Published by C. Bertelsmann, Gütersloh, 1897
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Condition: guter bis sehr guter Zustand. guter bis sehr guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren: Umschlag und Seiten teils etwas eselsohrig - Seiten sauber und ordentlich "Ob eine Beschreibung Ravennas und seiner Denkmäler in die »Gymnasialbibliothek« gehört, die ja den Altertumsstudien dienen will, mag der geneigte Leser entscheiden. Ich hoffe, er wird die Frage bejahen. Denn der Bruch zwischen der christlichen und der antiken Welt ist nicht so plötzlich eingetreten, wie man oft meint; ganz langsam hat sich die neue Ordnung der Dinge von einer Kultur losgelöst, deren Spuren uns gerade in Ravenna auf Schritt und Tritt begegnen. Daß aber die Geschichte durch die Berührung mit der Ortskunde an Leben gewinnt, hat niemand treffender dargelegt als Moltke. »Geschichtliche Begebenheiten,« sagt er, »gewinnen einen eigentümlichen Reiz, wenn wir die Örtlichkeit kennen, wo sie sich zutrugen. In den lebendigstenFarben treten sie dem vor die Seele, welcher sich auf ihrem eigentlichen Schauplatz befindet, und wie wir einen regeren Anteil nehmen an den Schicksalen eines Mannes, dessen Gesichtszüge wir kennen, ebenso prägen sich dem Gedächtnis die Vorgänge tiefer ein, deren räumliche Bedingungen wir anschauten. Geschichte und Ortsfunde ergänzen sich wie die Begriffe von Zeit und Raum«" - Ankunft. Das moderne und das alte Ravenna - Honorius und Stilicho; Bauten aus Honorius' Zeit - Galla Placidia und ihre Bauten - Das Ende des Westreichs - Odovakar und Theoderich - Dietrich von Bern - Kirchenbauten aus Theoderichs Zeit - Palast und Grabmal Theoderichs - Der Ausgang der Gotenherrschaft und die späteren Schicksale Ravennas - San Vitale - Sant? Apollinare in Classe - Dantes Grab. Denksäule des Gaston de Foix - Der Pinienwald von Ravenna Buchreihe: Gymnasial Bibliothek, 27. Heft Seitenanzahl: 71 Seiten mit 16 Bildern Format: ca. 13 x 21,5 Softcover Deutsch.
Published by C. Bertelsmann, Gütersloh 1900 und 1909, 1900
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Condition: guter bis sehr guter Zustand. guter bis sehr guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren: Umschlag und Seiten teils etwas eselsohrig - Seiten sauber und ordentlich Das Marsfeld. Das Marsfeld in ältester Zeit. Bei unserer letzten Wanderung durch Rom waren wir auf dem Kapitol angelangt und hatten dort die noch vorhandenen Reste antiker Bauten, den Jupitertempel auf der Südkuppe des Hügels und das Tabularium in der Einsenkung nach dem Forum zu, kennen gelernt und uns die Lage des Junotempels auf der Arx veranschaulicht. Wir sahen, wie der Platz des Kapitols im Mittelalter umgewandelt wurde und wie er durch den Aufbau des Senatorenpalastes auf den alten Mauern des Tabulariums und durch Errichtung der beiden Paläste rechts und links, die jetzt als Museen dienen, ein harmonisches Aussehen erhalten hat. Nunmehr wenden wir uns der nach Nordwesten hinabführenden Rampe und der Balustrade zu, die den Nordrand des Platzes umrahmt. Einige dort aufgestellte Bildwerke fesseln für ein paar Augenblicke unsere Aufmerksamkeit. Die beiden Dioskuren schützen oben rechts und links den Stufenweg, und neben ihnen stehen die sogenannten Trophäen des Marius. Das sind steinerne Rüstungen von der Art, wie die Griechen und später auch die Römer auf den Schlachtfeldern Siegeszeichen zu errichten pflegten, und sie stammen aus einer Bassinanlage (castellum) der aqua Julia am Esquilin. Mit Marius haben sie allerdings nichts zu tun ? jene Benennung ist erst im 15. Jahrhundert aufgekommen ?, aber sie sind antik und sie begrüßen hier mit deutlicher sinnbildlicher Sprache jeden, der zum Kapitol des weltbesiegenden Roms hinaufsteigt. Noch ein anderes Symbol macht sich bemerklich, wenn wir die Stufen hinabgehen: ein Wolfspaar rennt zu unserer Rechten in seinem von Gebüsch umgebenen Gelaß hin und her, allem Anschein nach sehr unzufrieden . Buchreihe: Gymnasial Bibliothek, 7. und 49. Heft Seitenanzahl: zusammen 178 Seiten mit ca. 15 Bildern Format: ca. 13 x 21,5 Softcover Deutsch.
Published by C. Bertelsmann, Gütersloh, 1915
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Condition: guter bis sehr guter Zustand. F. guter bis sehr guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren: Umschlag und Seiten teils etwas eselsohrig - Seiten sauber und ordentlich - Rücken farbverblichen Das Marsfeld, das wir zuletzt durchwandert haben, wird seiner ganzen Länge nach von der via Flaminia durchzogen, die innerhalb der Stadt dem heutigen Korso entspricht. Sie wurde vom Censor des Jahres 220 v. Chr. angelegt, um als sichere Heerstraße die Verbindung mit dem Norden, mit Gallia cisalpina zu ermöglichen. Im Jubiläumsjahre (1911), in dem ich Rom wiederum besuchte, schwelgte ganz Italien in der Erinnerung an die vor fünfzig Jahren erreichte Begründung des Königreichs, und deshalb war diese Hauptstraße reich geschmückt mit rot-weiß-grünen Fahnen, und noch lebhafter als sonst unterhielten sich feiernde Gruppen an der piazza Colonna und vor der neuen Halle, die gegenüber an der Stelle errichtet war, wo einst die porticus Vipsania gestanden hatte. Kein Wunder, daß die Vorübergehenden mit echt römischen: Stolze zu den Inschriften aufblickten, die an der Vorderseite des neuen Baues prangten und Aussprüche Viktor Emanuels dem Gedächtnis einprägen sollten. Rechts oben haftet unser Auge an ,Roma', und wir lesen darunter: »Für mich und Italien ist?s das Symbol des geeinten Italiens« und links aus entsprechendem Felde tönen weithin die hochgestimmten Worte: »Der Name Roms, der größte, der von den Lippen der Menschenerklingt, verbindet sich wieder mit dem Italiens, der meinem Herzen am teuersten ist.« In festlicher Stimmung strömen Einheimische und Gäste nordwärts zur piazza del popolo und der porta Flaminia. Dort, am Ausgange des Korso, wenden wir uns gerne noch einmal um. Denn jetzt können wir hier sehen, wie das aufragende Denkmal des ersten italienischen Königs die schnurgerade Linie der Hauptstraße beherrscht und unserem Blicke einen eindrucksvollen Ruhepunkt gewährt . Buchreihe: Ein Gang durch die Ruinen Roms, Teil 3, Gymnasial Bibliothek, 57. Heft Seitenanzahl: 148 Seiten mit 10 Bildern und 2 Karten Format: ca. 13 x 21,5 Softcover Deutsch.