Seller: Herbst-Auktionen, Detmold, Germany
2 ORIGINAL-ZEICHNUNGEN (vorder- und rückseitig auf Karton, 18,3 x 22 cm) - Landschaftsstudien in Blei.
Seller: Galerie Joseph Fach GmbH, Oberursel im Taunus, Germany
Art / Print / Poster
Condition: sehr guter Zustand. Bleistift, mit Bleistiftlinie umrandet, auf grautoniger Postkarte, links unten bezeichnet, signiert und datiert Gesegnet das Band der Herzen / Ch. Weiss Mai 1915". 8,8:13,8 cm. Nach einer Ausbildung an der Basler Kunstgewerbeschule ging Charlotte Weiss zur weiteren Ausbildung 1909 nach Paris. Sie war Schülerin von Henri Matisse und Fernand Léger. Bis zum Ausbruch des 1. Weltkriegs blieb sie in Paris. Dann kehrte sie in die Schweiz zurück und liess sich in Herrliberg nieder, wo sie sich der Mazdaznan-Bewegung anschloss. Ihr frühes Werk war vom Kubismus geprägt, in die Schweiz zurückgekehrt wandte sie sich einer vom Fauvismus geprägten Malweise zu.- Als Mazdaznan wird eine religiöse Lehre bezeichnet, die nach eigenem Verständnis auf einem reformierten Zarathustrismus basiert. Es handelt sich um eine Mischreligion mit zarathustrischen, christlichen und einigen hinduistischen/tantrischen Elementen. Begründet wurde sie von Otoman Zar-Adusht Ha'nish, bürgerlich Erich Otto Haenisch, der selbst angab, am 19. Dezember 1844 in Teheran geboren worden zu sein. Tatsächlich wurde er als Sohn des Viktualienhändlers Heinrich Ernst Haenisch und seiner Frau Anna Dorothea geb. Schmidt am 19. Dezember 1856 in Posen geboren und am 28. Dezember 1856 evangelisch getauft.[1][2] Er starb am 29. Februar 1936 in Los Angeles. In zeitgenössischen Zeitungsberichten ist wiederholt von einem Sonnenkult die Rede. Die Anhänger sind Vegetarier, befolgen eine eigene Ernährungslehre, legen großen Wert auf tägliche Atem- und auf Meditationsübungen, darunter einige tantrische Übungen. Eine organisierte Anhängerschaft existiert in Deutschland und Ungarn; Anhänger gibt es in Frankreich und den USA, dem einstigen Schwerpunkt und Hauptquartier. Im Lexikon neureligiöser Bewegungen und Weltanschauungen wird die Mazdaznan-Lehre als Ausdruck der westlichen Rezeption asiatischer Heilsvorstellungen und -praktiken" beschrieben. Die Lehre variierte die Rassenlehre der damals erfolgreichen neureligiösen indisch-arischen Theosophie von Helena Blavatsky und übernahm Elemente des Yoga in den Atemübungen. Ein bekannter Anhänger von Mazdaznan im deutschsprachigen Raum war der Schweizer Maler, Designer und Bauhaus-Lehrer Johannes Itten. Von Oktober 1919 an war er als Lehrer am Bauhaus in Weimar tätig und warb dort auch Anhänger an. Itten gestaltete z. B. als seinen Beitrag zum ersten Bauhaus-Portfolio ein Zitat von Hanisch: Gruss und Heil den Herzen welche von dem Licht der Liebe erleuchtet und weder durch Hoffnungen auf einen Himmel noch durch Furcht vor einer Hölle irregeleitet werden". Eine führende Gestalt im Schweizer Mazdaznan-Kult war um 1900 Karl Heise, der ein Anhänger von Rudolf Steiner, Guido von List und mithin der Völkischen Bewegung war. Gemeinsam mit seinem Bruder Heinrich leitete er die Aryana"-Kommune bei Zürich (Quelle: Wikipedia).