Published by Militärverlag, Berlin deutsche 1975/76, 1975
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Condition: guter bis sehr guter Zustand. F. guter bis sehr guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren: Schutzumschläge gering defekt - jeweils eine Besitzerunterschrift auf dem Titel - Seitenschnitt teils leicht verschmutzt oder fleckig - Seiten sauber und ordentlich - Band 1 mit wenigen kleinen Eselsohren Dieses dreibändige Lehrbuch befaßt sich mit den Fragen der Theorie und Konstruktion der Militärkraftfahrzeuge und den Methoden ihrer Berechnung. In der Armee kommen Räderfahrzeuge aller Typen zum Einsatz: angefangen von Personenkraftwagen über Lastzüge mit aktiven Anhängern bis zu Gliederfahrzeugen. Im vorliegenden Lehrbuch sollen unter Militärkraftfahrzeugen jedoch solche Räderfahrzeuge verstanden werden, die speziell für die Armee und nach deren taktisch-technischen Forderungen geschaffen werden und im Gelände sowie bei schlechten Fahrbahnverhältnissen erhöhte Geländegängigkeit und Beweglichkeit aufweisen. Hierher gehören in erster Linie die allradgetriebenen Zwei-, Drei- und Mehrachsgefechts- und Transportfahrzeuge verschiedener Bestimmung. Der zweite Weltkrieg hat gezeigt, daß die Armee ihr spezielles Räderfahrzeug braucht (wie die Luftstreitkräfte ihr Flugzeug und die Seestreitkräfte ihr Schiff), bei dessen Konstruktion die spezifischen Besonderheiten der Nutzung zu militärischen Zwecken berücksichtigt sind. Dieses Fahrzeug muß so gebaut sein, daß es durchschnittenes Gelände und Kolonnenwege mit hoher Geschwindigkeit befahren kann. Es muß darüber hinaus zuverlässig sein und sich auch im Gelände einfach warten und instand setzen lassen. Seine Kraftübertragung muß vereinheitlichte Baugruppen aufweisen, und die Motoren müssen nach dem Baukastenprinzip aufgebaut sein. Dabei soll die Typenreihe nur wenige Grundfahrzeuge aufweisen, da sonst Nutzung und Instandsetzung sowie Ersatzteilbeschaffung und -versorgung erschwert werden. Hauptaugenmerk liegt im vorliegenden Lehrbuch also auf den Militärkraftfahrzeugen, obgleich an verschiedenen Stellen auch einzelne Baugruppen von Kraftfahrzeugen aus dem volkswirtschaftlichen Bereich behandelt werden, sofern sie in ihrer Konstruktion, militärtechnisch gesehen, originelle und annehmbare Lösungen aufweisen. Das moderne Militärkraftfahrzeug ist ein äußerst kompliziertes technisches Mittel und braucht wie jede komplizierte Maschine seine eigene Theorie, die die allgemeinen Gesetzmäßigkeiten seiner Arbeitsweise erfaßt. Die Theorie des Kraftfahrzeugs wurde in der Sowjetunion in ihren Grundzügen vor etwa fünfzig Jahren durch Akademiemitglied J .A. Tschudakow geschaffen und auch in seiner wissenschaftlichen Schule weiterentwickelt. Diese Theorie untersucht im wesentlichen die allgemeinen Fragen der Fortbewegung des Zweiachsfahrzeugs mit einer Antriebsachse, das vorwiegend auf der Straße gefahren wird (Personen- und Lastkraftwagen für allgemeine Transport- und Beförderungszwecke). Bestimmende Besonderheit des Militärkraftfahrzeugs ist der weitaus größere Einsatzbereich. Es wird nicht nur auf der Straße genutzt, sondern auch in durchschnittenem Gelände, auf sumpfigen und lockeren Böden. Weiterhin muß es verschiedene Hindernisse wie steile Steigungen und Gefälle, Stufenhindernisse, Gräben und Wasserhindernisse überwinden können. Dabei werden sowohl auf der Straße als auch im Gelände hohe Beweglichkeit und Manövrierfähigkeit gefordert. Wenn das gewöhnliche Transportfahrzeug im Normalfall eine Antriebsachse hat (4 x 2), so sind in der Militärtechnik Drei- und Vierachsfahrzeuge mit Allradantrieb (6 x 6; 8 x 8), Gliederfahrzeuge, Lastzüge mit getriebenen Anhänger- (Sattelanhänger-) Achsen und Schwimmfahrzeuge vorherrschend. Folglich muß die Theorie des Militärkraftfahrzeugs einen weitaus größeren Problemkreis erfassen als die Theorie des Kraftfahrzeugs schlechthin, das einfacher aufgebaut und für den Straßeneinsatz bestimmt ist. Einfluß auf die Fortbewegung des Räderfahrzeugs, auf seine Beweglichkeit, Manövrierfähigkeit und Geländegängigkeit haben nicht nur die äußeren Merkmale des umgebenden Milieus (der Straße oder des Bodens als.