Zusammen (3+2½=) 5½ SS. auf 4 (= 2 Doppel)Blatt. 8vo. Beiliegend eine Originalportraitphotographie im Format 84:56 mm. An ein Fräulein Grosser. I: Daß Sie unsrer Ida Freundschaft und Herzlichkeit schenkten, wußte ich aus ihrem dankbaren Munde, daher begreife ich, wie auch Sie die Nachricht ihres plötzlichen Todes erschreckte! Ein trostloser Fall, so jäh und schrecklich dahin gerafft ein theures, hoffnungsreiches Leben! So viel Jugend und Schönheit, so unendliche Güte des Herzens, ein so reiches Talent, das berufen war, das Höchste in der Kunst zu erreichen [.]" (Br. v. 23. Juli 1863; mit kleiner, alt montierter und von fremder Hand stammender Notiz auf der Innenseite des Doppelblatts). II: Sie hatten die große Güte für gekaufte Schmucksachen unserer verklärten Ida die Auslagen für mich zu besorgen, und ich beeile mich Ihnen beiliegend 200 [Kronen] zu übersenden, mit meinem ergebensten Dank und der Bitte, den Ueberschuß an unsre würdige Nemeth zu übergeben, mit der ich ja in Berechnung stehe [.]" (Br. v. 10. Oktober 1863; mit alten Montagespuren auf Bl. 2 verso). Ida Pellett, der 1838 in Graz geborene Liebling des Publicums" (Wurzbach XXI, 443), war 1861 Ensemblemitglied der Berliner Hofbühne geworden und war in zahlreichen klassischen Frauenrollen zu sehen gewesen. Emil Devrient, ihr Lehrer, ließ auf ihrer Ruhestätte ein schlichtes Denkmal aufstellen, welches am 21. August 1863 eingeweiht wurde [.]" (ebd., 444). Emil Devrient wirkte seit 1831 als einer der gefeiertsten Schauspieler des Dresdner Hoftheaters, bis er 1868 seinen Abschied von der Bühne nahm. Er war der begeisterndste Marquis Posa, den das Theater bis dahin gesehen hatte, wie er der feinste Tasso war" (Kosch, Theaterlex., 320). Die Photographie mit einer ganzfigürlichen Darstellung des Schauspielers in eleganter Straßenkleidung.
Seller: Antiquariat Gertrud Thelen, Baden-Baden, Germany
24 x 17 cm.
Seller: Antiquariat Michael Eschmann, Groß-Gerau, Germany
Art / Print / Poster
0. Seitenränder etwas beschnitten, ansonsten gute Erhaltung. Sprache: Deutschu.
1½ SS. 8vo. An einen Theaterdirektor: Da die Zeit meines Eintreffens in Leipzig ganz nahe rückt, so bestätige ich hiemit nochmals mein Eintreffen dort am 13. Februar um am 14[.] die Fiesco Probe zu halten, da ich große Trauerspielrollen stets den Tag vorher probieren muß [.]". - Devrient wirkte seit 1831 als einer der gefeiertsten Schauspieler des Dresdner Hoftheaters, bis er 1868 seinen Abschied von der Bühne nahm. Er war der begeisterndste Marquis Posa, den das Theater bis dahin gesehen hatte, wie er der feinste Tasso war" (Kosch, Theaterlex., 320). Die Verso-Seite mit hs. Eingangsvermerk; auf Briefpapier mit gepr. Vignette und dem Monogramm ED".
Seller: Antiquariat Michael Eschmann, Groß-Gerau, Germany
Art / Print / Poster
0. Sprache: Deutschu.
Published by Dresden, September 1851., 1851
Manuscript / Paper Collectible
1 S. Qu.-gr.-8vo. Wer sich auf Enttäuschungen in der Kunst nicht vorbereitet, wird am Abend seines Lebens höchst beklagenswerth sein!" Emil Devrient wirkte seit 1831 als einer der gefeiertsten Schauspieler des Dresdner Hoftheaters, bis er 1868 seinen Abschied von der Bühne nahm. Er war der begeisterndste Marquis Posa, den das Theater bis dahin gesehen hatte, wie er der feinste Tasso war" (Kosch, Theaterlex., 320). Aus dem Album des Kaufmanns Carl Künzel (18081877), einem Kunst- und Autographensammler in Heilbronn; vgl. Emil Michelmann: Carl Künzel. Ein Sammler-Genie aus dem Schwabenland. Stuttgart, Cotta, 1938, Nr. 71. Gering fleckig.
Published by Dresden, 11. II. 1846., 1846
Seller: Antiquariat INLIBRIS Gilhofer Nfg. GmbH, Vienna, A, Austria
Manuscript / Paper Collectible
¾ S. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief) und rotem Siegel. An Karl Remmark (1802-86), Direktor des Landestheaters in Graz: "Wohl muß ich es einen bösen Stern nennen, der mich auch in diesem Sommer von dem reitzenden Grätz fern halten will; - meine Intendanz hat mir den Reise-Urlaub in so verschiedenen Zeiträumen bewilligt, daß ich bei dieser Zersplitterung, die große Reise nach Oesterreich aufgeben muß und so des Vergnügens beraubt bin, Ihnen persönlich für Ihr freundliches Entgegenkommen zu danken und mich in meinem Wirken vor dem dortigen Publikum entfalten zu dürfen. Möchte die Zukunft mir recht bald günstiger sein []". - Der Neffe Ludwig Devrients und Bruder Karl und Eduard Devrients unterbrach seine kaufmännische Ausbildung in Zwickau, um sich der Schauspielerei zu widmen. Nach dem Studium bei Klingemann in Braunschweig debütierte er 1821 als Raoul in Schillers Jungfrau von Orleans, kam 1822 an das Stadttheater Bremen und trat erfolgreich als Bassist in Opern sowie als jugendlicher Liebhaber auf der Sprechbühne auf. Im folgenden Jahr gastierte er an der Hofoper Dresden als Kaspar im Freischütz unter der Leitung des Komponisten Carl Maria von Weber, wurde 1824 an das Theater Leipzig berufen und trat letztmals 1830 als Sänger in Hamburg auf.
1 S. 4to. Mit blindgeprägtem Monogram. Faltspuren; leicht gebräunt. An den Leiter des Stadttheaters in Bremen wegen einer Terminvereinbarung für ein Gastspiel: [] Hierher wurde mir Ihr Brief nachgesandt, wohin mich eine Familienangelegenheit rief; ich eile Ihnen darauf anzuzeigen, daß ich den von Ihnen angenommenen Termin meines ersten Auftreten in Bremen nicht einhalten könnte. Ich habe bis 3. April in Magdeburg zu spielen, gehe dann nach Hannover und hoffe d. 10. April dort zu schließen, könnte also erst d. 12. April in Bremen beginnen (wenn ich nicht in Hannover statt 4 Rollen nur 2 zu geben [] habe), - dann [] würde ich schon den 9 April bei Ihnen anfangen können. Darüber wird sich auf meine Anfrage, Hr. Perglaß [] erklären und ich gebe Ihnen von Magdeburg darüber Gewißheit, wohin ich morgen zurückkehre. Vorläufig also kann nur d. 12 April als mein erstes Auftreten bei Ihnen mit Sicherheit feststehen, - doch halte ich noch die Möglichkeit [] auch schon den 9 zu beginnen. Haben Sie die Güte mir außer Don Carlos auch einige Rollen [] die Sie wünschen und aus Kassen Rücksichten vorziehen, - Lustspiele nicht zu vergessen damit es meine Kräfte ertragen []". Nach dem Studium bei Klingemann in Braunschweig debütierte er 1821 als Raoul in Schillers Jungfrau von Orleans' und kam 1822 an das Stadttheater Bremen und trat dort erfolgreich als Bassist in Opern sowie als jugendlicher Liebhaber auf der Sprechbühne auf. Im folgenden Jahr gastierte er an der Hofoper Dresden als Kaspar' im Freischütz' unter der Leitung des Komponisten Carl Maria von Weber und wurde 1824 an das Theater Leipzig berufen und trat letztmals 1830 als Sänger in Hamburg auf. Seit 1831 einer der gefeiertsten Schauspieler des Dresdner Hoftheaters, trat er bis zu seinem Rückzug von der Bühne 1868 überwiegend in klassischen Rollen auf.
Language: German
Published by [S.l.] 1. März 1860., 1860
Seller: Paul van Kuik Antiquarian Music, Kranenburg, Germany
Manuscript / Paper Collectible
1 S. 8°. Mit Präge-Monogramm "E.D.". 12-zeiliger Brief. An Hernn Winkler. Schriebt u.a. über Schillers "Don Carlos". Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 350.