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Manuscript / Paper Collectible First Edition
Kein Einband. Condition: Befriedigend. Ohne Schutzumschlag. 1. Auflage. Konvolut Dokumente aus dem Nachlass eines METHODISTEN-Predigers. --- Aus dem Nachlass von August Barnikel (geboren am 9. Mai 1868 in der Mühle zu Wachbach / Bad Mergentheim, gest. am 9. Februar 1937), Am 1. Januar 1901 heiratete er Katherine, geb. Knödler. Ein Sohn hieß Godwin Barnikel, dieser gründete 1935 das Optik-Geschäft Barnikel in Berlin-Spandau, das noch heute besteht. Stationen (spätestens 1909 als Methodisten-Prediger, wahrscheinlich schon vorher): 1882 und 1893 in Kreuznach nachweisbar, 1900 Wiesbaden, 1902 Mandel, 1905 Augsburg, Juli 1909 Murrhardt, Juli 1913 Ulm, September 1922 Waiblingen (Missionshaus), Juli 1925 Augsburg, Juli 1931 Ruhestand in Murrhardt. Sohn Sohn Arthur (1935 in Crailsheim) war ebenfalls Methodisten-Prediger. --- Vorhanden sind: --- -2 x Blanko-Formular für die Aufnahme als Probemitglied in die "Wesleyanische Methodisten-Gemeinschaft"; aus der Zeit vor 1900 (Datumsvordruck 18.)! 8seitiges Heftchen (11 x 8 cm), davon eine Seite Formular sowie 7 Seiten "Die allgemeinen Regeln der Methodisten". Extrem selten! --- -schönes Gebetsbild (auf Pappe mit Goldrand, 13 x 10 cm), mit englischem Gebet "The easter Sacrifice and oblation", von einem J. Dixon. Selten; Gebetstitel für mich nicht nachweisbar! --- -Schreibheft (16 x 10,5 cm), mit englisch-deutschem Wortverzeichnis "biblische Wörter" (3 1/2 Seiten), "Gesetz & Evangelium (13seitiges Gedicht in Dialogform über den Glauben), "Das Priestertum im neuen Bunde" (2seitiges Gedicht, mit zahlreichen Hinweisen auf die entsprechenden Bibelstellen), "Ein Gleichnis. Die Uneinigkeit in der Werkstätte" (8seitige Erzählung "vom Direktor der Diakonen-Anstalt in Duisburg, Pfarrer Engelbert"). Einliegend kleiner Zettel mit kurzen Bemerkungen, wohl zu seinem eigenen Leben (z.B. "eigene Bekehrung beim Militär") --- -gedruckter Aufruf "an die Mitglieder und Freunde unserer Gemeinden in Süddeutschland" (29,2 x 22,8 cm; rückseitig blanko) zur Erhöhung der Mitgliedsbeiträge. Gezeichnet von Richard Wobith, W. Kuder und L. Mann. Wohl vom Anfang der 20er Jahre. --- -Schreibheft (15,8 x 10,5 cm) "Cassa- und Tag-Buch Aug. Barnikel, 15. September 1894" (bis August 1899). 15 beschriebene Seiten; lose einliegend beidseitig beschriebenes Blatt mit weiteren Auslagen (1894-97). Außerdem zwei Seiten über Obligationen und ausgeliehendes Kapital. --- -Visitenkarte "Frau Atha Barnikel" (10 x 4 cm) --- -schlecht erhaltene Mappe (14,5 x 9 cm) mit losen Dokumenten, darunter: --- a) Zettel mit Bedeutungen von Vornamen (u.a. der seines Sohnes Godwin), eingeklebt in die Innentasche --- b) Gedruckte Erzählung "Das Theater war schuld" von M. Inger, 21 S., mit Widmung seiner Schwester Emilie, verh. Gagstätter --- c) beidseitig beschriebenes Blatt (17,8 x 11,3 cm) mit religiösem Gedicht, datiert Kreuznach, 27. Juni 1893 --- d) beidseitig beschriebenes Blatt (15,5 x 10 cm) mit dem 9strophigem Gedicht "Zum Hochzeitsfeste" (vollständig, Rest der letzten Strophe auf Vorderseite nachgetragen); mit durchgängig religiösen Motiven --- e) zwei religiöse Gedichte, geschrieben auf die Rückseite eines gedruckten Programmzettels (23 x 15 cm) für ein Zither-Konzert der Schüler von Augzust Keh im Café Schubarth (Bamberg) am 18. März 1888 --- f) mehrere handschriftliche Gedichte / gereimte Gebete: "Erhörung meines Gebets u. das Zwiegespräch mit meinem Heiland" (3 S.); 3 Seiten kleinere Gedichte ohne Titel; "Reise nach Cannstadt" (3 1/2 S.), beendet mit "Amen" --- g) kleines Heft (12,5 x 7 cm) in lädiertem Stoff-Einband (Konfirmationsgeschenk seiner Schwägerin Mina zum 23.4.1882), Inhalt: "Inventar-Verzeichnis Kreuznach 22. November 1882" (1 S.); 1seitige Auflistung der Kinder seines Großvaters väterlicher Seite; einseitige Liste von Geburtstagen seiner Familie. --- Zustand: Sehr unterschiedlich erhalten: die Dokumente in der schwarzen Mappe mit starken Mängeln, die anderen Dokumente recht gut erhalten.