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    Kabinettkarte. Albuminabzug. Tadelloser, ungewöhnlich und absolut frischer Abzug. Ziegler gab ihr Debüt am Stadttheater Ulm, spielte dann in Bamberg und am Münchner Hoftheater, darauf bis 1865 wieder in Ulm. Nach Stationen in Leipzig und Berlin und kam sie wieder 1868 ans Münchner Hoftheater. 1869 gab sie ein Gastspiel am Wiener Burgtheater, wo man ihr, was außerordentlich außerordentlich selten vorkam, sofort einen lebenslangen Kontrakt anbot. Die Münchner Theaterleitung wollte jedoch nicht auf sie verzichten und bot ihr ebenfalls ein lebenslanges Engagement mit höherer Gage an. Trotzdem wurde sie auf Grund von Intrigen 1874 gezwungen München zu verlassen. Danach nahm sie keine festen Engegements mehr an und war nur noch auf Gastspielreisen in Deutschland, Russland, der Schweiz und Holland zu sehen, wo sie größte Triumphe feierte. Sie erfreute sich der besonderen Gunst Ludwig II. von Bayern, bei dessen Separatvorstellungen sie wiederholt auftrat. Zar Alexander II. und Kaiser Wilhelm I. erschienen bei Gastspielen persönlich auf der Bühne um die Schauspielerin zu begrüßen, die so besonders ausgezeichnet wurde. Sie galt als eine der stilvollsten Heroinen des deutschen Theaters des 19. Jahrhunderts, die berühmt war für ihre ausgefeilte Sprachtechnik und eine ausdrucksvolle Gestik und Mimik. Ihr Vermögen übergab sie testamentarisch der "Clara-Ziegler-Stiftung", aus der das Deutsche Theatermuseum entstand. Über den Hof-Photographen Raschkow ist nichts weiters bekannt, es existieren aber einige Portraits von Schauspielern, Musikern (u.a. Camille Saint-Saens) u.a. Prominenter aus seinem Atelier. Sprache: de.