Published by Wohl Basel ca. 1901 -, 1901
Seller: Franz Kühne Antiquariat und Kunsthandel, Affoltern am Albis, Switzerland
Wohl Clichédruck (Buchdruck, Autotypie) a. grünem Papier (11.5 x 6.4 cm, Sujet 9.6 x 4.4 cm), beim Kleidersaum rechts unten ligiertes Monogramm 'CY'. Blatt in der unteren linken Ecke etwas knittrig (ausserhalb Sujet), verso in den oberen Ecken mit Briefmarkenfalzen a. weisses Unterlageblatt montiert (19.5 x 11.7 cm), u. Sammlervermerke in Bleistift dat. 1914. Gesamthaft sauberes, recht gutes Exemplar. - - Verso Vermerke: 'Hl. Cäcila a.d. Orgel, v. Conrad Ysenflamm, Basel 1901' (wohl d. Eigners), u. (in der charakteristischen Schrift des Sammlers Wa. Ka. Buchmann): '[erhalten am] 17. April 1914' - Sujet : mit leichten Anklängen an den Jugendstil die hl. Cäcilia von Rom, Jungfrau und Märtyrerin, in langem Kleid die Orgel spielend, über ihr, von einem Torbogen mit Inschrift 'Ehre der edeln Frau Musica', hängt ein 'Ewiges Licht', im Hintergrund wächst aus einem Pflanzenbehälter eine grosse Lilie, an die vordere Seitenwange der Orgelbank gelehnt das durch eine eingebogene Spitze in drei Teile gespaltene Wappenschild der Faesch: mittig ein Hauszeichen, die Seitenfelder mit sechsstrahligen Sternen belegt, darunter Bezeichnung 'Aus der Musikmappe von Eugen Faesch' - Der offenbar musisch-kultivierte und engagierte Basler Exlibris-Förderer u. -Sammler Eugen Faesch war gemäss einem (Vermerk an anderer Stelle (ebenfalls: 'Erhalten von : Eugen Fäsch / den: 17. April 1914'), von Beruf 'Commis' [i.e. wohl i.S.v. kaufmänn. Angestellter], mit Wohnort: Petersgraben Basel (Nähe Petersplatz und Universität). - Conrad Ysenflamm, Basel (nicht bei Brun SKL), wird erwähnt in Wegmann, Exlibris Bd. II, 1937, p. 363 u. in Bd. I unter Nr. 3306 (Exlibris Fredericus i.e. Dr. phil. Robert Friedrich von Haller, geb. 1874), wobei sich der Name auch als 'Isenflamm', kaum jedoch 'Eisenflamm' geschrieben findet (vgl. StAr BS; vgl. Leu, Lexikon Bd. 6, 1752, p. 295: 'Eisenflamm, Ein Geschlecht in der Stadt Basel'; bzw. Bd. 10, 1756, p. 610: 'Isenflamm, Ein ausgestorbenes Geschlecht in der Stadt Mülhausen'; keine dieser Schreibweisen bei Füssli, Allg. Künstlerlexikon) -- PROVENIENZ : Sammlung Walter Karl 'Wa Ka' Buchmann (Saillans 1898-1966 Zürich), Grafiker u. Heraldiker. 3 Jahre Schüler an der Gewerbeschule Basel bei Burkart Mangold und Paul Kammüller für Malen, bei Alfred Soder für Radieren und Holzschnitt. Bildet sich bis 1919 für Malen auch bei Rudolf Löw und Heinrich Müller aus (KLS XX. Jh.) : ex Nachlass Mark Buchmann, (1922-2007), Sohn von Wa. Ka. Buchmann, Maler, Grafiker, Buchillustrator, Zeichenlehrer und Kunsthistoriker, 1964-1973 Direktor der Kunstgewerbeschule und des Kunstgewerbemuseums Zürich (vgl. SIKART u. KLS XX. Jh.). - Sprache: de.