Published by Berlin um 1920., 1920
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Signed
Postkartenformate 2 der Karten mit eigenhändiger Widmung und Unterschrift der Sängerin. Marherr debütierte 1916 an der Berliner Hofoper und blieb dort während ihrer gesamten Laufbahn mehr als 30 Jahre. 1932 sang sie auch bei den Salzburger und 1935-41 bei den Bayreuther Festspielen. Später war sie als Gesangspädagogin in Berlin tätig. Bedeutende Wagner-Sängerin, sang aber z.B. auch 1922 in der Uraufführung von Kurt Weills erstem Bühnenwerk, der Kinderpantomime "Zaubernacht", die Titelrolle. Auch in einigen anderen Uraufführungen war sie zu hörem, so 1919 in Hans Pfitzners "Palestrina" oder Leo Blechs "Rappelkopf". 1921 war sie an der ersten Rundfunkübertragung einer kompletten Oper, Puccinis "Madame Butterfly, beteiligt. Der jüdisch-deutsche Photograph Emil Bieber (eig. Emil Berlin 1878-1962) war der Sohn des Photographen Leonard Berlin aus Hamburg, der das Hamburger Atelier seiner Tante, der Daguerreotypistin Emilie Bieber übernommen und nach deren Tod 1884 weitergeführt hatte. 1893 eröffnete er eine Filiale in Berlin und beide Ateliers wurden unter dem Namen Bieber weiterbetrieben. Leonard und Emil nannten sich mit Nachnamen auch Berlin-Bieber. Emil war seit 1903 Mitinhaber, übernahm später dann die Ateliers von seinem Vater und machte sie zu zwei der bedeutendsten deutschen Portraitateliers. Als Jude verkaufte er wegen des Boykotts jüdischer Geschäfte 1933 die Ateliers und verließ 1938 Deutschland. Er ging mit seiner Familie nach Südafrika, wo er bis 1955 tätig war. Das Berliner Atelier firmierte auch nach dem Verkauf weiterhin unter dem Namen "Emil Bieber Berlin". Der jüdische Photograph Alexander Binder (1888-1929) kam wahrscheinlich aus der Schweiz und war seit 1913 als Bildjournalist, Mode- und Portraitphotograph in Berlin tätig. Nach seinem frühen Tod wurde von den Erben die ebenfalls jüdische Elisabeth Freifrau v. Stengel als Geschäffsführerin eingesetzt und der Firmenname in "Atelier Binder"geändert. 1938 wurde Betrieb "arisiert" und wahrscheinlich von einem Mitarbeiter übernommen. Stengel kam ins KZ Theresienstadt, hat aber überlebt. Das Atelier Binder gehörte zu den größten und bedeutendsten Portraitateliers Europas, aus dem viele der von Verlagen "Ross" oder "Photochemie" vertriebenen Starpostkarten stammen. Sprache: de.