Published by Basel 1905 -, 1905
Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland
Signed
Farbholzschnitt in 3-4 Farben (Schwarz, dezent: Gelb, 2 Mauvetöne) a. leicht getöntem Papier (ivoire), 13.1 x 9.3 cm, Sujet 11 x 7.5 cm, am unteren Sujetrand in der Platte signiert und zweifach datiert 'A. Peter 05 / 1905'. Blatt etwas stockfleckig (v.a. marginal, Sujet wenig störend tangiert), verso in den oberen Ecken mit Falzresten und im Fuss mit Sammlervermerk in Bleistift. Gesamthaft recht ordentliches Exemplar. - - Säuberlich-akkurater Vermerk in Versalien 'Alfred Peter, Clichédruck', u. u.l. 'No.: 9' - Sujet: Schildförmiger Rosenfeston mit Bandschlaufe, darin Blick auf das Basler Münster, darüber zwei (ev. Allianz-) Schilde: 1. einfacher Adler der Buchdrucker (stehender schwarzer Adler nach rechts, rechts ein Tenakel mit Divisorium, links einen Winkelhaken in den Fängen tragend; vgl. hemmersbach-druck de), bzw. 2. Schrägrechtsbalken aus drei Rauten, im Fussfeld aus Bändern gebildete Kartusche mit Exlibristitel - Inventarisiert im StAr BS, Sign. SMM Inv.1959.411, mit Titel/Vermerk: 'Umkränztes Münsterdach und -türme von SO. Am bebänderten Kranz 2 Wappenschilde. 3 Stöcke. Mitte unten: 1905; r.u.: A. Peter. 05, Technik: Farbholzschnitt' - Der sonst kaum nachweisbare Otto Bertschi [-Riese] (1870-1942; SELC Express 111, 2019, p. 14 f.) war gemäss einem Vermerk an anderer Stelle von Beruf 'Buchdruckereibesitzer / Wohnort: Petersgasse 40' in Basel ('Offenburgerhof', KdS-online, Bd. 8, p. 118 ff.) - Bertschi/Bertschy stammen i.d.R. aus den Kantonen FR, SO u. ZH. Mit Jacob wurde gem. HBLS 1565 ein ursprünglicher Zweig Bertsche/Bertschi/Bertschin aus Laufen-Uhwiesen, Kt. Zürich (Wappen: auf grünem Dreiberg schwarzer Davidstern; wappensammlung ch), in Basel eingebürgert: "Von diesem stammen ab: drei Buchdrucker" (des 17./18. Jhs.) - Allerdings : "Das Wappen der elsässischen Familie Bertschi zeigt in Gold drei schwarze, aneinanderstossende, schräggelegte Rauten schrägbalkenweise [.]. Das Wappen findet sich im Aschaffenburger Wappenbuch unter 'Bertsch', ferner im Siebmacher unter 'Bertschin' [.], im Rietstap auch unter 'Bertschin' (Alsace, d'or à trois losanges de sable, aboutées en bande." (welt-der-wappen de, ehem. dr-bernhard-peter). -- Alfred Peter (Basel 1877-1959 ibid.), von Basel. Dekorationsmaler, Maler und Holzschneider. Tätigkeitsbereiche: Malerei, Holzschnitt. [SIKART]. - Bzw. "Maler und Graphiker [.]. [.] Er widmete sich [.] seit etwa 1906, dem Farbenholzschnitt. Diese Holzschnitte zeichnen sich durch eine ungemein zarte Farbigkeit aus, erreicht durch Nüancenreichtum, der doch der störenden Ueberfülle aus dem Wege geht. [.] Den Schnitt der Stöcke und neuerdings auch den Handdruck besorgte Peter selbst. Am bekanntesten sind seine Ex-libris geworden, ebenfalls feinfarbige Schnitte mit landschaftlichen Motiven. Eine erste Sammlung von 20 seiner Ex-libris in Original-Holzschnitten gab die Druckerei Otto Bertschi in Basel heraus (1908, 200 Expl.)." (etc.; Brun, SKL 4, Supplement 1917, p. 578 f.) - Resp.: hat sich "überraschend schnell technisch wie künstlerisch zu einer bedeutenden Höhe hinaufgearbeitet [.]. Mit seinen landschaftlichen Farbenholzschnitten hat er geradezu eine neues Genre des Exlibris geschaffen. Technisch sind diese Blätter von höchstem Raffinement, sind mit fünf, mit sechs, ja, mit sieben Platten hergestellt, aber der Erfolg entspricht auch vollständig der Grösse der aufgewendeten Mittel. Es lässt sich kaum etwas Feineres denken, als diese kleinen Landschaftsbilder, die von guter Beobachtung und einem ausserordentlich fein entwickelten Farbensinn zeugen. [. Auch] farbenprangende Herbstbilder, zarte Abendstimmungen, ernste Winterlandschaften sind dem Künstler gelungen, der sich leider in den letzten Jahren ganz vom Exlibris zurückgezogen hat." (W. v. Zur Westen, Exlibris. Reprint der 3. Aufl. 1925, Wiesbaden 1983, p. 116). -- PROVENIENZ : Sammlung Walter Karl 'Wa Ka' Buchmann (Saillans 1898-1966 Zürich), Grafiker u. Heraldiker. 3 Jahre Schüler an der Gewerbeschule Basel bei Burkart Mangold und Paul Kammüller für Malen, bei Alfred Soder für Radieren und Holzschnitt. Bildet sich bis 1919 für Malen auch bei Rudolf Löw und Heinrich Müller aus (KLS XX. Jh.) : ex Nachlass Mark Buchmann, (1922-2007), Sohn von Wa. Ka. Buchmann, Maler, Grafiker, Buchillustrator, Zeichenlehrer und Kunsthistoriker, 1964-1973 Direktor der Kunstgewerbeschule und des Kunstgewerbemuseums Zürich (vgl. SIKART u. KLS XX. Jh.). - Sprache: de.
Published by Basel um 1914 -, 1914
Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland
Farbholzschnitt in mehreren dezenten (Pastell-) Farben a. sehr leichtem Papier, 13 x 9.8 cm, Sujet 9.5 x 7.8 cm. Blatt etwas stockfleckig (v.a. marginal, Sujet kaum störend tangiert), verso in den oberen Ecken a. Trägerblatt montiert (grau-olive, 24.8 x 16.4 cm) und im Fuss mit Sammlervermerk in Bleistift. Gesamthaft sehr ordentliches Exemplar. - Vermerk 'Alfred Peter, Basel' / 'erhalten am] 9. Dez. 1914', u. u.l. 'No. 3' - Sujet : Sommerlandschaft mit Getreidefeld und Baumgruppe, dahinter weisses Wolkengebilde (Cumulus), darüber: 'Mein Eigen' u. unterhalb des Landschaftsrahmens Eignertitel 'Otto Bertschi' in kartuschenartigem, schemenhaftem (einfachem) Adler der Buchdrucker (schwarzer Adler nach links, links ein Tenakel mit Divisorium, rechts einen Winkelhaken in den Fängen tragend; vgl. hemmersbach-druck de) - Inventarisiert in StAr BS, Sign. SMM Inv.1959.413, mit Titel/Vermerk: 'Getreidefeld mit rotem Mohn. Unten ein heraldischer Adler. 4 Stöcke' -- Der sonst kaum nachweisbare Otto Bertschi [-Riese] (1870-1942; SELC Express 111, 2019, p. 14 f.) war gemäss einem Vermerk an anderer Stelle von Beruf 'Buchdruckereibesitzer / Wohnort: Petersgasse 40' in Basel ('Offenburgerhof', KdS-online, Bd. 8, p. 118 ff.) - Bertschi/Bertschy stammen i.d.R. aus den Kantonen FR, SO u. ZH. Mit Jacob wurde gem. HBLS 1565 ein ursprünglicher Zweig Bertsche/Bertschi/Bertschin aus Laufen-Uhwiesen, Kt. Zürich in Basel eingebürgert - Allerdings könnte es sich um eine emigrierte elsässischen Familie Bertschi handeln" (vgl. Exlibris von Carl Roschet für Otto Bertschi, um 1914, in: welt-der-wappen de, ehem dr-bernhard-peter). -- Alfred Peter (Basel 1877-1959 ibid.), von Basel. Dekorationsmaler, Maler und Holzschneider. Tätigkeitsbereiche: Malerei, Holzschnitt. [SIKART]. - Bzw. "Maler und Graphiker [.]. [.] Er widmete sich [.] seit etwa 1906, dem Farbenholzschnitt. Diese Holzschnitte zeichnen sich durch eine ungemein zarte Farbigkeit aus, erreicht durch Nüancenreichtum, der doch der störenden Ueberfülle aus dem Wege geht. [.] Den Schnitt der Stöcke und neuerdings auch den Handdruck besorgte Peter selbst. Am bekanntesten sind seine Ex-libris geworden, ebenfalls feinfarbige Schnitte mit landschaftlichen Motiven. Eine erste Sammlung von 20 seiner Ex-libris in Original-Holzschnitten gab die Druckerei Otto Bertschi in Basel heraus (1908, 200 Expl.)." (etc.; Brun, SKL 4, Supplement 1917, p. 578 f.) - Resp.: hat sich "überraschend schnell technisch wie künstlerisch zu einer bedeutenden Höhe hinaufgearbeitet [.]. Mit seinen landschaftlichen Farbenholzschnitten hat er geradezu eine neues Genre des Exlibris geschaffen. Technisch sind diese Blätter von höchstem Raffinement, sind mit fünf, mit sechs, ja, mit sieben Platten hergestellt, aber der Erfolg entspricht auch vollständig der Grösse der aufgewendeten Mittel. Es lässt sich kaum etwas Feineres denken, als diese kleinen Landschaftsbilder, die von guter Beobachtung und einem ausserordentlich fein entwickelten Farbensinn zeugen. [. Auch] farbenprangende Herbstbilder, zarte Abendstimmungen, ernste Winterlandschaften sind dem Künstler gelungen, der sich leider in den letzten Jahren ganz vom Exlibris zurückgezogen hat." (W. v. Zur Westen, Exlibris. Reprint der 3. Aufl. 1925, Wiesbaden 1983, p. 116). -- PROVENIENZ : Sammlung Walter Karl 'Wa Ka' Buchmann (Saillans 1898-1966 Zürich), Grafiker u. Heraldiker. 3 Jahre Schüler an der Gewerbeschule Basel bei Burkart Mangold und Paul Kammüller für Malen, bei Alfred Soder für Radieren und Holzschnitt. Bildet sich bis 1919 für Malen auch bei Rudolf Löw und Heinrich Müller aus (KLS XX. Jh.) : ex Nachlass Mark Buchmann, (1922-2007), Sohn von Wa. Ka. Buchmann, Maler, Grafiker, Buchillustrator, Zeichenlehrer und Kunsthistoriker, 1964-1973 Direktor der Kunstgewerbeschule und des Kunstgewerbemuseums Zürich (vgl. SIKART u. KLS XX. Jh.). - Sprache: de.
Published by Wohl Basel um 1914 -, 1914
Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland
Relativ grosses heraldisches Exlibris ev. in mehrfarbigem Buchdruck od. Holzschnitt a. leicht getöntem Papier (ivoire), 13.6 x 12.7 cm, Sujet 9.8 x 10 cm. Blatt im Kopfbereich schwach knittrig und mit kleiner Atelier-Farbspur, verso in den oberen Ecken mit Falzen a. dunkelgrünes Trägerblatt montiert (22.5 x 16 cm, m. kl. Resten einer früheren Montierung) u. mit hs. Sammlervermerk, Unterlageblatt verso mit Sammleretikette. Gesamthaft recht gutes Exemplar. - - Vermerk verso: 'Entwurf C. Roschet, Basel, Farbplatten von O. Bertschi / 9. XII. 1914'. Sammleretikette mit Vordruck-Spezifkationen u. hs. Einträgen : 'Besitzer: Otto Bertschi, Basel / Beruf: Buchdruckereibesitzer / Wohnort: Petersgasse 40 / Künstler: Carl Roschet, Basel / [.] / Verfahren: Clichédruck / Erhalten vom : Besitzer / den: 9. XII. 1914' - Attraktives u. differenziertes, nicht zuletzt drucktechnisch aufwendiges (mind. 7 Platten!) heraldisches Exlibris, wobei sich das Druckverfahren nicht verbindlich definieren lässt (wohl Hochdruck, ausgeführt ev. als Tiegeldruck bei Bertschi: "Farbplatten", d.h. sowohl für Clichés als auch Holzschnitt/-stich pro Farbe eine Platte bzw. ein Druckvorgang). - Vollwappen : Ritter in Vollharnisch als Schildhalter, den Visierhelm (wohl Schaller) im rechten Arm, mit der linken den Schild haltend; Schild wenig nach links geneigt, schrägrechts geteilt mit drei Rauten, darüber Stechhelm nach rechts mit Decken und Helmzier: Bärenrumpf (?) nach rechts, der Exlibristitel in silberner Banderole. - Inventarisiert als Alfred Peter zugeschr. in StAr BS, Sign. SMM Inv.1959.412 (Standort A; Nachlass von Alfred Peter) mit Titel/Vermerk: 'Gerüsteter Krieger als Halter des Bertschi-Wappens. 5 Stöcke' -- Der sonst kaum nachweisbare Basler Drucker Otto Bertschi [-Riese] (1870-1942) besass "eine Kollektion von über 5'000 Exlibris" (SELC Express 111, 2019, p. 14 f.) - Bertschi/Bertschy stammen i.d.R. aus den Kantonen FR, SO u. ZH. Mit Jacob wurde gem. HBLS 1565 ein ursprünglicher Zweig Bertsche/Bertschi/Bertschin aus Laufen-Uhwiesen, Kt. Zürich (Wappen: auf grünem Dreiberg schwarzer Davidstern; wappensammlung ch), in Basel eingebürgert: "Von diesem stammen ab: drei Buchdrucker" (des 17./18. Jhs.) - Allerdings : "Das Wappen der elsässischen Familie Bertschi zeigt in Gold drei schwarze, aneinanderstossende, schräggelegte Rauten schrägbalkenweise, auf dem Helm [.] mit golden-schwarzen (oder schwarz-goldenen) Decken [.] ein wachsender, feuerspeiender, goldener Pantherrumpf (Pantierrumpf), [.]. Das Wappen findet sich im Aschaffenburger Wappenbuch unter 'Bertsch', ferner im Siebmacher unter 'Bertschin' [.], im Rietstap auch unter 'Bertschin' (Alsace, d'or à trois losanges de sable, aboutées en bande. Cimier: une tête et col de panthère aux armes de l'écu, vomissant des flammes)" (welt-der-wappen de, ehem. dr-bernhard-peter). - Es braucht profunde heraldische Kenntnisse, um das hier dargestellte Kleinod-Tier zu den Grosskatzen zählen zu können, ist doch zumindest die abgebildete Tatze mit der länglichen, durchgehend roten Sohle nicht gerade typisch für einen Panther, bei dem man von einer Pranke sprechen würde. -- Carl Roschet (1867-1925), von hugenottischer Herkunft, "hervorragender Meister in der Wappen- und Miniaturmalerei, schuf Wappentafeln, Fahnen, Stammbuchblätter, Exlibris, heraldische Wand und Buchkalender, ein Basler Wappenbuch u.a.m." (HBLS). - "Erst in den letzten neun Jahren seines Lebens hat sich Carl Roschet beinahe ausschliesslich der Heraldik zugewandt. Nach tastenden Anfängen hat er sich mehr und mehr emporgearbeitet, so dass er unbedenklich heute als einer der besten wenn nicht als der beste, Heraldiker unseres Vaterlandes bezeichnet werden muss." (W. R. Staehelin, Nachruf in: Schweiz. Ar. f. Heraldik, 39, 1925, H. 1, p. 48) -- PROVENIENZ : Sammlung Walter Karl 'Wa Ka' Buchmann (Saillans 1898-1966 Zürich), Grafiker u. Heraldiker. 3 Jahre Schüler an der Gewerbeschule Basel bei Burkart Mangold und Paul Kammüller für Malen, bei Alfred Soder für Radieren und Holzschnitt. Bildet sich bis 1919 für Malen auch bei Rudolf Löw und Heinrich Müller aus (KLS XX. Jh.) : ex Nachlass Mark Buchmann, (1922-2007), Sohn von Wa. Ka. Buchmann, Maler, Grafiker, Buchillustrator, Zeichenlehrer und Kunsthistoriker, 1964-1973 Direktor der Kunstgewerbeschule und des Kunstgewerbemuseums Zürich (vgl. SIKART u. KLS XX. Jh.). - Sprache: de.
Published by Wohl München 1911 -, 1911
Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland
Signed
Rotton-Farbradierung a. getöntem festem Papier (écru; 18.4 x 13 cm, Sujet 11.8 x 6.2 cm), im Fussfeld der Platte bezeichnet 'No. 108', darunter in der Platte signiert u. datiert 'Wilm 1911'. Blatt etwas stockfleckig (eher marginal u. blass, Darstellung wenig tangiert), verso in den oberen Ecken mit Resten von Briefmarkenfalzen. Etwas Alters- u. Lagerungsspuren. Gesamthaft weitgehend sauberes, recht gutes Exemplar. - - Signiertes Exemplar im Stadtgeschichtl. Museum Leipzig: 'Rückenansicht einer an einem Baum stehenden Frau, die aufs Wasser blickt' (Nr. GR006108, mit Abb.) - Weisman Art Museum No 1999.4.652 - Im Stil zeittypisches (melancholisches) Sujet i.d.A. der Praeraffaeliten : langhaarige Frau mit Haarknoten od. Dutt im Nacken, Schulterumhang und langem Kleid, bei einer Birke stehend, den linken Unterarm am Stamm, auf ein Segelboot blickend, im Mittelgrund links ein Ufervorsprung mit Bäumen - Eignerin war die Gattin des Basler Druckers und engagierten Förderers und Sammlers von Exlibris Otto Bertschi [-Riese] (1870-1942; s. Schweiz. Exlibris Club SELC Nr. 111/2019, p. 14 f.) -- Hubert Wilm (Kaufbeuren 1887-1953 München), Grafiker, Kunsthistoriker, Journalist u. Kunstsammler, hat "seinen Sinn für Schlichtheit und Prägnanz entwickelt, hat gute Ideen und eine bewegliche Phantasie [.]. [.] Auch als Wilm sich der Radierung zuwandte [.] blieb er in der Mehrzahl strenger Stilist; flächiger Stil, Beschränkung auf weniges, starke Konturierung der Personen oder Gegenstände [.] [.] Aber auch unter den Radierungen sind vielleicht die am besten, die sich am meisten der Marke nähern, ein Beweis, daß Wilms Talent ihn in diese Richtung weist." (W. v. Zur Westen, Exlibris. Reprint der 3. Aufl. 1925, Wiesbaden 1983, p. 87 f.) - Bzw. "Nach 1908 war er Mitarbeiter der Münchner Jugend. Ab 1906 bis 1925 hat Hubert Wilm hauptsächlich als Grafiker gearbeitet, nach 1925 betätigte er sich mehr als Landschaftsmaler auch entwarf er Glasmalereien. Bekannt wurde er durch seine vielen Exlibris: Holzschnitte, Lithografien und Radierungen." (literaturportal-bayern de/nachlaesse) -- PROVENIENZ : Sammlung Walter Karl 'Wa Ka' Buchmann (Saillans 1898-1966 Zürich), Grafiker u. Heraldiker. 3 Jahre Schüler an der Gewerbeschule Basel bei Burkart Mangold und Paul Kammüller für Malen, bei Alfred Soder für Radieren und Holzschnitt. Bildet sich bis 1919 für Malen auch bei Rudolf Löw und Heinrich Müller aus (KLS XX. Jh.) : ex Nachlass Mark Buchmann, (1922-2007), Sohn von Wa. Ka. Buchmann, Maler, Grafiker, Buchillustrator, Zeichenlehrer und Kunsthistoriker, 1964-1973 Direktor der Kunstgewerbeschule und des Kunstgewerbemuseums Zürich (vgl. SIKART u. KLS XX. Jh.). - Sprache: de.
Published by Basel 1907 -, 1907
Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland
Signed
Grossformatiges Exlibris in Blauton-(Sepia-) Radierung a. leichtem Kupferdruckpapier, 23 x 15.5 cm, Platte 18.8 x 14 cm, Sujet 15.2 x 11.6 cm, in der Platte lks. voll signiert u. datiert, u.r. im weissen Fussbereich in Bleistift signiert u. datiert 'Alfred Soder 07'. Blatt schwach gebräunt u. marginal etwas stockfleckig (Sujet nicht tangiert), verso in den oberen Ecken in einfachen Sammler-Passepartout montiert (24.8 x 16.2 cm) u. mit Sammlervermerk. Gesamthaft weitgehend sauberes, ordentlich gutes Exemplar in kräftigem Abzug mit Spuren von Plattenrand und u.lks. Andeutungen einer Remarque. - - Vermerk 'Alfred Soder, Basel 07 / Vom Besitzer getauscht' - Ursprüngl. Remarque: Bauer pflügt mit zwei Pferden (Decker 8) - Farbvariante blau st. braun zu WVZ Decker 8A - Nicht unter den 78 Exemplaren (davon nur 2 ohne Abb.) zum Namen Alfred Soder im Stadtgeschichtl. Museum Leipzig - Seltenes, überdurchschnittlich grosses, im Stil stark an den Symbolismus anlehnendes Exlibris, mit ungewöhnlich dramatischem Sujet : In gemauerter Veranda vor grossem Bogenfenster sitzende, an einen Mönch gemahnende Männergestalt in kuttenartiger Kleidung mit im Wind flatterndem überlangem Bart, den rechten Unterarm auf einem Tisch aufliegend, vor seinem linken, mit Sandale bekleideten Fuss eine Vase mit Rosenbouquet, im Hintergrund unter dramatischem Wolkengebilde weite südliche Kulturlandschaft mit Feldern, Zypressen und Büschen, der Exlibristitel in Versalien u.l. in Titelfeld, darüber signiert u. datiert -- Der sonst kaum nachweisbare Otto Bertschi [-Riese] (1870-1942) war gemäss einem Vermerk an anderer Stelle von Beruf 'Buchdruckereibesitzer / Wohnort: Petersgasse 40' in Basel ('Offenburgerhof', KdS-online, Bd. 8, p. 118 ff.), undbesass "eine Kollektion von über 5'000 Exlibris" (SELC Express 111, 2019, p. 14 f.) -- Solch grossformatige Exlibris werden gelegentlich auch 'Luxusexlibris' genannt: "'Luxus', oder in neuerer Zeit zutreffender 'Sammelexlibris', im Gegensatz zum 'Gebrauchsexlibris' [.], nennt man die in besonders kostbarer Ausführung und in Originalgraphik (meist Radierung oder Kupferstich) hergestellten Kunstblätter, die zwar die Bezeichnung Exlibris und den Namen ihres Besitzers aufweisen, aber schon ihrer Grösse nach zum Einkleben in ein Buch gar nicht mehr geeignet sind und nur Tausch- und Sammelzwecken dienen. Auch ihr Inhalt hat sehr oft mit dem, was man sich unter einem Bücherzeichen vorstellt, nichts mehr zu tun." (A. Trier, Redende Exlibris. Wiesbaden 1986, p. 98). -- Alfred Soder (Basel 1880-1957 ibid.), von Basel. Maler, Radierer und Lithograf. Lehrer an der Gewerbeschule in Basel. Exlibris-Radierungen. Tätigkeitsbereiche: Malerei, Radierung (SIKART). - "1900-1905 Kunstakademie München (Prof. Halm, Herberich [recte: Joh. Caspar Herterich; vgl. Brun 4, Suppl.] u. Zügel). 1905-1940 Zeichenlehrer Gewerbeschule Basel. Neben der Lehrtätigkeit hauptsächlich Exlibris (Radierung, Holz- u. Linolschnitt)." (KLS XX. Jh.). - "Er widmete sich in der Folge besonders der Ex-libris-Radierung, die er mit ungewöhnlich gediegener Technik, eleganter Zeichnung und mit liebenswürdiger Erfindungsgabe pflegt. Zu seinen interessantesten Ex-libris zählen die mehrfarbigen Radierungen, die an Zartheit die Blätter [Heinrich] Vogelers nicht selten übertreffen; dann die Kompositionen mit Kindern und Tieren, Blumen- und Blätterranken als Rahmen." (Brun, SKL Bd. 4, 1917, Suppl., p. 62; W. von Zur Westen, Exlibris. Reprint der 3. Aufl. 1925, Wiesbaden 1983, p. 114 f.; vgl. H. Krattiger, Alfred Soder: Ein Spätromantiker. In: z'Riehe 1992, Ein heimatliches Jahrbuch / Riehener Jahrbuch, pp. 137-143). Hier ist u.a. zu erfahren, dass der Künstler "von 1921 bis 1956 in Riehen an der Garbenstrasse 14 wohnhaft" war. Eine rad. Umzugsanzeige Soders weist allerdings die Adresse 'Moosweg No. 70 I.st.' aus (ein wesentlicher Unterschied: ein nettes, doch eher kleines Reiheneinfamlienhaus gegenüber der naturnahen Lage am Moosweg mit Blick in westlicher Richtung auf Kirche St. Martin). -- PROVENIENZ : Sammlung Walter Karl 'Wa Ka' Buchmann (Saillans 1898-1966 Zürich), Grafiker u. Heraldiker. 3 Jahre Schüler an der Gewerbeschule Basel bei Burkart Mangold und Paul Kammüller für Malen, bei Alfred Soder für Radieren und Holzschnitt. Bildet sich bis 1919 für Malen auch bei Rudolf Löw und Heinrich Müller aus (KLS XX. Jh.) : ex Nachlass Mark Buchmann, (1922-2007), Sohn von Wa. Ka. Buchmann, Maler, Grafiker, Buchillustrator, Zeichenlehrer und Kunsthistoriker, 1964-1973 Direktor der Kunstgewerbeschule und des Kunstgewerbemuseums Zürich (vgl. SIKART u. KLS XX. Jh.). - Sprache: de.