch geb. Hoffmann, Tochter des Reichsgerichtsrats Moritz Hoffmann, verheiratet. Das Paar hatte vier Söhne und zwei Töchter. Ein Sohn war der Jurist Kurt Delitzsch.[8 /// Standort Wimregal GAD-10.321 Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 10.