About this Item
Monsieur l Abbé, La Chancellerie d Etat m a communiqueé ce matin la relation, que M. de Bombelles lui a faite sur M. l Abbé Mamie et qui est telle, que je l attendais, c est à dire, très favorable. Les formalités remplies, je Vous prie, de bien vouloir écrire à M. Mamie, de se mettre en chemin, aussitot que la saison le lui permettra. Pour les frais de voyage j éspère de pouvoir lui obtenir 100 fl. argent de convention, a que fait à peu prix 250 frances. Veuillez présenter, Monsieur l Abbé, mes respects à S. E. le Comte Bombelles et agréez l assurance de l éstime sincire, avec laquelle je suis [.]". - Monsieur l Abbé, Sachant, que Vous Vous interessez pour M. l Abbé Piqueré, je prens la liberté, de m addresser à Vous, pour provoquer les de marches necessaires à le placer dans l Academie orientale. Le resultat des informations prises relativement à lui, est telle, que rien ne se empéche de le proposee à la Chancellerie d Etat, en qualité de [?] et Professeur de la langue et litterature francaise, pouron [?], que j aie quelque preuve formelle de son desir d avoir la place mentionée. Veuillez done l inviter à en addresse à ce but quelques lignes. Les ayant recu, j éspère, de terminer l affaire sons peu de jours [.]". - Rauscher studierte 1816 zuerst Rechtswissenschaften in Wien. Dort lernte er Klemens Maria Hofbauer kennen und begann 1820 das Theologiestudium. Er wurde am 21. August 1823 zum Priester geweiht. Ab 1825 war er Professor für Kirchengeschichte und Kirchenrecht im Lyzeum in Salzburg. Seit 1832 war er Direktor der orientalischen Akademie in Wien. Er wurde 1849 zum Fürstbischof von Seckau ernannt [.]. 1853 erfolgte die Ernennung zum Erzbischof der Erzdiözese Wien und am 17. Dezember 1855 die Erhebung zum Kardinal [.]. Er war maßgeblich am Zustandekommen des Konkordates zwischen der katholischen Kirche und dem Kaiserhaus beteiligt. Es wurde am 18. August 1855 unterzeichnet und beendete den Josephinismus [.]. Ab 1861 führte er auch den Titel Fürsterzbischof und hatte als Mitglied des Herrenhauses einen Sitz im Reichsrat [.]" (Wikipedia). - Der Empfänger der auf Französisch abgefassten Briefe war Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem von Mislin eigenh. beschrifteten Umschlag. Sprache: Französisch Gewicht in Gramm: 500.
Seller Inventory # 35968
Contact seller
Report this item