Seller: Galerie Joseph Fach GmbH, Oberursel im Taunus, Germany
Art / Print / Poster
Condition: guter Zustand. Aquarell über Bleistift, auf cremefarbenem festem Papier. 21,5:31,1 cm. Mit leichtem Lichtrand rundum. Es fehlt jeder Hinweis darauf, um welche Landschaft es sich handelt. Möglicherweise Vorzeichnung für eine Lithographie. Provenienz: Sammlung DA im Rechteck, nicht bei Lugt. Nachdem er ersten künstlerischen Unterricht bei seinem Vater erhielt, ging Hildebrandt 1837 nach Berlin. 1838 besuchte er die Insel Rügen, wo er die Ostseeküste als Motiv entdeckte. Da G. Schadow (1764-1850) ihm den freien Unterricht an der Berliner Akademie verwehrte, wurde Hildebrandt 1838-1840 Schüler des Marinemalers W. Krause (1803-1864). 1840 unternahm er seine erste Studienreise nach Skandinavien, England und Schottland. Auf Krauses Empfehlung hin wurde er 1842-1843 zum Unterricht bei E. Isabey (1803-1866) in Paris zugelassen. 1843 beteiligte er sich an einer Ausstellung des Pariser Salons und erhielt eine Goldene Medaille. Im gleichen Jahr kehrte er nach Berlin zurück. Dort erregte er das Interesse A. von Humboldts, auf dessen Empfehlung hin der preußische König Friedrich Wilhelm IV., der von ihm später zahlreiche Werke erwarb, Hildebrandt mit einem größeren Betrag für eine ausgedehnte Reise nach Brasilien und nach Nordamerika ausstattete. Verbunden mit dieser zweijährigen Reise verlegte Hildebrandt ein Interesse jetzt auf Landschaftsbilder, Seestücke wurden seltener. Kurze Zeit nach seiner Rückkehr wurde er zum Königlich- Preußischen Hofmaler ernannt und Mitglied der Berliner Akademie. Eine weitere längere Reise folgte 1848 nach London, Madeira, die Westküste Afrikas, die Kanarischen Inseln etc., von der er im folgenden Jahr zurückkehrte. 1850 wurde ihm anläßlich der großen Berliner Ausstellung erneut eine Goldene Medaille verliehen. Die nächste Fahrt führte Hildebrandt 1851 nach Italien, Ägypten, Syrien, Palästina, die Türkei und Griechenland. Auch die auf dieser Reise entstandenen Aquarelle und Zeichnungen wurden größtenteils vom preußischen König aufgekauft. Unter den weiteren Käufern finden sich Zar Nikolaus I. von Rußland, dessen Sohn Alexander II., der Herzog von Ratibor Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst und die Fürstin zu Sayn-Wittgenstein. Anschließend führte er eine Reise in die Schweiz, nach Österreich und nach Norditalien durch. Nach seiner Rückkehr nach Berlin erhielt Hildebrandt einen Lehrauftrag an der Berliner Akademie. 1861-1862 unternahm er noch eine Weltreise. Hildebrandts zahlreiche Aquarellstudien fanden durch Chromolithographien weite Verbreitung.