Published by Berlin, 1931
Seller: Versandantiquariat tucholsklavier (Theodor Schmidt), Berlin, Germany
Manuscript / Paper Collectible First Edition Signed
Kein Einband. Condition: Gut. 1. Auflage. Fünf Zeichnungen / handgezeichnete Postkarten von 1931/32 aus Berlin; davon drei rückseitig beschrieben. --- Künstler: Arnim Asriel (1905-1991), der aus einer Belgrader jüdisch-seraphischen Kaufmannsfamilie stammte, die über Wien nach Berlin einwanderte. Sein Großvater Salomon David Asriel (geb. 1845 oder 1846 in Belgrad, gest. am 12. Juni 1897 in Baden bei Wien) war Chef der Firma "Brüder Asriel & Farchy" (türkische und orientalische Felle). Salomon D. Asriels Grabstein befindet sich noch heute auf dem Judenfriedhof des Wiener Zentralfriedhofs. --- Gerichtet an seine Freundin (wohl Geliebte) Hilda Schreiber in Berlin-Schöneberg, Cäciliengärten 47, Tochter des Schmieds Paul Schreiber (1884-1938). Arnim Asriel stand mit ihr bis 1937 in Kontakt; in seiner letzten Postkarte an sie schreibt er, dass er sehr böse auf sie ist, weil sie kaum mehr schreibt; auch habe er "aus Zorn Deine Karte nicht abgedruckt!" -- Das heißt wohl, er hat die Zeichnungen (dann sicherlich unter Pseudonym) veröffentlicht? --- 1.) Zeichnung; Karikatur eines schlanken Manns in Uniform mit einer beleibten Frau an seiner Seite. Rückseitig beschriftet: "Daß Du Dich nicht in den feschen Militär verliebst! Seine Braut kann furchtbar eifersüchtig sein! Herzl. Gruß A." --- Datiert Charlottenburg, 6. Oktober 1931. --- Rückseitig Stempel mit Initialen AA. --- 2.) Zeichnung, schöne schlanke Frau im eleganten Kleid (es handelt sich um die Empfängerin). --- Titel: "Wie gefällt Dir mein neuer Frühlingsmantel?" Signiert "A. 32". --- Rückseitig beschriftet: "Liebe Hilde! Damit Du siehst, daß ich doch an Dich in der Zwischenzeit gedacht habe, sende ich diese Karte. (Wußte nichts zu zeichnen - -). Unterhalte Dich gut über Sonntag (recht solide!) & erwarte mich Montag nach Geschäftsschluß (ca. ¼ 7.00). Bis auf Wiedersehn sei herzl. gegrüßt von Deinem Arnim." --- Datiert Charlottenburg, 16. April 1932. --- 3.) Zeichnung (12,8 x 8,5 cm); Porträt Hilda Schreiber, signiert "A." Rückseitig datiert "den 10. Juli 1931"; mit Stempel. --- 4.) Zeichnung (10,5 x 14,5 cm), Karikatur eines Pferdes (Titel: "Das Fehrt"), signiert "A. 31." --- Rückseitig beschriftet, wohl von Arnims Bruder Fritz Asriel (1904-1980), der auch mit seinem Kürzel "Fr." signiert hat (Arnim hat den Text parallel mit "A." signiert), mit einem selbstverfassten Gedicht "Das Fehrt." --- 5.) Zwei Zeichnungen von Affen auf einer Karte (14,8 x 9 cm), die obere von Arnim signiert ("A."), die untere unsigniert (diese eventuell von seinem Bruder Fritz gezeichnet?). --- Rückseitig gedruckte Werbung für eine Firma. --- Über den Künstler: Arnim Asriel (eigentlich: Arnim Leo Moreno Asriel) wurde am 20. April 1905 in Berlin als Sohn des aus Wien eingewanderten Ingenieurs Moriz / Moritz Schicki Asriel (1875-1955) und der Auguste Berta, geb. Vormelcher geboren und starb 1991 in Mülheim an der Ruhr. Er wurde auf dem Friedhof Schmargendorf in Berlin-Charlottenburg begraben; er hatte auch (mindestens) in den 1970er Jahren in Berlin gelebt. Er hatte noch einen Bruder namens Fritz Asriel (Fritz Moni Karl Asriel, geb. am 17. Februar 1904 in Berlin; gest. 1980 in Berlin-Tiergarten). --- Zustand: Es handelt sich um originale Zeichnungen! Karten gebräunt; teils fleckig. Signatur des Verfassers.
Published by Berlin, 1935
Seller: Versandantiquariat tucholsklavier (Theodor Schmidt), Berlin, Germany
Manuscript / Paper Collectible First Edition Signed
Kein Einband. Condition: Gut bis sehr gut. Ohne Schutzumschlag. 1. Auflage. Zwei Zeichnungen / handgezeichnete Postkarten von 1935 aus Berlin. --- Thema: Wandern im Gebirge / im Harz (humoristische Zeichnungen). --- Jeweils rückseitig mit Postkartentext beschriftet und adressiert, jedoch postalisch nicht gelaufen. --- Künstler: Arnim Asriel (1905-1991), der aus einer Belgrader jüdisch-seraphischen Kaufmannsfamilie stammte, die über Wien nach Berlin einwanderte. Sein Großvater Salomon David Asriel (geb. 1845 oder 1846 in Belgrad, gest. am 12. Juni 1897 in Baden bei Wien) war Chef der Firma "Brüder Asriel & Farchy". -- Gerichtet an seine Freundin (wohl Geliebte) Hilda Schreiber aus Berlin-Friedenau, Cäciliengärten 47, Tochter des Schmieds Paul Schreiber, die sich nun aber zum Urlaub / Kur im Genesungsheim "Am Eichberg" in Wernigerode (Harz) befindet. --- Bei der Frau mit dem weißen Kleid handelt es sich um ebenjene Hilda Schreiber. --- 1.) Zeichnung (15,1 x 10,2 cm): junge Frau (Hilda) steht auf einem Felsen mit leicht geöffnetem Rock; unten (mit dem Rücken zum Betrachter) stehen zwei ältere Frauen, um Hilda zu fotografieren. Eine Frau lüpft der anderen dabei heimlich mit dem Stock das Kleid. --- Signiert "Asriel 35." --- Titel (rückseitig vermerkt): "Fräulein Hilde, knöpfen Sie Ihren Kletterrock zu; auf dem Bild ist nachher alles zu sehn'!" --- Rückseitig auch scherzhafte "Verlagsangabe": "Druck: A. Asriel, Berlin. Nachdruck verboten." --- Auszug des Kartentextes: "Fried[enau], d, 28.8.35. Liebes Hildchen! Hierdurch sende ich das brieflich versprochene Bild. - Sag' mal, Du kleines krummes Ding, weshalb schreibst Du nicht Briefe am laufenden Band??? Ich warte auf Mitteilung Deiner Abenteuer! [.] leb' wohl & sei recht herzlich gegrüßt von Deinem Arnim." 2.) Zeichnung (10,4 x 14,7 cm): Hilda steht mit zwei anderen Frauen auf einem Felsen; davor liegt ein dicker schnarchender Mann auf dem Boden. --- Titel: "Hören Sie das romantische Rauschen der Bode tief im Tal?" --- Signiert "Asriel 35." --- Auszug des Kartentextes: "Fried[enau], d. 3. Sept. 35. Mein liebstes Häsgen! Hoffentlich gefällt Dir umseitiges Bild (das Papier ist zum Tuschen furchtbar ungeeignet). [.] Sei vielmals gegrüßt von Deinem Arnim." --- Mit einem Nachtrag: "Besten Dank für Deine schöne Karte, die ich eben erhielt. 2 Pfd. zunehmen sind ganz schön, aber noch nicht genug! Iss! Iss! Iss! Die kleine Wobbe muß prall wie ein Ballon werden! Dein A." --- --- Zustand: Es handelt sich um originale Zeichnungen! Karten gebräunt und leicht fleckig; die erste Karte gebogen! Signatur des Verfassers.
Published by Berlin, 1931
Seller: Versandantiquariat tucholsklavier (Theodor Schmidt), Berlin, Germany
Manuscript / Paper Collectible First Edition Signed
Kein Einband. Condition: Gut bis sehr gut. Ohne Schutzumschlag. 1. Auflage. Drei Zeichnungen / handgezeichnete Postkarten von 1931 aus Berlin. --- Thema: Baden am See / Wannsee (humoristische Zeichnungen). --- Jeweils rückseitig mit Postkartentext beschriftet und postalisch gelaufen. --- Künstler: Arnim Asriel (1905-1991), der aus einer Belgrader jüdisch-seraphischen Kaufmannsfamilie stammte, die über Wien nach Berlin einwanderte. Sein Großvater Salomon David Asriel (geb. 1845 oder 1846 in Belgrad, gest. am 12. Juni 1897 in Baden bei Wien) war Chef der Firma "Brüder Asriel & Farchy" (türkische und orientalische Felle). Salomon D. Asriels Grabstein befindet sich noch heute auf dem Judenfriedhof des Wiener Zentralfriedhofs. --- Gerichtet an seine Freundin (wohl Geliebte) Hilda Schreiber aus Berlin-Schöneberg, Cäciliengärten 47, Tochter des Schmieds Paul Schreiber. --- Ihr Vater wurde 1884 in Zwangsbruch, Kreis Tuchel geboren. Ihre Mutter Agnes Martha Schreiber, geb. Giersch heiratete Paul Schreiber am 4. Oktober 1910 in Reetz. Paul Schreiber starb am 15. November 1938 in Berlin. --- Arnim Asriel stand mit ihr bis 1937 in Kontakt; in seiner letzten Postkarte an sie schreibt er, dass er sehr böse auf sie ist, weil sie kaum mehr schreibt; auch habe er "aus Zorn Deine Karte nicht abgedruckt!" -- Das heißt wohl, er hat die Zeichnungen (dann sicherlich unter Pseudonym) veröffentlicht? --- Format: 14,3 x 10,2 cm. 1.) Zeichnung: junge Frau (Hilda Schreiber selbst) im Badeanzug und mit aufgeblasenen Gummiball unter dem Arm; im Hintergrund der Wannsee. -- Titel: "Wannsee 1931." -- Signiert "A. 31." -- Rückseitig datiert 8. Juli 1931 (Poststempel Berlin-Charlottenburg vom Folgetag). -- Transkription des Kartentextes: "Das sollst Du sein, falls Du Dich nicht erkennen solltest. A. 7.00 Nollendorfpl. {ßßß} Bring' doch mal bitte alle Karten von mir mit, ich habe ein Album & will sehn, ob sie hineinpassen. Herzl. Grüße A." --- 2.) Zeichnung: Familie (Eltern und kleiner Sohn) in Bademode, die gerade in den See geht. Im Stil von Heinrich Zille! -- Titel: "Vata, uff unsern Swinemündeasatz lass' ick nicht kommen!" -- Signiert "Asriel 31." -- Rückseitiger Titel: "Als ob vor 30 Jahren in Wannsee nicht auch gebadet worden wäre." -- Rückseitig datiert 24. Juni 1931 (Poststempel Berlin-Charlottenburg vom selben Tag). -- Transkription des Kartentextes: "Liebe Hilde! P.S. Mein Vater vorerst{?} Mittwoch abend, ich bitte Dich daher, mich zu entschuldigen - wir sehen uns bestimmt Donnerstag ½ 8.00. Ich rufe noch mal an (Donnerstag um 6.00). Herzlichsten Gruß D.A." --- 3. Zeichnung: "Teuflischer" Schwimmlehrer mit Glatze und muskulösem Oberkörper angelt grinsend eine ertrinkende Frau aus dem Wasser. -- Titel: "Lerne was, so kannst Du was!" -- Signiert "A. 31." -- Rückseitiger Titel: "Nicht alle Schwimmlehrer sind so, wie sich es manches Kind vorstellt!" -- Poststempel Berlin-Charlottenburg, 27. Juni 1931. --- Zustand: Es handelt sich um originale Zeichnungen! Karten gebräunt und teils fleckig. Signatur des Verfassers.