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  • Seller image for Dokumente Berlin / Paris 1815-17: Berliner MÜNZE, D.Fr. LOOS, Prägemaschinen. for sale by Versandantiquariat tucholsklavier (Theodor Schmidt)

    Published by Berlin, 1815

    Seller: Versandantiquariat tucholsklavier (Theodor Schmidt), Berlin, Germany

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    Manuscript / Paper Collectible First Edition Signed

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    Kein Einband. Condition: Gut bis sehr gut. Ohne Schutzumschlag. 1. Auflage. Interessante Dokumente aus Berlin von 1815-17. -- Mit Bezug auf den Medailleur, Graveur und Stempelschneider Daniel Friedrich Loos (1735-1819), die Münze Berlin (Numismatik) und neue Münzprägemaschinen. -- Titel: "Acta das Engagement des Mechanicus Wilhelm Schwerdtfeger aus Paris betr." Inhalt (alle Dokumente zusammengebunden): -- 1.) Schreiben (Abschrift in Konzeptschrift) vom 4. Februar 1815 an den General-Münz-Direktor zu Berlin über mögliche Anstellung Schwerdtfegers an der Berliner Münze. Demnach ist Schwerdtfeger ein Schlossergeselle aus Potsdam, "der seit Jahren im Atelier des Herrn Misselbach arbeitet." Dieser habe "schon in Paris den Wunsch" geäußert, "sich hier zu etabliren." Links auf dem Blatt Abschrift der Antwort des General-Münz-Direktors vom 5. Februar 1815 (dieses Schreiben liegt hier ebenfalls vor, s.u.) Mit dem Atelier Misselbach ist die Pariser Firma "Misselbach & Thonnelier" gemeint, die als Konstrukteur einer Druckmaschine nachweisbar ist. Eine von Français Thonnelier entworfene Münzpresse wurde 1845 in der Pariser Münze installiert. -- 2.) Postalisch gelaufener Brief von Wilhelm Schwerdtfeger an D.F. Loos, datiert Paris, 22. Januar 1815. Mit hochinteressantem Inhalt. Er entschuldigt die Störung, dann setzt er an: "es ist mir nur zu gut bewußt, das Sie im Kaufe der Maschiene a filtrer von Hrn. Misselbach begriffen sind, ich selbst habe gestern die Nota der gänzlichen Stücke aus welcher die genante Maschiene composirt ist aufgenommen, welche Ihnen im Briefe von Commis (?) Thonnelier in Nahmen des Hrn. Misselbach explieziert sind, welchen Sie vielleicht in nehmlicher Zeit erhalten. Ich bin weit entfernt Ihnen in Ihrem Kaufe zu hindern, allein ich kan ohnmöglich anders ohnehin Ihnen zu sagen, das dieses eine Maschiene ist, die man in Berlin vor den gebotenen Preiß von 200 Fr d'or und Fracht, auf den neuesten Sistem und viel bequemer verfertigt hätte, es ist mir sehr leid das ich Ihnen auf Ihrer Abreise von Paris nicht in kurtzen gefolget habe, ober wen ich bestimmt gewust hätte, das Sie Gebrauch machen würden von solcher Maschienen, so würde ich anstatt auf dem Schlachtfelde, bey Verfertigung einer solcher Arbeit in meinem Vaterlande den Ehrennahmen Preuß zu verdienen gesucht haben." Er bewirbt sich um eine Anstellung in Berlin, "den bis jetzt hängt noch immer mein Hertz an Preußens Vaterland." Er bittet, "von dem Inhalte dieses Briefes nichts an Hrn. Misselbach zu berichten, den ich würde dadurch die größte Ungelegenheit haben, wen er wissen sollte das ich Ihnen von seiner Maschiene durch diesen gesprochen habe, überdem da ich beauftragt bin eine andere dagegen zu machen die bequemer zum Behufe verschiedener Arbeit ist, überdem wen ich seyn Attellier gutieren [oder quartieren?] solte, so möchte ich nicht haben, das ich mich seit so langer Zufriedenheit mich mit Ihn veruneinigen solte." Er solle daher den Antwortbrief an folgende Adresse richten: Monsieur Guillaume Schwerdtfeger, mecanicien, rue Transnonain N. 49, Paris. -- 3.) Das oben erwähnte Schreiben des General-Münz-Direktors vom 5. Februar 1815, gerichtet an Schwerdtfeger in Paris. Da es nicht signiert ist, handelt es sich wohl um eine Abschrift, wenn auch in Schönschrift statt in Konzeptschrift. Er ist bereit, Schwerdtfeger in der Münze anzustellen, sofern er sich bald meldet, "damit man keine andern Menschen engagire." -- 4.) Schreiben in Konzeptschrift, Berlin, 14. August 1817, schwer lesbar. Es geht um einen Machanicus Beer in Dresden und Modelle zu Maschinen. Info: Ob Schwerdtfeger nach Berlin ging, bleibt unklar; jedenfalls ist er 1827 wieder in Paris als "mécanicien cylindreur public" nachweisbar; im Berliner Adressbuch von 1818/19 ist er nicht verzeichnet. -- Zustand: Fleckig und etwas knittrig, teils mit Randschäden; ins. gut. Signatur des Verfassers.