Publication Date: 1991
Seller: Antiquariat Dietrich Schneider-Henn, Seefeld bei München, Germany
Art / Print / Poster
Hardcover. Condition: Sehr gut. sehr guter Zustand 9 Bll. Text auf Maschinenbütten, lose in Siebdr.-Umschlag, 8 lose Bll. und 3 doppelblgr. Farblith. sowie 2 doppelblgr. Collagen auf Büttenseide von Wol Müller und 2 Orig.-Farbfotografien. Lose in Chemise aus Strohpapier mit serigraph. Siegelreprod., das Siegel wiederholt auf Orig.-Mappe, mit serigraph. Motiv auf vord. Innendeckel. Vgl. Spindler 175. - Ein künstlerisches Werk zur Sonnenverehrung verlangt aus Sicht des Planeten Erde ein großes Format: die originalgraph. Doppelbll. 65:96cm. Sie bedienen sich in der künstlerischen Gestaltung einer Handschrift Albert Einsteins und dessen Textes zu »Die Grundlage der allg. Relativitätstheorie«. Die 8 losen Bll. wiederholen den altägyptischen Sonnenhymnus in einer Nachdichtung von R. G. Mohnnau. Die farb. Lichtbilder wurden dem Werk von der Sternwarte Heidelberg beigefügt. - Das erste von 5 (ges. 35) röm. num. Ex. der Ausg. E. A.; Druckvermerk von Wol Müller und R. G. Mohnnau signiert. Imp.-Fol.
Wissenschaftliche Beratung und Kommentar von Jan Assmann, Universität Heidelberg. Nachdichtung von Ralph Günther Mohnnau. Frankfurt am Main / Palma de Mallorca: Alpha Presse, 1991. Orig.-Kiefernholz-Kassette, enthaltend 10 Textblätter v. J. Assmann in blauer bedruckter Mappe, 8 Bll. mit Hieroglyphen und deutscher Übersetzung, 2 Lichtbilder, drei Originallithografien und zwei Papierarbeiten von Wol Müller. - Holzkassette: 72,5 x 55,5 cm. * Bibliophiler Druck in nur 30 Exemplaren. - Hier Nr. "II/V" der ersten Andrucke "e.a." mit Bleistift-Signaturen der Herausgeber. - Um 1350 vor Chr. proklamierte der ägyptische Pharao Echnaton den Sonnengott in seiner sichtbaren Gestalt als Sonnenscheibe, genannt Aton, zum alleinigen Gott. "Ein beispielloser Vorgang! Er erklärte die vielfältige ägyptische Götterwelt kurzerhand für nicht-existent und ordnete einen neuen Glauben, eine neue Theologie an. Echnatons religiöser Umsturz ist die erste Religionsstiftung in der Geschichte - und wie alle Religionsstiftungen ist sie monotheistisch. Dieser früheste Eingott-Glauben, der noch vor dem Alten Testament entstand, wurde erst im 19. Jahrhundert wiederentdeckt. Die Ägypter selbst hatten dafür gesorgt, daß man Echnaton vollständig vergaß. (.) Echnatons Offenbarung besteht nicht in moralischen Gesetzen, stellt Jan Assmann fest, sondern in der Erkenntnis, dass sich alles, die gesamte sichtbare und unsichtbare Wirklichkeit, auf das Wirken von Licht und Zeit, und damit der Sonne, zurückführen lässt. Echnaton glaubte, das eine Prinzip entdeckt zu haben, aus dem die Welt hervorging und täglich neu hervorgeht'" (Petra Hesse, Vizerektorin der Universität Klagenfurt). - Papier / Papyrus für den Textteil von John Gerard (Berlin). Lichtbilder von der Landessternwarte Heidelberg unter Verwendung von Handschriften Einsteins sowie seiner Untersuchung "Die Grundlage der allgemeinen Relativitätstheorie" (Annalen der Physik, IV.Folge, 49, 1916, S. 770 ff.). - Beiliegen drei verschiedene signierte wissenschaftliche Publikation von Prof. Dr. Jan Assmann (1938 - 2024), der zusammen mit seiner Frau Prof. Dr. Aleida Assmann den "Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 2018" erhielt.