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Paperback. Die Deponie ist eine paradoxe, risikobehaftete Einrichtung. Die moderne Gesellschaft erhofft sich durch sie, weggeworfene, unbrauchbare oder gefaehrliche Dinge, Stoffe oder Substanzen ein fuer alle Mal sich selbst ueberlassen zu koennen. Zugleich erfordern die entsprechenden Ablagerungsstellen erhebliche Aufmerksamkeit und technischen Aufwand. Auch wenn die Deponie ihre Legitimation aus der Annahme zieht, den auf ihr angesammelten Muell zu domestizieren, ist sie trotz aller Versicherungen und Vorkehrungen naemlich eines gerade nicht: abgeschlossen. Die Beitraege dieses Bandes nehmen diese Beobachtung zum Ausgangspunkt. Sie fragen nach den oekologisch problematischen und aesthetisch produktiven Implikationen der Anhaeufung beseitigter Materialitaeten und deren Verknuepfungen mit literarisch-kulturellen Diskursen. In exemplarischen Probebohrungen eroeffnen sie Perspektiven einer literatur-, medien- und kulturwissenschaftlichen Untersuchung der Deponie. Zwei bisher eher getrennt voneinander operierende akademische Wissensbereiche werden dazu zusammengebracht: Studien auf dem Gebiet des Ecocriticism mit solchen der kulturwissenschaftlichen Analyse von Praktiken und Poetiken des Sammelns und Archivierens. Die Deponie wird so sichtbar als ein dynamisch-agentielles Konglomerat aus sozialen Praktiken, Diskursen und Materialitaeten, mit denen Narrative u.a. aus Literatur, Fotografie, Film und Computerspielen verwoben sind. Sie fragen nach den oekologisch problematischen und aesthetisch produktiven Implikationen der Anhaeufung beseitigter Materialitaeten und deren Verknuepfungen mit literarisch-kulturellen Diskursen. Shipping may be from multiple locations in the US or from the UK, depending on stock availability. Seller Inventory # 9783658278793
Die Deponie ist eine paradoxe, risikobehaftete Einrichtung. Die moderne Gesellschaft erhofft sich durch sie, weggeworfene, unbrauchbare oder gefährliche Dinge, Stoffe oder Substanzen ein für alle Mal sich selbst überlassen zu können. Zugleich erfordern die entsprechenden Ablagerungsstellen erhebliche Aufmerksamkeit und technischen Aufwand. Auch wenn die Deponie ihre Legitimation aus der Annahme zieht, den auf ihr angesammelten Müll zu domestizieren, ist sie trotz aller Versicherungen und Vorkehrungen nämlich eines gerade nicht: abgeschlossen. Die Beiträge dieses Bandes nehmen diese Beobachtung zum Ausgangspunkt. Sie fragen nach den ökologisch problematischen und ästhetisch produktiven Implikationen der Anhäufung beseitigter Materialitäten und deren Verknüpfungen mit literarisch-kulturellen Diskursen. In exemplarischen Probebohrungen eröffnen sie Perspektiven einer literatur-, medien- und kulturwissenschaftlichen Untersuchung der Deponie. Zwei bisher eher getrennt voneinander operierende akademische Wissensbereiche werden dazu zusammengebracht: Studien auf dem Gebiet des Ecocriticism mit solchen der kulturwissenschaftlichen Analyse von Praktiken und Poetiken des Sammelns und Archivierens. Die Deponie wird so sichtbar als ein dynamisch-agentielles Konglomerat aus sozialen Praktiken, Diskursen und Materialitäten, mit denen Narrative u.a. aus Literatur, Fotografie, Film und Computerspielen verwoben sind.
About the Author:
Dr. David-Christopher Assmann ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik der Goethe-Universität Frankfurt.
Title: Narrative der Deponie (Paperback)
Publisher: Springer Fachmedien Wiesbaden, Weisbaden
Publication Date: 2020
Binding: Paperback
Condition: new
Edition: 1st Edition