Synopsis
Ich bin in meinem Leben an einen Punkt gelangt, an dem ich nicht mehr erklären kann warum es alles so ist wie es ist. Ich bin schwer übergewichtig, das erste Mal arbeitslos in meinem nunmehr 56jährigen Leben und „some kind of“ unglücklich. Anfang 2012 habe ich meinen Mut zusammen genommen und auf Empfehlung, und mit Herzklopfen eine Psychotherapeutin angerufen, mit der Bitte, sich mir anzunehmen. Meine Krankenkasse hat dann 25 Therapie- Stunden und eine Verlängerung bewilligt. Ich bin dann auch immer brav erschienen und die Gespräche haben mir gut getan. Als wichtig habe ich empfunden, dass ich meine unzähligen Geschichten einer völlig unbefangenen Person erzählen konnte, die dann sofort oder auch etwas später reflektiert und die ein oder andere Sicht der Dinge artikuliert hat. Wirklich neue Türen, sind meiner Meinung nach nicht aufgestoßen worden. Vielleicht unterbewusst. Ich erkläre mir das so, das ich ein ambivalenter Mensch bin und mich durchaus selbst kritisieren und hinterfragen kann. Ich kann also auch sehr gut über meine „ Fehler“ und Misserfolge sprechen, was nicht jedem gelingt, wie ich in meinem Leben erfahren musste. Sehr angenehm empfand ich, wenn meine Therapeutin ganz ehrlich und herzlich attestierte, das ihr das sehr leid tut was mir da widerfahren ist. Jetzt nach gut 40 Terminen sind wir beide der Meinung, das mein wirkliches Problem noch nicht erkannt ist. Ich beschreibe es immer so, das ich irgendwann in meinem Leben, sagen wir in den letzten 10 bis 15 Jahren die Fürsorge und eigene Wertschätzung total verloren habe, d.h., aus dem durchschnittlich Lebenserfolgreichen, ich nenn es mal so, Menschen ist ein unerfolgreicher Fettsack mutiert. Wenn ich mir alte Fotos anschaue und mit heute vergleiche, kann man nur staunen. Diametral zum Schmetterling. Trotzdem stelle ich fest, dass ich nach wie vor viele Freunde habe, die Beziehung zu meiner Frau des Lebens ist nach 19 Jahren und nunmehr bereits vier Jahren Trennung herzlich geblieben, darauf bin ich besonders stolz und lachen kann ich auch weiterhin. Aber irgend etwas stimmt nicht. Da meine Mutter eine zentrale Rolle spielt, dachte ich, das muss man mal aufschreiben. Ich möchte unbedingt hier schon erklären, dass die vielleicht manchmal harten bis respektlos wirkenden Worte nicht respektlos gemeint sind. Das meine ich ernst und ehrlich.
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